Auch wenn wir vom ursprüngliche Thema inzwischen weit weg sind -
ich aktualisiere die Auflistung der Racks und Stgeboxen noch,
Danke schon mal für den tollen Input!
Zum Glück wurde/wird Madi gerne über FF übertragen wobei Neutrik ja gerne ihre billig LWL Lösung für extrem teuer Geld an den Mann bringen will.
Meinst Du as MTP Zeug, oder auch die EBC-Serien?
Sorry nochmal, ehrliches Interesse für die Hintergründe:
Du gehst aus einer A&H-Stagebox mit max. 16 XLR in eine 2 HE Blende, um von dort mit 4x Cat zu Deinem Amprack zu kommen (weitere Custom-Blende) und dann hinten am Amp eine Solitärlösung Cat auf Phoenix zu haben? D.h. wenn Dir diese letzte Verbindung zickt, dann ist der Ofen aus.
Und wenn unterwegs einer der Cat-Übergänge zickt, was dann? Mal eben direkt ziehen ist ja schon aufwendig. Und Gewicht und Rackspace spart man da doch nicht. Und die dünnen Cat-Adern direkt an fette LS-Kabel rangebammelt?
Ich bin zwar nicht der Anwender, kann aber zumindest ein paar Hintergrundinfos liefern:
Das Rack ist für die Ausweichspielstätte einer gerade in Renovierung befindlichen Kultureinrichtung,
und das Panel mit dem Kabelbaum hat mit der Anlieferung in den hohen Norden den größten Travel hinter sich. Es "reist" aktuell nur noch maximal vom Stuhllager zum Veranstaltungssaal. Danach wird es vermutlich den Weg allen irdischen gehen, wenn die Location inclusive fest installierter Anlage renoviert ist und das Rack aufgelöst wird.
Vorgabe war, günstig, pragmatisch, nur 2HE Rackspace auf der Front und möglichst wenig Einbautiefe bei gleichzeitig einer individuellen Mischung und Anordnung der Ein- und Ausgänge.
Die pultseitigen Cat/XLR -Gegenstücke und die Verbindungsleitungen FOH/Rack waren bereits im (bauseitigen) Bestand, daher hat man sich zu dieser Lösung entschieden.
Dazu kommt ein vom Kunden vorgegebenes etwas verzwicktes Signalrouting/Splitting über die sechs Amps, was über eine Platine mit drei analogen Ethercon-Eingängen, und vier mal RJ45 + 3x XLR-Kabel mit minimalem Platzbedarf direkt hinter der Blende gelöst wurde. Das wäre mit jedwelcher Art von Klemmkasten o.Ä. komplett ausgeartet.
Die Quattrocanalis waren im vorherigen Leben fest im Technikschrank der ursprünglichen Location verbaut, also eigentlich nicht für mobilen Betrieb vorgesehen. Ich habe diese Platinenmodule z.B. in Installationen in größeren Hotelanlagen teils zu mehreren Dutzend verkauft, da tun sie exakt was sie sollen, daher habe ich diese Lösung in das mobile Rack übernommen.
Da stimmen auch definitiv Kanalzuordnung und Phasenlage beim ersten Aufstecken, bei Einzelverkabelung bietet das insbesondere mit der wilden Kanalverteilung mannigfaltige Möglichkeiten für Kanaltauscher und Phasendreher beim konfektionieren.
Ich behaupte dass die dicken Kabelbäume eher helfen die RJ45 "in place" zu halten als wenn sie lose im Rack hin und herschlackern und an den Modulen ziehen würden.
Ein im Betrieb versterbendes RJ45 Pathkabel halte ich für eher unwahrscheinlich, wäre aber durch Lösen eines Kabelbinders zu tauschen. (Man könnte zur Sicherheit die Verbindung Patchkabel - Einbaubuchse an den gezeigten Modulen zusätzlich noch mit einem Klebepunkt fixieren.)
Wie schon weiter oben geschrieben - das Werkzeug muss zur Anwendung passen.
Dem positiven Erfahrungsbericht nach wäre es durch einen höheren Aufwand (und damit Preis) auch nicht besser geworden. Ich hätte aber ggf. den Auftrag nicht bekommen, und einen zufriedenen Kunden weniger.