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Schallvernichtung

  • waland
  • 10. April 2014 um 13:45
  • waland
    Beiträge
    163
    • 10. April 2014 um 13:45
    • #1

    Hallo liebe Foren Teilnehmer,


    ich habe eine Frage zum Thema Schallvernichtung. Mit Schallerzeugung beschäftigen wir uns ja fast alle, nun habe ich aber das Problem dass ich in einem Büro mit kahlen Wänden sitze und die Raumakustik einfach unangenehm ist.

    Gibt es etwas vorgefertigtes was man zur Zerstreuung oder Absorption des Schalls aufbringen kann?
    Mir schwebt etwas vor, das wie ein Bild aussieht, aber aus einem absorbierenden oder schall zerstreuenden Material besteht.

    Bei Selbstbau würde mir einfallen eine Art Rahmen mit einem schönen Stoff zu bespannen, diesen dann hinter dem Stoff mit einer Absorptionsmatte zu bestücken.
    Aber wenn es da etwas bezahlbares fertiges gibt, was einigermaßen gut aussieht, dann wäre das auch hilfreich.

    Vielen Dank für eure Anregungen
    Andi

  • caseschubser
    Verifiziert
    Reaktionen
    40
    Beiträge
    592
    • 10. April 2014 um 14:03
    • #2

    - Pyramidenschaum gibts auch in "schöneren" Farben, wie z.B. bordeaux, weiß, grau, blau ...
    - http://www.thomann.de/de/hofa_diffusor.htm z.B. ...
    - das mit dem Rahmen finde ich auch nicht schlecht, da hat man das etwas genau passendes...dahinter kann man ja - sofern man sie nicht durchsieht - immernoch die 1x1m Noppenschaumplatten vom T. für 10€/Stück befestigen.

  • valentinabt
    Gast
    • 10. April 2014 um 14:44
    • #3

    http://www.poisonnuke.de/

    hier solltest du fündig werden.

  • waldschrad99
    Verifiziert
    Beiträge
    2.401
    • 10. April 2014 um 14:47
    • #4

    @Themenstarter:
    Nenne es Schalldämpfung, unter dem Begriff bietet die Suchefunktion gewiss mehrere Ergebnisse.
    Das verlinkte Produkt gibt es auch regional zu erwerben, sogar günstiger:
    http://www.rockshop.de/de-de/products/33243?campaign=Billiger&pk_campaign=Billiger
    Pyramidenschaumstoff gibt es in verschiedenen "Bauhöhen", u.a. bei AB Audio Lautsprecherteile zu guten Konditionen.

    @ Caseschubser: Als Waldschrad kann ich mir die Bemerkung nicht verkneifen:
    Lass die Birken lieber weiter wachsen, denn unsere Autos brauchen den Sauerstoff zum Rosten ... ähh ... Fahren. :wink:

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 10. April 2014 um 15:52
    • #5
    Zitat von "waland"


    Mit Schallerzeugung beschäftigen wir uns ja fast alle, nun habe ich aber das Problem dass ich in einem Büro mit kahlen Wänden sitze und die Raumakustik einfach unangenehm ist.


    Wie ist denn der Raum technisch ausgeführt?
    Abgehängte Decke/Akustikbau? Teppich-/boden? Gardinen?

    Im Badezimmer höre ich schon, wenn die Handtücher nicht am Haken hängen...

  • waldschrad99
    Verifiziert
    Beiträge
    2.401
    • 10. April 2014 um 16:33
    • #6
    Zitat

    Gibt es etwas vorgefertigtes was man zur Zerstreuung oder Absorption des Schalls aufbringen kann?
    Mir schwebt etwas vor, das wie ein Bild aussieht, aber aus einem absorbierenden oder schall zerstreuenden Material besteht.

    Bei Selbstbau würde mir einfallen eine Art Rahmen mit einem schönen Stoff zu bespannen, diesen dann hinter dem Stoff mit einer Absorptionsmatte zu bestücken.
    Aber wenn es da etwas bezahlbares fertiges gibt, was einigermaßen gut aussieht, dann wäre das auch hilfreich

    Na klar, original Perser-Teppiche in großer Auswahl, leicht zu befestigen, verschiedene Formate, verschiedene Muster (klassisch oder modern, Unikat / Antik, oder Basar-Ware), leicht zu reinigen, ... derzeit mit 25% Rabatt :wink:
    http://www.iraniancarpet.com/
    http://www.youtube.com/watch?v=C7SX6iVrBtY
    Das sollte mensch unterstützen, solange es das Land noch gibt.
    Besser + wertvoller als das schwedische "Strickzeug" ist es auf jeden Fall!

  • Dosenfutter
    Verifiziert
    Beiträge
    1.387
    • 10. April 2014 um 18:10
    • #7

    Bevor man irgendwas planen oder gar kaufen kann, muß man wissen, WAS das Problem ist. Also: Mach eine Zeichnung, in der Fenster, Türen, Möbel usw. drin sind, mit Maßen. Decke, Fußboden, schwingt was mit, was ist veränderbar, was nicht.

    Das wichtigste ist aber: 'Klingt nicht' hilft nullkommanull! Präzisiere, was genau störend ist! Wummernder Bass, Hall, Mitteltonmatschsoße, Peaks/Auslöschungen, Resos, mitschwingende Teile, was paßt nicht?

    You probably have the right hammer, you've just got to stop hitting your thumb.

  • waland
    Beiträge
    163
    • 11. April 2014 um 17:42
    • #8

    Hallo alle beisammen,

    herzlichen Dank für euren Input.

    Da es sich um eine Büroimmobilie handelt ist wummernder Bass nicht das Problem.

    Werde nächste WOche den Raum mal ausmessen.

    Es sind Rigipswände die nicht tapeziert, sondern direkt weiss gestrichen sind. Ich denke dadurch hat man schonmal maximale Reflektion. Es geht darum, dass man sich selbst im Raum hört aber auch der Lärm aus den Nachbarräumen (Damit meine ich Telefonate oder Gespräche) sehr gut zu hören ist.
    Der Boden ist ein typischer Büro Doppelboden in dem Kabel etc laufen. Darauf ein Teppich.
    Die Decke ist ist Metall-Lamellen abgehängt. Was sich dahinter verbirgt weiss ich noch nicht, da muss ich mal eine anheben und schauen.
    Ich vermute dass der Schall zwischen den glatten Wänden reflektiert wird und so über die Rigipswände durch die gelöchtere Lamellendecke in den Nachbarraum gelangt.

    Ich werde mal nachschauen und das dann noch etwas präzisieren.

    Professionelle "Schallschluckbilder" habe ich mir schon anbieten lassen. aber 1000EUR pro Bild finde ich ein wenig teuer.

    Daher dachte ich mir ein Rahmen mit Stoff bespannt und dahinter den Pyramidenschaumstoff.. das werde ich mal testen.

    mehr davon nächste Woche wenn ich wieder im Büro war.

    lg
    Andi

  • Jürgen Klingel
    Reaktionen
    508
    Beiträge
    4.857
    • 11. April 2014 um 18:28
    • #9

    Hallo,

    eine doppelt beplankte Rigips-Ständerwand sollte eigentlich genug Schall schlucken (wenn sie mit Rockwool o.Ä. gestopft ist - versteht sich).
    Schwachstellen sind Löcher in der Wand für durchlaufende Kabelkanäle, Durchführungen für Versorgungsleitungen etc. die nicht zugestopft sind. Hier wirkt eine Hand voll Steinwolle schon Wunder.
    Die Kassettendecke sollte mit einem Isoliervlies aus Glas/Steinwolle belegt sein, reine Metalldecken scheppern wie blöd und lassen sich liebend gerne zum mitschwingen anregen.

    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • waldschrad99
    Verifiziert
    Beiträge
    2.401
    • 12. April 2014 um 23:16
    • #10
    Zitat

    Rockwool o.Ä. ...... wirkt eine Hand voll Steinwolle schon Wunder. .... Isoliervlies aus Glas/Steinwolle ...


    Als schnöder Büro-Sachbearbeiter, den man in eine halbwegs kahle und miserabel isolierte Kammer gesteckt hat, hat der Themenstarter mutmaßlich nicht die Freiheit nochmal bautechnisch Hand anzulegen.

    Wenn er mit gesundheitsgefährdenden Materialien (Glaswolle, Steinwolle, ...) über der abgehängten Decke rumkrümelt - während in den anderen danebenliegenden Büros "gearbeitet" (oder zumindest mit Tastaturen geklappert , gedruckt und telefoniert ...) wird, dann hält sich dieser Staub und diese mikroskopischen Fasern tagelang in der Raumluft.

    Auch kann er wohl kaum Dutzende Bohrungen für Rahmengestelle etc. in diesen ReGibswänden machen.
    Mit Profesionelle "Schallschluckbilder" meint er gewiss keine Wand-Teppiche - die um einiges günstiger wären.
    Natürlich könnte er auch durch Grisly-, Eisbären-, Büffel-Felle, oder sonstige "Jagt-Trophähen" die akustische Dämpfung seiner Arbeitsumgebung gestalten. :P
    Doch sowas bleibt für gewöhnlich den (bereits beim Umbau schallisolierten/gedämmten/gedämpften) Chef-Zimmern vorbehalten.

    Die bisherigen Vorschläge mit Schaumstoff-Platten (2m x 1m Format bei AB Audio Lautsprecherteile), mit den Teppichen oder den Stoff-Abdeckungen, Gardienen, ... sind also nicht verkehrt.

    Vielleicht sollte der Themenstarter sich zunächst erstmal erkundigen, ob denn "sein Zimmer" aus Perspektive seiner Vorgesetzten als schon fertig betrachtet wird, oder ob da noch was kommt ...

  • Dosenfutter
    Verifiziert
    Beiträge
    1.387
    • 13. April 2014 um 00:37
    • #11
    Zitat von "Waldschrad99"


    Wenn er mit gesundheitsgefährdenden Materialien (Glaswolle, Steinwolle, ...) über der abgehängten Decke rumkrümelt - während in den anderen danebenliegenden Büros "gearbeitet" (oder zumindest mit Tastaturen geklappert , gedruckt und telefoniert ...) wird, dann hält sich dieser Staub und diese mikroskopischen Fasern tagelang in der Raumluft.


    Einen vorsichtigen Umgang damit kann ich auch nur jedem ans Herz legen! Absorber und andere Gegenstände, die damit ausgerüstet werden, setzen durch die lungengängigen Partikel oft sogar noch JAHRE lang die damit 'zwangsbeglückten' Personen einem stark erhöhten Lungenkrebsrisiko aus. Auch die herstellerseitige Versicherung der Partikelgröße macht das ganze nicht besser. Es gibt übrigens auch Akustikschaumstoff mit ähnlichen Eigenschaften, die selbstverlöschend sind und weitaus weniger die Umwelt kontaminieren.

    Zitat von "Waldschrad99"

    [...] Die bisherigen Vorschläge mit Schaumstoff-Platten (2m x 1m Format bei AB Audio Lautsprecherteile), mit den Teppichen oder den Stoff-Abdeckungen, Gardienen, ... sind also nicht verkehrt.


    Völlig richtig, damit nähert man sich den akustischen Bedingungen in normalen Wohnzimmern schon stark an. Mein Verdacht war ja, daß es spezielle Probleme gibt, die es anzugehen gilt, das scheint sich jetzt aber wohl nicht zu bestätigen.

    Hinter den Metallamellen willkürlich schallabsorbierendes Material zu deponieren, könnte allerdings auch mit dem Brandschutz in Konflikt kommen, etwa, wenn Sprinkleranlagen, Zu- und Abluft, Heiz- oder Klimaanlagen und ähnliches behindert werden. Auch die Statik der abgehängten Decke kann dadurch beeinträchtigt werden, wenn das Material etwa Feuchtigkeit zieht und so um ein Vielfaches schwerer wird, auch wenn das Szenario wohl nicht sehr wahrscheinlich ist.

    You probably have the right hammer, you've just got to stop hitting your thumb.

    Einmal editiert, zuletzt von Dosenfutter (13. April 2014 um 00:58)

  • Jürgen Klingel
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    4.857
    • 13. April 2014 um 00:55
    • #12

    Jungs, Ihr habt natürlich Recht, was Gesundheitsgefährdung angeht.
    Mir ging es dabei um Folgendes:
    In einem Büro, wo ich drin arbeiten muss, sollte der Raum so gestaltet/gebaut sein, dass auch das entsprechende Umfeld vorhanden ist. Dem Threadstarter wollte ich ein paar Argumente an die Hand geben, wenn es darum geht, dass er mal mit den Verantwortlichen spricht.

    Dass das von einer Fachfirma mit entsprechenden Kenntnissen umzusetzen ist, versteht sich von selbst :wink:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • waland
    Beiträge
    163
    • 13. April 2014 um 09:43
    • #13

    Hallo allerseits,

    danke für die rege Beteiligung.
    Ich werde mir über Ostern mal ein "Schallschluck" Bild selbst basteln und berichten.

    Mehr dazu später

    Andi

  • Mark Halbedel
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    Beiträge
    689
    • 15. April 2014 um 10:53
    • #14

    Hänge doch einfach etwas basotect an die Wand, dann ist´s auch feuerfest (4102-B1),
    und dann gibts auch keinen Ärger mit der Heimleitung.
    Das kann richtig was.

    Gruss, Mark

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