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Centercluster im Bass erzeugt live tieffrequente Feedbacks?

  • Mix4Munich
  • 23. Februar 2009 um 15:44
  • Mix4Munich
    Beiträge
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    • 23. Februar 2009 um 15:44
    • #1

    Aloha zusammen!

    Am Wochenende war ich mit meiner Coverband zu einen Gig gebucht. Unbekannte Location, etwas zusammengewürfelte PA und ein neuer Tontechniker, der mit seinem eigenen Yamaha 01V96 Digipult arbeiten wollte.

    Wir haben es mal mit einem Centercluster im Bassbereich versucht, da man so ja angeblich etwas mehr Schub im Bass erzeugen kann. Nun, um es kurz zu machen, wir hatten den gesamten Gig über Probleme mit tieffrequenten Feedbacks von der PA über die Gesangsmikrofone.

    Nach etwas Überlegung bin ich nun zu dem Ergebnis gelangt, dass es im Livebereich wohl besser ist, auf den Bass-Centercluster zu verzichten. Da man die Bassboxen relativ nah an die Gesangsmikros ranholt, steigt einfach die Gefahr von tieffrequenten Rückkopplungen. Die Bässe werden ja unidirektional abgestrahlt. Also sollten die Bassboxen der PA weiter von den Vocalmikros entfernt stehen. Und: Natürlich waren die Bässe in den Gesangsmikros schon reduziert bis kurz vor die Grenze des schlechten Sounds. Trotzdem kam noch zuviel davon als Feedback rüber.

    Hat jemand ähnliche oder andere Erfahrungen? Ich wäre gespannt, die zu hören.

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • treibsand
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    1
    • 23. Februar 2009 um 16:11
    • #2

    Wenn du mal einen Centercluster im Vergleich zu 2 Mono- oder Stereoclustern simulierst, wirst du schnell merken, dass das System auch deutlich mehr in Richtung Bühne abstrahlt - je nach Abstand der Boxen.
    Eine Zahnlückenanordnung wäre das geeignetere Mittel.
    Unidirektional ist ja bei mehreren Subs auch nicht mehr gegeben, da ja mehrere Akustische Zentren vorhanden sind.
    Der Effekt ist in der Nähe der oberen Trennfrequenz gerne sehr ausgeprägt, was natürlich ein Feedback in die Vocals begünstigt.

    Ich muss im Mutterforum nochmal suchen, Volker Holtmeyer hatte da einige eindrucksvolle Simus.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • skyworker
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    • 23. Februar 2009 um 16:22
    • #3

    Morgen Jo, ich geb ja zu, ich hab da so ein paar Verständnisschwierigkeiten. Vocals mit Lowcut und gezogenen Bässen erzeugen Bassfeedback? Dann müsst ihr da schon mit einer ganz groben Kelle unterwegs gewesen sein. Kugelförmige Anstrahlung hin oder her, aber das muss doch schon auf der Bühne unerträglich gewesen sein, wenns trotz Filter noch durch die Gesangsmikros hupt (oder besser dröhnt). Hören oder funktionierendes Monitoring kann doch da gar nicht wirklich stattgefunden haben, oder? An der Stelle hätte ich mal damit angefangen, dringend den Stapel vor der Bühne auseinanderzunehmen- falls das wirklich die Wurzel allen Übels war.
    Ich gebe zu, ich tippe ehr auf den "neuen Bandmischer mit seinem Digitalpult" - der vielleicht irgendwo was verpatched hat? Den falschen Knopf gedrückt hat? Filter on und Filter off verwechselt hat? Oder einfach irgend einen Kanal mit irgend einem Weg verkoppelt hat und dann war ständig ein Mikro offen...
    Wie ich auf so eine Idee komme? Naja - ich hab selbst schon sowas erlebt. Also "versteckte" Signalschleifen. Laptops, die in der Pause Konserve dudeln sollen und beim Gig aufnehmen sollen sind berühmt für ihre internen Micros, Vorbands oder andere Acts mit einem Gesangsmikro mehr (welches dann bei nichtgebrauch hinten unten in die Ecke gelegt wird) oder (Asche auf mein persönliches Haupt) das Talkbackmikro, das versehentlich auf gelassen wurde... All diese Nettigkeiten beteiligen sich gerne an den von dir beschriebenen Phänomenen, aber keiner denkt dran. Dann überlegt man hektisch, was anders ist als sonst - und siehe da, es kann nur das Basscluster sein...

    SKY

    PS: Schau schau - der Herr aus der Stadt der marzipanernen Brote mal wieder...

    Kein Applaus für Scheiße!

  • hias.h
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    1.192
    • 23. Februar 2009 um 16:41
    • #4

    ein bass-centercluster erzeugt, je nach breite, eine deutliche richtwirkung- auch nach hinten.
    Das ist auch der Grund, wieso die aufwändigeren varianten end-fired array, curved array oder cardioid-anordnungen bei live bevorzugt sind.

  • Mix4Munich
    Beiträge
    788
    • 23. Februar 2009 um 17:15
    • #5
    Zitat von "skyworker"

    ... Vocals mit Lowcut und gezogenen Bässen erzeugen Bassfeedback? Dann müsst ihr da schon mit einer ganz groben Kelle unterwegs gewesen sein. Kugelförmige Anstrahlung hin oder her, aber das muss doch schon auf der Bühne unerträglich gewesen sein, ...

    Nein, im Gegenteil. Wir sind eine einigermassen leise Band. Die Bühne war ca. 8*5 Meter groß, und die Drums kamen über keinen der Monitore. Wir haben da sogar unterhalb unserer Proberaumlautstärke gespielt (wo wir genau die vier Monitore benutzen, die wir auch auf der Bühne hatten). Gegen Ende des Gigs waren die Gesangsmonitore aus (nur Drum-Monitor und bei einem Gitarristen liefen die Monis noch), wir haben Sänger und Sängerin eigentlich nur noch "aus dem Raum" gehört.

    Für die These "Neuer Mischer mit Digipult" spricht, dass Mitte des letzten Sets plötzlich einer unserer beiden Gitarristen brüllend laut aus einem der Monitore kam, ohne dass wir lauteres Monitoring angefordert hätten. Egal, wir haben's durchgezogen und dem Volke eine Show geboten.

    Vorband gab es nicht. Ein Laptop war zwar da, aber nur für die Pausenmusik, da wurde keine Aufnahme mit gemacht.

    Möglicherweise hätten wir am besten den Cluster zerlegt, zwei Bässe rechts, zwei links, und gut. Nur kamen mir diese Gedanken eben erst später. Solange man drinsteckt und auf die Musik konzentriert ist ... egal, ich habe jedenfalls erst nach dem Gig angefangen, da anlytisch drüber nachzudenken. Wäre ich der Tontechniker gewesen, hätte ich es vielleicht gleich anders probiert und in der ersten Pause was geändert. Vielleicht. Wer kann das hinterher schon sagen?

    Jedenfalls werde ich live keine Bass-Centercluster mehr aufbauen. Persönlich habe ich noch keine Erfahrungen mit Bass-Arrays, muss mich da wohl mal einlesen ... Aber solange wird erstmal wieder "ein Turm rechts, einer links" gestellt.

    Dem Tontechniker vertraue ich übrigens nach wie vor - er hat einen netten und kompetenten Eindruck gemacht, auch sein mitgebrachtes Equipment und sein ganzes Handeln waren sehr okay, und er arbeitet für eine Band, die mischt er bei 120 Jobs im Jahr. Er weiss also, was er tut, denke ich.

    Danke für Eure Beiträge!

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • Telly
    Beiträge
    511
    • 23. Februar 2009 um 18:26
    • #6

    Das ist ein seltsames Problem. Ich arbeite bei einer Band live oft mit Centerclustern und das teilweisse bei recht zünfigen Pegeln.

    Probleme mit tieffrequenten Feedbacks über die Gesangsmikros hatte ich dabei noch nie. Low Cut natürlich vorrausgesetzt.
    Kritisch kann es manchmal bei der Kick oder Tuba (ja, die haben eine Tuba...) werden.

    Bei den Begriffen 01v96, Lowcut und "Bässe reduziert fast bis zum schlechten Sound" werde ich allerdings hellhörig.
    Ich würde nochmal überprüfen, ob der Kollege nicht vielleicht aus versehen den falschen Filtertyp gewählt hat. Wann da an Stelle des HPF ein Low Shelf oder gar ein Parametrischer am Werk waren, würde das den Effekt erklären.

  • tufkamar
    Gast
    • 23. Februar 2009 um 19:21
    • #7

    ich kann das auch nicht bestätigen - wir machen recht oft bei Live-Gigs 8 Doppel-18" verteilt direkt vor der Bühne (also auf Lücke gestellt) - und noch nie Feedbackprobleme, auch bei "ordentlichen Lautstärken".

    Am ehesten (wenn überhaupt) je nach Bühnenunterkonstruktion maximal bei der Kick - aber auch da muss man sich echt anstellen, um das hinzubekommen...

  • toadie
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    • 23. Februar 2009 um 20:09
    • #8

    Hallo,

    ich kenne zwar die Problematik, aber hatte mit Vocalmikes noch nie wirklich Probleme... schon mal mit dem Mike von Bassamp oder der Bassdrum, ja sogar ein Overhead hat mich schon mal überlisten wollen, aber nicht mit Vocals...
    Ich halte diese These für ziemlich gewagt und weit her geholt, aber es soll ja auch das unmögliche geben *g
    Je nachdem was der Kollege da am pult gedreht hat ist alles möglich :lol:

    Um das genauer zu analysieren müsste man das genau aufdröseln und eben auch das Setup des Mixers genau durchgucken...
    Ich mutmaße mal das hier der Hase im Pfeffer liegt...

    Viele Grüße
    toadie

    Physik kann man nicht überlisten

  • Campfire
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    1.356
    • 23. Februar 2009 um 20:16
    • #9

    auch ich arbeite Live sehr gerne mit Centerstacks....
    in aller Regel gibt es da kein Problem, allerdings stimmt es schon dass Prinzipiell die Feedbackneigung höher ist, macht sich allerdings nur bei leisen Musikern bemerkbar, wenn es dann noch laut werden soll habe ich das durchaus auch bei Vocals schon gehabt.....

    Gegenmittel: schmalbandig genau diese Frequenz mit nem EQ auf der Front ziehen, ne Subgruppe bilden und darauf nen EQ inserten, Mikros mit weniger ausgeprägtem Bassanteil verwenden (Audix OM7 z.B.), weniger stark kompromieren, Bassweg leiser fahren und dafür Instrumente die es brauchen stärker anschieben, Bassweg über nen extra auxweg oder Mono-Out anfahren, so dass man nur Bassige instrumente draufroutet (nur Praktikabel bei tiefer trennung oder zusätzlichen Kickbässen L/R)

    je nach abstand der Stacks kann es übrigens auch bei LR-Stacking ne starke überhöhung genau beim Leadsänger geben......

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • ljbigfish
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    1.080
    • 23. Februar 2009 um 21:17
    • #10

    Hallo,

    bei Tieffrequenten Feedbacks würde ich eher in Richtung Phasendreher schauen. Hab das auch mal gehabt und verzweifelt den Phasenwender gesucht, den ich vorher auf den FOH gelegt hatte.
    Naja, ist dann rausgekommen, dass paar "experten" beim Umstellen des FOH-Pultes den Adapter als Verlängerung für ein XLR zw. Summen-EQ und Pult genommen haben. :grin:


    Gruß Simon

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