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dB Technologies - PA3.0 Brückenbetrieb

  • Jürgen Klingel
  • 21. Februar 2009 um 02:21
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    Jürgen Klingel
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    • 21. Februar 2009 um 02:21
    • #1

    Hallo Forum,

    habe mal wieder was zum Verstärken angeschafft, nen Eisenschwein von dB-technologies:
    http://www.dbtechnologies.com/mod_produkte.cfm?pgid=4&pugid=48&psugid=0&pid=155
    Eigentlich habe ich ihn für Stereo-Betrieb vorgesehen, aber trotzdem würde ich gerne wissen, wie man diesen Verstärker brücken soll!? Immerhin kann er gebrückt ca. 3 kW an 4 Ohm liefern.

    Außer dem Ausgangs-Speakon des Kanal 1 findet sich nichts, was auf den Brückenbetrieb hinweist, wie die zuständige Eingangsbuchse oder einen Umschalter.
    Die dB-Homepage gibt nichts her, was eine Bedienungsanleitung betrifft, sonderlich verbreitet scheint der Typ auch nicht zu sein. Aber vielleicht hat doch jemand so einen Verstärker und das Manual bzw. weiß, wie das zu machen ist.

    Der Anschluss 2+ ist mit dem +Ausgangs von Kanal 1 verbunden, 2- hängt am +Ausgang von Kanal 2. Das kennt man von üblichen Schaltungen im Brückenbetrieb.

    Frage: Wie kommt jetzt der Amp zu seinem, einseitig um 180° gedrehten Eingangssignal? Muss ich das mit externer Elektronik (z.B. im LS-Controller), oder per über Kreuz verdrahtetem, symmetrischen XLR machen, oder...?

    Gruß, Jürgen :D

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

    Einmal editiert, zuletzt von Jürgen Klingel (23. März 2009 um 01:21)

  • fronky13
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    • 21. Februar 2009 um 06:48
    • #2

    Moin!
    Ja, das muss man extern machen.
    Hier gibts die Anleitung:
    http://www.audio-workshop.co.uk/db_user.html
    MfG
    Eike

  • DJheini
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    • 21. Februar 2009 um 08:01
    • #3

    Hat zwar nur indirekt mit dem Thema zu tun, aber ich finde es schon sehr seltsam,
    das einige Hersteller nicht in der Lage sind, alte und auch aktuelle Manuals anzubieten.
    Eine Zeitlang klappte das bei den meisten, aber einige haben die Seiten wieder aus dem Netz genommen.
    Ärgerlich. :?

    @ Jürgen Klingel

    Kannst du den Schalter nicht direkt nachrüsten? Wäre doch sicher auf Dauer die beste Lösung.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • treibsand
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    • 21. Februar 2009 um 09:00
    • #4

    Ich versteh nicht, dass der Hersteller nicht in der Lage ist, da ab Werk einen Schalter zu installieren... Der Amp soll für Brücken BIS 2 OHM geeignet sein, aber verschalten musses der User... *kopfschüttel*

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

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    Jürgen Klingel
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    • 21. Februar 2009 um 11:45
    • #5

    Super Leute, vielen Dank!
    Nach der Anleitung, die fronky13 gefunden hat, hab ich mir bereits "den Wolf gegoogelt" :wink: , als nächstes hätte ich dann wohl noch beim Hersteller angeklopft. Eine Anleitung war bei dem "Gebrauchtkauf" halt nicht dabei...

    Also, für Parallelbetrieb kriegen beide Kanäle das gleiche Signal gefüttert, Brückenbetrieb muss mit 180° Phase gemacht werden, also 2 und 3 im XLR über Kreuz geführt.
    treibsand: Brücke bis 2 Ohm wär nen Hammer...4 Ohm ist möglich mit 3000 W. Dass der User das verschalten muss, ist halt nicht DAU-sicher (zum Glück hab ICH die Kiste gekauft :lol: )

    Und ja, wenn ich mit dem Schwergewicht fertig bin, wird da ein Umschalter drin sein, hab doch keinen Bock das extern zu machen. Sinnvollerweise rüste ich da vlt. noch eine OP-Amp-Schaltung nach, die mir die Phase dreht, auch wenn ich mal asymmetrisch anschließe.
    Thx @ all :D

    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • treibsand
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    • 21. Februar 2009 um 15:26
    • #6

    Ooops. Ich meinte natürlich 2Ohm/Seite :oops: also eine 4 Ohm Brücke...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

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    • 15. März 2009 um 00:13
    • #7
    Zitat von "Jürgen Klingel"

    Sinnvollerweise rüste ich da vlt. noch eine OP-Amp-Schaltung nach, die mir die Phase dreht, auch wenn ich mal asymmetrisch anschließe.

    Gesagt, getan: Das Teil lief schon am Funktionsgenerator und verarbeitet von Gleichspannung bis ca. 200 kHz (-3 dB) alles was man ihm füttert. :grin:

    Für Alle die es interessiert, hier ein Bild

    Eine Schaltung mit dem TL072 von der bekannten Sound.Westhost - Seite, habe ich noch mit einem Umschalter zwischen Stereo und Bridge versehen. Muss nur noch in den Amp eingebaut werden (hinten ist genug Platz) dann gehts weiter...

    Gruß, Jürgen :D

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • DJheini
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    • 15. März 2009 um 09:52
    • #8

    @ Jürgen

    Wie fütterst du diese Schaltung denn mit einem symmetrischen Signal?
    (Habe ich ein Brett vor dem Kopf, oder warum verstehe ich das nicht? :oops: )

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

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    • 15. März 2009 um 12:16
    • #9
    Zitat von "DJheini"

    @ Jürgen

    Wie fütterst du diese Schaltung denn mit einem symmetrischen Signal?
    (Habe ich ein Brett vor dem Kopf, oder warum verstehe ich das nicht? :oops: )

    Nö, hast kein Brett vor´m Kopf :grin: DIE Schaltung kriegt nix Symmetrisches, das war auf den Amp an sich bezogen.

    Das 0°-Phase-Signal wird nach dem Phasen-Umkehrer im Kanal A nach dem Volume-Poti, vor dem Limiter eingefügt und das 180°-Phase-Ausgangssignal wird an gleicher Stelle im Kanal B wieder eingespeist, mit der Drucktaste wird der originale Eingangsverstärker des Kanal B weg geschaltet.

    Brückeneingang ist damit der Kanal A, das LS-Ausgangssignal soll dann an roten Speakon-Nachbauten rauskommen - Einbau ist heute noch in Arbeit :wink: Bericht folgt.

    Gruß, Jürgen :D

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

    Einmal editiert, zuletzt von Jürgen Klingel (15. März 2009 um 13:10)

  • DJheini
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    • 15. März 2009 um 13:09
    • #10

    Ahhhh jetzt ja. Danke. :D

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

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    • 16. März 2009 um 02:11
    • #11

    Puh, das war nen harter Brocken: Ein massives Brummproblem hat mich stundenlang beschäftigt, dem Amp gefiel nicht, dass das Signal plötzlich aus dem "anderen Block" kommen sollte. Die Masseführung für die Zusatzplatine war knifflig, da musste dann noch etwas RC-Beschaltung herhalten. Aber jetzt funktioniert das Ding, verstärkt Signale aus dem Funktionsgenerator ohne Murren, Rauschen, Brummen oder Schwingen...

    Der Bastelteil ist fertig:

    Nach einer Reinigung wurde Folgendes wurde im Rahmen des Umbaus gemacht:
    Zuerst wurden sämtliche Deckelverschraubungen in die Bleche versenkt, kann´s hassen, wenn ich Geräte in´s Rack schiebe und die Schrauben verkratzen Alles, weil die Köpfe rausgucken :roll:

    1. Beide Volume-Potis getauscht (waren nicht mehr astrein)
    2. Ruhestrom beider Kanäle justiert (40% Abweichung...)
    3. Limiteransprechschwelle beider Kanäle eingestellt (ein Kanal lieferte immer zu wenig Pegel, da war sozusagen die "Handbremse" angezogen)
    4. die zwei Keramikwiderstände mit den lustigen schwarz-gelben Leitungen nachgerüstet (das sind Entladewiderstände der Elkos, waren ursprünglich unter der Netzteilplatine montiert und haben von dort die Elkos "geheizt" - muss ich nicht haben)
    5. Neue Wärmeleitpaste für die Rail-Gleichrichter spendiert.
    6. zwei rote Speakon-Nachbauten als "Brücke" Ausgang nachgerüstet.
    7. Bastelplatine neben den Bridge-Ausgängen, von hinten her bedienbar befestigt.
    8. Mit abgeschirmten Leitungen zu den Kanälen verbunden, Betriebsspannung vom Netzteil abgezweigt.
    9. Schrumpfschlauch über die Verbinderstecker, Tropfen Heißkleber drauf, dass nix runter rutscht.
    10. Alle Leitungen mit Kabelbinder festgelegt.

    Geschafft! :wink:

    Demnächst wird dann mal bissel gemessen...

    Gruß, Jürgen :D

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

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    Jürgen Klingel
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    • 18. März 2009 um 01:55
    • #12

    Sodele, hab mal ein paar Daten nachgemessen:

    An 4 Ohm Widerstandslast liefert der Verstärker über den gesamten Audio-Frequenzbereich jetzt gebrückt satte, unverzerrte 120 Volt effektiv, macht nach Adam Riese knapp 3600 W. (kurzzeitig jedenfalls)
    Klar, dass da nach zwei Sekunden der 12A-Automat auf der Frontplatte auslöst...aber dank Crest-Faktor ist das unproblematisch.

    Damit sind die Herstellerangaben jedenfalls bestätigt, die bei 3 kW liegen, kurzum ich bin sehr zufrieden, da lohnt sich doch glatt die Schlepperei (29 Kilo...) und die Arbeit mit dem Umbau war ebenso lehr- wie erfolgreich.

    In diesem Sinne "Play it Loud!"

    Greetz, Jürgen :grin:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • mike j.
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    • 19. März 2009 um 11:35
    • #13

    Bei den QSC MX Endstufen ist das auch so. Hier ist aber hinten abgedruckt wie man es macht.

    Hierbei geht man von der Theorie aus, dass beim Brücken einer Endstufe eine Endstufe genau das spannungstechnische Gegenteil der zweiten macht. Kanal 1 macht positive Halbwelle, dann macht Kanal 2 hier eine negative Halbwelle,...
    Somit bekommt man am Ausgang gegen Masse die gleiche Leisung als "Ungebrückt", jedoch schließt man hier die Lautsprecher von Ausgang 1 nach Ausgang 2 an, ohne Massebindung...

    Um das Problem in den Griff zu bekommen muss man einen Eingang Phasendrehen. Ist eine Endstufe von Haus aus unsymmetrisch, muss man hier mit der oben Fotografierten ESP Schaltung weitergeholfen werden. Sind die Eingänge aber Symmetrisch (Klemmen, XLR oder Klinke, die 3 Polig vorgesehen sind), so legt man von Kanal 1+ nach Kanal 2-, Kanal 1- nach Kanal 2+ und Masse zu Masse. Somit ist Kanal 2 um 180 Grad Phasenverschoben.

    Unsymmetrische Endstufen kann man mit einem 1:1 (600:600 Ohm) Übertrager (einer pro Kanal) auch Symmetrieren.

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    Jürgen Klingel
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    • 19. März 2009 um 22:23
    • #14
    Zitat von "Mike J."

    Um das Problem in den Griff zu bekommen muss man einen Eingang Phasendrehen. Ist eine Endstufe von Haus aus unsymmetrisch, muss man hier mit der oben Fotografierten ESP Schaltung weitergeholfen werden. Sind die Eingänge aber Symmetrisch (Klemmen, XLR oder Klinke, die 3 Polig vorgesehen sind), so legt man von Kanal 1+ nach Kanal 2-, Kanal 1- nach Kanal 2+ und Masse zu Masse. Somit ist Kanal 2 um 180 Grad Phasenverschoben.

    Unsymmetrische Endstufen kann man mit einem 1:1 (600:600 Ohm) Übertrager (einer pro Kanal) auch Symmetrieren.

    Genau! In meinem Fall wäre die Eingangsstufe zwar symmetrisch, wollte aber eine "idiotensichere" Möglichkeit zum Brücken schaffen. Schließt man im ungünstigsten Fall asymmetrische Klinke an, hilft ein gekreuztes Y-Kabel extern nämlich nicht, es schließt vielmehr das Quellsignal kurz.
    So nen Symmetrierübertrager ist halt auch eine nette Sache, leider recht niederohmig und oft nicht für mehrere Volt Pegel tauglich...aber man könnte den ja auch IN den Amp nach der Eingangsstufe basteln...
    Gruß, Jürgen :D

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