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PA Amp selbst gebaut [2009] - der 2. Anlauf

  • mike j.
  • 8. Mai 2009 um 14:07
  • mike j.
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    • 8. Mai 2009 um 14:07
    • #1

    Ich finde es ist eine Coole Sache, selbst einen Amp zu entwickeln, welcher auch den Namen Amtlich bekommen könnte.

    Als Grundlage sehe ich einmal den alten Selbstbau Thread, jedoch ist dieser mittlerweile doch in die Jahre gekommen...
    http://www.party-pa.de/phpBB/viewtopic.php?f=42&t=43483&p=598547#p598547

    Somit versuche ich - hoffentlich mit so einiger Unterstützung - das Thema neu anzufangen.

    Ich habe die Leute aus dem alten Thrad per PN angeschrieben, dass wieder was geschieht im Bereich selbstbau Amp.
    Nebenher gibts eine Dokumentation - Wer das nicht alles lesen möchte liest einfach am Ende dieses Beitrages weiter (nach den Zitaten):

    >>http://paforum.jmibk.ath.cx

    Wir haben im alten Thread schon begonnen, einen neuanfang zu starten, diesen will ich nun hier kurz zitieren:

    Zitat

    LASST UNS BEGINNEN...

    Wer ahnung hat darf und soll sich bitte beteiligen - korrigiert mich wenn ich irgendwo was übersehen habe oder wenn ihr andere Vorschläge habt - hier her in den Thread bitte! Sachen wie "ihr könnt das sowieso nicht" oder "Amps bauen ist nicht so einfach,..." sehe ich fehl am Platz - gemeinsam kommt man sicher auch hier ans Ziel. Behandelt man es als Open Source hat auch jeder was davon.

    Ziel ist es ein Endstufenmodul zu kreiren, welches folgende Eigenschaften haben soll (fangen wir klein an)

    Typ: Class AB Analog
    Leistung: 300W an 8 Ohm, 2 Ohm stabil
    Protections: DC Fault, Kurzschluss und Überstrom
    Features: Mute, Limiter, Singal und Clip LED (eventuell kleine VU)
    Bauteile: sollen möglichst einfach zu bekommen sein, Pollin zB scheidet aus, da hier keine 100% verfügbarkeit besteht.

    PART1 ENDSTUFE UND LEISTUNG

    Bin gerade dabei einen kleinen Amp zu designen und bin gerade dabei mir ernsthafte gedanken über die Endstufe selbst zu machen.
    Nach einiger Recherche hab ich mich entschlossen, als Transistor das Paar 2SA1302 und 2SC3281 zu nehmen, da man diese z.B. bei RS-Components um rund 5 Euros pro Stück bekommt - der Hauptpunkt aber: Man bekommt sie.

    Haben datentechnisch auch ähnlichkeit mit jenen, die u.a. im T.Amp verbaut sind - somit hier vorerst kein großer Unterschied bis jetzt.
    Somit haben wir die Grundlage dafür, eine Betriebsspannung bis 90V +- anzustreben (mit etwas Safety) - was schon eine beachtliche Leistung ergibt.

    Zu beginn strebe ich einmal 300W Sinus an 8 Ohm an. Das ist recht optimal für normale Monitore oder Topteile. Dafür 2 Ohm stabil plus Safety um 2 solche Module für einen Bass zu Brücken.

    Kommen wir nun aber zu dem, was mit momentan am meisten Gedanken macht... Das Schaltungsprinzip der Endstufe. Man kann die Endstufe nun so schalten wie in jedem Lehrbuch - oder - sieht man sich den Schaltplan eines t.Amps an - die Transisotren genau umgekehrt (PNP oben und NPN unten, die Emitterwiderstände in Richtung Betriebsspannung).
    Was für einen Vorteil sehe ich in dieser Schaltungsvariante: Man erspart sich dieses Isolationszeug zwischen Transistoren und Kühlkörper und hat somit eine recht optimale Kühlung. Nachteil: Der Kühlkörper hat immer das Potential der Ausgangsspannung und muss somit immer Isoliert befestigt werden.

    Frage: wie nennt man diese Art von Endstufendesign mit dem "verkehrten Paar"?

    Class H Erweiterung ist bei beiden Typen möglich, somit ohne Bedeutung.

    Welche Betriebsspannung? Es gibt sehr oft Trafos mit 2x 55V AC, nehmen wir doch gleich so einen her. Gibt rund 77V DC, weniger Brückengleichrichter ca. 75Volt an der Endstufe. Baut man hier nicht gleich Rail To Rail, bleiben hier wahrscheinlich um 65V bis 70V zum Aussteuern über. Rechnen wir im Worst Case und machen Rail to Rail - somit 75V. Minimum Last nehmen wir 2 Ohm Last -> macht 37,5 Ampere. Sollte sich mit 4 Transistoren pro Seite spielen (9,5A pro Transistor). Die HFE von den Vorgeschlagenen wird mit 35 bei 8A angegeben. Das macht 0,28A Basisstrom pro Transistor. Ansteuern somit 1,12A bei 4 Parallel - bis jetzt alles Worst Case!

    Das ganze in Leistung: an 2 Ohm: Lassen wir reele 60 Volt am Speaker anliegen, dann macht das 42,8Veff: P = U*U/R = 916W Sinus.
    4 Ohm somit 458W und 8 Ohm 229 Watt Sinus.

    Endstufenansteuerung ist noch offen. Überschlagsmäßig min 200V CE Spannung, 5A Collektorstrom, HFE rund 50 - 60 (1 Ampere Ic).
    Das würde mit den Endstufentransistoren zusammen (35) und der Vorstufe (50) einen Komplett HFE (=Stromverstärung) von rund 1700 ergeben, was hier ein recht brauchbarer Wert sein sollte. Überschlag bei 4 Transistoren am Ausgang parallel...

    Alles anzeigen
    Zitat

    Hm, sieh mal an, da kommt Leben in den Thread :wink:

    Eins vorweg: Ob ich aktiv zum Basteln komme, weiß ich ehrlich gesagt nicht, versuche jedoch zumindest meinen theoretischen Senf abzugeben, wenn Ihr nix dagegen habt...
    Das klingt ja alles schon mal ganz vernünftig, ein paar Anmerkungen:

    Die von Dir auserkorenen End-Transen sind doch abgekündigte Versionen, oder? Dachte, TOSHIBA baut die schon ein paar Jahre nicht mehr und MOTOROLA (die richtig Guten!) schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Fakes schwirren indes viele auf dem Markt rum.
    Was hältst Du von den 2SA1943 / 2SC5200 -Paaren? Die sind gut zu bekommen und werden auch noch (von amtlichen Firmen) produziert.

    Du sagtest "4 Transistoren pro Seite" - Du meintest Komplementärpaare, oder? Das hieße, für das Modul insgesamt 8 Transen? Okay, das passt dann mit der 2 Ohm Belastbarkeit.
    Gruß, Jürgen

    Zitat

    mit Pro Seite meine ich pro SPannungsseite, somit - wie du erwähnt hast - 8 pro Amp.
    Über 2SA1943 / 2SC5200 ist nachzudenken - mache ich heute Abend.

    Zitat

    Jürgen Klingel hat geschrieben:
    Die von Dir auserkorenen End-Transen sind doch abgekündigte Versionen, oder? Dachte, TOSHIBA baut die schon ein paar Jahre nicht mehr und MOTOROLA (die richtig Guten!) schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Fakes schwirren indes viele auf dem Markt rum.

    Motorola baut die Transistoren alle noch. MJL3281 und 1302 gibt es bei jedem Distributor. Die heißen jetzt nur ON-Semi.

    Zitat

    So, melde mich wieder von der Front: 2SA1943 / 2SC5200 als Endstufe klingt gut, die Transistoren haben die besten Daten von denen , die ich bis jetzt gefunden habe. Wenn es keine Einwände gibt, nehmen wir doch einfach diese her. Habe sie einmal im Schaltplan eingezeichnet.

    Beim Suchen des Preises für die Transen habe ich per Zufall auch einen eventuellen Kandidaten für die Ansteuerung der Endstufe gefunden: MJE15032 und MJE15033.

    Zitat

    Mike J. hat geschrieben:
    Beim Suchen des Preises für die Transen habe ich per Zufall auch einen eventuellen Kandidaten für die Ansteuerung der Endstufe gefunden: MJE15032 und MJE15033.
    Details siehe http://paforum.jmibk.ath.cx/index.php?page=PROJEKTE&dir=datadir/Endstufe%20v1/20090506%20-%20Endstufeansteuerung

    Hallo, die Treiber-Transistoren sehen gut aus, sind preiswert zu haben und von den Daten in Ordnung. Als Anregung fällt mir ein, einige Schaltungskonzepte nehmen als Treiber den gleichen Typ, wie die End-Transen her. Besitze selbst so eine Konstruktion, verbaut in überaus amtlicher Endstufe, persönlich verspreche ich mir davon eine bessere thermische Konstanz, da ja die Treiber die gleichen Kennlinien haben und auf dem selben Kühlkörper sitzen...natürlich kostet´s dann ein paar Euro mehr :wink:

    Gruß, Jürgen

    Zitat

    So, habe nun ein kleines Programm aus meiner früheren Schulzeit gefunden, mit welchem man wunderbar Schaltpläne machen kann - habe auch schon 2 Pläne hinzugefügt auf der Projektseite.

    Jetzt bin ich gerade beim Überlegen wegen den Emitterwiderständen und hab da ein wenig bei anderen Ampprojekten geschaut, wie man diese genau berechnet (da hab ich wohl in der Schule was anderes gemacht außer aufgepasst). Dabei ist mir aufgefallen, dass hier weder die Abfallspannung bei Maximalstrom (10A Strom, ergibt laut den anderen Schaltungen eine Spannung von rund 5V), was eine Leistung von 50 Watt ergibt. In den anderen Schaltungen sind hier 5W und so scherze eingebaut.

    Hat jemand hier Erfahrung, welche Kriterien bei den Widerständen erfüllt werden müssen und wie das mit der "SOA" der Widerstände aussieht? 0,22 Ohm klingen hier, wenn man das abguckt, recht passabel.

    Mehr Infos zur "Problemstellung" hier ganz unten: http://paforum.jmibk.ath.cx/index.php?page=PROJEKTE&dir=datadir/Endstufe%20v1/20090505%20-%20Endstufe

    Zitat

    Hm, bei kleinen Gegentaktverstärkerchen dimensioniert man den Emitterwiderstand so: 0,1 Volt soll abfallen, bei Leerlauf-Ruhestrom ohne Aussteuerung.
    Macht man das bei so einer fetten Endstufe, dann käme man bei 0,22 Ohm ja schon auf 450 mA Ruhestrom PRO Komplementärpaar, hmpf!

    Also liegt der Ansatz wohl in der Transistorkennlinie nach dem Motto: "Wieviel Volt Gegenkopplungsspannung will ich bei gegebenem Strom haben?"
    Zur Temperaturstabilisierung helfen die Emitterwiderstände ja auch mit und natürlich die Transen-Exemplarstreuung...
    Ich schlage vor, wir gucken uns da was bei den "amtlichen" Endstufenbauern ab :oops:
    Gruß, Jürgen

    Zitat

    Dann sind hier alle mal gefragt: Gesucht sind Schaltpläne von allen möglichen Endstufen. Bitte einfach link posten oder senden an ampprojekt@audiowerk.at - ich erlaube mir die Schaltpläne nicht auf der Projektseite zu veröffentlichen, wer braucht kanns gern per Mail dann haben.

    Ich mach inzwischen weiter auf der Projektseite mit den Emitterwiderständen... http://paforum.jmibk.ath.cx/index.php?page=PROJEKTE&dir=datadir/Endstufe%20v1/20090505%20-%20Endstufe

    Kurzum: Geplant ist ein Amp mit vorerst ca. 300W an 8 Ohm, 2 Ohm stabil in Class AB Schaltung. Mit Schutzschaltungen wie DC, Überstrom und Kurzschluss, Limiter. Durch korrekte Bauteilwahl und großzügige Dimensionierung auch höhere Railspannungen möglich, auch Class H Option.

    Was bisher geschah:
    Wir haben uns Gedanken über mögliche Endstufentransistoren gemacht. Die Anzahl großzügig gewählt und dann haben wir begonnen die Ansteuerung dazu zu suchen. Somit haben wir grundsätzlich eine Endstufe.
    Momentan machen wir uns gedanken über die Berechnung der Emitterwiderstände, welche wir uns momentan von Amtlichen Amps abgeschaut haben um uns nachher gedanken über deren Berechnung zu machen.

    Alles nachzulesen auf http://paforum.jmibk.ath.cx oder im alten Thread.

    An alle die Interesse, Anregungen oder sonnstwas haben: Bitte in den neuen Thread. Alles für das Projekt relevante auf der Projektseite für alle zum nachlesen.

  • mike j.
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    • 10. Mai 2009 um 12:24
    • #2

    So, weiter gehts - da rechnet man bis ins Endlose - heute wird einmal ein wenig probiert auf einem kleinen leistungslosen Testaufbau.

    Infos heut am Abend oder anfang nächster Woche. Wie immer: die aktuelle Schaltung auf http://paforum.jmibk.ath.cx

    Nachtrag: mit den Lagernden Teilen komme ich da nicht weit - bestellung ist raus und wird am Dienstag eintreffen. Dann gibts mehr.

  • Guido Speer
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    • 21. Mai 2009 um 10:03
    • #3

    Naja, nun ist hier ja auch schon wieder Ruhe....

    Also, ich hätte Interesse an soeinem Teil und könnte einiges aus alten Erfahrungen beisteuern. Ich habe meine Amps in den 70er bis Mitte der 80er gebaut, noch dazu mit den bescheidenen Mitteln im "Arbeiter-und-Bauern-Staat" Daher sind die alle mehr oder weniger durch Versuch und Irrtum optimiert worden.
    Leider existier davon nichts mehr, schwirrte lange Jahre bei diversen DJs rum.... (äh wie hießen die damals nochmal?)

    Platinenfertigung (Prototypen) und Messmittel sind kein Problem, habe eine gut ausgestattete Elektronikwerkstatt. Da ich als weiteres Hobby noch Maschinen restauriere, ist drehen, fräsen, schweissen und Blechbatschen auch kein Problem. Mein Hauptproblem ist Zeit! Selbige ist zumindest bis Okt. 09 fast nie vorhanden....

    Old-Papa

  • mike j.
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    • 27. Mai 2009 um 11:02
    • #4

    Es ist hier im Forum zwar teils interesse da, leider aber kein Feedback und keine gemeinsame Projektarbeit. Hab hier seit einer Woche diese Endstufe liegen, macht so einiges an macken und gehört einmal richtig ausgemessen...

    Folgender Fehler liegt momentan vor (vielleicht hat wer eine Idee)...

    Bei unbelastetem Betrieb passt alles soweit. Sobald hier ein Speaker dran hängt ist die Aussteuerung des Negativen Pfades nur noch die hälfte des positiven. Scheint als würde da irgendwas schwingen. Ansteuerung ist komplett von der PL218 von QSC übernommen und auf Lochraster nachgebaut (Schaltplan gibts auf der QSC Seite).

    Hier die auf das nötigste reduzierte Schaltung:
    http://paforum.jmibk.ath.cx/images/content…altung_test.jpg

    Unterschiede:
    - Q19 und Q22 wurden gegen die MJE Typen getauscht
    - D13, D16, D19, D20 sind nicht eingebaut
    - die Endstufe besteht aus je Zweig einem Transistor statt den 4en
    - Ausgangssnubber und das ganze Kleinzeug am Ausgangszweig (alles rechts von SPKRBUS_A) wurde nicht eingebaut

    Betriebsspannung war zwischen +-12V und +-30V, 1A beschränkt - überall das gleiche Problem, egal welche Aussteuerung.

    Das Material für das ganze hat rund 60 Euro gekostet, somit wäre das sehr interessant für das Projekt (hier 2 Endstufentransen gekauft, Übermengen bei den Transistoren und Widerständen).

    Vielleicht baut das zeug noch wer auf oder vielleicht findet wer aus dem Schaltplan schon fehler.

    Bin inzwischen dabei parallel eine ClassD zu bauen, da unser "Boxenentwickler" auf eine ClassD für Bass drängt - heute treffen noch ein paar Schottkydioden ein, dann sehen wir ob da was läuft... - hier leider ohne "Abschau Schaltplan" ;(

    Nun noch der Beweis, dass man wirklich aktiv dran arbeitet...

    - die 2 Platinen rechts ist die Class AB (Schaltplan oben)
    - die 3 Platinen links ist die Class D

    Wens interessiert kleine Daten über die Class D
    Modulatorfrequenz 260kHz
    EndFET: IRF640 in Vollbrücke und Unsymmetrischer Betriebsspannung
    Ansteuerung per IR2110

    Momentan läuft das ganze, mit den IR2110 gibt es jedoch das Problem eines Shootthourgt an der Endstufe, sollte durch die neuen Dioden und einer weiter kompakteren Platine behoben werden.

  • mr.email
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    • 27. Mai 2009 um 21:09
    • #5

    Da die Schaltung im Leerflauf funktioniert, würde ich mal drauf tippen, das da irgend ein Ruhestrom nicht passt.
    Entweder in Endstufenpfad oder in der Ansteuerung.

    Gibt es Übernahmeverzerrungen oder ist die untere hälfte vom Sinus "nur" kleiner?

    MIKE:

    1. Warst du net auch damals im hifi.edvline Forum?
    2. Ich hab grad im PA-Forum gelesen, dass du ein Service Manual für die PL suchst. Ich hätte eins für die PLX, sollte Endstufe und Netzteil gleich sein. Bei Intresse schick mir ne PN.
    Alternativ beim amerikanischen Support Anfragen - die schicken das glaub ich kostenlos. Oder frag auf der amerikanischen QSC Seite im Supportforum - da sind teilweise auch die Entwickler unterwegs.

    Mit freundlichen Grüssen,

    .:->Mr.EMail<-:.

  • Jürgen Klingel
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    • 27. Mai 2009 um 22:00
    • #6

    Hallo,
    toll, da wird ja schon richtig gebastelt, gute Arbeit :wink: ...und hier kommt mein Senf dazu:

    Abspecken ist okay, wichtig finde ich das Netzwerk aus Boucherot-Glied und das bisschen Gefiltere hinterm "SPKR_BUS_A" allerdings schon, könnte ein Grund für das mögliche Schwingen sein (hast Du das mit Oszilloskop verifiziert?) Hast Du die Rückkopplung des "SPKR_BUS_A" auch wirklich nicht vergessen am NE5532 anzuschließen?

    Magst Du mal den NE5532 durch einen TL072 ersetzen? Irgendwie haben bei mir die Schaltungen mit dem 5532 öfter mal gezickt bei Aussteuerung im neg. Bereich, trotz symm. Versorgung...keine Ahnung warum, mit dem 072er gabs no Probs...

    Dann frage ich mich, was sich die Entwickler gedacht haben, als sie der Vorstufe und dem BIAS-Netzwerk (Der R30 kommt auf´n Kühlkörper, oder?) verschiedene Betriebsspannungen mit dazu noch unterschiedlichen Werten verpasst haben, was mag das bedeuten, wahrscheinlich - nix!?

    Q19 und Q22, was ist deren Funktion? Sieht aus, wie ein RC-Glied zum langsamen "Hochfahren" und eine Abschaltung der Endstufe, wenn die +/-15 Volt Versorgung zusammenbricht. Eventuell ist der Wechsel des Transistortyps problematisch, der MJE hat eine um Faktor 3 geringere Kollektor-Emitter-Sättigungsspannung und eine viel kleinere hfe.

    Die Dioden, die jetzt fehlen, scheinen eine Art "Freilaufdioden" zu sein, für den Fall, dass mit dem Netzteil was nicht stimmt, oder unverschämt hohe Induktivlast rangehängt wird - Vermutung von mir!? Denke, man kann sie für das Versuchsstadium weglassen.

    Prinzipiell bin ich eher dafür, die Endstufe erst nach Plan zu bauen, wenn alles funktioniert, dann kritisch zu analysieren um schließlich mit dem Abspecken zu beginnen - JM2C.


    Viele Grüße,

    Jürgen :D

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • mike j.
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    • 28. Mai 2009 um 11:14
    • #7

    So, danke schon mal für die Tipps...

    mr.email
    - Nein, ich war nicht im edvline Forum
    - You got PM

    Jürgen Klingel
    Werde mir das mit dem TL072 ode 082 mal anschauen. Rückkopplung ist dran. Dann mach ich gleich ein paar Oszibilder, da muss man dann nichtmehr die Kristallkugel ausm Schrank holen, wenn mans hier nur liest.

    Bei den beiden Transistoren werd ich dann wohl die richtigen besorgen müssen. Bei den beiden Transistoren (Q19 und Q22) kommt mir eher vor, dass die die Aussteuerung erledigen (geschaltet in Basisschaltung) - kann mich hier aber auch täuschen...

    @----
    Bin gerade dabei eine Ätzanlage zu bauen (hab die "Zutaten" alle schon da und eine kleine Ecke in der Werkstatt dafür eingerichtet), weil mir kommt vor, auf den Lochrasterplatten will so manches nicht so ganz funzen. Man siehts beim neuen Aufbau der Class D Endstufe ab dem Phasenschiebegatter, dass hier aufeinmal beide FETs total durchschalten - ka wieso - das taten sie auf der alten Platine nicht - naja, vielleicht hilft ätzen weiter.

  • Jürgen Klingel
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    • 28. Mai 2009 um 17:18
    • #8
    Zitat von &quot;Mike J.&quot;

    Jürgen Klingel
    Werde mir das mit dem TL072 ode 082 mal anschauen. Rückkopplung ist dran. Dann mach ich gleich ein paar Oszibilder, da muss man dann nichtmehr die Kristallkugel ausm Schrank holen, wenn mans hier nur liest.

    Bei den beiden Transistoren werd ich dann wohl die richtigen besorgen müssen. Bei den beiden Transistoren (Q19 und Q22) kommt mir eher vor, dass die die Aussteuerung erledigen (geschaltet in Basisschaltung) - kann mich hier aber auch täuschen...

    @----
    Bin gerade dabei eine Ätzanlage zu bauen (hab die "Zutaten" alle schon da und eine kleine Ecke in der Werkstatt dafür eingerichtet), weil mir kommt vor, auf den Lochrasterplatten will so manches nicht so ganz funzen. Man siehts beim neuen Aufbau der Class D Endstufe ab dem Phasenschiebegatter, dass hier aufeinmal beide FETs total durchschalten - ka wieso - das taten sie auf der alten Platine nicht - naja, vielleicht hilft ätzen weiter.


    Hallo,
    Basisschaltung, hm, die Bezeichnung der Grundschaltung rührt ja daher: Der gemeinsame Bezugspol für Eingangs und Ausgangssignal bezeichnet die Art der Schaltung. Die Basis hängt, über ein RC-Glied, auf der Betriebsspannung...auch wäre der Ausgangswiderstand der Basisschaltung für diesen Anwendungszweck zu hoch. Hier wird der Transistor m.E. nur als Schalter benutzt.

    Das Layout von Class-D Schaltungen soll nicht unproblematisch sein und würde Dein Schaltproblem erklären, siehe auch diese Abhandlung, respektable Projektarbeit: http://www.widatec.com/CAE.pdf

    Gruß, Jürgen :D

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • mike j.
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    • 29. Mai 2009 um 10:24
    • #9

    Ich hatte bis her C179/C180 als "Stützkondensator" gehalten (gehört normal zum Netzteil) und den 100R Widerstand als Basisvorwiderstand dass der Strom nicht zu hoch wird. Der Kondensator hängt von Betriebsspannung nach Masse und der Widerstand von Betriebsspannung nach Basis (somit hat die Basis einen festen Bezugspunkt).

    Wenn das aber so ist wie ihr das seht, dass das Ding nur einen Schalter realisiert um die Endstufe auszuschalten, wenn die 15V weg sind, dann könnte man mal versuchen, diese Abschaltung gleich wegzunehmen, Emitter mit Kollektor verbinden und so weiter probieren. Je weniger Teile desto besser für das Erfahrungsammeln mit der Schaltung.

    Was mir noch etwas perplex vorkommt ist das Widerstandsnetzwerk über D4. R41 und R101 kann man zusammenfassen (da war nur eine "Senseleitung" für einen anderen Schaltungsteil dran. R37, R36 und R45 ergibt irgendwie nicht richtig Sinn, wenn ich die Schaltung hier erklären müsste.

    Hier noch der Gesamtschaltplan, falls ich schnell zuviel entfernt habe....
    http://paforum.jmibk.ath.cx/downloads/temp/PL218.pdf

    Und die neue "abgespeckte" Version:
    http://paforum.jmibk.ath.cx/images/content…ltung_test2.jpg

  • Jürgen Klingel
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    • 29. Mai 2009 um 17:34
    • #10

    Hallo R41 und R101 zu 3 kOhm zusammenfassen, okay. Mir scheint eher, da wurden einige "krumme" Widerstandswerte verbaut um mittels E12-Reihe auf die benötigten Werte zu kommen, wegen zu hoher Verlustleistung war es wohl kaum, bei den hohen Werten, vielleicht ist auch ein anderer Endstufentyp anders bestückt und das Layout ist das Gleiche...

    Die Widerstände R37, R36 und R45 und der Rest in diesem Zweig scheinen zu einer Art "Brückenschaltung" zu gehören, mit dem Poti wird der Ruhestrom der Endstufe eingestellt. Wenn wir hier irgendwas weg lassen, wie die Transistoren und Dioden im Zweig gibt das zwangsläufig Ärger mit dem Ruhestrom, der dann entweder nicht vorhanden oder destruktiv stark ist.

    Wie gesagt, ich würde den Weg anders gehen: Vom funktionierenden, voll bestückten Funktionsblock, zum Abgespeckten, so kann man Änderunge leichter nachvollziehen und verstehen.

    Gruß, Jürgen :wink:


    Im Übrigen hoffe ich, dass hier vielleicht auch noch ein paar mehr Elektroniker mitdiskutieren , wäre ne gute Sache...

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • mike j.
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    • 30. Mai 2009 um 00:58
    • #11
    Zitat

    Im Übrigen hoffe ich, dass hier vielleicht auch noch ein paar mehr Elektroniker mitdiskutieren , wäre ne gute Sache...

    Wäre auch mein Wunsch.

    Bezüglich der ganzen Schaltung: Ich kann das machen, wird aber sicher in Richtung August/September dauern, bis die stehen könnte, da momentan das Platinenätzen noch im Säuglingsalter ist.

    Zitat

    Wenn wir hier irgendwas weg lassen, wie die Transistoren und Dioden im Zweig gibt das zwangsläufig Ärger mit dem Ruhestrom

    Also bist du der Meinung, dass wir diese beiden "Abschaltungen" brauchen? (Q19 und Q22)

  • Jürgen Klingel
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    • 30. Mai 2009 um 01:26
    • #12

    Hi, wenn Du nen fertiges Layout hast, kannst Du mir´s schicken, nen Platinchen ätzen krieg ich hin (mein Beitrag zur Praxis :grin: )

    Die Abschaltung brauchen tun wir wahrscheinlich nicht unbedingt (das geht auch mit verzögerten Relais), allerdings wurden die Betriebswerte der Transistoren bei der Berechnung der Ruhestromeinstellung berücksichtigt.

    Huch, was sehen meine entzündeten Augen: Hab mir grad das Gesamtschaltbild angesehen, da fielen noch ein paar IMHO wichtige Bauteile unter den Tisch: Q18, Q24, R67 und der Kram rechts davon (natürlich auch im neg. Rail) - das sieht mir nach einer ausgewachsenen Gegenkopplung aus, die entweder die Verstärkung einstellt, oder limitiert...

    Gruß, Jürgen :D

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • mike j.
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    • 30. Mai 2009 um 12:16
    • #13
    Zitat

    wenn Du nen fertiges Layout hast, kannst Du mir´s schicken, nen Platinchen ätzen krieg ich hin

    Auf das Angebot komm ich zurück.

  • florian steixner
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    • 1. Juni 2009 um 18:45
    • #14

    ich will schaltplan zeichnen :cry:

  • mike j.
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    • 2. Juni 2009 um 10:16
    • #15

    florian steixner:

    dafür brauchen wir erst mal was, das in der praxis so halbwegs was macht.

  • rockline
    Profi
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    • 3. Juni 2009 um 20:33
    • #16

    Ich habe das hier grade mal ganz flott überflogen.

    Soweit ich das verstehe wird grade eine Schaltung im typischen QSC Design aufgebaut.
    Bei der abgerüsteten Variante habt ihr aber nicht nur den Kurzschlussschutz (Q24/25) weggelassen, sondern auch die Konstantstromquellen Q18/23 für die Biasstrecke Q19 - 22. So kann kein Ruhestrom (und auch keine Aussteuerung in den Endtransistoren) fließen, da die verbliebenen Q20 und 21 ja überhaupt keine Stromquelle haben! Wie soll da der Bias entstehen?
    Hinzu kommt, dass bei den QSC Schaltungen der Netzteilaufbau mit den Elkos unmittelbarer Bestandteil der Lautsprecherleitung ist. Schau nochmal in das Komplettschaltbild. Besonders bei den kleinen Modellen der "USA Serie" ist das in der Regel gut erkennbar.
    Mir fehlt im Moment leider echt die Zeit mich an dem sicherlich interessanten Thread zu beteiligen. Aber wenn schon Endstufe basteln, dann lieber was gescheites. Nicht das die QSC schlecht sind, aber die Ausgeburt an audiophiler Höchstleistung ist das sicherlich nicht. Zudem auch nicht wirklich ohne......

    Ich empfehle euch eher hier weiterzumachen: http://audio-circuit.dk/
    Grüsse aus den Tiefen des Audioservice aus 2,5 Jahrzehnten :wink:

  • mike j.
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    • 5. Juni 2009 um 20:40
    • #17

    Danke für den Hinweis wegen dem Bias, werde ich mir bei Zeit anschaun

    Zitat

    Hinzu kommt, dass bei den QSC Schaltungen der Netzteilaufbau mit den Elkos unmittelbarer Bestandteil der Lautsprecherleitung ist. Schau nochmal in das Komplettschaltbild. Besonders bei den kleinen Modellen der "USA Serie" ist das in der Regel gut erkennbar.

    Diese Schaltung hat das nicht. Deshalb hab ich auch diese genommen und nicht die der RMX oder USA...

    Zitat

    Nicht das die QSC schlecht sind, aber die Ausgeburt an audiophiler Höchstleistung ist das sicherlich nicht.

    hat man nicht gehört---- ;)

  • bassaddict
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    • 9. Juli 2009 um 23:21
    • #18

    Nabend zusammen,

    schön das es hier voran geht, und das sich ein paar Leute gefunden haben :). Das Digitaltechnik in diesem Projekt hier wenig Sinn macht, sehe ich ein. Es sollte natürlich so einfach wie möglich werden. Also, effektiv. Sonst vergeudet man wohl zuviel Kapazität. War nur so ein Gedanke um etwas von allem zu haben. Gibt ja hier und da ein paar Digitalfreaks, die sowas aus dem Ärmel schütteln.

    Ich habe vor ein paar Wochen mal eine einfach Endstufe aufgebaut. Endtransen ein Pärchen 2sa1943 und 2sc5200, alles ganz einfach gehalten. Obwohl ich aus erfahrung weiß, das Steckbretter für solche empfindlichen Schaltungen absolut Tabu sind, hab ich es doch mal gewagt auf ein Steckbrett aufzubauen. Und tatsächlich, es hat funktioniert, bis in den hohen Lastbereich hinein. Jedoch treten dann die bekannten schwingeffekte usw bei maximal leistung und clip auf. aber bis ich es einmal soweit hatte, musste ich zig mal die rails-, masse-, und die gegenkopplungspfade leitungsmäßig optimieren, damit das ganze system stabil (größtenteils) lief. Will damit nur sagen, das es sehr auf gute und vor allem kurze sternförmige massewege ankommt, rückkopplung so kurz und störungsfrei wie möglich, stützkondensatoren so nah wie möglich an der last. Ganz saubere Spannung an den Ics, am besten mit eigenen Spannungswandlern, nicht son Z-Dioden kram.

    vielleicht liegt ja da das problem in sachen schwingneigung. (was passiert denn wenn du den Millerkondensator größer machst, bzw das Ausgangs LC Filter in noch tiefere Frequenzregionen dimensionierst, nimmt die Schwingneigung dann ab?)

    Freu mich schon drauf, da mal wieder dran zu gehen. vielleicht bau ich die tage meine steckbrettschaltung mal sauber auf eine platine.

    Viel Spass beim Basteln...

    Edit: Oh, ich mir weder den Schaltplan so spät noch richtig angeschaut, noch hab ich Rocklines Antwort mitbekommen, sorry :).

    mfg Bassaddict

  • mike j.
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    • 10. Juli 2009 um 00:42
    • #19

    Wir sind gerade beim übersiedeln und beim umbau des neuen Lagers und Verkaufsraumes. Nebenher noch den CE Schein, das gibt etwas Stress. Deshalb hab ich momentan recht wenig bis garkeine Zeit, an den Endstufenprojekten weiterzumachen. Bitte nicht das interesse verlieren - es geht weiter, jedoch erst ab gut mitte bis ende August - meinerseits.

  • mike j.
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    • 25. Oktober 2009 um 12:39
    • #20

    So, es hat ein wenig gedauert, aber versuchen wir es weiter...

    Hab mir da mal gedanken gemacht und das ganze, insbesondere die Bias Stecke - etwas anders gemacht. Platinenlayout ist fertig und muss nur noch geprüft und geätzt werden - das wird wohl nun 3 - 4 Wochen dauern, aber schauen wir uns das ganze inzwischen genauer an:

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