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Bandanlage oder: Was bedeutet Fullrange?

  • Lutz Sauer
  • 16. Mai 2009 um 01:36
  • Lutz Sauer
    Beiträge
    8
    • 16. Mai 2009 um 01:36
    • #1

    Hallo allerseits,

    meine Frage paßt nicht ins Party Forum, ist aber hobbymäßig.

    Wir sind eine "Akustik"-Band und spielen derzeit akustisch, d.h. auf einer Lautstärke, wo das Schlagzeug nicht verstärkt wird und alle anderen Instrumente (Geige, Kontrabass, Gitarren) über Tonabnehmer bzw. (Vocals, Harps) über Mikro abgenommen werden.

    Bisher reichte dazu ein kleiner Powermischer mit EV 10/1 Boxen vollkommen aus, aber wir haben diverse Anfragen für Frühschoppen diesen Sommer, wo wir die PA mitbringen sollen. Draußen bei schönem Wetter gehen wir mit dieser Anlage unter und was neues muß her. Ein großes Mischpult mit ausreichend Kanälen und entsprechende Effekte haben wir.

    Für mich bieten sich zwei Alternativen:

    1. Eine gebrauchte HK Lucas 1000 oder eine HK Lucas Performer oder

    2. Zwei RCF 312a oder 310a mit der Option, später einen entsprechenden Sub dazuzukaufen. Werden allerdings kaum gebraucht angeboten.

    Können wir mit unserer Band über die RCF-Boxen auch Fullrange spielen? Schließlich sagen viele, die RCF 310a seine Fullrangeboxen, dann müßten die 312a unser Setup eigentlich schaffen ....

    Oder brauchen wir gleich einen Subwoofer? Brauchen wir überhaupt einen Sub? Dann wird es die Lucas 1000, die man allerdings nur erweiten kann, indem man ein zweites, identisches System dazukauft ....

    Unschlüssigerweise
    Lutz

    ps: Wir spielen nach dem Motto - wer vorne sitzt, will uns hören, wer hinten sitzt, will sich mit seinem Nachbarn unterhalten. Keine Lautstärke dass alle schreien müssen.

  • rolf herrmann
    Beiträge
    137
    • 16. Mai 2009 um 08:32
    • #2

    Vorteil einer modularen Anlge gegenüber einer Fullrangekiste ist ja nicht nur die Größe der Box sondern auch die Flexibilität bei der Zusammenstellung. Hier im Forum wirst du alle Meinungen hören von: "Ist nicht nötig" bis "muß unbedingt sein".
    Mein Tip: Ausprobieren. Leiht euch für verschiedene Gigs mal verschiedene Kombinationen, entscheidend ist, was zu euch passt und auch dem Publikum gefällt.
    Wenn du der Meinung bist, das du mit deinen EV 10er "untergehst", würde ich von den HK-Sets nicht allzuviel erwarten, da die Satelliten 8er haben . Leiht euch doch mal nen Sub dazu und nehmt die EV als Satelliten, vielleicht bringt das schon das gewünschte Ergebnis.
    MfG Rolf

    Ändere die Dinge, die du ändern kannst; lass bleiben, was du nicht ändern kannst; aber sei so weise, das eine vom anderen zu unterscheiden...

  • Rico Nowara
    Beiträge
    129
    • 16. Mai 2009 um 11:17
    • #3

    Was ist denn das Budget?
    Weil ich hätte demnächst einen RCF 4Pro 8001AS (18") abzugeben. Für 950€ VHB in sehr gutem Zustand mit Restgarantie. Stell ich auch die Tage ins B2B rein.
    Eventuell kommen auch noch meine 322A dazu. Aber das ist noch nicht sicher.
    LG Rico

  • michael beyer
    Beiträge
    2.136
    • 16. Mai 2009 um 13:44
    • #4

    SUB oder NICHT SUB
    Also wenn ich die Instrumentierung lese und euren Wunsch, dass die Drums abgenommen werden sollen würde ich jetzt mal nen Sub empfehlen. Wenn die Bdrum und der Kontrabass ausgewogen OpenAir rüberkommen sollen, geht das für den KBass schon auch über einen guten Verstärker des Bassisten aber die Bassdrum bleibt dann auf der Strecke. Wenn ihr also das Schlagzeug jazzlike mit Bassdrum-Mikro und Overhead abnehmen wollt würde ich nen Sub dazustellen und auch den KBass auf die Anlage holen. So könntet ihr dann mixtechnisch (bei parametrischem EQ am Mixer noch besser) beiden die nötige Durchsetzungskraft geben. Dies geht mit einem extra Sub auf alle Fälle besser.

    Stellt sich die Frage welche EV10/1 es sind, vielleicht reicht es auch schon, diese mit einem Sub zu unterstützen. Habt ihr schon ausprobiert mal einfach nen Sub dazu zuleihen? Die EV10/1 von euch mit nem Sub könnten eventuell schon an die HK 1000 ran kommen. Wäre ein Versuch wert. Oder ihr nutzt die EV als Monitore und holt was neues.

    Die HK Anlagen könntest halt nur schwer erweitern, dafür sind sie halt kompakt und schnell aufgebaut.

  • treibsand
    Verifiziert
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    1
    • 16. Mai 2009 um 14:11
    • #5

    Hi Lutz & willkommen im Forum.
    Dein Anliegen ist hier genau richtig. Party-PA ist eben nicht nur für Partyanlagen, sondern eher Einsteiger-PA mit kleinem Budget.

    Im Grunde hat Michael schon alles wichtige gesagt: Pagelmässig werden euch auch zwei neue RCF 10"er nicht in neue Gefilde katapultieren. Sie klingen zwar besser, sind auch etwas lauter und entsprechen dem aktuellen Stand der TEchnik - aber sie kochen auch nur mit Wasser.
    Im Grunde gibt es für den "Upgrade" nur zwei Möglichkeiten: eine Anlage Leihen oder das Setup mit Sub ausprobieren.
    Ich würde aber - wenn ihr sonst mit eurer Anlage auskommt und zufrieden seid - in jedem Fall dazuleihen und mich von jemand vor Ort beraten lassen.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • michael beyer
    Beiträge
    2.136
    • 16. Mai 2009 um 14:31
    • #6

    Stimmt.

    Als ersten Schritt würde ich mal nen Sub dazuleihen und dies ausprobieren. Das könnte schon ausreichend sein. Bei RCF wäre in meinen Augen höchstens ne 322a (Straßenpreis pro Stück ab 779.-) nen Sprung nach vorn, aber für die meisten eurer Gigs vielleicht auch etwas zu viel was Kosten/Nutzen-Verhältnis an geht. Keine Ahnung wie ihr im Booking liegt und wohin eure Reise geht.


    Wenn es dann im Jahr wirklich nur 4-6 Mal was größeres ist, leiht ihr euch was schönes und kauft nichts.

    Am besten einen Verleiher fragen, dass ihr immer mit dem selben Material auftreten könnt und so nach kurzer Einarbeitungszeit auch mit der geliehenen Anlage gut zurecht kommt. Ein netter Verleiher hilft euch vielleicht auch mal beim ersten Gig beim Soundcheck, wenn's um die Ecke ist und er weiß, dass ihr im Jahr öfters auf ihn zu kommt.

    Woher seid ihr denn, vielleicht wohnt ihr ja in der Nähe von einem Verleiher, der im Forum aktiv ist und was passendes hat.

  • Lutz Sauer
    Beiträge
    8
    • 17. Mai 2009 um 22:00
    • #7

    Hallo Leute,

    danke für die freundliche Aufnahme und die zahlreichen und hilfreichen Tips.

    Ich hatte zwei ursprüngliche Randbedingungen vegessen: Ausleihen kommt nicht in Frage (warum auch immer) und wenn wir das Schlagzeug abnehmen, reicht unser Powermixer mit seinen Kanälen nicht mehr. Allerdings haben wir ein großes Pult und Effektgeräte ja sowieso.

    Als Ergebnis werden wir mal den CL 115 von Thomann ausprobieren. Damit haben wir 200 Watt zusätzlich nur im Baßbereich und wie bisher 2*200 Watt für die Tops. Paßt perfekt zu dem, was wir schon an Equipment haben. Ob es ausreicht, wird sich zeigen ...

    Auf die Idee wäre ich aber ohne eure Antworten und lesen hier im Forum nicht gekommen. Wenn es nicht paßt, denke ich neu nach.

    Aber ich habe trotzdem noch eine Frage: Eine 10er Box ist sicherlich nicht ideal für Baß, allerdings reicht eine 15er wohl aus. Darum hatte ich ganz zu Anfang nach der RCF 312a gefragt. Könnte so eine Box auch für unser Schlagzeug sinnvoll verstärken? Habe ich immer noch so im Hinterkopf, falls das mit der CL 115 nicht klappt ...

    Viele Grüße
    Lutz

  • michael beyer
    Beiträge
    2.136
    • 17. Mai 2009 um 22:27
    • #8

    Willst jetzt also mit dem CL115 auch die Tops füttern, oder habe ich das falsch verstanden? Kenne beide nicht, aber vielleicht hast ja Glück und es passt klanglich halbwegs. Optimal ist es auf alle Fälle nicht und viel Power hat der Sub ja nicht gerade. Weder für sich noch für anschließbare Tops. Könnte also sein, dass euch da ein paar Leistungsreserven fehlen.

    Irgendwer hatte glaube ich schon mal über dieses Thomann Bundle geschrieben, dass es nicht gerade potent für größere Flächen wäre. Suchfunktion könnte da helfen.

    Mich wundert jetzt die Wahl doch ein wenig, da alles andere Vorgeschlagene deutlich in einer anderen Liga spielte. Dieser Sub kommt bei RCF312a oder 322a auf jeden Fall an seine Grenzen bzw. da nützt dann auch kein teueres Top, denn er wird vielleicht nicht mal eure momentanen Tops voll auslasten.

  • treibsand
    Verifiziert
    Reaktionen
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    Marktplatz Einträge
    1
    • 18. Mai 2009 um 09:37
    • #9

    Naja, zwischen einer 15" Fullrange und einem Sub/Sat-System liegen oft Welten.
    Wenn das Schlagwerk deutlich verstärkt werden soll, reichen m.E. keine 15" Tops aus - für ein minimales Stützen des Bassdrum-'Klacks' (So 2-5 kHz) ohne viel Druck geht es gerade noch. Auf dem Boden stehende Bässe haben zwei deutliche Vorteile: erstens viel mehr Leistung im Bassbereich - und ausschliesslich dort, zweitens die Bodenankopplung und damit 6dB Pegelgewinn. Für Outdoor unbedingt empfehlenswert.

    Der CL115 scheint mir auch knapp dimensioniert. Warum man die Tops mit der gleichen Leistung anfährt wie den Sub, verstehe ich nicht. Der Bassbereich dürfte IMHO ~500 Watt abbekommen, um mit euren Tops mitzukommen. Probieren würde ich das trotzdem; das ist nämlich auch das, was ich mit Leihen/Mieten meinte - erstmal eine Anlage hören, bevor man irgendwas kauft. So wie Probefahrt machen bei Atuos. :wink:

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • michael beyer
    Beiträge
    2.136
    • 18. Mai 2009 um 10:28
    • #10

    Wie treibsand richtig sagt, wenn's nur der Kick der BD sein soll dann geht auch nen Topteil. Nur ein ausgewogenes Klangbild von Kontrabass und Bassdrum wird so nie erreicht werden. Schon gar nicht Openair.

    Kannst ja noch mal schreiben wie der Test verlief.

  • Lutz Sauer
    Beiträge
    8
    • 19. Mai 2009 um 22:00
    • #11
    Zitat von "Michael Beyer"

    Kannst ja noch mal schreiben wie der Test verlief.

    Hi Michael und alle anderen,

    werde ich, nur ist die Box im Moment gerade nicht lieferbar.

    Ich bin kein Verleiher, brauche die Anlage nur für mich und meine Band. Darum mal die Gründe im einzelnen (vielleicht kriege ich ja neue Ideen durch Korrekturen).

    - Vorweg: Den Powermixer mit unseren Boxen und einen zusätzlichen Aktivsub zu betreiben, fällt für mich flach. Keine Ahnung, wie ich das mache und abstimme (Frequenzweiche, aktiver Sub, Sats am Powermischer). Kann auch keine Dauerlösung sein, da unser Powermixer dann zuwenig Kanäle hat.

    - Wenn der Sub ausreicht, können wir günstig erweitern, ohne was anderes zuzukaufen. Der Sub kommt zwischen den Auftritten in eine Ecke und wird vergessen. Alles andere bleibt, wie es ist. Das ist das erste, was wir ausprobieren werden. Wir können den Powermischer zuhause lassen, weil der Sub eben drei Endstufen hat. Selbst wenn wir das Schlagzeug nur mit zwei Mikros abnehmen, reicht der PM nicht mehr - aber ein größeres Mischpult steht ja umsonst zur Verfügung.

    - Die Lucas 1000 kenne ich, die würde unseren Ansprüchen auch Open Air sicher genügen. Aber: Die wäre bei Kneipengigs unserer Art überflüssig. In kleinen Kneipen sind die Wirte beim ersten mal schon bei zwei 10/1 ängstlich, das wir zu viel Krach machen. Wenn die als erstes den Sub sehen, lassen die uns gar nicht mehr rein. Das bisherige Equipment müßten wir also insgesamt auch behalten. Dafür wäre die Erweiterung machbar, ich habe einen Freund der hat auch eine. Allerdings auch 100 km weg, dh. 400 km zum holen/bringen.

    - Die 312a von RCF war nach dem Lesen im Internet eigentlich beim ersten Posten mein Favorit. In Kneipen nur damit und außerhalb geht das ja vielleicht auch ... das war der Grund meiner einen Nachfrage. Aber nach allgemeiner Meinung brauchen wir Open Air einen Sub, und dann bin ich beim doppelten Preis einer Lucas 1000. Das ist aber nicht das eigentliche Problem: Für die Spaßgigs unserer Hobbyband sind die sowohl akustisch als auch insbesondere optisch absolut überdimensioniert! Ich bin extra nach Ibbenbühren gefahren um mir das mal anzugucken. Und mit den 310a haben wir als Tops keine wesentliche Steigerung zu den jetzigen.

    Und wenn wir bei beiden Lösungen unsere gesamten alten Sachen sowieso noch brauchen, probiere ich die auch entsprechend einzubinden. Ich will mir ja nicht sinnlos die Bude zumüllen. Aber erstmal ausprobieren ....

    Meine bisherigen PA Erfahrungen erstrecken sich im übrigen auf eine Dynacord-Anlage mit zwei Sats und zwei Subs (absolut geil, aber 1. passiv und zweitens nun echt außerhalb des Bügets), die genannte Lucas 1000, die Ur-Lucas (optisch wie die Lucas 1000) und die Solton Lucky (sollte für uns eigentlich auch reichen).

    Wenn ich alleine spiele, reicht mir meistens auch mein AER Domino. Auf kleinen Bühnen steht ja meistens ein Tisch mit sechs Stühlen, wenn keine Livemucke ist. Vier Stühle wegstellen, Tisch in die Ecke, ein Stuhl auf Tisch, Akustikamp auf Stuhl. Mikro aufbauen, alles verkabeln und auf sechsten Stuhl setzen und loslegen :-).

    Viele gute Grüße
    Lutz

  • Lutz Sauer
    Beiträge
    8
    • 31. Mai 2009 um 23:06
    • #12

    Hi,

    nochmal eine Frage, da der vorgesehene Bass noch nicht lieferbar ist:

    Es gibt ja noch mehrere aktive Subs, die die Endstufen für die Tops gleich eingebaut haben, nicht nur die Lukas, auch Solton und andere. Wenn ich davon einen Subwoofer habe, ist dieser sinnvollerweise auch mit anderen Tops zu betreiben? Z.B. die Tops einer Lucas 1000 an dem Sub einer Solton? Oder sind die Abstimmungen so unterschiedlich, das ich die Finger davon lassen sollte?

    Konkret zielt die Frage auf einen KME ASS 15D, könnte aber auch auf andere zutreffen.

    Viele Grüße und frohe Pfingsten
    Lutz

  • Lutz Sauer
    Beiträge
    8
    • 31. Oktober 2009 um 22:01
    • #13

    Zm Abschluss das Ergebnis:

    Ich habe zwei RCF 310 A gekauft, von der Lautstärke her überdimensioniert für uns, aber der Klang hat die anderen Boxen aus dem Feld geschlagen. Kann ich als Monitore gegen Subs tauschen bei Bedarf, das ergänzt sich gut.

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