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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Bassreflex Cardioid

  • Volker Holtmeyer
  • 3. November 2003 um 13:31
  • Volker Holtmeyer
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    13
    • 3. November 2003 um 13:31
    • #1

    Hat schon mal jemand mit nach hinten gerichteten Bassreflexaustrittsöffnungen experimentiert, um einen Cardioid-Effekt zu erzielen?

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • doublefishdesigns
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    1.174
    • 3. November 2003 um 13:47
    • #2

    Soundklinik hatte schon mal ein solches projekt angedacht

    http://www.paforum.de/paforum/viewtopic.php?t=13148&start=0&postdays=0&postorder=asc&highlight=

  • Jens Droessler
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    • 4. November 2003 um 02:21
    • #3

    Ja, wie jetzt? BR nach hinten oder "einfach" nur eine Öffnung nach hinten? Sound-Klinik hat mit einem Dipol experimentiert, also wie gesagt, quasi "einfach" den rückwärtigen Schall eines der beiden LS nach hinten rauszulassen. Mit BR nach hinten wär das was völlig anderes.

    @ Volker: Wenn du wirklich "BR nach hinten" meinst, denke ich nicht, dass dabei ein Cardioid-Effekt entsteht, denn BR dreht (ideal betrachtet) die Phase um 180°, was (ebenfalls idealisiert) bedeutet, dass es egal ist, wo die Öffnung ist (bei einzelnen Boxen), weil sich ja doch immer ein omnidirektionaler Strahler bildet.
    Wenn du jetzt allerdings an das übliche Groupdelay von BR-Ports denkst, dann denke ich, dass das nicht sehr sinnvoll funktionieren wird, weil es frequenzmäßig doch ein sehr kleiner Bereich ist und sich das Groupdelay "schnell" ändert......
    Sinnvoll gehen "Cardioiden" in diesem Frequenzbereich nur mit einem zweiten LS inkl. getrenntem Amping und Controlling.

  • Sound-Klinik
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    • 4. November 2003 um 18:31
    • #4

    ... mit Bassreflex geht es nicht, weil der Port nur im Bereich der Abstimmfrequenz abstrahlt - und auch gleichphasig mit der anregenden Membran (wie Jens schon sagt, überlagert sich das dann zu einem Kugelstrahler ...).

    Ich habe eine Lösung entwickelt, wo ich keine Phasenschieberei etc. mit Controller etc. machen muß (was ja prinzipiell mit zwei "voneinander weg" strahlenden LS funktioniert ...).

    Ich habe das "mehr mechanisch" gelöst, indem ich Dipol und sphärischen Strahler "irgendwie" kombiniert habe (und es funktioniert sogar ganz gut :P ) ...

    Viele Grüsse sendet

  • Jens Droessler
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    • 4. November 2003 um 19:19
    • #5

    Aber nicht im Bassbereich.... weil da eben die Wellenlängen so groß sind, dass es effizient nur mit mehreren LS und Amps angesteuert mit min. 2 Controller-Outs geht, wo man dann eben am Delay und so an der Phase spielt. Ich hab das schon gemacht. Es geht recht gut, aber es ist eben nicht ganz unaufwändig und man muss das Prinzip verstanden haben.

  • SRAM
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    • 4. November 2003 um 20:44
    • #6

    Zur Theorie und Ausführung hier:

    http://www.jblpro.com/pub/technote/PD%20LF%20TechNote.pdf

    ......wobei die Ausführungen von JBL zwischen "groß" und "gigantisch" schwanken :D

    Die passive Lösung ist da wohl für "übliche" Anwendungen geeigneter und auch herausfordernder (so vom Tüftel-Koeffizienten her gesehen :wink: ).


    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • Sound-Klinik
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    • 4. November 2003 um 21:08
    • #7
    Zitat von "Jens Droessler"

    Aber nicht im Bassbereich.... weil da eben die Wellenlängen so groß sind, dass es effizient nur mit mehreren LS und Amps angesteuert mit min. 2 Controller-Outs geht, wo man dann eben am Delay und so an der Phase spielt. Ich hab das schon gemacht. Es geht recht gut, aber es ist eben nicht ganz unaufwändig und man muss das Prinzip verstanden haben.

    Ach, Jens ... warum nur immer so eine Materialschlacht ... :(

    Für einen Schallstrahler in halligen Räumen ist "ab 150 Hz" doch wirklich ausreichend (... zumal ich mir den ganzen Aufwand mit Controller und "haste-nich-gesehn" sparen kann) ...

    Außerdem: Mich reizen funktionierende Minimal-Lösungen mehr, als wenn alles immer mit Computer "hingebogen" wird.

    Mir macht es z.B. einen "Heidenspaß", wenn ich auf einem Stadtfest mit einen komplett horngeladenen System (2x12"-Druckkammerhorn mit 1,5" - und Passivweiche ...) und Hornbässen vom Mischer direkt in eine 2-Wege-Stereoweiche und dann in die Endstufen gehe - und alles ohne EQ, Controller etc. ... und es klingt trotzdem. Über die ungläubigen Gesichter der Mucker und Soundtechniker freue ich mich jedesmal wieder neu ...

    Ach ja ... im Bassbereich wird es "Dein" Controller allein auch nicht "bringen", wenn die LS nicht entsprechende "Ausmaße" haben.

    Viele Grüsse sendet

  • Jens Droessler
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    • 4. November 2003 um 21:19
    • #8

    Es geht hier doch um den Bassbereich?

    Da wird eine Ein-Box-Passiv-Lösung aber sehr groß. Kompakt und in einer Box, das meinte ich, gehts nur Phasen-/Delay-Spielereien vor den Amps.

    EDIT: Sound-Klinik hat gepostet, während ich getippt hab.... :)

    @ Sound-Klinik: Dagegen sage ich ja gar nichts. Dein Cardiod-Passiv-Strahler ist doch gut für die genannten Anforderungen. Aber ich dachte eben, dass der Thread-Ersteller von Cardioden im Bassbereich sprach. Es war keine Abwertung, als ich meinte "aber nicht im Bass". Es geht nur darum, dass es im Bassbereich fast unmöglich ist, mit nur einem LS (als Dipol, wie in deinem Projekt) einen Cardioiden zu bilden.... Ich selber bin auch ein Fan von "so wenig EQ wie möglich", sehe aber, dass ich für 400 Euro keine analoge Superweiche bekomme und sogar im Direktvergleich auffällt, dass z.B. der Behringer UD besser klingt als variable Analog-Weichen in dieser Preisregion (Festfrequenzweichen können da natürlich besser klingen, Modular-Weichen natürlich auch....). Und wenn ich diese Kisten eh schon da hab...... kann ichs doch flexibler gestalten...

  • Sound-Klinik
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    • 5. November 2003 um 08:44
    • #9

    ... tja ... Cardioide im Bassbereich - ich denke, daß sowas nicht mit hohem Wirkungsgrad zu machen ist, weil es immer eine Überlagerung von wenigstens zwei Schallquellen sein muß.

    Es gibt zwar - theoretisch - auch die Sache mit den teilweise bedämpften Schallkanälen und nur einer Membran - aber im Bassbereich halte ich das (praxistauglich) für nicht sinnvoll. Zudem würden die Kanäle auch bei bestimmten Frequenzen resonieren, was den Klang bestimmt nicht besser machen würde (Bassreflexrohr "hinten" funktioniert nicht !).

    Sicher könnte man sowas spaßeshalber ausrechen und die negativen Effekte dabei (soweit möglich) minimieren - aber mehr als einen Schulterklopfer mit der Bemerkung" ganz witzige Kiste, Dein Richtstrahler" würde man nicht bekommen (wg. geringem Wirkungsgrad ...).

    Doch zurück zu der Lösung mit zwei LS: Vor vor der Box findet eine Addition - hinter der Box möglichst Auslöschung statt (was den Strahlungwiderstand dann massiv verschlechtert und u.U. zu recht hohen Auslenkungen führt.

    Wenn man genug Holz bereitstellt, funktioniert es, bei einer einzelnen Box mit transportfreundlichen Abmessungen sehe ich aber - was die mechanische Belastbarkeit angeht - große Problem (Fazit: praktisch eher nicht sehr sinnvoll).

    Was man probieren könnte: 2 oder 3 Bassteile stacken - und hinter dem Stack eine (gleiche) Box verpolt anschließen. Durch die leichte vertikale Richtwirkung hält sich der Verlust vorn in Grenzen - im Bereich der hinteren Box (keine ausgeprägte Richtwirkung) wird es im Bereich unterhalb von etwa 200 Hz - nach "hinten" - etwa leiser werden.

    Viele Grüsse sendet

  • PeterG
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    • 5. November 2003 um 10:17
    • #10

    Hallo Sound-klinik,

    versuche die Materie zu verstehen... :oops:

    Deshalb mal ne Idee von mir: ein BL-Basshorn, in grader Ausführung ohne Faltung ( ok ev. etwas lang..) Vorne der Hornmund mit gutem Wirkungsgrad und hinten strahlt der Treiber seinen "Anteil" ab, aber dann mehr kugelförmig?? ...... ( zwei Fliegen mit einer Klappe)?


    MfG
    Peter

  • Sound-Klinik
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    • 5. November 2003 um 11:26
    • #11
    Zitat von "PeterG"

    Hallo Sound-klinik,

    versuche die Materie zu verstehen... :oops:

    Deshalb mal ne Idee von mir: ein BL-Basshorn, in grader Ausführung ohne Faltung ( ok ev. etwas lang..) Vorne der Hornmund mit gutem Wirkungsgrad und hinten strahlt der Treiber seinen "Anteil" ab, aber dann mehr kugelförmig?? ...... ( zwei Fliegen mit einer Klappe)?

    MfG
    Peter

    Theoretisch eine "Art" unsymmetrischer Dipol - aber das Horn wird nicht optimal funktionieren, weil die Resonanzfrequenz zu tief ist (es fehlt die "Rückkammer", mit der diese "richtig" eingestellt wird).

    Hinten wird die Schallabstrahlung von der (nach hinten gebogenen ...) "Schallwand" (=Außenseite des Horns) abhängen.

    Wenn das Horn "nach vorn" eine hohe Richtwirkung hat, kommt es "hinten" nicht mehr zu einer Auslöschung (d.h. keine Cardioide) - außerdem bräuchte man dann ja auch keine Cardioide mehr ...).

    Bei großen Abstrahlflächen ist ja bereits eine Richtwirkung "nach vorn" gegeben - der "Witz" bei einem Cardioidstrahlers ist also eher, wenn in einer Richtung die Abmessung zu klein sind (z.B. zu geringe Breite von Arrays ...), dennoch eine Richtwirkung "hinzukriegen".

    Viele Grüsse sendet

  • Jens Droessler
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    • 5. November 2003 um 17:12
    • #12
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Doch zurück zu der Lösung mit zwei LS: Vor vor der Box findet eine Addition - hinter der Box möglichst Auslöschung statt (was den Strahlungwiderstand dann massiv verschlechtert und u.U. zu recht hohen Auslenkungen führt.

    Naja, Nexo hats irgendwie geschafft, und von schlechtem Wirkungsgrad kann ich nicht berichten. Wahrscheinlich geht durch die Richtwirkung die Sache dann ganz gut. Ich dachte auch "So gut kann sowas nicht gehen", war dann aber doch erstaunt (Allerdings nur von der "Menge" des Basses). Vielleicht bekommen die die Auslenkungsproblematik dadurch in den Griff, weil es alles BPs sind.....

    Zitat

    Was man probieren könnte: 2 oder 3 Bassteile stacken - und hinter dem Stack eine (gleiche) Box verpolt anschließen. Durch die leichte vertikale Richtwirkung hält sich der Verlust vorn in Grenzen - im Bereich der hinteren Box (keine ausgeprägte Richtwirkung) wird es im Bereich unterhalb von etwa 200 Hz - nach "hinten" - etwa leiser werden.


    In die Richtung wärs gegangen. Doppel-18er nach vorn, ein 18er nach hinten (polaritäts-gedreht) und in der LS und Delay an die Gegebenheiten angepasst. Ich baus aber sowieso nicht. Es ist nur eine von vielen Ideen, die aus meinem Kopf entkommen.

  • MIKE
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    • 6. November 2003 um 11:53
    • #13

    Schon mal die Ansätze gelesen die anselm Goertz und Jörg Knieschewski ( HK ) da in der PP gebracht haben. da kommt ja in der nächsten auch noch ein zweiter Teil.

    Mal sehen was die da sagen. Was mich bis jetzt gestört hat war einfach nur das Sie das mit Direkt Strahlern und oder mit Bandpässen gemacht haben.

    Was ist mit Kombi Gehäusen und Hörnern ??

    Anfragen bitte an MIKERAUCHFLEISCH@gmx.de

  • Volker Holtmeyer
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    • 11. November 2003 um 01:15
    • #14

    Mit den großen VerTec-Bässen VT4880 (Bassreflex) hat Anselm das auch schon durchgekaspert. Die Resultate sehen ähnlich wie bei HK aus.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Sound-Klinik
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    • 11. November 2003 um 17:22
    • #15

    ... auf jeden Fall gilt:
    Wenn man mit (eigentlich zu) geringer Abstrahlfläche bei tiefen Frequenzen eine Richtwirkung erzielen will, geht das nur über Auslöschungen an der Rückseite, wodurch der Strahlungswiderstand (hinten) verschlechtert wird.

    Bei bestimmten Locations kann es aber dennoch sinnvoll sein, sowas zu machen. Die Sache funktioniert bandbegrenzt recht einfach - bei größerer Bandbreite macht einem die Geometrie (Abmessungen etc.) ggf. einen "Strich durch die Rechnung" ...


    Viele Grüsse sendet

  • Jens Droessler
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    • 11. November 2003 um 20:27
    • #16

    Ich hab sowas auch shon gemacht. Da bringt man halt ein paar Subs mehr mit und kassiert auch was mehr..... Wenn man sich dadurch weniger Ärger und zufriedenere Kunden einhandelt.....

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