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Vorschläge für Zeltbeschallung

  • ddt
  • 5. Februar 2011 um 20:54
  • ddt
    Beiträge
    2.570
    • 5. Februar 2011 um 20:54
    • #1

    hi,

    vielleicht hat jemand von euch ne gute idee, wie das folgende problem
    am besten gelöst werden könnte:

    es geht um die beschallung eines zeltes mit ca. 14 m durchmesser
    (zirkuszelt). bisher standen verschiedene systeme, aber leider gibt
    es immer wieder probleme mit anwohnern. deswegen suchen wir
    nach einem system bzw. einem aufbau-konzept, das die folgenden
    punkte erfüllen kann:

    1.) sauberer & lauter klang auf dem dancefloor (ich schätze mal so 250-300 pax)
    2.) tiefreichender, aber kein schwammiger sound (musikrichtung ist dnb/breakz/dubstep)
    3.) und das ganze so positioniert, daß a) im zelt auf dem dancefloor druckvoller sound
    vorherrscht und b) nach außen nicht wirklich viel emission ankommt.

    meine idee im moment wäre sowas wie 4X2 tiefabgestimmte 15er oder 4-8X1 schnelle
    und saubere 18er wie oberton 18xb700 als vierpunktbeschallung an den "ecken" der
    tanzfläche und zwei geflogene tops bzw. zwei 15/2er tops plus evtl. zweimal top als
    kleines delay. truss-quadrat wär kein problem zwecks fliegen.

    wichtig wäre wie gesagt ein sauberer druckvoller sound auf dem floor, geringe emission
    nach außen (deswegen keine hornstacks wie früher a la dynacord wave) und möglichst
    wenig überschneidung des sounds der main-pa mit dem sound des monitorings auf der bühne,
    und die essentiellen 40hz sollen schon noch fühlbar rüberkommen.

    bin für vorschläge aller art offen.

    thx & grüße

    ddt

    mfg

    andreas

  • blade11
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    2.292
    • 5. Februar 2011 um 21:41
    • #2

    Also 4 Punkt ist hier das beste Mittel...was Anderes geht nicht. Ich würde aber auch die Tops 4 Punkt anordnen. Bei den Bässen kannst du evtl. über eine eingestellte Phasenverschiebung was erreichen. Wenn du die so stellen kannst, dass der eine Sub den anderen gegenüber nach hinten auslöscht, kannste das Maximum rausholen.
    Die Bässe sollte weicher aufgehangen sein. So haste auf der Tanze viel Bass, der aber kaum bis in die Wohnungen der Nachbarn dringt. Ein Zelt wird aber nie wirklich leise, wenn man guten, druckvollen Sound haben will. Physik lässt sich da nicht verbiegen!

    LG

    http://hoch-zeit-dj.de/

    http://www.dee-age.com

  • Heini
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    • 5. Februar 2011 um 22:16
    • #3

    ich würde die bässe nachm cardioid system aufbauen. am besten 3 oder 4 reihen von bässen aufstellen. topteile würd ich was in richtung 12zoll nehmen und dann 4 punkt in die traversenecken.

  • skyworker
    Profi
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    • 5. Februar 2011 um 23:05
    • #4

    N´ Abend - ich würde mir das praktisch abschminken...

    250 - 300 Tanzende? Also gehen wir mal von 10 x 10 Metern Tanzfläche aus, wahrscheinlich ehr kleiner. Dafür braucht man noch kein Delay. 4-Punkt ist ehr suboptimal, nich tnur hier, sondern grundsätzlich. Diese Variante produziert zu viel Phasenprobleme, hat aber angeblich (glaubt man den Elektrojüngern) etwas mit dem Timing zu tun. Na dann - bei 10 x 10 Metern nicht wirklich ein Argument. Die Mär, dass der "Sound so auf dem Floor bleibt" ist eine Mär, nicht mehr, nicht weniger.

    Zitat

    Wenn du die so stellen kannst, dass der eine Sub den anderen gegenüber nach hinten auslöscht

    wenn du das schaffst, sehen wir dich noch in diesem Jahr in Stockholm.

    Musik ist nichts anderes als die Ausbreitung von Wellen, ganz egal, ob die angeblich schnell, langsam, hart oder weich sind. Das Medium zur Übertragung ist Luft - es dürfte also sehr schwer sein, an den Randbedingungen etwas zu ändern. Daher muss man mit dem leben, was Fakt ist. Gibt es Auflagen von Seiten der Behörden? LIschG oder so? Dann haltet euch dran oder sucht einen alternativen Standort. Das kann auch helfen wenn - wie so oft - nicht nur das Bumm Bumm, sondern auch das Wräng Wräng der an- und abfahrenden Besucher das Problem ist. Aufstellungsvarianten der PA helfen auf keinen Fall weiter - da das Zelt kaum nennenswerte Dämpfung aufweist, dürfte das ähnlich wie Open Air zu behandeln sein.


    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Telly
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    • 6. Februar 2011 um 01:19
    • #5

    Die Frage ist auch, wo die Anwohner sitzen. Bei 360° um das Zelt kannst du wenig machen - bei einem Dorf, 500 m entfernt würden mir da schon einige Möglichkeiten einfallen. Erzähl doch mal, wie das Gelände so aussieht.

  • Bernd Masu
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    • 6. Februar 2011 um 10:02
    • #6

    Wir hatten vor 6 Jahren ein Zirkuszelt mit PA, Diesel-Generator, etc. - aber außerhalb der Ortschaft.
    Die Tanzfläche etc. aus vielen Euro-Paletten + Bodenbelag.
    Die PA klang nicht besonders = stand links und rechts vom DJ-Pult = frontal zur Tanzfläche.
    Die Jungs hatten m.E. wenig Erfahrung. Und mein Job war es nicht.

    Vorschlag: Wenn Holzboden o.ä. = schwingend, dann einen Sub auf den Boden legen = Schallrichtung auf den Boden - und ausprobieren ?

    Als Beethoven immer schlechter hörte, hätte er sich aufs Klavier (Flügel) gelegt, um seine Musik zu fühlen. Also Klavier = Holzboden ?

    "Lärm"-aber meinen Fans gefällts :grin:

  • DJheini
    Moderator
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    • 6. Februar 2011 um 10:12
    • #7

    Kann mich Skyworker nur anschliessen, Zelt ist mit das schlimmste was Beschallung angeht.
    Wenn ich da nur an unser Schützenfest denke, PA der Live Band bestehend aus 2 x PS15 +
    2 x passender Bass von Nexo und das hört man so weit und dieser eher mickrige Bass
    wummert noch nach 500m Entfernung. Und dann so eine richtige Party mit 200 Leuten,
    da ist Zoff mit den Anliegern (verständlicherweise) vorprogrammiert.

    Vielleicht findet ihr ja einen Bauern der euch einen hohen Wall aus Strohbunden oder
    Rundballen um das Zelt baut, als quasi Schallschutz. Aber ob das Ordnungsamt bzgl.
    Brandschutz da mitspielt, glaube ich eher weniger.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • Mechwerkandi
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    • 6. Februar 2011 um 11:27
    • #8

    Die Zeltplane ist für einen Bass ungefähr so durchlässig wie ein Nudelsieb.
    Egal, wie du die Lautsprecher da hinstellst, hast du mit deinem Zelt einen Effekt, als wenns da gar nicht wäre.

    Offensichtlich hat es da ja auch schon Stress mit den Anwohnern gehabt, dann ist es ohnehin völlig schnurzz, und wenn da nur einer zur Zither Alpen-Shanties trällert.
    Ergo: Finger weg.

  • ddt
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    • 6. Februar 2011 um 11:35
    • #9

    danke für die ganzen posts

    ja ich weiß, das wird schwierig. und es sind nicht nur 200 leute, sondern eher 4000
    auf insgesamt vier areas. wir müssen da irgendwie die emissionen etwas reduzieren.
    wichtig wären da v.a. angepaßte pa-systeme. letztes jahr hing z.b. für eine bühne für
    so 500-1000 leute ein line-array. das hat man natürlich ewig weit gehört. oder jahre
    vorher riesen stacks dynacord wave. da hätte das material von der hauptbühne für
    alle areas gereicht...

    bei mir gehts nur um die eine area mit dnb, jungle, breakz & dubstep. im moment
    versuchen wir da ein konzept zu entwickeln, um a) besseren sound und b) weniger
    schallprobleme zu haben. deswegen die idee, von den hornsystemen wegzugehen.

    wobei ich skeptisch bin, ob das so klappt. wobei da schon noch etwas gehen sollte.
    die techno-area letztes jahr z.b. war so laut, daß zweihundert meter weiter im zelt
    die matratze gewackelt hat.

    mfg

    andreas

  • Telly
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    • 6. Februar 2011 um 12:57
    • #10

    Also wenn das da ist, wo ich denke, habt ihr nach nordwest einen sehr breiten, einige km langen, anwohnerfreien Korritor. Richtung südost, sitzen euch nach ca 200 m die Anwohner auf der Pelle.
    Mit cardioiden Subs bei allen Buhnen könnte man also durchaus was reisen.
    Für das Zelt solltet ihr euch von der Vierpunktidee verabschieden. Besser klassische Zweipunktbeschallung, die Abstrahlachse Richtung freies Feld wählen und auf ein gerichtet wirkendes Subsetup setzen.

  • skyworker
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    • 6. Februar 2011 um 13:43
    • #11

    So so, Oberfranken und das Bayreuther Land werden jetzt also mit Techno verseucht... meine arme, alte Heimat... Wo passierts denn nun? Scheinbar wissen einige hier mehr als andere, selbst die Topographie scheint bekannt.

    Ihr habt das Grundproblem bereits erkannt: ihr seid zu laut! So einfach ist das - und so einfach auch die Lösung: Pegel runter. Alternativ: Location wechseln. Beides wird aber nicht gerne gehört.

    Es bringt genau nichts, irgendwelche wilden Setups zu erdenken, denn Schall breitet sich nun mal aus, wie es alle Wellen tun. Auch eine bestimmte Wurfrichtung ist da nur bedingt hilfreich, Cardio-Setups geben eben nur bis zu einer gewissen Entfernung gerichtet wieder. Auch wenns keiner wahr haben will - es ist so.

    Wenns euch tröstet - ihr seid mit dem Problem nicht alleine, es gibt immer mehr große, etablierte Veranstaltungen, die ohne funktionierendes Lärmkonzept keine Genehmigung mehr bekommen. Ein Stück weit kann ich das sogar nachvollziehen - je nach Situation.

    Best

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • ddt
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    • 7. Februar 2011 um 09:07
    • #12

    Telly: da liegst du gar net so verkehrt...

    skyworker: mit techno hab ich nix am hut :)

    mfg

    andreas

  • skyworker
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    • 7. Februar 2011 um 10:48
    • #13

    Für alte Leute wie mich ist das alles Techno - so wie für die Jugend von Heute alles andere Metal ist ^^

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • treibsand
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    • 7. Februar 2011 um 15:22
    • #14

    Oeh - welche der 24.985 Arten von Metall denn?
    Ich hab gerade meine *Karte* verlegt...

    btt:
    Weniger ist mehr.
    Ist ziemlich egal, wie/womit du bschallst. Entweder du limitierst knallhart und das Publikum nörgelt deswegen, oder du erfreust die Meute und verärgerst den Nachbarn. Wenn es schon Probleme gab, wird es immer wieder welche geben - weil die Nachbarschaft jetzt ja schon vorgewarnt ist.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Mechwerkandi
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    • 7. Februar 2011 um 17:27
    • #15
    Zitat von "ddt"


    die techno-area letztes jahr z.b. war so laut, daß zweihundert meter weiter im zelt
    die matratze gewackelt hat.


    Auf die Idee, das der Auslöser dieser Matratzen-Amplituden in den musikalischen Inhalten zu suchen sein, kann auch nur ein Tekkno-Jünger kommen... :grin:

  • Bernd Masu
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    • 7. Februar 2011 um 19:22
    • #16

    Entweder Standortwechsel - oder Musikwechsel ?
    So ein gepflegtes Kammerorchester mit Geige, Cello, Cembalo etc. dürfte dann weder die Matratzen, noch die Nerven der Anwohner zum wackeln bringen ? :grin:

    Hier gibt es immer wieder VAs mit vier Floors o.ä. - Von House bis Hardcore.
    In einem Sportzentrum mit mehreren Turnhallen. An einer Tag + Nacht belebten Verkehrsstraße in der Innenstadt.
    Von außen hört man fast gar nichts von der Musik. Und die ankommenden/abfahrenden Gäste (ca. 5000) fallen auch nicht auf.
    Interessant: Relativ wenig Glasflächen in den Hallen. Meist nur als Oberlicht.
    War schon mehrmals als Gast dort (Ich hab Eintritt frei weil Ü30 :grin: ) - Basel (CH), St. Jakob-Halle
    http://www.sonic.ch/

    "Lärm"-aber meinen Fans gefällts :grin:

  • ddt
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    • 7. Februar 2011 um 21:25
    • #17
    Zitat von "Mechwerkandi"


    Auf die Idee, das der Auslöser dieser Matratzen-Amplituden in den musikalischen Inhalten zu suchen sein, kann auch nur ein Tekkno-Jünger kommen... :grin:

    ich nix techno, ganz im gegenteil. ich infiltriere das gesamte festival seit stunde null
    mit styles abseits vom 4/4-gestampfe, hehe!

    mfg

    andreas

  • Heini
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    • 7. Februar 2011 um 21:31
    • #18
    Zitat von "treibsand"


    Weniger ist mehr.


    jein :D viel hilft viel zusammen mit weniger ist mehr! soll heißen du bruachst viele bässe die du allerdings nicht voll aufreißt.

    versuch die bühne so zu stellen, das du mitm "rücken" zu den einwohnern stehst.

    unter der bühne verteilst du 3 reihen mit mindestens 1 meter, besser 1,5meter abstand zueinander und je 4 oder 6 bässen nebeneinander bzw mit leichter zahnlücke so das du ne maximale richtwirkung bekommst. jede reihe bässe bekommt nen eigenen kanal am controller, auf den du dann nen delay legst. je größer der abstand der reihen und je länger das delay, desto tiefere frequenzen löscht du nach hinten hin aus.
    genaue delayzeiten am besten mit mapp online von Meyersound simulieren.

    edit:
    hab grad mal etwas rumgespielt und evtl. ists ja das, was du suchst...

    abstand zwischen den lines ist 1,5meter von membran zu membran, delay 4ms bzw. 8ms und die erste reihe ist um -3dB leiser als die anderen. so hast ne gute auslöschung nach hinten. allerdings würd ich die bässe nur von 35 bis 80Hz einsetzen, nicht höher...

    Einmal editiert, zuletzt von Heini (7. Februar 2011 um 22:39)

  • skyworker
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    • 7. Februar 2011 um 22:38
    • #19

    So viel zur Theorie... und in welcher Entfernung zum Zelt löst sich die Richtwirkung deiner endfired Zahnlücke wieder auf? Ein gerichtetes Bassarray ist kein Hexenwerk, aber bitte nicht als Allheilmittel verstehen. Es sind und bleiben Wellen mit vergleichsweise hoher Wellenlänge... und ein Controllerweg pro Reihe wird unbefriedigende Ergebnisse bringen.

    Nochwas: "nen" ist das armdeutsche Kürzel für "einen" - ich finde, das könnte man sich mal merken, oder?

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Heini
    Beiträge
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    • 7. Februar 2011 um 22:43
    • #20

    @ sky: meinst du jetzt z.b. das der pegel nahezu gleich 300meter vor und 300meter hinter der bühne ist?

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