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Reperatur T.AMP TA 2400

  • Florian Siegel
  • 23. Juni 2012 um 16:37
  • Florian Siegel
    Beiträge
    379
    • 23. Juni 2012 um 16:37
    • #1

    Hallo,

    nun hat es mich auf einer Feier leider auch erwischt. Mein Ta2400 (alte Serie) hat die Grätsche gemacht und mich verlassen.
    Lief seit etwa 3 Stunden auf 90% mit zwei Kappalite3015 dran. Die Stufe war allerdings nicht am clippen. Dann kam ein Lied, was sehr komprimiert war, also von sich aus schon sehr laut gespeichter ist. Ich gehe mal davon aus, dass die Endstufe die steilen Flanken nicht mochte. Erst ging eine Seite aus, wenige Sekunden später in Protect. Lautstärke sofort runtergezogen, einige Sekunden später ging die andere Seite jedoch auch aus. Wiederum etwas später knallte ein Elko. Hab die Stufe denn auch aus gemacht... :(
    Kurz gesagt: Einer der Elkos ist mindestens hin und hat gesprüht. Bin grade dabei alles sauber zu machen und weitere Defekte auszumachen, was bisher gut aussieht.

    Nun zur Frage: Gibt es Bauteile, die man bei der Gelegenheit prüfen sollte? Die Brückengleichrichter auf der Platine werde ich testen und die Elkos auch. Gibt es noch weitere Bauteile die bei der Gelegenheit geprüft werden sollten? Oszi mit Komponententester, Labornetzteile, Multimeter etc ist alles vorhanden.
    Ich hoffe ja insgeheim, dass die Endstufe noch zu retten ist... :?

  • mike j.
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    1
    Beiträge
    2.924
    • 24. Juni 2012 um 09:20
    • #2

    Schau welcher Elko da das Feuerwerk eröffnet hat. Sollte der im Bereich des Netzteiles liegen gibts 2 Möglichkeiten: 1. Elko defekt => unsymmetrische Betriebsspannung und dann gingen halt die ENdstufen in Protect, oder 2. Überspannung, so hats zuerst die beiden Endstufen zerfetzt (Protect) und dann den 1. Elko (weitere wären gefolgt) =>eher Totalschaden.

  • Online
    Jürgen Klingel
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    Beiträge
    4.860
    • 24. Juni 2012 um 12:16
    • #3

    Klemm die Endstufenblöcke ab, nimm das Netzteil mit repariertem Elko in Betrieb messe die Betriebsspannung. Belaste die spannungen mit Widerstand in Größenordnung von einigen Ampères, schau die Spannung auf dem Oszilloskop an. Sie darf nicht nennenswert "wellig" werden.
    Fehlt eine Halbwelle ist der Gleichrichter hin, ersetze die Elkos gegen 105°C-Typen und wenn möglich mit mehr Spannungsfestigkeit - der verreckt dann nicht mehr. Wie sind die Gleichrichter der T-Amps eingebaut? Ohne Kühlkörper, oder nur auf Gehäuseblech? Dann würde ich sie zumindest nochmal auf korrekte Montage checken (abgeschliffenes Blech, Wärmeleitpaste benutzt) oder gleich auf einen Kühlkörper montieren. Mir ist auch schon mal an einem Amp ein GR hochgegangen, wegen Dauer-Überhitzung - war nur schlampig auf´s Gehäuseblech montiert...

    Dann klemme die Endstufenblöcke nacheinander an, zwischen die Railspannungsanschlüsse einen fetten Leistungswiderstand mit ca. 50 Ohm als Strombegrenzung, falls in der Endstufe was zerschossen ist. Wenn es End-Transistoren gekostet hat fällt spätestens jetzt fast die gesamte Railspannung an dem Leistungs-R ab und du weißt, in welchem Block du suchen musst.

    Es könnte eine Materialschlacht geben, die Schutzschaltungen sind glaube ich bei der Serie nicht unbedingt eine "rundum-sorglos"-Versicherung.

    Gruß, Jürgen :wink:

    P.S.: Ach so, wenn sich ein Elko ausgekotzt hat, ist sein Umfeld mit leitfähigem, ätzendem Elektrolyt kontaminiert, die Soße muss gründlichst entfernt werden. Du hast sonst Kriechströme und wirst des Lebens nicht mehr froh und die Bauteile werden angegriffen :x

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Florian Siegel
    Beiträge
    379
    • 25. Juni 2012 um 09:11
    • #4

    Danke für die beiden Antworten.

    Es ist wohl so, dass mindestens einer der acht großen Elkos hinter den Gleichrichtern kaputt ist. Die Gleichrichter sind soweit ok. (Sind übrigens mit Wärmeleitpaste auf das Gehäuse der Endstufe geschraubt.
    Elkos werde ich noch alle prüfen, ausgelötet sind sie bereits.

    Deine Vorgehensweise hört sich gut an Jürgen. Die Elkos scheinen wirklich etwas unterdimensioniert. 80V, 85°... Naja, China halt...

    Die Endtransistoren sollten sich im ausgelöteten Zustand mit nem Komponententester prüfen lassen? Würde ich in dem Fall eher machen als try & error.

    Ich bin ja schon überglücklich, das meine beiden kappalite's dahinter nicht abbekommen haben...

  • audio-pip
    Beiträge
    1.412
    • 28. Juni 2012 um 13:48
    • #5

    nur zur Ergänzung: wenn du die Endtransitoren eh auslötest, kannst du die Blöcke auch ohne anklemmen, da ist die Gefahr das was hoch geht wesentlich geringer und du kannst da den Sinus an der Treiberstufe abgreifen und prüfen ob das "sauber" ist.

  • Florian Siegel
    Beiträge
    379
    • 9. Juli 2012 um 13:05
    • #6

    Danke für die Tips.
    Es scheint so, als ob tatsächlich nur der Elko kaputt gegangen war.

    Habe die Blöcke durchgemessen, den Elko-Schmodder entfernt und mit Elektronikwäsche ordentlich gereinigt.
    Transen einmal geprüft, Elkos geprüft und den einen erneuert, ein paar Kabel neu isoliert und verbranntes entfernt und alles wieder zusamengebaut. Bislang nur auf Zimmerlautstärke geprüft, macht aber alles einen guten Eindruck. Ausgiebiger Test folgt dann noch in Kürze. Bin aber erstmal guter Dinge, dass das gute Stück wieder funktioniert...

  • Florian Siegel
    Beiträge
    379
    • 18. Oktober 2012 um 09:30
    • #7

    Nachdem ich die Endstufe wieder ein paar Stündchen in Betrieb hatte, knallte es wieder...
    Wieder Elko kaputt.
    Fehleranalyse: Auf der Netzteilplatine ist ein Elko ausgelaufen und hat zwischen den 2 Kontakten (die zugegeben echt nah bei einander liegen) durchs Elektrolyt einen Kurzschluss verursacht. Dadurch hat sich der Elko bei entsprechender Spannung entladen und anschließend wieder geladen. Dadurch entstand ein ca. 50Hz-Feuerwerk mit Abschlussknall, als es dem Elko zu bunt wurd...
    Elko ist wieder getauscht, Platine repariert, Endstufe gereinigt. Beim Einschalten gehen beide Kanäle in Betrieb, nach ca 30s fängt jedoch links die Clip-LED an zu flackern und dann dauerhaft an zu leuchten. Protect ist aus. Signal-LED leuchtet die untere auch (alles jedoch ohne Lautsprecher und ohne Eingangssignal).
    Wenn man gleich zu Beginn ein Signal ganz leise auf den Kanal gibt, klingt das unglaublich verzerrt. Clip blinkt dann. Signal LEDs jedoch nicht da drunter.

    Ein Tausch der Endstufenblöcke von rechts nach links lässt den Fehler mitwandern. Liegt also nicht am Netzteil. Die Endtransistoren sind ok. Kann ein defekter FET IRF... so ein verhalten auslösen? Oder hat jemand eine andere Idee?

  • mike j.
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    2.924
    • 18. Oktober 2012 um 15:45
    • #8

    Die IRFs sind nur für die Class H Umschaltung - sprich die Betriebsspannung der Endstufe ist 2 Teilig. Irgendwas um +- 40V und +-80V. Die FETs schalten, sofern vom Signal gebraucht die 80V anstelle der 40V auf die Rails der Endstufe. Beim leisen hören sind die Dinger normal ausgeschaltet (Gate auf LOW), da hier die +-40V definitiv ausreichen.

    Oszi an den Ausgang und schauen, wie ein Sinussignal (das am Eingang anliegt :) ) dann ausschaut. Wenn es zerrt ist der Sinus dann auch nicht sauber...

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