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  4. Mischpulte & Signalquellen

Übersteuern vom Mischpult gefährlich - pre oder post fader?

  • Philipp Dürst
  • 31. März 2009 um 11:01
  • Philipp Dürst
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    130
    • 31. März 2009 um 11:01
    • #1

    Hi,

    Ich höre immer wieder, dass ein übersteuertes Mischpult gefährlich für die Boxen und Endstufen werden kann, wegen eckigen wellen oder soo (???). Nun frage ich mich aber bei welchem Pegel dies gefährlich ist...ist es auch schon gefährlich, wenn nur der Kanal clipt (klar, das hört man schnell und sollte sowieso nicht so sein)? Wie ist es mit dem pre fader master Pegel (dieser clipt bei der gewünschten Lautstärke bei jedem Bass knapp, aber ich höre keinen Unterschied)? Und wie mit dem post fader master Pegel (der ist maximal auf etwa 60%)?

    Ach ja, das Pult ist ein digitales Yamaha DM 2000, nicht gerade Party Pa, aber egal :lol:

    Gruss Philipp

    http://www.pdpa.ch

  • treibsand
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    • 31. März 2009 um 15:16
    • #2

    Wo bitteschön soll denn gerade bei einem Digipult der Unterschied im clipping sein?!? :roll:
    Und warum clippt bei dir der Kanalzug, wenn im Master nur 60% genutzt werden?

    :arrow: zieh den Kanal-Gain runter und dreh den Master auf...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Philipp Dürst
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    130
    • 31. März 2009 um 16:38
    • #3

    Hi,

    Der Kanalzug clipt nicht, ich wollte nur wissen ob es dann schädlich ist wenn ers mal tut (was ich natürlich zu vermeiden versuche). Der Master war da schon voll aufgedreht. Und beim Master ist es so, dass er clipt wenn die Anzeige pre fader geschaltet ist, aber auf etwa 60% wenn sie post fader ist, deshalb weiss ich nicht ob ich den kanal schon runternehmen muss wenn er pre fader clipt...

    gruss Philipp

    http://www.pdpa.ch

  • Thorsten Erpel
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    • 31. März 2009 um 18:34
    • #4

    also bezüglich dieser thematik muss man ganz klar zwischen den entsprechenden anwendungsbereichen trennen

    bei der band-abnahme ist es natürlich gewünscht daß der kanalfader dazu dient die lautstärken der verschiedenen kanäle abzugleichen damit es in der mastersumme passt - diese summe wird dann auf das gewünschte mass verstärkt

    im dj-bereich aus der konserve sieht die sache dann aber ganz anders aus - hier ist es dem klang zuträglich wenn der kanalfader oben ist - allerdings dann mit einem gain der natürlich nicht im clipbereich ist

    denn eins gilt generell - besseren klang gibt es wenn ein hohes eingangssignal mit dementsprechend hohem signal/rauschabstand weniger verstärkt wird


    LG, Thorsten

  • treibsand
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    • 1. April 2009 um 08:58
    • #5

    Nein!
    Es ist hier definitiv NICHT zwischen beidem zu unterscheiden.
    Die Funktion innerhalb der Pulte ist gleich - nämlich Signalverstärkung möglichst mit optimalem Signal/Rausch-verhältnis, wie du ja schriebst.
    Dazu ist es von Vorteil, jeglichen Fader bei +/- 0 zu halten und das Signal nur über den Verstärkungsfaktor in der Vorstufe (Gain) zu regeln.
    Das gilt auch und gerade für Livepulte!!!
    Im Eifer des Gefechtes, für Soli und um die Monitorwege nicht mit zu verstellen dreht man beim Bandmischen oft am Fader.
    Aber: warum soll man den Fader unterhalb von seiner Nullstellung halten, wenn dadurch sämtliche Störsignale mehr verstärkt und das Eigenrauschen der Eingangsschaltung in höherem Maße ins Signal einfliessen?


    B2T:
    Es ist egal, WO es im Pult clippt. Prefade/Postfade/oder mittendrin. Das Signal wird ja durch das Clipping verändert und diese Veränderung ist irreversibel. Also schickst du ein clippendes Signal raus - auch, wenn es nicht "volle Pulle" rausgeht.

    Der Schaden an Boxen & Co. hält sich aber bei leicht clippenden Signalen in Grenzen bzw. ist nicht zu befürchten. Nur kann dir keiner ein Limit sagen, ab wann es wie gefährlich wird, da die Grenzen fliessen sind. Auch kurzes Clipping vom überdimensionierten Amp KANN kurzzeitig gut gehen und ohne Defekte enden.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Philipp Dürst
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    • 1. April 2009 um 12:39
    • #6
    Zitat von "treibsand"

    Also schickst du ein clippendes Signal raus - auch, wenn es nicht "volle Pulle" rausgeht.

    danke, das ist die Antwort auf meine Frage :grin:


    dann kann ich wohl am mischpult nicht mehr lauter drehen, deshalb werde ich mal fragen ob es evtl. möglich wäre eine etwas särkere endstufe anzuschaffen, eine Bittner 8X 400 ist nicht gerade super für 2 * K&F Line 212-9, 1* K&F SW 118E und 2 * K&F delay für 550 PAX -.-


    gruss Philipp

    http://www.pdpa.ch

  • treibsand
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    • 1. April 2009 um 15:37
    • #7

    Naja, die Gainstruktur endet ja nicht am Ausgang des Pultes...

    Evtl. solltest du vorher checken, was an Kontroller/Frequenzweiche eingestellt ist und was am Amp ankommt...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Philipp Dürst
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    • 1. April 2009 um 15:44
    • #8
    Zitat von "treibsand"

    Naja, die Gainstruktur endet ja nicht am Ausgang des Pultes...

    Evtl. solltest du vorher checken, was an Kontroller/Frequenzweiche eingestellt ist und was am Amp ankommt...

    jaa ich muss mir mal einen überblick verschaffen wo das ganze gesplittet wird (hat noch 2 kanäle fürs foyer) und schauen was dort eingestellt ist. das ganze ist leider in einem ziemlich unübersichtlichen und von hinten recht unzugänglichen "rack-schrank" untergebracht :roll:

    http://www.pdpa.ch

  • Thorsten Erpel
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    926
    • 1. April 2009 um 17:30
    • #9
    Zitat von "treibsand"

    Nein!
    Es ist hier definitiv NICHT zwischen beidem zu unterscheiden.
    Die Funktion innerhalb der Pulte ist gleich - nämlich Signalverstärkung möglichst mit optimalem Signal/Rausch-verhältnis, wie du ja schriebst.
    Dazu ist es von Vorteil, jeglichen Fader bei +/- 0 zu halten und das Signal nur über den Verstärkungsfaktor in der Vorstufe (Gain) zu regeln.
    Das gilt auch und gerade für Livepulte!!!
    Im Eifer des Gefechtes, für Soli und um die Monitorwege nicht mit zu verstellen dreht man beim Bandmischen oft am Fader.
    Aber: warum soll man den Fader unterhalb von seiner Nullstellung halten, wenn dadurch sämtliche Störsignale mehr verstärkt und das Eigenrauschen der Eingangsschaltung in höherem Maße ins Signal einfliessen?

    Alles anzeigen

    ähm - hier hast du vielleicht theoretisch recht - aber wie sieht es in der praxis aus? da werden bei livesachen die verschiedenen kanäle ja wohl über die fader angeglichen.

    ich habe dem chef meiner disco der auch ab und an noch auflegt das auch mal versucht zu erklären - denn er hat den master immer relativ hoch und zieht die kanäle dann beim raushauen auf den level den er meint - bewegt sich dann meist im mittleren drittel des kanalfaders

    das regeln des gains beim vorhören usw. ist ihm vollkommen fremd - da fasst er nie dran

    und wenn er mal da ist wenn ich auflege wundert er sich daß es bei mir viel besser und klarer klingt :wink:

    also prinzipiell hast du natürlich recht - nur wenn ich bei konzerten dem mischer mal aufs pult schaue sieht man halt daß bei livesachen über fader angeglichen wird

    des weiteren ist zu beobachten daß viele kollegen zwar den masterpegel über led kette im auge behalten - das bringt aber auch nix wenn sie in den eingangskanälen dann auf "dauerrot anschlag" fahren - denn wie du richtig schreibst ist es ja egal wo es clippt

  • Rolf Gille
    Verifiziert
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    927
    • 2. April 2009 um 01:02
    • #10
    Zitat von "Thorsten Erpel"

    ähm - hier hast du vielleicht theoretisch recht - aber wie sieht es in der praxis aus? da werden bei livesachen die verschiedenen kanäle ja wohl über die fader angeglichen.

    ich habe dem chef meiner disco der auch ab und an noch auflegt das auch mal versucht zu erklären - denn er hat den master immer relativ hoch und zieht die kanäle dann beim raushauen auf den level den er meint - bewegt sich dann meist im mittleren drittel des kanalfaders

    das regeln des gains beim vorhören usw. ist ihm vollkommen fremd - da fasst er nie dran

    und wenn er mal da ist wenn ich auflege wundert er sich daß es bei mir viel besser und klarer klingt :wink:

    also prinzipiell hast du natürlich recht - nur wenn ich bei konzerten dem mischer mal aufs pult schaue sieht man halt daß bei livesachen über fader angeglichen wird

    des weiteren ist zu beobachten daß viele kollegen zwar den masterpegel über led kette im auge behalten - das bringt aber auch nix wenn sie in den eingangskanälen dann auf "dauerrot anschlag" fahren - denn wie du richtig schreibst ist es ja egal wo es clippt

    Alles anzeigen

    Das stimmt schon soweit, insbesondere der Teil mit der Angleichung über die Kanalfader.

    Es kommt aber auch darauf an, was man für ein Pult hat. Wenn ich mit meiner Band on Stage bin und mein altes und bewährtes Studiomaster Analogpult habe, dann müssen manche Züge clippen, um den besten Effekt zu erzielen. Bspw. bei der Stromguitare und/oder Hammond. Natürlich nicht Dauerrot, aber häufiger als üblich. Aber natürlich nicht beim Gesang oder Akustikguitare.

    Das Problem des Treaderstellers löst das allerdings nicht. Da scheint mir der Preamp zu weit offen und dadurch zu hohe Signalstärke in den einzelnen Zügen.

    was mich Fasziniert ist die offensichtliche Tatsache, dass jemand mit diesem Wissen an einem DM 2000 steht, für dessen Preis sich manch anderer ein neues Auto kauft. :shock:

    „Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“

  • Philipp Dürst
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    130
    • 2. April 2009 um 12:58
    • #11
    Zitat

    was mich Fasziniert ist die offensichtliche Tatsache, dass jemand mit diesem Wissen an einem DM 2000 steht, für dessen Preis sich manch anderer ein neues Auto kauft.

    ich weiss, ich weiss, völlig falsches pult für diesen anwendungsbereich... aber was will ich als 16 jähriger techniker im dienste der schule schon dagegen sagen :roll:

    gefallen tuts mir aber trotzdem :lol:

    http://www.pdpa.ch

  • Rolf Gille
    Verifiziert
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    927
    • 2. April 2009 um 16:57
    • #12
    Zitat von "Philipp Dürst"

    ich weiss, ich weiss, völlig falsches pult für diesen anwendungsbereich... aber was will ich als 16 jähriger techniker im dienste der schule schon dagegen sagen :roll:

    gefallen tuts mir aber trotzdem :lol:

    Na das denke ich mir :grin:

    Es macht schließlich auch Spass, wobei ich mir wünsche, dass angehende Mischer den Signalfluss an alten analogen Pulten mit dementsprechenden Sideracks lernen.
    Zwar ist es schön wenn nahezu alles im Pult eingebaut ist, aber durch das arbeiten auf verschiedenen Ebenen in Digipulten, ist es einfach nicht so anschaulich.

    Übrigens, das was du angesprochen hast mit den Schäden durch Clipping ist auf den Ausgang der AMP´s zu den Boxen bezogen. Diese nehmen ein Rechtecksignal (Gleichstrom) meist übel.
    Clip im Pult ist, wie schon mehrfach beschrieben, letztendlich nur Verzerrung des Zuges.

    „Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“

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