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Probleme mit Beschallung einer Theateraufführung

  • DanielWilging
  • 31. Januar 2011 um 14:17
  • DanielWilging
    Beiträge
    27
    • 31. Januar 2011 um 14:17
    • #1

    Hallo,
    ich hatte letzten Samstag eine Theateraufführung in einer Mehrzweckhalle mit Bühne.
    8 Darsteller, Bühenbreite ca. 7m. ca. 350 Besucher

    Meine Probleme waren: unnatürlicher Klang der Mikros und Rückkopplungen wodurch ich die Gesamtlautstärke gering halten musste. (zu leise)
    Als Material hatte ich:
    3x AKG C1000S (gehängt mitte der Bühne leicht richtung Bühenrückseite geneigt
    2x AKG C568 Vor der Bühne Mittig
    1x Beyerdynamic MP 65 V Grenzfläche auf dem Tisch auf der Bühne


    Also Pult hatte ich ein Soundcraft 8Kanal Mischer
    Lautsprecher standen Rechts und Links der Bühne und in der mitte der Halle nochmal R/L


    Ich hoffe Ihr könnt mir ein paar Tipps geben, da sich diese VA 2x im Jahr wiederholen wird.
    Material ist nicht geliehen, sondern Bestand in unserem Verein.

  • tufkamar
    Gast
    • 31. Januar 2011 um 14:36
    • #2

    vernünftiges Pult mit vernünftigen Kanal-EQs verwenden (Parametrische), Summen-EQ für Raumanpassung, noch mit der Position und Ausrichtung der Mikros spielen.

  • DanielWilging
    Beiträge
    27
    • 31. Januar 2011 um 14:44
    • #3

    Das Pult hat parametrische Mitten! denke an dem Kanns nicht liegen, Ein Summen EQ wäre vorhanden. Weiß aber nicht wie ich den einstellen soll.
    Mit den Mikros hab ich auch schon gespielt ( Supernieren Adapter aus den C100S raus...) Ausrichtung auch schon geändert. Ist die 4. Veranstaltung in der Form
    Íst die Aufstellung der Boxen so OK? oder verbesserungswürdig?

  • Mechwerkandi
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    • 31. Januar 2011 um 15:05
    • #4

    Zu viele Mikros/Lautsprecher in einer stark halligen Umgebung (Mehrzweckhalle).
    Wozu die Lautsprecher vorne an der Bühne?

  • DanielWilging
    Beiträge
    27
    • 31. Januar 2011 um 15:07
    • #5

    Ja die Halle hallt :grin: Die Personen im vorderen Bereich hören zu wenig ohne Lsp vorne.
    Welche Mikros sollte ich dann weglassen?

  • skyworker
    Profi
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    • 31. Januar 2011 um 16:05
    • #6

    Morgen zusammen - sowas kann gehen, auch in halliger Umgebung, allerdings nicht mit dem zur Verfügung stehenden Material. Du brauchst zunächst mal jemanden, der weiß, was er tut. Damit steht und fällt die Sache. Wenn du selbst sagst, du "wüsstest nicht, wie der Equalizer einzustellen wäre" dann bist du nicth der Richtige für den Job. Klingt hart, ist aber so. Wer dir hier im Forum rät, den Equalizer "so und so" einzustellen, der ist übrigens auch nicht der Richtige.

    Dann brauchst du viele kleine Lautsprechersysteme, mit denen du den Raum dosiert und zielgerichtet von Oben nach Unten beschallen kannst. Vor allem auch zeitrichtig, sonst ist die Sprachverständlichkeit hin. Also zum Beispiel drei Beschallungslinien geflogen (Oder sehr hoch auf Stative und dann aufs Publikum neigen), dazu eine Reihe Frontfills, die die Lücke vor der Bühne schließen und das akustische Image nach unten ziehen. Vielleicht brauchst du das Frontfill nicht für den Pegel (ich hör schon wieder das Geschrei), weil man in den ersten Reihen die Schauspieler auch so hören sollte - aber du brauchst sie für die Ortung und das akustische Abbild.

    Wieviele Sprechrollen hast du auf der Bühne? Kannst du sie drahtlos versorgen? Mit Anschminkern / Ansteckern? Besser wäre das.

    Wenn nein - verbau Miros in der Kulisse. Grenzflächen auf die Bühnenkante und in die Dekoration sind ein guter Anfang, die C1000er (gibts nix anderes?) ebenfalls nicht von OBen, sondern ins Bühnenbild integrieren. Du musst mit dem Mikro deutlich näher an die Quelle ran als an die Lautsprecher. Deutlich meint ein Vielfaches - sonst koppelts direkt!

    Wenn du Equalizer zur Verfügung hast - pack sie in die Mikrofonwege oder mach Gruppen gleicher Mikros und pack die Equalizer dort in den Insert - dann einpfeifen. Wenn du keine Equalizer hast - hast du ein Problem.

    Gibts Molton? In großen Mengen? Mit dem du die Rückwand etwas bedämpfen kannst? Womöglich auch noch welchen für die Glaswand an der Seite?

    Lass mich raten: es darf natürlich nichts kosten, oder?

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • DanielWilging
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    • 31. Januar 2011 um 16:16
    • #7

    Das ist doch mal eine Antwort mit der ich was anfangen kann!
    Also mehr Lsp wären bedingt möglich (max 6Stk incl. Amping
    Stimmt ich bin hierfür nicht der richtige Mann, aber es macht kein anderer! Haben alle muffe vor der Konstellation Theater / Halle!
    Ich bin an das Material gebunden da wie vermutet kein Budget zum zumieten besteht.
    Habe schon um das Multicore kämpfen müssen!
    Dann werd ich als nächsten Schritt versuchen 1 C1000S gegen noch ein Grenzflächenmic. zu tauschen!?

  • Mechwerkandi
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    • 31. Januar 2011 um 16:25
    • #8
    Zitat von "DanielWilging"


    Ja die Halle hallt :grin: Die Personen im vorderen Bereich hören zu wenig ohne Lsp vorne.


    Das widerspricht sich. Wenn die Schauspieler allerdings im Flüsterton vortragen, nutzt Dir die Anlage auch nichts.
    Das Problem liegt dann an der Quelle begründet.
    An sich sollten die ersten 5-6 Reihen schon ohne Lautsprecher ausreichend versorgt sein.

    Zwei oder drei Mikros, von oben abgehängt, reichen für so was völlig aus. Je mehr Mikros, je mehr Ärger.
    Eine dezentrale Beschallung ist möglich, aber aufwändig.

    Schalt mal versuchsweise die Mikros vor der Bühne und die Lautsprecher recht und links ab. Dann noch mal probieren.

  • skyworker
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    • 31. Januar 2011 um 16:58
    • #9
    Zitat

    Ich bin an das Material gebunden da wie vermutet kein Budget zum zumieten besteht.

    - dann ist dein Verein auch an ein Ergebnis gebunden. So einfach ist das.

    Sukzessive eingrenzen, wo die Probleme bestehen (also reihum Mikros und Lautsprecher abschalten) zeigt schon mal Wege und Probleme auf - das stimmt. Je mehr Mikros - je mehr Ärger stimmt auch. Aber du musst zusehen, mit den Mikros an die Quelle zu kommen.

    Ja - eine dezentrale Beschallung ist aufwändig. Aber das Mittel der Wahl!

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • DanielWilging
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    • 31. Januar 2011 um 17:07
    • #10

    Klar, ist der Verein an das Ergebnis gebunden, will ja auch nur aus dem gegeben Material / geringen Fremdmaterial einsatz das Beste rauszuholen.

  • siedfleisch
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    • 31. Januar 2011 um 17:14
    • #11
    Zitat

    DanielWilging hat geschrieben:
    Ja die Halle hallt Die Personen im vorderen Bereich hören zu wenig ohne Lsp vorne.


    Das widerspricht sich. Wenn die Schauspieler allerdings im Flüsterton vortragen, nutzt Dir die Anlage auch nichts.
    Das Problem liegt dann an der Quelle begründet.
    An sich sollten die ersten 5-6 Reihen schon ohne Lautsprecher ausreichend versorgt sein.


    Seh ich genauso. Die Tische bis zum ersten Quergang sollten von der Bühne genug abbekommen, sonst stimmt was nicht. Und die Tische ab dem zweiten Quergang müßte man mit geeignetem EQing ausreichend versorgen können. Weitere Grenzflächen würde ich selbst nicht einsetzen. Die werden immer reflexhaft genannt, aber in Deiner Situation ist nur der Tisch sinnvoll, mehr erstmal nicht.

    Du kannst doch unterschiedliche Pegel vorne/hinten fahren? Ich kann Deine Amp-Konstellation nicht recht deuten.

    Ansonsten mache ich das Geschäft seit Jahren so ähnlich, 3 kurze Richtrohre an der Bühenkante und zwei Stützen im hinteren Bühnenbereich reichen für unsere etwas kleinere Bühne.

    Einen Tipp hätte ich noch: Mich als Zuschauer würde der Mischer mit dem riesigen Laptop-Schirm mitten im Raum stören, besonders wenn es trotzdem zu leise ist. ;)

    -sf-

  • skyworker
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    • 31. Januar 2011 um 17:34
    • #12
    Zitat

    aber in Deiner Situation ist nur der Tisch sinnvoll, mehr erstmal nicht.

    - warum?

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • DanielWilging
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    • 31. Januar 2011 um 17:37
    • #13

    Keine Angst, an der VA war der Laptop zugeklappt.
    Die vorderen Lsp werden mit einer Pt3 betrieben.(steht hinter der Bühne)

    Die hinteren laufen über den Yamaha Powermischer

  • skyworker
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    • 31. Januar 2011 um 17:59
    • #14

    Den Equalizer kannst du weglassen - der machts nicht besser, sondern schlimmer...

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Elevat0r
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    • 31. Januar 2011 um 18:02
    • #15

    Nebenbei eine kurze Frage zur Güte: Warum hast du den Equalizer hinten stehen? Da macht er ja so überhaupt keinen Sinn, außer man kann beim Einstellen hinter der Bühne mal eben kurz ein Ohr in den Saal schmeißen um vorne zu hören was man da schraubt...

    Grundsätzlich: Equalizer IMMER am FoH, dann kann man wesentlich besser die Grundeinstellungen realisieren (man hört wenigstens was man macht) und auch erheblich besser im Notfall reagieren.

    -----------------------------------------------------------

    Um Fragen vorzubeugen: Nein, ich habe nichts mit dem DJ-Versandhandel zu tun! ;)

  • ewok
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    • 31. Januar 2011 um 18:03
    • #16

    Naja, weglassen würd ich den nicht.... zumindest als Lowcut dürfte der taugen.

    1) Boxen weg von der Bühne
    2) Boxen anwinkeln, damit nicht zu viel im Raum angeregt wird, sondern die Leute gezielt beschallt werden. Mit einem K&M 19670 SCHRÄGSTELLER FÜR BOXEN geht das ganz einfach.
    3) EQ ans Pult. Massive EQ-Eingriffe. Unter 100 Hz pauschal ALLES weg. Dann evtl weiter oben die gefährlichsten Koppelfrequenzen finden, obwohl das bei 15 Bändern wenig Sinn macht.
    4) Mit dem Mischpult würde ich das nicht machen ;) Mittel der Wahl ist hier für mich ein Digitalpult, weil da auf jedem Kanal der EQ massiv verbogen werden kann (Alpenpanorama lässt grüßen)
    5) Mehr geht ohne Kohle nicht

    In einem anderen Thread zum selben Thema habe ich schon einmal diese Aufführung hier erwähnt:
    http://www.partyontour.de/index.php?f=galerie&kat=2007_10_27_Theater_Lonnig_Die_Krone_ist_weg/

    Die Boxen stehen so weit hinten, dass sie auf dem letzten Bild nicht einmal mehr zu sehen sind! Die Hallenboxen (Mitte oben) sind nicht verwendet worden. An Mikros habe ich 2 Mikros an der Bühnenvorderkante und eines in der Mitte über dem Thron des Königs.

    Tom

    http://www.partyontour.de

  • tufkamar
    Gast
    • 31. Januar 2011 um 18:45
    • #17

    wenn sich dank Budget am Equipment nichts ändern lässt:

    - Mit den Mikros kann man arbeiten, aber: Mikros alle auf kleinen Stativen an die vordere Bühnenkante. Mit Blumenkästen tarnen, die sorgen auch dafür, dass nicht so viel Müll von "hinten" rein kommt.
    - Pult tauschen. Das Ding mag zwar 1x semi-para in den Mitten haben, das reicht aber nicht. 01V oder ähnliches mit 4-fach-Vollparametrik ist angesagt.
    - guter 31-Bänder in die Summe und PA gut einregeln - nicht nach HiFi-Regeln sondern nach Funktionsprinzip.
    - "PA" höher und gezielt ausrichten.

    ... und dann jemand an's Pult, der das schon mal gemacht hat.

    Wenn man den FOH-ler für "Freundeskurs" bekommt dürfte der Zusatzaufwand für's zuleihen < 50€ sein - 01v kostet so gut wie nichts mehr und den 31er gibt's evtl. "einfach so dazu" - oder man nimmt die Pultinternen EQs in der Summe...

  • bassfaceb
    Beiträge
    1.127
    • 31. Januar 2011 um 19:50
    • #18

    Ich würde es bei "eigentlich 0 Budget" anders angehen

    Ich bin nicht DER Tontech, aber zur Basis fehlt mir weder Pult, noch Vollparametrische EQs, sondern hauptsächlich das delay


    die ersten Reihen muss man ohne Verstärkung hören- ansonsten machen die Darsteller einen schlechten Job

    Ich(als Unqualifizierter) würde die erste Boxenreihe schon 3 Meter in den Raum ziehen- möglichst höher und verzögern

    die 2. reihe dann wieder ein Stück richtung Bühne und auch verzögern - halt so weit wie nötig ;)


    aber eventuell sagt auch jemand kompetentes gleich dass ich müll rede- es wäre zumindest der Ansatz, den ICH ansteuern würde.

    ........................
    Ich habe vor, ewig zu leben. Bis jetzt klappt's.

  • skyworker
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    2
    • 31. Januar 2011 um 19:53
    • #19

    Im Prinzip hast du recht - ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sage ^^.

    Was aber gerne vergessen wird: sobald etwas verstärkt und von Oben wiedergegeben wird, verzerrt sich zwangsläufig das akustische Bild, also die räumliche Ortung. Daher sind "Frontfills" nicht verkehrt, die sollennicht laut sein, dafür aber die Ortung nach unten ziehen. Der psychologische Aspekt ist beachtlich ^^

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Andreas Mohrhard
    Beiträge
    55
    • 31. Januar 2011 um 21:44
    • #20

    Da das Thema gerade passt und wir im Juni vor etwa dem selben Problem stehen werden jedoch mit leicht höherem Budget häng ich mich mal mit hier dran.

    Folgende Ausgangssituation:
    Abiball in einer großen Stadthalle (30x18m), 500 Pax, Bühne 8x10m. Darauf soll unter einem die Theatergruppe der Schule ein paar kurze Sketche (10-20min) vortragen.

    Letztes Jahr haben wir versucht die Gruppe per C1000S als von der Bühnendecke hängend abzunehmen. Der Versuch ist gescheitert - hat quasi direkt nach Einschalten gekoppelt. Dieses Jahr wollen wir das anders lösen. Momentan steht noch nicht ganz fest wie groß die Gruppe sein wird ( bei <= 4 Leuten können wir das vom Budget mit Lavalieren oder Headsets machen). Aber wie würden wir das ganze angehen wenns doch mehr Leute werden? Ich hab jetzt herausgehört das die C1000S dafür wohl nicht die beste Wahl sind (obwohl wir da Zugriff auf 4 Stück haben ohne Miete zu zahlen). Ansonsten ist an Equipment eigentlich alles da was man sich wünschen würde: iLive T112 mit IDR48, 2-4 Shure SLX Strecken, Mikrofone steht noch nicht fest aber sind auf jedenfall eingeplant im Budget. PA technisch ist das ganze auch noch offen da stehen uns noch einige Möglichkeiten offen, was feststeht ist das es eine Front PA und eine Delay Line auf halber Strecke der Halle geben wird.

    Wie würdet ihr denn die Gruppe abnehmen?

    gruss,
    andreas

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