Hallo zusammen!
Ich bin ganz neu hier und komme eigentlich aus dem (Hifi) Lautsprecher-Selbstbau. An Party-PA habe ich mich dabei auch schon ein wenig gewagt und plane nun zusammen mit einem guten Freund, eine (für uns) etwas größere PA zu bauen.
Da wir damit kein Geld verdienen werden bzw. wollen, kommt es uns auf ein gutes P/L Verhältnis an. Es muss nicht ultra low budget sein, aber eben schon auf der möglichst günstigen Seite.
Ziel ist es, ein kleines Motorradtreffen, welches wir auf der Wiese von besagtem Freund jährlich veranstalten, ordentlich zu beschallen. Dabei geht es um eine Fläche von rund 2000m² und 50-100 Gästen, denen ein wenig Open-Air Feeling geboten werden soll. Die PA sollte jedenfalls nicht sofort untergehen, wenn jemand seine Harley anwirft. ![]()
Kurz zu den geplanten Lautsprechern:
Ich habe kürzlich mit dem the box 15LB075UW4 von Thomann einen Bandpass-Sub gebaut, der mich recht positiv überrascht hat. Einen Bericht dazu gibt es hier. Im Vergleich mit einem Celestion FTR18-4080F in 110L BR, den ich bisher für Partys benutzt habe, muss man eigentlich keine Abstriche machen. Möglich, dass der Celestion im Grenzbereich den etwas längeren Atem hat, aber an der TSA 4-700 gingen beide Subs in etwa gleich laut.
Durch einen Zufall bin ich nun im Besitz von insgesamt 4 der günstigen Chassis, so dass also 4 dieser Bandpässe die Grundlage für unser System bilden sollen.
Als Tops werde ich wohl selbst etwas entwickeln. Im Moment arbeite ich an einem geschlossenen 12" Top mit Beyma 12CMV2 und RCF CD350 am SBA 225 Horn. Ich denke aber, dass ein BR-Top für die Bandpässe etwas besser geeignet wäre. Der RCF MB12G301 ist mir da als wirkungsgradstarker und dennoch bezahlbarer TMT ins Auge gestochen. HT-Treiber wird dann wahrscheinlich wieder der CD350 oder ein Modell von LaVoce, mit denen ich auch schon gute Erfahrungen gemacht habe.
Als Controller habe ich auch noch einen nahezu unbenutzten Omnitronic DXO-24E im Schrank liegen. Ich weiß, bei Omnitronic bekommen viele sofort Puls, aber die DSPs sollen tatsächlich ok sein.
Kommen wir nun also zum Amping:
Hier bin ich etwas lost, weil ich mich damit nur sehr selten beschäftige. Außer dem Angebot vom großen T habe ich da praktisch keinen Überblick.
Dazu kommt noch, dass die 4x4Ohm im Bass nicht unbedingt optimal ist. Entweder eine ziemlich potente 2-Kanal Endstufe, die dann je zwei in Reihe geschaltete Subs pro Kanal antreiben kann, oder dann eben eine 4-Kanal Endstufe. Die 4-Kanäler sind, soviel ich bisher gelesen habe, allerdings wohl nicht unbedingt optimal als reine Sub-Endstufen. Zumindest im günstigen Preissegment unter 1k€.
Meine erste Idee war daher eine Proline 3000 für die Subs und einen weiteren 2-Kanäler wie die E-800 oder TA-1050 MK-X für die Tops.
Neu wären wir da aber dann schon bei runden 1000€, was im Prinzip schon die Schmerzgrenze darstellt. Kabel, Holz und Stromversorgung wollen ja auch noch gekauft werden.
Kürzlich bin ich dann noch auf die Sinbosen FP10000Q gestoßen. Die wird z.B. bei den Kleinanzeigen für 700€ neu angeboten und hätte auch an 8 Ohm genug Leistung, um an zwei Kanälen je zwei Subs zu versorgen. Die Tops kämen dann an die anderen beiden Kanäle und fertig.
Leichter, günstiger und sogar etwas leistungsfähiger als die T-Kombi - klingt ja fast zu gut, um wahr zu sein!?
Welche Variante wäre in euren Augen die Sinnvollere? Oder gibt es noch eine bessere Alternative, die ich mangels Erfahrung gar nicht auf dem Schirm habe?
Ich bin für alle Tipps und Ratschläge dankbar!