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Wann "klingt" ein Lautsprechersystem "richtig

  • Sound-Klinik
  • 12. Februar 2004 um 12:47
  • Wulfson
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    • 17. Februar 2004 um 19:38
    • #81

    ..wenn die das nur hören könnten... :-?

    übrigens hab ich den eindruck, das engländer und amis da einen ganz besonders großen vogel haben

  • Jens Droessler
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    • 17. Februar 2004 um 19:45
    • #82

    Ja, so manche Gitarristen und auch einige Sänger haben in der Tat einen ausgewachsenen, legendären Vogel Greif....

  • Campfire
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    • 17. Februar 2004 um 20:35
    • #83

    Also ich denke man sollte es mit dem Schimpfen auf die Musiker nicht übertreiben.
    Bei manchen Musikrichtungen (wie z.B. Punk) kommt es meiner Ansicht nach nicht unbedingt auf den bestausgefeiltesten Gitarrensound hin, und ein dem entsprechendem Publikum angemessener Sound ist meiner Ansicht nach auch bei lauterem Bühnenpegel zu realisieren, man muss es halt auch wollen und mit dem gegebenen arbeiten.
    Wenn Bass oder E-Gitarre schon laut genug ohne PA sind und sich die Sänger trotzdem noch hören geht das doch auch ohne Probleme, und so leise dass man mit der Front die Stimmen und das Drumset rüberbekommt haben bei mir bisher alle Musiker ohne irgendein Problem gemacht.
    Wenn man trotz lautem Bühnensound (und ständigem gejammere darüber) noch alles komplett auf die PA legt und das ganze dann so laut macht dass man lauter als der Direktschall der Amps ist halte ich das einfach für etwas "Angst" auf Seiten des Tontechs (ich muss über alles die Kontrolle haben..).
    Jeder Musiker braucht eben seinen "Wohlfühllautstärkepegel", der beim einen eben niedriger liegt, beim anderen eben höher. Die Aufgabe des Tontechs und seines Equipments ist meiner Ansicht nach damit zurecht zu kommen. Was oft bedeuten kann dass es auf der Bühne lauter ist als im Publikum.
    Grüße, Peter

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • Wulfson
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    • 17. Februar 2004 um 20:58
    • #84

    mal abgesehen davon, das man sich mit zu lautem bühnensound auch entsprechend den gesamtsound zumüllt (die mics auf der bühne machen ja leider keinen unterschied, wo der krach herkommt), haben die sänger/innen auch ständig nur den daumen oben...soll heißen-mehr monitor. ich bin nicht bereit, auf kleinen clubgigs eine monitoranlage mit mehreren kw´s aufzufahren, nur damit sich irgendein möchtegern gittarrero zur virtuellen schw....verlängerung ein fullstack mit vollröhre und aufgerissenem gain um die ohren blasen lassen kann. ist nicht!! wenns vornraus schei..klingt, meckert auch keiner über die band. ich hab schon genug solche typen erlebt-meißt aus der semi liga oder schülerbands. wenn man was sagt, hat man ja eh keine ahnung :o

    wenn einer nen fullstack braucht, soll er sich bittschön bühnen aussuchen, die groß genug sind...oder seinen "käfig" mitbringen :D

  • Wulfson
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    • 17. Februar 2004 um 21:01
    • #85
    Zitat von "Campfire"

    man muss es halt auch wollen

    also davon geh ich mal aus, ansonsten wäre wohl gärtner als job wesentlich entspannender :wink:

  • Campfire
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    • 17. Februar 2004 um 21:15
    • #86

    Ich hab halt bei einigen Postings den Eindruck dass die Mehrzahl der Musiker als Feinde angesehen werden und frage mich bei ständigem meckern (z.B. über zu laute Gitarre bei Punk- oder Heavy-Bands) warum die Leute nicht einfach nur solche Bands abmischen bei denen es keine lauten Gitarristen gibt.
    In meinem Posting sagte ich aber auch: solange der Sänger laut genug für die Band über die Monitoranlage kommt.
    Ich mache das meist so: Ich pfeife die Monis ein, lasse die Band ihre amps soweit aufdrehen wie sie wollen und fahre dann die Stimmen so laut wie nötig oder eben bis zur Koppelgrenze (was die Musiker ja auch hören)und sage dann eben: lauter geht nicht, sprecht euch ab.
    Peter

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • Wulfson
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    • 17. Februar 2004 um 21:22
    • #87

    da ich fast ausschliesslich hardcore, heavy und punk mache (selten mal reggea und ska), kenn ich die brüder schon zur genüge...leider
    beim soundcheck klappt es grad mal so-beim gig wird dann wieder aufgerissen :cry: das schärfste erlebnis war mit terror: einer der gittarristen hat mich schon dumpf angemacht, weil ich den amp etwas eingedreht hab :o der basser hat seinen amp soweit aufgedreht, das bei JEDEM anschlag der amp ins clipping ging (rote led ging quasi gar nicht mehr aus). als amp hatte der ne rmx1850 in brücke an einer 8x10er ampeg...soviel zu krach auf der bühne :wink:

  • Kracky
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    • 18. Februar 2004 um 06:09
    • #88

    Auch ich mache ab und zu Punk und Heavy Geschichten, und spätestens, wenn es soweit ist, das durch teilweise Raumakustiken bedingt oder wie auch immer, an mehreren Stellen im Raum dur zu hohen Stagesound nur den Bassamp oder den Gitarrenamp höre und das Publikum dort dann nichts mehr vom rest mitbekommt werde ich sauer. Bühnenlautstärke in allen ehren aber ,wenn ich keinen Sound mehr im Zauschauerraum hinbekomme, weil dort irgendwo nur noch Gitarre oder Bass zu hören ist, höre ich auf und packe zusammen. Und leider ist es meißt so, dadurch das die Amp´s auf der Bühne teilweise kuriose Positionen haben, das sich dieses dann fürchterlich im Zuschauerraum anhört und ich mit diesem Direktschall nichts anfangen kann. Beschallung über die Amp´s direkt haben wir schon zur Aufwandminimierung probiert, hat der Band und mir nicht gefallen da keine gute Allgemeinakustik und auch keine gute Klangverteilung im zu beschallendem Raum. Also abnahme, das ganze dezenter und ab über die PA und schon war alles begeistert.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • Sound-Klinik
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    • 18. Februar 2004 um 08:01
    • #89

    ... ich lege Wert auf einen exzellenten Gitarrensound beim Publikum - daher: vernünftiger Gitarrensound (keine dieser Modelling-Amps mit 200 verschiedenen Sounds - nur Vollröhre - und nicht laut !!!) - vernünftig mit geeignetem Mikro (kein "abgelegtes" Gesangsmikro ...) abgenommen und dann FXs über die PA.

    Wenn ich Effekte im Gitarrenamp einschleife (z.B. wenn ich die Röhrenendstufe im Amp - 40 Watt sind es bei mir - etwas schärfer anfahre) klingt es bei "bestimmten" Sounds einfach nicht. Wenn ich aber einen "Bratsound" direkt auf den Mischer schicke und bearbeite (mit FXs), dann klingt es vorn RICHTIG gut (z.B. mehr räumliche Breite mit Delays, vernünftiger Raumhall - nicht mit diesem Drahthall im Amp ...).

    Viele Grüsse sendet

  • mischpultschorsch
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    • 18. Februar 2004 um 10:07
    • #90
    Zitat von "Sound-Klinik"

    nicht mit diesem Drahthall im Amp ...

    Viele Grüsse sendet

    :wink: Och und viele Klampfer stehen doch auf die gute Accutronics-Hallspirale - weil so authentisch ist...

  • Sound-Klinik
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    • 18. Februar 2004 um 10:27
    • #91
    Zitat von "mischpultschorsch"

    ...
    :wink: Och und viele Klampfer stehen doch auf die gute Accutronics-Hallspirale - weil so authentisch ist...

    ... vielleicht für Vorzeitsolos aus den 60ern von den Spotnicks und Shadows - aber "Bratsound" ... und dann Accutronics ? - Bäh !

  • Jens Droessler
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    • 18. Februar 2004 um 11:56
    • #92
    Zitat von "Campfire"

    frage mich bei ständigem meckern (z.B. über zu laute Gitarre bei Punk- oder Heavy-Bands) warum die Leute nicht einfach nur solche Bands abmischen bei denen es keine lauten Gitarristen gibt.


    Du bist doch nicht so naiv, zu glauben, dass der durchschnittliche Tontechniker oder Verleiher sich AUSSUCHEN kann, welche Band er beschallt und welche nicht? Natürlich KANN er das, aber nur fünfmal und dann ist er pleite. Wenn ich den Auftrag bekomme, Festival X zu beschallen und da kommen meine "alten Freunde" Y, die mich mit ihrer lauten Gitarre ärgern, und ich zum Veranstalter sage "Ich beschalle alle Bands ausser Y", dann sagt der "Nein, du beschallst ÜBERHAUPT KEINE!"

  • Campfire
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    • 18. Februar 2004 um 14:35
    • #93

    @ Jens Droessler: Nun ja, für mich ist es Hobby.
    Für die die es als Beruf machen ist es vielleicht nicht so einfach, aber es gibt kaum einen Job der nur aus Vergnügen besteht (sonst könnte man kein Geld dafür verlangen..).

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • Sound-Klinik
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    • 18. Februar 2004 um 15:30
    • #94

    [anmerkung]
    ... ich finde es "erfrischend", daß nicht nur über tiefe Bässe geredet wird (Gitarre ist doch schon zur Abwechslung mal was anderes als immer nur über "Tiefgang" und "30 Hz" zu reden :D ...).

    Vorschlag: Vielleicht sprechen wir mal über die Qualitätskriterien beim Gesang (z.B. bei den "Tops": Übernahmebereich der Weiche - Laufzeiten - Interferenzeinbrüche - Zeitverhalten - Verfärbungen der Stimme - Durchsetzungsfähigkeit - und: wie beurteilt man die Qualität (Klang !) eines Tops ... und warum/woran-es-liegt/wieso ... - oder haben alle nur Mega-Topteile :wink: ?

    Wer schon "länger im Geschäft ist", hat sicher schon gemerkt, daß ein glatter Frequenzverlauf (... ob mit oder - heute seltener: ohne Digitalcontroller) auf 0°-Achse nicht das allein "seligmachende" ist (... das soll NICHT heißen: macht die Kurve jetzt möglichst krumm ... SONDERN: auch zwei Systeme mit "glattem" Amplitudenverlauf ("richtig" gemessen :lol: ) können trotzdem SEHR unterschiedlich klingen ...
    [/anmerkung]

  • mischpultschorsch
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    • 18. Februar 2004 um 15:41
    • #95
    Zitat von "Sound-Klinik"


    ... ich finde es "erfrischend", daß nicht nur über tiefe Bässe geredet wird (Gitarre ist doch schon zur Abwechslung mal was anderes als immer nur über "Tiefgang" und "30 Hz" zu reden :D ...).

    Nun...man könnte freilich auch über die Bass-Gitarre (da war es wieder, dieses hässliche B-Wort... :D ) reden, und inwieweit da der Amp bzw. die Box als Teil des Instrumentes gesehen wird. Ich hab das Gefühl, als das es da im Prinzip genau so viel Einfluss auf den Sound gibt wie bei den 6-Saitigen Kollegen, aber es nicht gar sooo wahrgenommen wird. Wie oft sieht man auf der Bühne irgendwelche Mittelklasse PA-Amps an ner 4x10" werkeln - und ich glaube nicht aus Soundformungs-Gründen...
    Ein Gallien-Krüger Top an derselben Box muss anders (besser?) klingen....

  • mischpultschorsch
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    • 18. Februar 2004 um 15:53
    • #96
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Wer schon "länger im Geschäft ist", hat sicher schon gemerkt, daß ein glatter Frequenzverlauf (... ob mit oder - heute seltener: ohne Digitalcontroller) auf 0°-Achse nicht das allein "seligmachende" ist

    Völlig korrekt - siehe auch meine einschlägigen Dispute mit Herrn Bunz über die Produkte des Hauses Seeburg.
    Im Prinzip lässt sich der Wortlaut wie folgt zusammenfassen:
    tthorsten: "A* (* steht für eine beliebige Box aus der A-Serie) klingt nicht gut, weil Mess-Schrieb Berg- und Talbahn ist"
    ich: "Interessiert mich nicht, wenn ich mit den Boxen Jobs mache, klingen sie sehr sauber und geben im Vergleich zu anderen Produkten sehr schön die Mitten wieder"
    TBF: "tthorsten kann keine Messschriebe interpretieren"

    Was ich damit sagen will: Eine Linie auf einem Blatt Papier ist für mich insofern nicht aussagefähig, solange
    a) die Box in der Praxis nach meinen Vorstellungen funktioniert, und
    b) die Messbedingungen und die Messumgebung bei verschiedenen Boxen nicht die selben sind.

  • Sound-Klinik
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    • 18. Februar 2004 um 19:27
    • #97
    Zitat von "mischpultschorsch"

    ...
    ... Nun...man könnte freilich auch über die Bass-Gitarre (da war es wieder, dieses hässliche B-Wort... :D ) reden, und inwieweit da der Amp bzw. die Box als Teil des Instrumentes gesehen wird. Ich hab das Gefühl, als das es da im Prinzip genau so viel Einfluss auf den Sound gibt wie bei den 6-Saitigen Kollegen, aber es nicht gar sooo wahrgenommen wird.
    ...

    ... auf der Bühne nehme ich für Bass (d.h. wenn ICH selbst spiele) einen alten Music-Man HD-130 (mit Röhrenendstufe ...) und eine - vor ca. 20 Jahren selbst zusammengeschraubte - Box mit 2 x 10" (zwei "alte" EVI-10er). Die Box ist ultratrocken (... einige würden sagen "ohne Tiefgang" ...) und wird mit einem Mikro (Kugel :lol: ...).

    Wenn bei Aushilfs-Bassjobs die anfänglichen Vorurteile der Leute am Mischer ("das kann gar nicht klingen ...") über mein Equipment verklungen sind - und nachdem die dann festgestellen "mußten", daß am Amp auch kein DI-Out ist ( :D:D:D ) - waren bisher ALLE (!) hinterher zufrieden.

  • Sound-Klinik
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    • 18. Februar 2004 um 19:59
    • #98
    Zitat von "mischpultschorsch"

    ...
    ... ich: "Interessiert mich nicht, wenn ich mit den Boxen Jobs mache, klingen sie sehr sauber und geben im Vergleich zu anderen Produkten sehr schön die Mitten wieder"
    TBF: "tthorsten kann keine Messschriebe interpretieren"

    ...

    b) die Messbedingungen und die Messumgebung bei verschiedenen Boxen nicht die selben sind.

    Richtiges "Messen" ist ja schon so eine "Sache für sich".
    Ich hab von meinen Systemen - nicht nur in Sindelfingen (IMP ...) - Messungen gesehen, die ich manchmal schwer nachvollziehen kann.
    Es gibt nördlich von Bremen eine Firma, die LS-Boxen entwickelt und an Bands und Verleiher verkauft (Namen sag ich hier nicht - wäre unfair ...), bei dem ich mit meinem 18"-Hybrid "zum vergleichen" war ...

    Nun - deren BR-Box und mein Hybrid hatten bei Messungen, die dort gemacht wurden, an den gleichen Stellen merkwürdige Einbrüche und Überhöhungen (die mir irgendwie völlig neu waren ... :) ) und auch einen total "ähnlichen" Frequenzverlauf - nur: beim anschließenden Hör-Test draußen zeigten sich dann (merkwürdigerweise ?) gravierende Unterschiede, die sich mit den Messungen irgendwie nicht so richtig in Einklang bringen ließen.

    Einige Wochen später hatte ich dann durch einen Zufall die Gelegenheit, die o.g. BR-Kiste bei mir zu messen (... ein "Jemand" hatte von dieser Firma solche Kisten gekauft und wollte die zusammen mit seinem Top und einer weiteren Basskiste bei mir messen lassen ...).
    Bei mir sah der Amplitudenverlauf dann ein wenig anders aus als bei der Messung nördlich von Bremen.

    Generell mache ich oft die Erfahrung, daß einige Kisten mit "glattem" Amplitudenverlauf (gemessen mit einigen verbreiteten, preiswerteren Systemen) bei mir manchmal doch "etwas" anders aussehen. Und es liegt auch nicht immer an den Mess-Systemen ...

    Andererseits hab ich genauso auch schon Kisten hier gehabt, bei denen auch ich relativ "glatte" Amplitudenverläufe messen konnte - wobei die Kiste dann aber manchmal trotzdem komisch klang.
    Die Ursachen liegen sehr oft im Zeitverhalten ... manchmal auch mal im Abstrahlverhalten bei einigen (komischen) Hörnern.

    Ich denke, daß viele (auch Profis) gar nicht mehr richtig hinhören, wie eine Kiste klingt.
    Als man - nicht nur im Amateurbereich - noch nicht so komfortabel und "toll" messen konnte wie heute, wurde insgesamt viel mehr "gehört". Heute wird oft blind auf das vertraut, was eine - hoffentlich richtig gemachte und aussagekräftige - Messung und eine "Simu" mit einem dieser mittlerweile recht preisgünstigen Programme so "auswerfen".

    Wenn ich eine Box designe, mache ich jedenfalls manchmal nach einer Hörsitzung doch noch einige Modifikationen an der Abstimmung, wenn z.B. Gesangsstimmen und akustische Instrumente irgendwie nicht authentisch genug "rüberkommen". Soviel Zeit muß einfach sein - und es lohnt sich !

  • logi
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    862
    • 18. Februar 2004 um 20:24
    • #99

    In den meisten Threads hier geht es doch in der Regel um möglichst viel Bass und möglichst hohe Pegel. Nun ist das Frequenzspectrum fortlaufend von den Bässen zu den Höhen, man benötigt also alles.
    Jetzt kommt noch die Eigenschaft unseres Gehörs dazu, nämlich tiefe und hohe Frequenzen bei geringerer Lautstärke abzuschwächen (Fletcher+Munson...).
    Das führt häufig dazu, daß wir eine relativ neutral klingende Box beim Probehören im Laden als zu mittig ansehen, also ran an die durchgestylte "Senkenbox". Das AHA Erlebnis kommt dann bei realer Musik, wo viele Boxen im (für mich wichtigsten) Mittenbereich ihre wahren Schwächen zeigen (Grundton). Ich denke, daß viele, gerade Neulinge, darauf reinfallen.
    Und ehrlich gesagt: Die wichtigste Information kommt in diesem Bereich, erst wenn es da klingt kann ich eine gute Beschallung hinlegen (Schlagzeug geil, Stimme mist).

    Gruß Frank

  • Sound-Klinik
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    • 18. Februar 2004 um 22:39
    • #100
    Zitat von "logi"

    ... daß wir eine relativ neutral klingende Box beim Probehören im Laden als zu mittig ansehen, also ran an die durchgestylte "Senkenbox". Das AHA Erlebnis kommt dann bei realer Musik, wo viele Boxen im (für mich wichtigsten) Mittenbereich ihre wahren Schwächen zeigen ...

    Das Problem ist leider nicht neu.
    Im (Low-End ... :lol: ) "HiFi"-Bereich sind "Badewannenkisten" im Abverkauf deutlich erfolgreicher als neutral abgestimmte Systeme.

    Selbst im PA-Sektor werden solche "geschönten" Systeme seit mindestens 15 Jahren angeboten und sehr oft auch gekauft, weil die meisten User vor einen Neukauf die LS (leider) nur mit CD-Material "testen".
    Die Ernüchterung folgt dann auf einer "richtigen" Veranstaltung, wenn das System unter Praxisbedingungen (Umgebungslärm, Reichweite ...) sich dann durchsetzen muß.

    Schon eine Präsenzsenke von 3 dB führt - um eine vergleichbare Sprachverständlichkeit oder Durchsetzungsfähigkeit (z.B. bei Gesang) zu erzielen, zu einem etwa doppelt so hohen Leistungsbedarf (... weil der Bass-/Low-Mid-Bereich im Verhältnis zum Präsenzbereich überzeichnet und die Endstufe früher an ihre Leistungsgrenze bringt ...).

    Bei der "Vorführung" im Laden haben ungeübte DJs und Mucker bei "geschönten" Kisten subjektiv einen "runderen", "gefälligeren" Höreindruck, der oft dann zum Kauf solcher - für die Praxis aber eher weniger geeigneten - Kisten führt.
    Und nicht wenige (auch sehr bekannte, halbwegs "amtliche" Firmen) nutzen diesen "Vorführ"-Effekt gnadenlos aus, um höhere Verkaufszahlen zu erreichen - ohne dabei Rücksicht auf die Käufer und den vorprogrammierten Problemen zu nehmen.

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