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TA 2400 linker Kanal "Fault-LED"

  • timo blösser
  • 12. Dezember 2011 um 14:35
  • timo blösser
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    931
    • 12. Dezember 2011 um 14:35
    • #1

    Hallo zusammen,

    bei meiner TA 2400, zweite Serie, orange Schrift hat sich bei der letzten Veranstaltung völlig unspektakulär und fast unbemerkt anscheinend ein Defekt einngeschlichen...
    Als ich während der Veranstaltung wieder einmal routinemäßig auf die Endstufe guckte, fiel mir auf, dass am linken Kanal die "Fault LED" leuchtet und dieser Kanall stumm ist.

    An der Endstufe hingen nur auf jedem Kanal 1 Single LBPA Sub. Da es sich bei der Veranstaltung um ein "Seniorenfest" in einem kleinen Festsaal einer Gaststätte handelte, die Bässe also ohnehin fast nicht gebraucht wurden, fiel es wie gesagt zuerst garnicht auf, dass sich 1 Kanal verabschiedete. Kein Krachen, kein Qualm, es stinkt nix... völlig unspektakulär, die Stufe lief dann auch den Rest der VA mit beiden Subs an einem Kanal problemlos weiter.

    So zeigt sich das Fehlerbild nach dem Einschalten:

    -Rechter Kanal läuft weiter einwandfrei.
    -linker Kanal bleibt nach einschalten im "Fault" Modus, Relais schaltet nicht frei.
    -Wenn ein Signal anliegt, zeigen BEIDE Kanäle dies über die LED kette einwandfrei an, linker Kanal trotzdem stumm (und Fault LED weiterhin an)
    -Im Inneren der Endstufe sitzt jeweils ganz vorne an den Kanalplatinen eine grüne Led, welche leuchtet, sobald das Relais den Kanal geschaltet hat, diese bleibt beim defekten Kanal ebenfalls dunkel.
    -Rein optisch sieht im Inneren auch alles völlig normal aus, nix aufgebläht, ausgelaufen, verschmort, es stinkt nichts und wird nichts heiß.

    Habt ihr eine Idee, was defekt sein könnte? Aufgrund des unspektakulären Auftretens bei so geringem, gefordertem Pegal, gehe ich davon aus, dass es nur eine Kleinigkeit sein kann, oder? Ist es möglich, dass das Relais vom linken Kanal einfach einen Hau weg hat und nichtmehr schaltet?


    Danke schonmal,
    Timo

  • mike j.
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    • 12. Dezember 2011 um 21:59
    • #2

    Die LEDs zeigen wohl das Steuersignal des Relais an.

    Wie in allen Threads wos um das geht: Keine Ahnung? Besser Finger davon lassen. Ansonnsten: einmal alle 4 Betriebsspannungen des Kanalzuges checken (vergleich mit dem funktioneirenden Kanal hilft). Eventuell die Spannung am Ausgang VOR dem Relais messen. Wahrscheinlich fehlt eine Betriebsspannung und dadurch hast einen Offset am Ausgang und wie bekannt hat der Amp einen DC Schutz.

  • timo blösser
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    • 13. Dezember 2011 um 12:00
    • #3

    Hmmpff, also Elektrotechnik hab ich weder gelernt, noch studiert, wenn ich sich auf das Auslöten irgendwelcher Bauteile beschränkt, oder ihr mir sagt, was ich genau wo messen soll, kriege ich das noch hin, ansonsten muss ich "der Gerät" wohl lieber einschicken oder mal wegbringen!

    Schade, ich dachte es wäre vielleicht nur eine leicht zu behebende Kleinigkeit!

    Gruß
    Timo

  • mike j.
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    • 13. Dezember 2011 um 15:54
    • #4

    Miss die Sicherungen auf der mittleren Platine alle nach, zu der auch die ganzen Kabel vom Trafo führen und die Elkos drauf sitzen. Mehr kannst du als Laie nicht tun. Den Amp dabei unbedingt ausstecken davor!

  • timo blösser
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    • 13. Dezember 2011 um 16:25
    • #5

    Die habe ich schon kontrolliert, sind leider alle in Ordnung! :(

    Ist es normal, dass die Spannungen von rechtem/ linken Kanal teilweise genau "verdreht" sind?
    Also +127 Volt und auf der anderen Seite -127V auf gleicher Position?

    Klick:

  • mike j.
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    • 13. Dezember 2011 um 16:36
    • #6

    Das ist normal und die Spannungen werden sich während dem Betrieb nicht verdrehen :-). Sind die anderen Spannungen auch auf beiden Seiten vorhanden? Sprich gegen Masse solltest du an jedem Endstufenblocl -127 / +127 / +63V und -63V messen. Den funktionierenden Block musst nicht messen, er funzt ja.

    Fehlt hier eine Spannung oder ist eine Doppelt vorhanden haben wir den Übeltäter gefunden.

    An den Endstufenmodulen sind auch noch Sicherungen, auch diese auf Durchgang testen. Dann miss an beiden Endstufenblöcken die Spannung gegen Masse an der kleinen Luftspule in der Nähe der Kanalrelais. Vorsicht: dabei muss die Endstufe eingeschaltet sein und die Spule selbst ist zwar Kupferfarbig ist aber mit Kupferlackdraht überzogen. Die Spannung sollte sehr nahe 0V sein. Zu erwarten sind hier im normalbetrieb irgendwas zwischen -0,2V und +0,2V. Alles andere bedeutet DC Offset und somit ist ein defekt des Netzteiles oder der Class H Umschaltung zu vermuten.

  • timo blösser
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    • 13. Dezember 2011 um 16:55
    • #7

    Aaalso :)

    Die Spannungen sind alle 4 vorhanden, genau so wie du gesagt hast! Es sind noch 2 andere Anschlüsse pro Block vorhanden (die 2 ganz vorne je Kanal), da ist aber 0V drauf, sowohl am defekten als auch beim intakten Block.

    Die Luftspule zeigt bei beiden Kanälen 0,01 Volt

    Edit: Ich habe noch diesen "Thermoschalter" jeweils durchgemessen: Bei ausgeschalteter Stufe hat der beim defekten Kanal keinen Durchgang, beim intakten Kanal schon. Überbrücke ich den Schalter an der defekten Seite, hat das nur zur Folge, dass der Lüfter schneller läuft.
    Wenn ich im Betrieb beide Pole des Schalters gegen Masse messe, haben die am intakten Kanal beide 0 Volt, am defekten 0 und 10,7 Volt

  • DJ-JAJA
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    • 13. Dezember 2011 um 17:30
    • #8

    Meinst Du mit Schalter den vorher beschriebenen Termoschalter?
    Wenn ja deutet das darauf hin, dass der Protect an ist, weil die Schaltung die Info bekommt es sei etwas Überhitzt.

    Ich habe das nicht mehr genau im Kopf, aber war da nicht ein PTC am Kühlblech? Einfach nur so mit Wärmeleitpaste draufgenudelt? Könnte der evtl durch sein?

    Frauen denken analog; Männer digital!
    (Loriot)
    _____________________________________
    http://www.youtube.com/watch?v=uVMcMW2Jovs
    OHNE BÜROKRATENABBAU -
    KEIN BÜROKRATIEABBAU!!!

  • timo blösser
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    • 13. Dezember 2011 um 17:43
    • #9

    Jo, mein ganzer "edit" bezieht sich auf den Thermoschalter!
    Siehe Bild, den sieht man direkt ganz oben auf dem langen Alu Kühlkörper oben links!

    Ja, aber müsste es dann nicht funktionieren, wenn ich den überbrücke, oder??
    Ein PTC kann ich nur auf dem anderen Kanalkühlkörper (rechter Kanal) erkennen.

    hab das Bild nochmal mit Beschriftungen aktualisiert:

  • DJ-JAJA
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    • 13. Dezember 2011 um 18:27
    • #10

    ok der Schalter ist der Temperaturbegrenzer.

    Den kann man bei den meisten Modellen manuell reseten. dazu muss man i.d.R. auf nen Knopf dazwischen drücken.
    Was misst Du, wenn du den absteckst.
    Er sollte unterbrochen sein, wenn er ausgelöst hat.
    Das würde bedeuten der Amp wurde sauheiß auf der linken Seite wurde. Die Frage bleibt "Warum". Könnte der Lüfter links blockiert worden sein, oder nicht genügend luft bekommen haben?

    Was macht der Lüfter?
    Du schriebst er drehte sich schneller.
    OK. Wann? Hattest Du den Amp hochgefahren und dann überbrückt, oder anderst herum?

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  • mike j.
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    • 13. Dezember 2011 um 21:15
    • #11

    Die beiden Ampmodule sind gleich aufgebaut, das heißt das was du beim linken oben siehst ist beim anderen unten und umgekehrt. Lass mir eine Mail an technik[at]audiowerk.at zukommen, dann hab ich was hilfreiches für dich. Mit einem Schaltplan geht so einigen einfacher :wink:

  • timo blösser
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    • 14. Dezember 2011 um 14:42
    • #12
    Zitat von "DJ-JAJA"

    ok der Schalter ist der Temperaturbegrenzer.

    Den kann man bei den meisten Modellen manuell reseten. dazu muss man i.d.R. auf nen Knopf dazwischen drücken.
    Was misst Du, wenn du den absteckst.
    Er sollte unterbrochen sein, wenn er ausgelöst hat.
    Das würde bedeuten der Amp wurde sauheiß auf der linken Seite wurde. Die Frage bleibt "Warum". Könnte der Lüfter links blockiert worden sein, oder nicht genügend luft bekommen haben?

    Was macht der Lüfter?
    Du schriebst er drehte sich schneller.
    OK. Wann? Hattest Du den Amp hochgefahren und dann überbrückt, oder anderst herum?

    Nee, beide Lüfter laufen ganz normal, sobald ich den Schalter überbrücke (egal ob vor oder nach dem hochfahren), dreht der sich schneller (auf höchster stufe)

    Nein, Lüfter blockiert, oder keine Luft kann ich ausschließen, wie gesagt, das war eine Art von VA, da hätte man die Lüfter auch weglassen können, die Amp "säuselte" die ganze VA nur vor sich hin, da kann nix heiß geworden sein.

    Hmm... resetten? Draufdrücken? Kann ich mal probieren, aber ich glaube da tut sich nix! Im eingeschalteten Zustand hat der ja auch Durchgang, nur es liegt eben eine andere Spannung an (10 Volt mehr) als bei dem intakten Kanal, was das zu bedeuten hat... keine Ahnung!

    @ Mike... Ja, mach ich sofort!! :)

  • mike j.
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    • 14. Dezember 2011 um 16:23
    • #13

    Ein Amp wird nicht bei Vollgas heiß sondern bei 2/3 oder sowas, wo halt Strom und Spannungsabfall am Amp am maximalsten sind.

    Geh den 10V nach, die sind ein heißer Tipp! Vielleicht zeichnest den Punkt am Foto ein wo du die 10V hast, dann kann ich viell. helfen (hab so ein Modul noch wo rumliegen)

  • timo blösser
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    • 14. Dezember 2011 um 17:00
    • #14

    Hmm, okay!!
    Also hab das mit den 10 Volt noch eingezeichnet!

    Festgestellt hab ich noch, dass der Schalter am defekten Kanal wie gesagt im uneingeschalteten Betrieb garnicht und im Betrieb nur in 1 Richtung Durchgang hat! Der am intakten Kanal hat immer Durchgang, ob eingeschaltet oder nicht und in beide Richtungen!

  • timo blösser
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    • 14. Dezember 2011 um 23:08
    • #15

    Okay... das mit dem Temparaturschalter hat sich wohl auch erledigt:

    Ich wusste nicht, dass es pro Block 2 von den Dingern gibt, die aufgrund der gegenüberliegenden Bauweise aber oben/unter dem Block genau diagonal vertauscht sind.
    Bei dem intakten Block liegen also am "versteckten" Schalter untendrunter ebenfalls 10 Volt an, das scheint also kein Fehler zu sein! :(

    Die PTC's hab ich nun auch beide gefunden, scheinen auch in Ordnung zu sein!

    Was kann ich noch tun?? :)

  • mike j.
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    • 16. Dezember 2011 um 15:41
    • #16
    Zitat

    Die beiden Ampmodule sind gleich aufgebaut, das heißt das was du beim linken oben siehst ist beim anderen unten und umgekehrt.

    :grin:

    Das Relais wird von der Front aus gesteuert (also da wo die LEDs drauf sind). Geh dem mal nach und finde das schaltende Element dazu, dann kommen wir hier weiter. Mach vergleichsmessungen am Fault Bus.

    Aber bevor man das tut: Wurden die Endstufentransistoren schon auf Kurzschlüsse überprüft?

  • timo blösser
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    • 16. Dezember 2011 um 15:43
    • #17

    Hey,

    Ich habe jetzt auch mal die Limiterplatine ausgebaut und untersucht... da ist ja im Prinzip nicht viel drauf, was kaputt gehen kann, das was ich messen konnte, scheint auch in Ordnung zu sein.
    Allerdings kommen an den beiden langen Steckern oben schon unterschiedliche Spannungen an!
    Rechts ist immernoch der intakte Kanal, links der defekte! Habe die Spannungen mal im Bild eingezeichnet!

  • Mechwerkandi
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    • 16. Dezember 2011 um 15:59
    • #18

    Was, oder besser: Mit was hast Du da was gemessen?

  • mike j.
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    • 16. Dezember 2011 um 16:19
    • #19

    Bei den Leitungen, die du da gemessen hast (insbesondere die schwarzen): Miss die gegen Masse, die haben was mit der Versorgung des Relais zu tun.

  • Jürgen Klingel
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    • 16. Dezember 2011 um 16:45
    • #20

    Bah...sind die Bauteile auf die Platine gepfuscht, "Kraut & Rüben" - unser Ausbildungsmeister hätte uns dafür die Hölle heiß gemacht :grin:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

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