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Endstufe für Mittelhochtonbereich

  • Farad
  • 20. Februar 2004 um 14:44
  • Farad
    Beiträge
    1.071
    • 20. Februar 2004 um 14:44
    • #1

    Hi,

    eine Frage auf die mir bisher so keiner ne zufriedenstellende Antwort geben konnte jetzt an die Profis. Also:

    Eine Endstufe sie ausgelegt auf 1V Eingang und liefert dann 50V Ausgang, Strom je nach Impedanz. Sie verstärkt also 50fach. Das macht sie beim rechtsanschlag vom Regler, dann clippt sie bei Signalspitzen geradeso.

    Jetzt habe ich ein Signal, das kommt mit 1V ausm Pult, dann gehts mit 1V durch die komplette Signalkette, wird ein bisschen verarbeitet und kommt dann an die Aktivweiche.

    Eigentlich begrenzt bei modernem Musikmaterial immer der Bass, man hat 60% Bassanteil und dann 40% Rest. Der Bass ist also innerhalb der 1V LAUTER als der Mittelhochtonanteil. Man könnte sagen, die Peaks des Basses liegen bei 1V, die Peaks des Mittelhochtons bei 0,4V.

    (is natürlich alles nicht technisch korrekt ausgedrückt, weiß ich schon....)

    Jetzt kommt die Aktivweiche und trennt das auf. Die Bassnedstufe kriegt ihre 1V, der regler is auf rechtsanschlag oder kurz davor, bei heftigen Signalspitzen clippt sie ab und zu, alles in Ordnung.

    Die Mittelhochtonendstufe bekommt 0,4V Eingangspegel, verstärkt und selbst beim Rechtsanschlag kann sie natürlich nie ins clipping kommen. Das Netzteil und die Transistoren langweilen sich. Die Endstufe wird nie unter Vollast laufen, richtig ausnutzen kann man sie garnicht, mehr als rechtsanschlag is halt nicht. Sie verstärkt 50-Fach und packt trotzdem nicht mehr als 20V annen Ausgang.

    Jetzt die überlegung: Darf ich einfach mit der Eingsspannung soweit hoch gehen, bis sie kurz vorm clippen ist? Oder setzt hier die Eingangsstufe grenzen? Wie weit kann man das Spielchen treiben?

    Der Mittelhochtontreiber hält beispielsweise 50 Watt aus. Das ist aber doch die REINE Belastbarkeit ohne Weiche. Wenn ich mit 0,4 V in die 50 Watt Endstufe fahre und auf rechtsanschlag drehe bekommt der Treiber also nur 20Watt ab. Aushalten tut er 50.

    Kann ich theoretisch den Eingangspegel bis auf 1V hochdrehen und der Treiber verreckt mir nicht?

    Stimmt die Überlegung oder mach ich da irgendwo nen gehörigen Denkfehler?

    Weitergedacht. Die Spannung ist selten das Problem. Die meisten Amps gehen wegen dem Bass in die Knie weil das Netzteil den Strom nicht bringt. Sie brechen ein. Jede Endstufe ist aber auf Basswiedergabe ausgelegt, bzw kann das zumindest. 1kHz macht sie ja im Schlaf ohne warm zu werden. Kann ich jetzt den Eingangspegel soweit hochregeln, dass die Endstufe bei 1kHz mehr abgibt als im Datenblatt steht? Das Netzteil wird ja vom Strom her niemals in die Begrenzung kommen...


    farad

  • SRAM
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    • 20. Februar 2004 um 15:44
    • #2
    Zitat

    Jetzt die überlegung: Darf ich einfach mit der Eingsspannung soweit hoch gehen, bis sie kurz vorm clippen ist? Oder setzt hier die Eingangsstufe grenzen? Wie weit kann man das Spielchen treiben?

    Hab ich nicht ganz verstanden ?

    Die Eingangsstufe sieht doch nur 0.4 Volt, warum soll mann sie nicht auf 1 Volt Eingang hochdrehen können ?!?!

    Zitat

    Weitergedacht. Die Spannung ist selten das Problem. Die meisten Amps gehen wegen dem Bass in die Knie weil das Netzteil den Strom nicht bringt.

    .....äääh: Strom und Spannung sollten auch im Mitteltonbereich über das Ohmsche Gesetz verknüpft sein, oder :wink:


    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • Adam Selene
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    • 20. Februar 2004 um 15:52
    • #3

    Jede (auch Aktiv-) Weichung verändert den Crestfaktor.
    Die Peaks im HT bleiben unverändert groß, der RMS-mäßige Energiegehalt im HT ist aber verhältnismäßig klein -> hoher Crestfaktor.
    Eigentlich bräuchte man im HT eine Endstufe mit relativ niedriger RMS Leistung und hoher Peakleistung. Solche Konzepte gibt es im gehobenen HiFi-Bereich, die machen dann z.B. 100 Wrms und 500 Wpeak (20ms).
    Hat sich aber (im PA-Berich) nie duchgesetzt - hier will ja jeder die eierlegende Wollmichsau ("Kann ich die auch als Monitorendstufe nehmen?").
    Bei 1kHz und Vollaussteuerung mit Last wird Deine Endstufe übrigens genau so warm wie bei 40 Hz unter gleichen Bedingungen.
    Und auf die Cipanzeigen der Amps würde ich mich bei sowas nur dann verlassen, wenn ich weiß, wie (vor allem wie schnell) sie funktionieren.

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • TomyN
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    • 21. Februar 2004 um 15:06
    • #4

    Hi,

    warum willst du die Balance zwischen Bass und Mitten/Hochton ändern?
    Meine Erfahrung ist die, dass gerade beim Mitten/Hochton die Enstufe viel 'Luft' haben sollte, dann klingt es einfach besser.
    Wie Adam schon geschrieben hat, sind die Peaks bei den Hoch/Mitten schmäler, man kann sie daher schlechter messen, und auch manche Peakanzeigen sind da zu träge für..

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • Volker Holtmeyer
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    • 23. Februar 2004 um 14:31
    • #5

    ... daher limitiert man ja auch im Ausgang des Controllers (also in jedem Weg einzeln) und nicht im Eingang!

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Jens Droessler
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    • 7. März 2004 um 03:44
    • #6

    Ich wills nochmal aufrollen: Wenn man das Musiksignal auf drei Wege aufteilt, Bass Mitten Höhen, dann ist der Crestfaktor NACH der Trennung (wenns vorher vielleicht 20dB waren) im Bass vielleicht noch 10dB, in den Mitten vielleicht 15-18 und im Hochtonbereich 20-40dB. Je höher die Frequenz wird (bei Musik, nicht beim Sinus!), desto geringer wird die RMS-Leistung und desto höher wird aber der Crestfaktor. Vielleicht kommen 10W RMS aus der Endstufe und trotzdem clippt sie schon, weil die Peaks SO WEIT über dem RMS-Wert liegen, dass die Rail-Spannung nicht ausreicht. Von der Leistung her ist das selten ein Problem für den HT. Ein HT hat meistens eine deutlich höhere Peak-Belastbarkeit (relativ gesehen) als ein Konus.

  • Adam Selene
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    • 7. März 2004 um 14:40
    • #7

    Vom Prinzip her richtig, auch wenn mir die Zahlenwerte etwas neben der Spur zu liegen scheinen. Dass ein HT-VC höhere Peaks (im Verhältnis zur RMS-Leistung) aushält als ein TT-VC finde ich auch noch hinterfragwürdig.

    Kann man aber selbst ausprobieren. True-RMS Voltmeter und Oszi gezückt (ggf. geliehen), beliebige (aktiv/passiv) Weiche und Rausch-/ Musik-CDs genommen und losgemessen.

    Insgesamt würde das dann aber die Forderung nach großen HT-Endstufen bedeuten.
    Da darf dann nur keine Rückkopplung anstehen. Oder man hat wirklich angepasste Limiter in jedem Zweig.
    Und mit dem "Anpassen" hapert es meist (wenn nicht schon an den 3 bis 5 Stereolimitern).

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • Jens Droessler
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    • 7. März 2004 um 19:05
    • #8

    Einige Hersteller haben sogar damit geworben, dass ihre HTs ca. 10 program-Leistung als Peak abkönnen.... Bei EV z.B. hab ich mal was von 600W peak für einen 1"er gelesen.

    HTs amp ich meistens auf doppelte program-Power (also ca. das, was bei den meisten Konus-Treibern als Peak angegeben wird). Damit bin ich bisher gut gefahren.

    Natürlich hat der Adam völlig Recht, dass dann kein Feedback kommen darf, wenn man keine RMS Limiter drin hat. Das wäre der sofortige Tod.

    Große HT-Endstufen sind nötig. Da hege ich keinen Zweifel, denn die Peaks müssen abgebildet werden, und das geht nunmal nur mit passend hoher Railspannung. Die Dauerleistung kann dabei ruhig gering sein (also eine spezielle Auslegung der Endstufe. QSC hat, soweit ich weiß, sowas in der PL-Serie!).

    Leider bieten nur wenige Controller eine RMS-Begrenzung.....

  • Adam Selene
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    • 7. März 2004 um 20:17
    • #9
    Zitat von "Jens Droessler"

    ca. 10 program-Leistung als Peak abkönnen....


    Ist bei guten (haltbaren) TT nicht anders.
    6 dB gibt allein schon die 268 vor.

    Adam

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  • Jens Droessler
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    • 8. März 2004 um 04:03
    • #10

    Ich wüsste jetzt keinen TT, der mit mehr als der 10fachen DAUER-Leistung angegeben ist. Ich meinte 10fach program, was meistens als doppelte Dauerleistung angegeben wird.....

    Also in etwa so
    30W dauer
    60W program (oder musik)
    600W peak

    Während es bei einem sehr populären 18er so aussieht:
    700W Dauer
    1400W program
    7000W peak

  • Adam Selene
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    • 8. März 2004 um 08:56
    • #11

    Upps, das war mir entgangen.
    Stimmt, eine solche Staffelung gibt natürlich viel Peak-Power.
    Wobei die RMS-Belastbarkeiten der Treiber ja auch gestiegen sind.
    Da hat man dann irgendwann eine 8001 in Brücke an jedem Treiber hängen :P
    Allerdings kommen 600 Wp ja auch aus einer 300 Wrms Endstufe raus.
    Von welchem Zaubertreiber stammt denn das Zahlenbeispiel?

    Adam

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  • Jens Droessler
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    • 8. März 2004 um 14:26
    • #12

    Das weiß ich nicht mehr. Das ist min. 7 oder 8 Jahre her. Ich weiß nur noch es war ein EV.
    Und naja, wenn man tatsächlich die Treiber IMMER auf Peak powern will, dann wirds bei einem 4590 schon langsam nicht mehr einfach.... 1300W an 16 Ohm.....

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