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Kotec KA800 1 Kanal spinnt - Reparatur möglich / sinnvoll

  • Timo Jung
  • 29. April 2010 um 23:20
  • mike j.
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    • 2. Mai 2010 um 11:43
    • #21

    Um vielleicht wieder zum Thema zurückzukommen: Rein Optisch schauen die Dinge, die ich erwähnt habe OK aus. Was aber auffällt ist, dass die kleinen Transistoren der Vorstufe (die schwarzen 3 beinigen Teile) etwas wärmer geworden sind (verfärbung der Platine an der Steller). Beim defekten Kanal mehr als beim linken. Das wirst du ohne fachliche Hilfe nicht wieder zum laufen bekommen.

    Was wieder für Dich spricht ist, dass die beiden Endstufen komplett gleich aufgebaut sind und auch die Bauteile komplett gleich plaziert sind. Die eigentliche Endstufe mit Vorstufe liegt zwischen den beiden Sicherungen in einer Linie "aufgefädelt". Du kannst hier Vergleichsmessungen machen und bei großen Abweichungen dann bescheid geben. Man ist da wieder beim technischen Standpunkt: Woher willst du wissen, was eine "große" Abweichung ist und welche Messtoleranz normal ist.

    Das große Problem ist einfach, dass du keine Ahnung hast, von dem was man dir ansagen könnte. Somit ist eine sinnvolle Reparaturanleitung per Forum schwer bis garnicht möglich.

    Um aber es dennoch zu versuchen:
    Auf der Platine ist links der Stecker, auf der Platine steht "-VCC" und "+VCC", daneben "GND".
    Stecke den Stecker hier an, verfolge alle Leiterbahnen und Steckerseitig auch alle Wege, wohin dieses "GND" geht, miss mit dem Multimeter im Ohmbereich nach, ob diese Leiterbahn auch mit allem verbunden ist.
    Gleiches machst du mit VCC+ und VCC- auf der Platine (ohne dem Stecker) angeschlossen. Das sind die Versorgungsrails.
    Das Multimeter sollte hier Werte unter sagen wir 3 Ohm anzeigen, alles andere ist weniger gut.
    Wenn da alles OK erscheint steckst du den Stecker wieder an, schaltest den Strom ein und misst an den Leiterbahnen, ob hier eine Gleichspannung anliegt - immer gegen "GND" messen.
    Also VCC+ gegen GND sollte ungefähr die gleiche Gleichspannung haben wie GND nach VCC-. Das Vorzeichen vergiss einmal, es geht nur um den Spannungswert, wenn dieser am Messgerät negativ ist, hast du nur die Strippen falsch angehalten.

    ACHTUNG! Die Spannung, die an dem ganzen Werk anliegt ist LEBENSGEFÄHRLICH! Auch beim Ausschalten und Ausstecken wird diese Spannung für weitere Zeit (Minuten?) anliegen, da die Elkos geladen sind (die großen schwarzen Dinger auf dem Bild). Miss vorsichtshalber die Spannungen nachher nochmals, ob die unter 10V sind, dass da 100% nichts passiert. DANN miss noch folgendes:

    Die Teile am Kühlkörper, Aufschrift "EXICON" sind die Endstufentransistoren, die in deinem Fall Mosfets sind (für dich ist der Unterschied vorerst egal). Die haben 3 Anschlüsse, einer davon ist das Gehäuse selbst (und gleichzeitig die Schrauben, die durch die Platine gehen). Miss im AUSGESTECKTEN ZUSTAND (auch den Stecker mit VCC+,... von der Platine abstecken!) und SPANNUNGSLOSEN ZUSTAND (Elkos entladen lassen) zwischen allen 3 Anschlüssen den Widerstand (3 Messungen). Mach diese Messung auch bei der intakten Endstufe. Werte im kleinen Ohmbereich deuten auf einen Defekt eines Mosfets hin, außer die intakte Endstufe bringt das gleiche Messergebnis.

    Wenn du gleich dabei bist - Miss auch die kleinen schwarzen 3 Beinigen Transistoren, die etwas angkohlt aussehen. Auch 3x zwischen allen Beinen, vergleich mit der intakten Endstufenseite. Auch hier gilt gleich wie bei den großen: Kleine Ohmwerte sowie unendliche Ohmwerte sind nicht gut.

    Oja, da hast du gepostet während dem ich geschrieben hab:

    Zitat

    Gibt es diese Hauptplatine noch zum tauschen?? Wenn ja, wo und how much in €?
    (Weil das herumlöten an nicht unter Spannung stehenden Teilen ist ja anscheinend von manchem nicht gerne gesehen!

    Wirtschaftlich: Forget It!

  • Timo Jung
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    • 2. Mai 2010 um 13:02
    • #22
    Zitat von "Mike J."

    Um vielleicht wieder zum Thema zurückzukommen:

    Danke für die Anleitung, damit kann ich was anfangen! Werde es genau so probieren und berichten!!!

    Ich wünsche einen schönen Sonntag (kann bis zum Bericht bissl dauern.......... :wink: )

    Gruß Timo

    PS: Wirtschaftlich nein, ......... is klar, neue China-Endstufe die "Funktioniert" gibts ja mittlerweile schnell & günstig. Aber was habe ich zu verlieren? Bissl Zeit und vielleicht lerne ich noch was dabei.........!

  • rockline
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    • 2. Mai 2010 um 15:01
    • #23

    Grundsätzlich ist die Reparatur einer Endstufe überhaupt nicht so unwirtschaftlich wie allgemein angenommen wird. So etwas mache ich jede Woche mehrmals, und der Reparaturpreis ist für ein gutes Gerät allemal gut angelegt.

    Zu der Endstufe aus diesem Thread: frühes Eingreifen der Schutzschaltung bei MosFet Endstufen ist immer ein untrügliches Indiz für defekte Endtransistoren. Das beschriebene Krachen kann verschiedene Gründe haben. Ich kenne diese Endstufe nicht.
    Exicon Endtransistoren sind teuer, schwer zu bekommen, und für Laien nicht eindeutig als defekt/in Ordnung zu unterscheiden. Die Endstufe wäre auf technischer Seite einfach und sicher reparierbar.

  • Timo Jung
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    • 2. Mai 2010 um 15:08
    • #24
    Zitat von "Mike J."

    Was aber auffällt ist, dass die kleinen Transistoren der Vorstufe (die schwarzen 3 beinigen Teile) etwas wärmer geworden sind (verfärbung der Platine an der Steller). Beim defekten Kanal mehr als beim linken. Das wirst du ohne fachliche Hilfe nicht wieder zum laufen bekommen.


    Ist mir gerade wo ich es sehe wieder eingefallen: Alle 5 Transis des "L" Kanals (der defekte) habe ich vor Jahren durch neue ersetzt, das war aber nicht der Defekt - zumindest war sie weiterhin im Eimer/die Transis waren vieleicht auch gar nicht defekt. Und mein Lötkolben damals war noch nicht regelbar, daher ist es dort bissl dunkler geworden.

    Gruß

  • Timo Jung
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    • 7. Mai 2010 um 11:10
    • #25

    Hallo,

    eventuell nur "Dollenglück", aber:

    Kanal L geht wieder, habe "einen" Widerstand der keine Messung zuließ mit einem gleichen des Kanal R getauscht.

    Jetzt geht Kanal L wieder - und Kanal R hat jetzt das Fehlerbild vom anderen "geerbt".

    Aber der Poti des Kanal L scheint auch nen knacks zu haben, nach minimaler Drehung hat er locker 90% und der komplette Rest des drehbaren Bereiches macht dan die anderer 10%.

    Steht A10k drauf und die Suche bei den üblichen Verdächtigen (Conrad, Reichelt und Co.) ergab bis jetzt nix.

    Der Poti hat 5 Beinchen, davon je 1ner links und rechts, die anderen 3 sind auf 12Uhr nebeneinander angeordnet.

    Kann hier leider keine Bilder einstellen (bekomme ich nicht hin).

    Jemand ne Idee / Bezeichnung / Bezugsquelle??

    Gruß Timo

  • Timo Jung
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    • 7. Mai 2010 um 12:29
    • #26
    Zitat von "Timo Jung"

    Der Poti hat 5 Beinchen, davon je 1ner links und rechts, die anderen 3 sind auf 12Uhr nebeneinander angeordnet.

    Kann hier leider keine Bilder einstellen (bekomme ich nicht hin).

    Jemand ne Idee / Bezeichnung / Bezugsquelle??

    Gruß Timo


    Hoffe ich darf den E-Bay-Link hier einstellen, wenn nicht, bitte löschen!!!!

    "cgi.ebay.de/2-Stuck-Drehpotentiometer-Drehpoti-Poti-10-k-/110519248624?cmd=ViewItem&pt=Bauteile&hash=item19bb75e6f0"

    oder Ebay.de und Artikelnummer: 110519248624.

    könnte ich die verwenden?, die 3 Beinchen auf 12Uhr sind bei mir rund angeordnet, bei E-Bay gerade (kann man bestimmt bissl rundbiegen).

    Gruß Timo

  • mike j.
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    • 7. Mai 2010 um 13:05
    • #27
    Zitat

    Steht A10k drauf und die Suche bei den üblichen Verdächtigen (Conrad, Reichelt und Co.) ergab bis jetzt nix.

    Der Poti hat 5 Beinchen, davon je 1ner links und rechts, die anderen 3 sind auf 12Uhr nebeneinander angeordnet.

    Lass die Endstufe wie sie ist, mit dem Wissen was du hast (wie man eine Endstufe aufschraubt und einen Lötkolben ansteckt) wirst du die Endstufe eher Kaputtreparieren als den Zustand zu verbessern. Ein helfen von Seiten des Forums macht da in meinen Augen keinen Sinn.

  • Timo Jung
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    • 7. Mai 2010 um 14:29
    • #28
    Zitat von "Mike J."

    Lass die Endstufe wie sie ist, mit dem Wissen was du hast (wie man eine Endstufe aufschraubt und einen Lötkolben ansteckt) wirst du die Endstufe eher Kaputtreparieren als den Zustand zu verbessern. Ein helfen von Seiten des Forums macht da in meinen Augen keinen Sinn.


    Ein simples Ja / Nein / könnten passen hätte mir genügt.

    Fazit: Neuen Widerstand besorgen und mit kaputtem / spinnendem Poti leben, dafür aber wieder Stereo.

    Danke für die Hilfen

  • Timo Jung
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    • 7. Mai 2010 um 14:36
    • #29
    Zitat von "Timo Jung"


    Der Poti hat 5 Beinchen, davon je 1ner links und rechts, die anderen 3 sind auf 12Uhr nebeneinander angeordnet.

    Korrektur:

    Der Poti hat 3 Kontakte und die 2 Beinchen Rechts und Links sind zur Stabilisierung des Potis auf der Platine!

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