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  4. Lichttechnik & Effekte

Frage zur Leistung und Helligkeit bei LED-Geräten

  • heelium
  • 14. November 2013 um 16:50
  • heelium
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    • 14. November 2013 um 16:50
    • #1

    Liebes Forum,

    ich hätte mal eine Frage an die schlauen Köpfe von Euch.

    Auf dem Markt finden sich unzählige LED-Washer, Strahler, Movingheads etc.

    Die einen haben Multichip-LEDs die anderen 3-5 einzelne LEDs für die Farben.

    Wie sieht es denn tatsächlich mit dem Helligkeitsverhätlnis zur Leistung aus? Die Daten sind ja wie immer sehr verschieden angegeben oder gemessen. Abstand, Strahlungswinkel, Farbe....

    Konkrekte Frage: Kann ich bei einem professionellen LED-Strahler damit rechnen, dass bei selber Leistung, selber Anzahl LEDs, etc. mehr Licht/Helligkeit rauskommt als bei den ganzen BilligDingern?

    Es werden sich sicher viele fragen, warum man z.B. für einen GLP Volkslicht 60 mit 60x3W RGB, mehr ausgeben sollte also für einen anderen z.B. mit 19x10W Multichip.

    Oder liegt der Preisunterschied wirklich nur in besserer Verarbeitung, wertigerem DMX-Verhalten, geringerer Störanfälligkeit....?

    Freue mich auf Eure Antworten.

    Die letzten Worte des Elektrikers:" Was ist das denn für ein Kabel?" Danach war er gut geerdet!

  • studi
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    • 14. November 2013 um 23:23
    • #2

    Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass die sogenannten Markenhersteller eine Qualitätsprüfung durchführen, um sicherzustellen, immer die gleiche Qualität zu liefern. Was mir schon des öfteren bei den Billig-LEDs aufgefallen ist, sind unterschiedliche Farbtöne, schlechte Haltbarkeit, schlechtere Lichtausbeute. Fall vorhanden, sind zudem die Optiken in preiswerten Sachen meist nicht so hochwertig, so dass dort ein Teil vom Licht vergeudet wird.
    Was die Unterschiede zwischen MultiChip und Single-LEDs angeht, hoffe ich auf weitere Anworten.

  • heelium
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    • 15. November 2013 um 12:42
    • #3

    Genau.

    Die günstigeren Geräte machen auch gerne mal Ärger in der DMX-Kette...

    Außerdem müssten wir also noch die Frage stellen, was besser ist, Multichip oder Einzelne LEDs in RGB W A etc.

    Vorteil von Multichip ist, wie ich finde, der schönere Farbverlauf, also nicht so vereinzelt aus dem Washer, bei einer der Grundfarben, was man aber von hinten ja nicht sieht.
    Vorteil der Single-LED-Geschichte evtl. Fällt mal eine aus, mei, fehlt halt eine einer Farbe und nicht gleich eine RGBW/A etc...

    Wie gesagt, ich bin mal gespannt auf die Kommentare vom Fach.

    Schönes Wochenende Euch allen.

    Die letzten Worte des Elektrikers:" Was ist das denn für ein Kabel?" Danach war er gut geerdet!

  • DJ-JAJA
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    • 15. November 2013 um 14:18
    • #4

    Also wir haben hier am letzten Wochenende ein paar Messungen und Tests zu genau diesem Thema durchgeführt, weil ich mit den unterschiedlichen Angaben auch nichts anfangen konnte.
    Wir haben uns dafür extra ein Messgerät von der Sick ausgeliehen.
    Was kann ich sagen?
    Also erstmal ist es so, dass es nun tatsächlich LED Scheinwerfer gibt, die nen 500 Watt Raylight PAR locker einpacken. Und zwar nun auch bei Weißlicht.
    Rot Grün oder Blau z.B. kommt locker an einer 1KW Halokanne mit Folie vorbei.
    Das ist schon mal ein wichtiger Punkt für uns gewesen.

    Was auf jeden Fall messbar war, ist dass die Version mit Einzelnen 3 Watt R G B Leds heller sind als die aktuell verbauten 4 in 1 LEDs (Die hatten allerdings nur 4x2 Watt)
    Beim Mischen der Farben ist auf der Fläche messbar mehr Ungleichheit, als bei der 4in1, aber das sieht man mit dem Auge kaum.
    Verglichen haben wir 18 x 2 Watt a Farbe (Quadled) mit 12 x 3 Watt a Farbe (Single-LED)
    Macht ja bei beiden Scheinwerfern 36 Watt a Farbe.
    Allerdings Messbare 24% Mehr Licht bei den Single LEDs.
    Vielleicht kann man daaber auch mehr rausholen, wegen der Wärmeabfuhr. Dafür halten die dann nicht so lange? Schulterzuck!?

    Das ist alles sehr schwer zu vergleichen. Weil hier viel mit den Austrittswinkeln getrickst wird.

    Wir haben in unterschiedlichen Abständen gemessen und den Ausleuchtekreis bestimmt und dann auf den Winkel zurückgerechnet und dabei festgestellt, dass so gut wie keine Angabe klar ist.
    Was z.B. ist mit 25° gemeint? Teilweise leuchten die Teile an den Rändern sehr weit aus den Gradangaben raus. Teilweise wird nicht mal im Zentrum die angegebene Luxzahl erreicht. Andere geben Lumen an und solange nicht klar ist welche Fläche dahinter steckt, führt das alles zu Zahlensalat. Ich denke das ist gewollt.

    Andererseits kennen wir das Spiel ja auch aus dem Soundbereich. Was sagt schon der Schalldruck, wenn´s klingt wie sau. Oder es wirkt lauter, weil es verzerrt etc.

    Farbunterschiede der einzelnen LEDs zueinander. JA und wie und zwar sowohl beim teuren Gerät (Martin) als auch beim Preiswerten (Cameo; Monacor; Stairville, Eurolite). Daher für mich kein Argument mehr Geld auszugeben.

    Netzteilaufbau. Sowohl bei den teuren, als auch bei den billigen nicht das Geld wert. ALLE Geräte pfeifen hochfrequent unter Last!

    Haltbarkeit? Keine Ahnung, da wird man ja überall nur angelogen. Siehe Energiesparlampen etc.
    Solange es 3x so lange hält wie ne Halogen, wird es sich wohl trotzdem rechnen.

    Wie haben wir entschieden?
    Noch gar nicht...wir hängen grad voll in der Luft.
    Zumal noch dazu kommt, dass z.B. B&K bessere Geräte ankündigt, die dann aber nie lieferbar sind. Und zwar seit Monaten nicht. Auch das wird ne Vertriebstaktik sein, hilft aber nicht wirklich bei der "Best-of-Market"- Wahl.

    Was werden wir wahrscheinlich machen?
    Aus dem Bauch heraus entscheiden und hoffen, dass das dann so passt. Die Hinhalter vom B&K sind da dann halt nicht dabei. Und werden wohl auch, wenn zukünftig Neuerungen mit voraussichtlichem Liefertermin angekündigt werden, erst ein Jahr später (wenn dann überhaupt noch relevant) angesprochen. Auf so ne Kasperei hab ich keine Lust und wenn die Häppchen auf der PLS noch so lecker waren! Aber Lieferanten, die nur Marketing machen und nicht liefern, sind eben Marketingfuzzis und keine Lieferanten. Warmluft bekomme ich aber schon aus dem Material, dass hier im Lager rumoxidiert. :evil:
    Austaunlich fand ich das Gerät von Monacor. Sehr hell für den Preis, aber nicht gut in der Farbmischung. Für Disco oder ne Top40 band aber bestimmt best buy4buck....im Moment. kann aber nächste Woche schon wieder anders aussehen. Vom Thomann hatten wir 3 Studiopars da, die alle unterschiedlich geleuchtet haben bei gleichen DMX Werten. Das ist schon für sich ne Lichtshow...aber wohl dem Preis geschuldet...ist eben die unterste Preis- und damit auch Qualitätskante.
    Gemessen am Preis hat mich der Martin am meisten enttäuscht. angeblich 7 x 10 Watt und mit 20° hätte er eigentlich richtig Rocken müssen. Aber er war im Grunde so hell wie derfast 1/3 so teure 18 x 3in1 (a1Watt) von Cameo.

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  • zegi
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    • 16. November 2013 um 19:34
    • #5

    Ich habe aufgrund meiner Beobachtungen (subjektiver Eindruck) das Gefühl, dass günstige LED-Lampen folgende Schwächen haben.

    Bei LED-Pars:
    - Dünnes Blech der Gehäuse (haben schnell Dellen, Farbfilterhalter verbiegen)
    - unschönes Dimmverhalten (ruckartig)
    - unterschiedliches Abstrahlverhalten bei gleichem Lampentyp
    - teilweise unsauber ausgerichtete LEDs (im Nebel sichtbar)
    - Schrauben und Feststellteile lösen sich von selber oder brechen ab


    Bei LED Movingheads/Scannern:
    - Haltebügel billig gefertig oder zu dünn
    - Bei vielen Produkten unschöne Gobos (fraglich warum?!)
    - extrem laute Lüfter!! Scheint imho die Hauptschwäche der billigen Effekten zu sein.

    Der Ton macht die Musik.

  • DJ-JAJA
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    • 16. November 2013 um 21:04
    • #6

    Zegi, das deckt sich zu 100% mit meiner Wahrnehmung. Das sind aber alles Sachen, die die Verarbeitungsqualität betreffen. (Was es nicht wirklich besser macht)
    Hier geht es aber um die Leuchtkraft.

    Wobei ich sagen muss, dass z.B. das es auch "Billigware" gibt, die der Teuren von der Verarbeitung her kaum nachstehen.

    Wie ich schon schrieb, war ich grad von dem Martin Gerät extremst enttäuscht.
    Die sind auf dem Niveau vom American-DJ, kosten aber mehr als das doppelte.

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    • 16. November 2013 um 21:15
    • #7

    Ja, letztlich kommt es immer darauf an, wozu man die Geräte benutzt und wie man damit umgeht/umgehen kann.

    @JAJA: Ich weiss, dass es um die Helligkeit geht. Ich hätte vielleicht noch dazu schreiben sollen, dass ich den Eindruck habe, dass die Helligkeit selber nicht der grosse Unterschied zwischen günstig und teuer ist, sondern die von mir aufgelisteten Schwächen der billigen Geräte.


    Und beim Stichwort ADJ: manchmal frage ich mich auch bei den relativ günstigen Geräten, wo die Logik der Hersteller liegt. Ich finde ADJ an sich passabel bzw. zumindest in Ordnung. Trotzdem hatte ich mal Scanner von denen in der Hand, bei denen sich die Bügel gar nicht arretieren liessen und zudem keine Safeties angebracht werden konnten. Völlig dämlich.

    Es ist vermutlich die Kunst, bei jedem Hersteller die Perlen zu finden und die Flops zu umgehen...

    Der Ton macht die Musik.

  • DJ-JAJA
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    • 17. November 2013 um 10:34
    • #8
    Zitat

    Es ist vermutlich die Kunst, bei jedem Hersteller die Perlen zu finden und die Flops zu umgehen..

    Das ist es ja immer...bin grad auf der Suche nach einem neuen Auto...da ist es noch schlimmer. Ein KFZler aus meinem Meisterkurs sagte, alle Autos werden nach dem Paretoprinzip gebaut. Das heißt man bekommt Automatisch 20% Fehler mitgeliefert. Es geht also immer um die Frage. "Mit welchen Fehlern kann ich leben?".

    Aber was mir aufgefallen ist, ist das Problem der Chargen. Wir hatten ne ganze Latte LED BARS vom T., die waren alle im Grunde unbrauchbar, weil ständig defekt. Dann gabs Tauschgeräte, die hatten durch die Bank weg auch Fehler, aber diesmal andere. Das gleiche Spiel haben wir mit den Movinglights erlebt.

    Ähnlich wird es dann mit den LEDs selbst sein. Die leuchten da auch nicht immer gleich.
    Hab ich bei ner Company um die Ecke gehört, die abartig in teure BARs investiert haben. Und als Sie welche nachgeordert haben, hatten die andere Farben und ne andere Software inside.

    Wie gesagt, dass macht es nicht leichter. Wir tendieren zu günstigeren (nicht die Billigsten) und holen eben den abschätzbaren Bedarf auf einen Rutsch. Zudem werden wir wohl mit dem Lieferanten etwas zumm Thema Haltbarkeit der LEDs vereinbaren müssen, was über den Standard hinaus geht. ....Mal sehen.

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