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Ultradrive misst Mist

  • studi
  • 21. Februar 2010 um 01:54
  • studi
    Beiträge
    776
    • 21. Februar 2010 um 01:54
    • #1

    Hallo,

    ich habe ein Problem mit der Autodelay- und Phasenkorrektur des Ultradrives: Wenn ich an 2 PS12 einen Abgleich der Laufzeit und Phase durchführen lasse, invertiert er bei einem Topteil die Phase (180°). Ich habe daher alles mögliche durchprobiert, komischerweise wandert der Fehler beim Tauschen der Boxenkabel auf dem Ultradrive von einem Kanal zum anderen mit, was darauf schließen lassen sollte, dass es an der Box liegt. Diese habe ich beide aufgeschraubt und keine Fehler beim Anschluss der Pappen gefunden. Hört man sich das gemessene Ergebnis an, stellt man eine Phasenverschiebung insbesondere im Hochton fest, was darauf hindeutet, das der Ultradrive irgendwas komisches misst. Im Bass fehlt es ebenfalls. Daher die Frage woran es liegen könnte. Gibt es zwischen beiden Boxen Interferenzen während der Messung, die das Gerät irritieren?

    Danke für eure Bemühungen

    Jan

  • michael beyer
    Beiträge
    2.136
    • 21. Februar 2010 um 06:46
    • #2

    Hast du deine Kabel mal gecheckt? Denn das Phänomen wandert ja mit deinem Kabel mit.

  • skyworker
    Profi
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    2
    • 21. Februar 2010 um 12:29
    • #3

    Morgen Jan - was möchtest du denn bitte mit dieser Messung erreichen? Ich halte den DCX für ein potentes Teil, die Einmessfunktion allerdings gehört meiner Meinung nach zu den unsinnigsten Tools, die es da gibt. Aber ich lerne ja gerne - also was ist das Ziel der Übung?

    Nebenbei: Phase kann man nicht invertieren, nur verschieben. Was dumeinst, ist die Polarität.

    Und bevor gleich wieder einer kommt und sagt, ich wäre großk... und überheblich - mich interessiert wirklich die Absicht hinter der Messerei.

    Best

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • studi
    Beiträge
    776
    • 21. Februar 2010 um 17:53
    • #4

    Hallo Skyworker,

    ursprünglich wollte ich mit dem Ultradrive die Laufzeit zwischen den Topteilen und einem Bandpasshorn abgleichen, da mein altes DriveRack PA dies nicht kann und mal sehen wollte, ob ich mich beim Einstellen der Laufzeit mittels der Quick-and-Dirty-Methode mit der gedrehten Polarität zwischen Top und Bass verschätzt habe.
    Die Funktion "Polarity" habe ich dabei versehentlich eingeschaltet gelassen. Dabei fiel mir auf, das er eben immer die Polarität eines Topteils gedreht hat, woraufhin ich mal nur die beiden Topteile gegeneinander habe messen lassen. Das Ergebnis war dasselbe, also habe ich das Material komplett durchgecheckt und sowohl Endstufen als auch alle Kabel gewechselt. Das Topteill, das angeblich anders gepolt ist, bleibt immer das selbe, wobei ich langsam den Verdacht habe, das es am Gitter vor dem Lautsprecher liegen könnte. Lässt man das bei dem Topteil weg, misst es sich in manchen Fällen als richtig gepolt. Das Messergebniss ist vom Abstand der Boxen unabhängig - egal ob diese aufeinander stehen oder in 5m Abstand auf Stativen.

    Nachdem ich die Kisten zerlegt hatte, habe ich mal den Frequenzumfang mittels der Weichenfunktion des Ultradrive auf den Bass bzw. die Hochtöner beschränkt - wenn man bei einer Box die Polarity wechselte, hörte man deutlich, das entweder der gesamte Bass abnahm oder im Falle des Hochtones ein "verschobenes" Klangbild entstand. Das Gehörte und das Gemessene passt also nicht zusammen - und das wurmt mich.

    Jan

  • Clyde
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    • 23. Februar 2010 um 07:18
    • #5

    Moin,

    messe mal mit und mal ohne Polarity und achte auf die Delays, ob er da andere Werte errechnet.
    Ich habe keine Probleme damit, er misst wie er soll. Aber es hies mal, das er mit Polarity auf kürzere Delayzeiten kommt und sich das zunutze macht.
    Ist aber schon lange her als ich das mal las...

  • Jonnytrance
    Gast
    • 23. Februar 2010 um 09:38
    • #6

    Wichitg auch wenn man Abstände bis 4 m misst, sollte man nur Kurzdelay aktivieren, über 4m dann Langdelay aktiv und kurz aus.

  • studi
    Beiträge
    776
    • 26. Februar 2010 um 22:16
    • #7

    So, hat sich erledigt, ein Hochtöneranschluss war auf der Weiche falsch angelötet. Die habe ich erst jetzt mal ausgebaut und drunter nachgeschaut - immerhin weiß ich jetzt, wen ich in den A... treten darf. Bei der ersten Kontrolle habe ich die Polarität nur anhand der Kabelfarben verglichen. Bleibt die Erkenntnis eigener Inkonsequenz und das der Ultradrive dem Hochton bei der Polaritätsmessung mehr Beachtung beimisst als dem Mitteltöner, vlt. liegts an der leichten Überbetonung der Höhen in der PS 12.

    Danke an die Helfenden

  • Jobsti
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    7.942
    • 20. März 2010 um 03:23
    • #8

    Und, Delayzeiten schauen auf den ersten Blick korrekt aus?

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
    Nützliche Tools | Limiter berechnen, Schaltungen usw.

  • studi
    Beiträge
    776
    • 20. März 2010 um 10:39
    • #9

    Jetzt ja - decken sich auch mit dem vorher am Drive Rack PA ausgetesteten. Werde aber, wenn es mal wärmer wird, nach draußen gehen und die Uni-Nachbarschaft belästigen. In den Räumen gibt es reichlich Raumresonanzen, daher lässt sich das ganze nicht so richtig zum Kicken bringen. Ständiger Nachhall ist hier Stammgast.

  • Stefan Rechenbauer
    Beiträge
    179
    • 20. März 2010 um 14:24
    • #10

    @ Studi - die Messfunktion des DCX dient nur zum Abgleich der Laufzeitunterschiede zwischen Systemen, welche den gleichen Frequenzbereich abdecken (z.B. Hoernern welche den Nah- und Fernbereich abdecken sollen). Die Gebrauchsanleitung sagt (im versteckten), dass der DCX nur die Laufzeitunterschiede ueber die Autokorrelation zweier Uebertragungsfunktionen bestimmt. Diese Funktion ist absolut ungeeignet, um den Abgleich zwischen einem Subwoofer und einem Topteil zu bestimmen. So eine Abstimmung geht nur ueber eine Messung der komplexen Uebertragungsfunktion beider Systeme.

    Gruss: Stefan

  • Clyde
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    • 20. März 2010 um 22:44
    • #11
    Zitat von "Stefan Rechenbauer"

    @ Studi - die Messfunktion des DCX dient nur zum Abgleich der Laufzeitunterschiede zwischen Systemen, welche den gleichen Frequenzbereich abdecken (z.B. Hoernern welche den Nah- und Fernbereich abdecken sollen). Die Gebrauchsanleitung sagt (im versteckten), dass der DCX nur die Laufzeitunterschiede ueber die Autokorrelation zweier Uebertragungsfunktionen bestimmt. Diese Funktion ist absolut ungeeignet, um den Abgleich zwischen einem Subwoofer und einem Topteil zu bestimmen. So eine Abstimmung geht nur ueber eine Messung der komplexen Uebertragungsfunktion beider Systeme.

    Praxis Sagt:
    "Stimmt nicht!"

    Beweise das Gegenteil :)

  • topo
    Beiträge
    199
    • 21. März 2010 um 09:17
    • #12

    Hier kann man sehr gut nachlesen was geht und wie es geht:

    Behringer DCX - Auto Align for Dummies
    http://www.dcx2496.fr/en/calage_en.php

    Topo 8)

    Die Magie der Musik hängt nicht von der Technologie ab die man benutzt, sondern von der Interaktion mit ihr!

  • Stefan Rechenbauer
    Beiträge
    179
    • 22. März 2010 um 01:53
    • #13

    Ein Blick ins DCX-Handbuch zeigt, dass die Auto-Align Funktion nur auf Quellen, welche ein identisches Signal abstrahlen (i.e. eine identische Uebertragungsfunktion aufweisen) anwendbar ist.

    Folgendes passiert: der DCX misst die Uebertragungsfunktionen h1(t) und h2(t) der beiden Strahler. Die Kreuzkorrelation dieser Funktionen gibt dann Auskunft, bei welcher Zeitverschiebung tau die groesstmoegliche Korrelation zwischen beiden erreicht wird. Ist z.B. h1(t) = -h2(t+td), ergibt die Kreuzkorrelation Rxy(tau) = -1 bei tau = +/-td. Wenn h1(t) um tau = td verzoegert, und die Polaritaet des Signals gedreht wird, ergibt Rxy(-h1(t+td),h2(t)) = 1 bei tau = 0. Vereinfacht gesagt, h1(t) wird zeitlich verschoben und die Polaritaet gedreht, um Deckungsgleichheit mit h2(t) zu erzielen.

    Das System funktioniert aber nicht, wenn die beiden Uebertragungsfunktionen nicht korreliert sind (also ein Sub und ein Top). Als Beispiel mal folgendes System: Sub HP LR4 45Hz, TP LR4 120 Hz und Top HP LR4 120 Hz. Die Uebertragungsfunktionen sind vollkommen unterschiedlich. Korrektes Alignement zwischen diesen beiden Filtern braucht dt = 2.36ms und dphi = 180deg fuer das Top (angenommen die beiden Strahler stehen in selber Entfernung zum Empfaenger). Die Kreuzkorrelation zwischen diesen beiden Funktionen ergibt aber ein Maximum bei tau ~ 4.5ms und dphi = 180deg.

    Gruss: Stefan

  • Jonnytrance
    Gast
    • 22. März 2010 um 06:00
    • #14

    Wie schon geschrieben, für langes Delay zwischen Tops z.B. sollte man nur Langdelay aktivieren, für anpassung Top zu Sub nur Kurzdelay aktiv. Dann misst der UD ganz brauchbar.
    Logisch ist auch, dass verschiedene Filtern unterschiedliche Phasenverschiebungen verursachen. Aber nomaleweise klapt es trotzem. Falls nicht, warum auch immer, dann gibts noch paar Tricks:
    1. Lowcut nicht im Bassweg setzen, sondern gleich am Eingang, oder
    2. Phasenverschiebung im Bassweg ausrechnen/simulieren und Übernahmefrequenz von Top so einpassen, dass die Phasen wieder aufeinander kommen.

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