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Das leidige Thema wieder: Fliegen

  • Kloma
  • 15. Februar 2004 um 10:35
  • Kloma
    Beiträge
    468
    • 15. Februar 2004 um 10:35
    • #1

    Also gehen wir mal von 2-3 Bässen und 1 Top aus. Das wollen wir zusammen fliegen.
    Die Bässe hängen oben und daran dann das Top.
    Also die Boxen hängen aneinander, verbungen werden sie dann wohl mit Schäkel und zugelassenen Ketten. Das ganze wird natürlich nochmal zusätzlich gesafet.
    Die Boxen sollen aneinander hängen, jetzt die Frage zum Thema:
    Wie und mit Was muss man die einzelnen Boxen ausstatten und wie muss man es ausführen das man damit sicher durch die Prüfung kommt. Wir werden die Konstruktion danach auf jedenfall abnehmen lassen.
    Wir haben nur keine Lust, das wir dann die Boxen falsch ausstatten deshalb wenden wir uns lieber an euch.

    Die Boxen wiegen ca folgendes:
    1 Bass: ca 30KG
    1 kl Top: ca 25KG
    1 gr Top ca 60KG

    Bitte um genaue Beschreibung wie man es ausführen müsste.


    Danke für sinnvolle Antworten....

    Mit Freundlichen Grüßen
    euer Kloma

    "We give Support in Cases....."

    Einmal editiert, zuletzt von Kloma (16. Februar 2004 um 05:26)

  • Seven
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    4.373
    • 15. Februar 2004 um 14:36
    • #2

    Nur sone Frage, warum willst du 3 Boxen fliegen, von denen 2 Bässe sind?
    Die Relation erscheint mir sehr ungewöhnlich.

  • Markus Verza
    Verifiziert
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    • 15. Februar 2004 um 14:41
    • #3

    Wenn es um den Selbstbau von Lautsprechern geht ist dieses realistisch nicht zu machen. DU bist als Hersteller für die Sicherheit verantwortlich ! Hersteller bist du ob du nun eine neue Box baust oder auch nur ein Flugsystem in eine gekaufte einbaust. Verantwortung übernehmen heißt auch die Kompetenz dafür zu haben. Im Fall eines Flugsystem läuft das dann auf Maschinenbau Ing. oder Statiker hinaus. Ist euch die Ihr immer großzügig von einer abschließenden Abnahme redet eigentlich klar was so etwas kostet ? Ich kann damit natürlich die Verantwortung als Hersteller auf eine externen Sachverständigen abwälzen, nur dieser läst sich das gut bezahlen. Es ist hir auch nicht mit einem Sachverständigen getan nach dem 4 Augenprinzip muss ein Prüfstatiker das ganze bestätigen. Wir reden hier von Beträgen die mal schnell 5 stellig werden.

    Zur Technik:
    Das ganze ist aus Technischer Sicht kein Hexenwerk die Kräfte werden entweder in einem Stahlrahmen in der Box oder durch Ketten/Seile seitlich and der Box vorbei geleitet. Beispiel für Innenrahmen EAW KF750, für seitlich d&b C4 oder K&F T5/T9

    Safen:
    Diese Aussage hört man auch immer wieder. Was soll der Blödsinn das Flugsystem MUß so stabil sein das es hält und keiner zusätzlichen Sicherung Bedarf. stell dir bitte vor die oberste Verbindung geht auf, deine Sicherungsseile können aber nicht an der selben Stelle angeschlagen sein also ändert sich der Schwerpunkt deines ganzen Clusters komplett. Was meinst du was das für einen Schlag im Hängepunkt gibt. Safen ist hier an dieser Stelle KEIN Ersatz für ein 100% sicheres Flugsystem.

    Welche Bauteile ?
    Da ist das Problem bei der sache, die meisten Bauteile von Flugsystemen sind eigentlich zur Ladungssicherung konstruiert worden. Sie sind nicht sicher genug. Z.B die allseits beliebten Double Studs haben eine kleine Feder die den Verschluss niederhält. Beim Versagen dieses 1 Cent Bauteils kann der Stud aufgehen. Es gibt nur einen Stud der eine Sicherung hat die das verhindert. Leider werden bei den einschlägigen Zubehör Läden nur die einfachen verkauft. Ein teil der Schienen ist viel zu dünn, die einzelnen Nasen können herausbrechen aber diese sind natürlich preiswerter und finden sich auch bei den entsprechenden Händlern.
    Die Auswahl des richtigen Material auch für einzelne Boxen ist ein RIESEN Problem weil die Händler durchweg KEINE Ahnung haben was sie da Verkaufen. Die Prüfzeugnisse sind in der Regel nicht auf den Anwendungsfall Boxen zu fliegen zu übertragen oder schlicht im Zusammenspiel mit der konkreten Anwendung ungültig. Ein Lenkrad welches eine ABE für einen BMW hat ist auch in einem Golf wertlos, um es einmal vereinfacht zu sagen.

    Mein Fazit:
    Eine einzelne Box flugfähig zu machen mag angehen und ist je nach Können auch zu verantworten, ein Flugsystem zu bauen -> FINGER WEG das könnt ihr nicht verantworten und ist wirtschaftlicher Blödsinn

    Wer sich für das Thema interessiert dem sei der Artikel von Michael Lück in der neuen Prosound an Herz gelegt.

    Lieber Kloma bitte jetzt nicht angegriffen fühlen ich wollte deine Frage zum Anlass nehmen einmal etwas ausführlicher darauf zu antworten.

  • Kloma
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    468
    • 16. Februar 2004 um 05:34
    • #4

    Hallo, danke für die ausführliche Antwort.
    Sowas ist nur leider unakzeptabel, große Hersteller lassen ihre Kisten fliegen, warum sollten das nicht auch kleine Hersteller machen??
    Wir sind bereit die Boxen so auszustatten das man sie ohne Probleme fliegen kann. Danach wird es abgenommen. Ist alles kein Problem. Nur die Frage wie man es am besten macht und was man am besten verbaut können wir nicht so gut beurteilen, da gibt es bestimmt viele leute hier die mehr Ahnung haben.
    Soweit habe ich es jetzt verstanden:
    -Stahlverstärkung innen und vielleicht auch außen
    -Flugösen mit Gegenplatten sauber verschraubt mir ordentlichen Schrauben
    -Das Gewicht des Stacks muss an den Boxen vorbei geführt werden

    Ok Stahlrahmen ist kein Problem, Anschlagmaterial wie Ketten und Schäkel sind auch keins. Nur welche Flugösen man sicher verbauen kann das kann ich nicht mit gutem Gewissen beurteilen. Laut den Herstellern wie Adam Hall und ähnliche kann man auch die billigsten Flugösen verbauen, das hat zu halten. Nur ob das wirklich so in der Praxis stimmt??

    Also bitte helft uns mit dieser Frage.

    Mit Freundlichen Grüßen
    euer Kloma

    "We give Support in Cases....."

  • bias79
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    • 16. Februar 2004 um 14:09
    • #5

    Kloma: Der Markus Verza hat doch deutlich geschrieben was das kostet. Dafür bekommt ihr auch flugfähige Boxen. Also last es lieber.

    GHOSTNOTE-SOUND

  • Sebbig
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    92
    • 16. Februar 2004 um 19:03
    • #6

    Warum immer die Angst vor dem Statiker, kostet ca. 80 EUR die stunde und ne Box ist kein Hochhaus.

    Ich möchte mal die Zwei treffen, welche als erste schwarze Traversen und silberne Lautsprechen vermietet haben.

  • MaO
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    430
    • 16. Februar 2004 um 19:07
    • #7
    Zitat

    Warum immer die Angst vor dem Statiker, kostet ca. 80 EUR die stunde und ne Box ist kein Hochhaus.

    häääää? :roll:

    ...Satz mit X, war wohl nix

  • Markus Verza
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    1.756
    • 16. Februar 2004 um 20:52
    • #8

    Wollen wir das mal zum Anlass nehmen um das Thema systematisch aufzuarbeiten.

    Natürlich sind Statiker meist nette Menschen vor denen man keine Angst zu haben braucht. Der Stundenlohn von 80 Euro ist sicher auch nicht ganz verkehrt. Ein Hochhaus ist eine Box auch nicht aber....
    Nirgendwo dürfen Lasten über Personen geflogen werden mit ausnahme in der VA Technik. Darum sind die Regeln auch so streng. Nach welchen Regeln soll der Statiker denn diese Konstruktion aus Stahl und Holz rechen ? Es gibt keine DIN Normen für Lautsprechergehäuse. Aus diesem Grund fällt das Gehäuse als bestandteil des Tragwerks aus. Der Tragrahmen stellt den Statiker dann sicher for keine all zu großen Probleme. Schwierig wird es bei den Verbindungelementen. Ich habe nach der Frage von Kloma noch mal bei Adam Hall nachgesehen. Ein teil der dort angebotenen Fly-Ware ist für den Einsatz in Deutschland eindeutig nicht zugelassen. Frag doch bitte einer mal nach einem Gutachten bzw. Zulassung nach C1. Mir ist keins bekannt. So damit muß der Statiker und in folge der Prüfstatiker auch die Flyware nachrechnen. Der Hersteller muß dann in die Überwachung da bei Sicherheisrelevanten Teilen diese für Hersteller vorgeschrieben ist. Der Hersteller des Rahmens muss ein Schweißzeugniss haben. usw. Das ganze wird mit Sicherheit nicht unter 50 Stunden abgehen -> 4000,- Euro ohne Hardware. Da kann ich Problemlos eine PA kaufen.

    @ Kloma
    Du findest es unakzeptabel.....
    Du kannst auch als kleiner Hersteller deine Kisten fliegen lassen, niemand hindert dich daran, aber du bist genau so wie ein großer auch verantwortlich. Das ist das Prinzip der Unternehmer hat die Freiheit und die Verantwortung. Du must ja auch ein CE Kennzeichen auf deine Schachtel kleben und die Konformität erklären. Natürlich ist es leichter wenn ein Hersteller die Kosten für die erforderlichen Dinge auf einige hunder oder gar tausend Boxen umlegen kann.

    Wie stellst du dir den die Abnahme vor ? Nach deiner Aussage kein Problem. Es würde mich wirklich mal Interesieren weil ich das hier doch schon öfter gelesen habe.

    zu Abschluß du hast meine zugegeben etwas verkürzte Technische Betrachtung leider nicht richtig verstanden.

    Das meiste Material aus dem Zubehörhandel ist VÖLLIG UNGEEIGNET und NICHT zugelassen.
    Die Entwicklung eines Roadtauglichen und Vorschriftengerechten Flugsystems ist einfach nur Blödsinn

    Noch mal einer einzelnen Box das Fliegen beizubringen ist kein Drama.
    Aber z.B. mit Ringmutter nach DIN580 da gibt es keine Diskusion wegen der Tragfähigkeit

  • Reini
    Beiträge
    3.225
    • 5. März 2004 um 10:46
    • #9

    Hy @ all,
    @ Markus Verza,

    wie sieht es denn alternativ zum fliegen mit einem Baugerüst (Layher) aus. Natürlich ordnungsgemäß aufgebaut, etc pp.
    Sagen wie mal als Bsp.: in der 1. oder 2. Etage Hab ich meine LS aufgestellt und gesichert.
    So sollte es doch kein Problem sein, die LS in die Höhe zu bekommen, oder lieg ich da Falsch?

    Hintergrund meiner Frage ist, da es halt auch LS ohne Flugsystem gibt, aber trotzdem in die Höhe müssen.

    Gruß Reini

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • Markus Verza
    Verifiziert
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    1.756
    • 7. März 2004 um 14:52
    • #10

    Stellen ist ja erst mal kein Problem. Du must halt darauf achten das die Lautsprecher da bleiben wo du sie hingestellt hast, z.B. durch festzurren. Das Untergestell muss natürlich ausreichen stabil sein um die Last der Lautsprecher zu tragen. Die Grundfläche muss ausreichent groß sein um ein umfallen zu verhindern. Der Untergrund muss ausreichend tragfähig sein. Das ist alles kein wirkliches Problem aber ich bin immer wieder erstaunt welche Fehler man da doch noch machen kann. Ein einfaches Layer Blitzgerüst mit 2,57x0,7 cm ist z.B. recht schmal um ohne Ballast auf der 0 Ebene stehen zu bleiben. Die Aufstellung auf einem Turnhallenboden erfordert auch eine größere Grundfläche als auf einem Betonboden. Zu beachten ist auch ob das Publikum das Gerüst entern kann oder ggf. verschieben kann. Entsprechende Abschrankungen sind dann erforderlich.

    Ich stelle z.B. im Kölner Karneval oft 2x2x4m große Layer Allround Türme mit Planen auf . Da stehen dann je 6 EAW KF750 drauf (ca. 450Kg). Auf der 0 Ebene stehen die Amps und 400 Kg Gewichte, um die Türme Heraszaun und 1 Wachman. Bei 20.000 Besoffenen darf es keinen Fehler geben

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