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T.amp TA1050 - voll in die Falle gelatscht

  • Guido Speer
  • 2. März 2009 um 22:21
  • Guido Speer
    Beiträge
    69
    • 2. März 2009 um 22:21
    • #1

    Hallo,

    ich hatte ja hier den Schaltplan zum TA1050 vorgestellt. Im weiteren Thread haben wir dann festgestellt, dass es wohl Versionen des TA1050 gibt, bei denen die Endtransistoren isoliert oder eben nicht isoliert am Kühlkörper befestigt sind. Meine sind nicht isoliert und dadrurch das ganze Chassis auf Massepotential. Der GroundLift-Schalter schaltet nur die Masse von den XLR-Buchsen ab, die Masse zum Chassis (also Gehäuse) bleibt ständig bestehen. Ich befürchte nun, dass bei Rackeinbau wieder Brummgefahr besteht, wird wohl auch (ausser man befestigt isoliert im Rack) doch es lauert noch eine viel gefährlichere Falle:

    1. ich nehme den Amp und stecke den an eine Last (Lastwiderstand oder Lautsprecher) um Messungen durchzuführen
    2. ich stecke einen Wechselspannungsmesser (TrueRMS-Multimeter) parallel dazu
    3. auch parallel dazu kommt ein Oszieingang um eventuelle Verzerrungen schnell zu erkennen
    4. an den Eingang stecke ich einen NF-Generator
    5. Power on und beide Regler vom Amp auf Mittelstellung

    Soweit also eine ganz normale Anschlussart, doch nun kommts...

    6. ich drehe den NF-Generator langsam auf, passiert nur sehr wenig
    7. also noch mehr aufdrehen, kaum was passiert. Hä? Der Generator bringt schon über 5V Signal....
    8. die Lüfter vom Amp gehen auf volle Drehzahl. Hä? Wat nu?
    9. ich greife den Amp um hinten zu kontrollieren und ....
    10. ich lass das Ding fast fallen, Finger am Gehäuseboden verbrannt. Power-Off! :shock:

    Was war passiert? Das war die hässliche Variante vom "Effekt des Schukosteckers" (OK, gibt noch eine, die kostet das Leben....)
    Warum?
    Weil der blöde Oszi per Schuko in der Dose steckt und der Amp natürlich auch. Das Problem ist nur, die Masse vom Oszi liegt an dessen Gehäuse und die des Amp natürlich auch. Blöd nur, das bei meinem TA1050 die Masse auch am Gehäuse liegt und durch die komische Schaltung quasi der Lautsprecherausgang durch beide Schukosteckermassen überbrückt wurde. Murphy hat wieder zugeschlagen!

    Ok, den Oszi also in meinen Trenntrfo gesteckt und nächster Versuch. Geht immer noch nicht.... Grimmpf :evil: Wat nu?
    Tja, die Inschenjöre haben doch tatsächlich beim Trenntrafo Schuko von der Netzseite durchgezogen auf die Verbraucherseite. Völliger Blödsinn! Wo bleibt dabei bitte eine Trennung?
    Also fix einen Schalter in den Trenntrafo geprömpelt um Schuko am Ausgang fallweise abzuschalten.
    Ahhhh, so geht das! :grin: :grin: :grin:

    Der TA1050 hat das übrigens überlebt. Ich habe bei Power-Off nochmal nachgemessen. Durch die Schukoüberbrückung hatte ich gut 10-20 Minuten den Ausgang (beide gleichzeitig!) mit rund 0,2 Ohm quasi kurzgeschlossen.... Das musste ja glühen, die Schutzschaltung hat aber gewirkt (auch eine Erkenntnis :grin: )

    Fazit: Erst Gehrirn und dann den Strom einschalten ;)

    Old-Papa

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 3. März 2009 um 08:40
    • #2

    Schuko am Trenntrafo?
    Macht das Sinn?

    An meinem original DDR Möbel ist ausgangsseitig extra so eine spezielle Steckdose dran, flach, ohne Schuko...

    Abgesehen davon gehört beim Testen das Gerät ja wohl an den Trafo. Wozu ist der sonst da?
    Damit der Tisch nicht umfällt? :grin:

  • Guido Speer
    Beiträge
    69
    • 3. März 2009 um 09:28
    • #3
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Schuko am Trenntrafo?
    Macht das Sinn?


    Nö, ich staunte ja auch...

    Zitat

    An meinem original DDR Möbel ist ausgangsseitig extra so eine spezielle Steckdose dran, flach, ohne Schuko...


    Soeinen hatte ich mal, habe ich verkauft um dann den Nachfolger zu ergattern. Der hat am Ausgang auch echte Schukodosen.

    Zitat

    Abgesehen davon gehört beim Testen das Gerät ja wohl an den Trafo. Wozu ist der sonst da?
    Damit der Tisch nicht umfällt? :grin:


    Ich habe 2 Stück, einen mit 1A Last und einen mit 6A Last (auch mit Schukodosen). Der 6er ist am "Funkmessplatz" fest eingebaut der 1er am "Elektronikplatz" (ja, ich habe auch noch einen "PC-Messplatz", einen..... :grin: )
    So, beide wären aber nicht in der Lage einen TA1050 oder gar meinen TA2400 mit ausreichend Ampere zu versorgen.
    Also Oszi an den Trenntrafo. Capiche? :lol:

    Old-Papa

  • rockline
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    4.440
    • 3. März 2009 um 15:02
    • #4

    Der Schaltplan auf dem Link ist nicht korrekt. Der Mittelabgriff vom Trafo geht nicht zum Lautsprecher, sondern liegt auf dem Groundpotenzial. Der LS Plus kommt aus dem Elkomittelpunkt, der LS Minus ist ebenfalls mit dem Ground identisch.

    Bei dieser Art Ausgangsstufe liegen die Kollektoren der Endtransistoren ebenfalls immer auf Ground - das habt ihr richtig dargestellt.

    In eurem Plan habt ihr ja ein gewöhnliches Netzteil eingezeichnet, dessen Elkosternpunkt am Mittelabgriff vom Trafo hängt.
    Wo entsteht denn da das Differenzsignal? Schau mal in den QSC Plan.......

    Geerdetes Oszilloskop bedeutet geerdeter Tastkopfmassepunkt. Den kannst Du immer problemlos an jeder Endstufe mit massebezogenem LS Minus anschließen.
    Ground Lift bedeutet übrigens nur, dass der Audio GND (Pin 1 XLR) vom Chassis getrennt wird. Mehr nicht.
    Bei Messungen an potenzialfreien (massefrei) Ausgangsstufen (zb Yorkville AP 6040, oder manche PWM Konstruktionen) kann man sich zwar mit einem Trenntrafo vor dem Oszi behelfen, aber in Folge steht das Gehäuse des Oszi auf hohem Spannungsniveau (mitunter gegen Erde....Gebäude....Boden....Heizung) durch die Signalspannung des Prüflings.
    Bei Messungen an solchen Geräten werden ausnahmslos Differenzvorstufen (am Oszi) verwendet, deren Minus potenzialfrei ist! Die Endstufe UND das Oszilloskop gehören immer geerdet. Ausnahme ist nur ein SK II Oszilloskop.

    Bei deiner Messung hätte nichts passieren dürfen. Sofern die Endstufe nach der klassischen QSC Schaltung (nichts anderes ist dein Layout) aufgebaut ist, kannst Du problemlos Oszilloskopmasse und Endstufenminus verbinden. Ist aber noch nicht einmal nötig, da der Schutzleiter das schon erledigt hat.
    Irgendwas an eurem Versuchsaufbau war schräg.

  • Guido Speer
    Beiträge
    69
    • 3. März 2009 um 15:56
    • #5
    Zitat von "rockline"

    Der Schaltplan auf dem Link ist nicht korrekt.


    Du sprichst ein großes Wort gelassen aus... :wink:
    Ich werde aber heute abend nochmal mit einem Originalplan vergleichen. Das Netzteil habe ich wirklich nur schematisch dargestellt, hatte ich ja auch geschrieben. Bin aber gaaaanz sicher, das es so ist (oder auch nicht)

    Zitat

    Bei dieser Art Ausgangsstufe liegen die Kollektoren der Endtransistoren ebenfalls immer auf Ground - das habt ihr richtig dargestellt.


    Na dann is ja jut...

    Zitat

    In eurem Plan habt ihr ja ein gewöhnliches Netzteil eingezeichnet, dessen Elkosternpunkt am Mittelabgriff vom Trafo hängt.
    Wo entsteht denn da das Differenzsignal? Schau mal in den QSC Plan.......


    Hmm, jetzt wo Du das schreibst, hmm....

    Zitat

    Geerdetes Oszilloskop bedeutet geerdeter Tastkopfmassepunkt. Den kannst Du immer problemlos an jeder Endstufe mit massebezogenem LS Minus anschließen.
    Ground Lift bedeutet übrigens nur, dass der Audio GND (Pin 1 XLR) vom Chassis getrennt wird. Mehr nicht.


    Soweit klar, ich habe meinen Lastwiderstand an -1 und +1 vom Speakon gestöpselt, im Lastwiderstand ist -1 als Masse geführt und über einen Spannungsteiler (1:10) auch eine BNC-Buchse verbaut. Also hätte es so gehen müssen. Ging aber nicht, Erklärung meinerseits: Speakon-Buchse am Amp falsch beschaltet? (Äh oder meine BNC??? jetzt werde ich unsicher)

    Zitat

    Bei Messungen an potenzialfreien (massefrei) Ausgangsstufen (zb Yorkville AP 6040, oder manche PWM Konstruktionen) kann man sich zwar mit einem Trenntrafo vor dem Oszi behelfen, aber in Folge steht das Gehäuse des Oszi auf hohem Spannungsniveau (mitunter gegen Erde....Gebäude....Boden....Heizung) durch die Signalspannung des Prüflings.
    Bei Messungen an solchen Geräten werden ausnahmslos Differenzvorstufen (am Oszi) verwendet, deren Minus potenzialfrei ist! Die Endstufe UND das Oszilloskop gehören immer geerdet. Ausnahme ist nur ein SK II Oszilloskop.


    Soweit klar, trifft hier aber nicht zu.

    Zitat

    Bei deiner Messung hätte nichts passieren dürfen. Sofern die Endstufe nach der klassischen QSC Schaltung (nichts anderes ist dein Layout) aufgebaut ist, kannst Du problemlos Oszilloskopmasse und Endstufenminus verbinden. Ist aber noch nicht einmal nötig, da der Schutzleiter das schon erledigt hat.
    Irgendwas an eurem Versuchsaufbau war schräg.


    Na mal sehen, vielleicht hätte ich um diese Uhrzeit doch lieber zum Weinbrand statt zum Messgeraffel greifen sollen.... :grin: :lol: :grin:
    Das wird heute abend geklärt! (sitze noch im Büro)

    Old-Papa

    UPDATE:
    So, dat lässt mir keene Ruhe....

    Also, HIER DAP Palladium P900 findest Du den Plan vom zu 99% baugleichen P900. Danach ist meine Darstellung vom Verstärker und Netzteil absolut richtig! (wenn man sich durch die völlig blöde Darstellung verhirnt hat)

  • rockline
    Profi
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    Beiträge
    4.440
    • 3. März 2009 um 19:01
    • #6

    Ich habe nochmal geschaut, dass NT ist doch korrekt. Die Darstellung hatte mich beim schnellen hinsehen irritiert.

    Aber wie gesagt, die Masse des Verstärkers ist identisch zum Minus des LS. Somit darf kein Kurzschluss zum Oszi entstehen. Vielleicht ein Dreher an der BNC Verkabelung.
    Ich empfehle auch nur die Signalleitung des Osz. am Plus anzuklemmen, Masse kommt doch sowieso über PE!
    Dann klappt das ohne Probleme.
    Gruss

  • Guido Speer
    Beiträge
    69
    • 3. März 2009 um 22:42
    • #7
    Zitat von "rockline"

    Aber wie gesagt, die Masse des Verstärkers ist identisch zum Minus des LS. Somit darf kein Kurzschluss zum Oszi entstehen. Vielleicht ein Dreher an der BNC Verkabelung. Gruss

    Tja, davon gehe ich ja inzwischen auch aus. Leider bin ich gerade rein, heute fummel ich also nix mehr :wink:

    Old-Papa

  • Guido Speer
    Beiträge
    69
    • 4. März 2009 um 22:51
    • #8

    So ein Mist, es passiert mir in diesem Forum schon zum 2. Mal, das der mühsam erstellte Text plötzlich weg ist... :twisted: Was ist das fürn Schei*?

    Grimmpf, also nochmal...

    Ich habe das verkackte Geraffel jetzt nochmal untersucht und den Fehler gefunden. :shock:

    Ich hatte extra für meine Experimente beim iBäh neue Speakonkabel ersteigert. Zusammen mit 2 langen für normale Anwendung, 2 kurze für den Lastwiderstand. Und man glaubt es kaum, diese beiden kurzen waren jeweils an einem Stecker verpolt! Ansonsten scheinen die neu, original Neutrik und Cordial, alles piekfein. Im normalen Betrieb wäre das ja nie aufgefallen, den LS ist das egal (Hauptsache beide gleich).

    Nachdem das gerichtet war, geht alles wie es soll. Trotzdem war das (wie alle meine Pannen in den letzten 45 Jahren) wieder ein Erkenntnisgewinn :grin: :lol: :grin:
    Der TA1050 macht demnach an 8Ohm gut 300W, aber an 4Ohm "nur" 440W (soll 525W) Drüber geht nichts, noch bevor deutlich sichtbare Begrenzung einsetzen kann, greift der Limitter ein. Selbst 10V NF am Eingang bringt den Limitter nicht aus dem Tritt, die Ausgangsspannung bleibt einfach bei ca. 49Vstehen (an 8Ohm, bei 4Ohm nur 42V). :):D:)

    Old-Papa

    Einmal editiert, zuletzt von Guido Speer (4. März 2009 um 23:52)

  • Jürgen Klingel
    Reaktionen
    508
    Beiträge
    4.863
    • 4. März 2009 um 23:50
    • #9
    Zitat von "Guido Speer"

    Ich habe das verkackte Geraffel jetzt nochmal untersucht und den Fehler gefunden. :shock:

    Ich hatte extra für meine Experimente beim iBäh neue Speakonkabel ersteigert. Zusammen mit 2 langen für normale Anwendung, 2 kurze für den Lastwiderstand. Und man glaubt es kaum, diese beiden kurzen waren jeweils an einem Stecker verpolt! Ansonsten scheinen die neu, original Neutrik und Cordial, alles piekfein. Im normalen Betrieb wäre das ja nie aufgefallen, den LS ist das egal (Hauptsache beide gleich).


    Hallo, kann Deinen Unmut gut verstehen, da hätte ich auch Stein und Bein geflucht.
    Nen falsch belegtes Speakonkabel, so ein Sch... :evil:
    Gebe zu, bin bei bestellter Kabel-Ware auch immer etwas skeptisch, schraube die Stecker auf und schaue mir die Verarbeitung an um eventuell nachzubessern, aber die Polung habe ich bisher nicht nachgeprüft, wie gesagt...bisher :wink:

    Zitat von Winston Churchill: "Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, möglichst früh zu begehen"

    Gruß,
    der niemals auslernende Jürgen :D

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Jonnytrance
    Gast
    • 5. März 2009 um 00:27
    • #10
    Zitat von "Jürgen Klingel"

    Zitat von Winston Churchill: "Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, möglichst früh zu begehen"


    Aber es ist besser lernen ausm Fehlern von anderen :wink:

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