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  5. Strom

Fehlerstrom Schutzschalter in Verteilerblöcken?

  • Wolfpack
  • 3. April 2004 um 15:08
  • Wolfpack
    Beiträge
    905
    • 3. April 2004 um 15:08
    • #1

    Hallo zusammen! Wieder mal eine "unwissender Jungspund"-Frage von mir: :wink:

    Ich habe vor mir einen Adapter von 32A Drehstrom auf 2x 16A Drehstrom und 6x PowerCon zu bauen.
    (JA, ich weiß, dass es das fertig wahrscheinlich besser und billiger gibt - ich interessiere mich eben dafür, den Aufbau selbst zu realisieren und NEIN, ich werde das Ding nicht ans Netz hängen, bevor ein Elektromeister sein OK zu dem Ding gegeben hat!)

    Ich hab mir mal bei eBay diese ganzen fertigen Verteilerblöcke angeschaut und gemerkt, dass eigentlich keiner einen Fehlerstrom Schutzschalter drin hat. Meine Frage:
    a) Ist das nicht notwendig weil es "nur ein Unterverteiler" ist und damit gerechnet wird, dass irgendwo davor noch einer sitzt?
    b) Würde es Sinn machen, bei einer eigenen Schaltung einen 4-pol/40A (z.B. DIESEN) einzusetzen?
    c) Würde mir der Schutzschalter bei Lasten wie anschaltenden Endstufen, Dimmerpacks, etc. ständig rausfliegen?

    Ansonsten noch ein paar Kleinfragen:
    - 16A-Automaten für Unterverteilung: Typ C wg. Einschaltstrom Ja/Anderer Typ?
    - 16A Drehstrom: Immer 3-pol Block oder auch Einzelautomaten erlaubt?
    - Wo gibt's günstig HO7RN-F 5G4? :roll:
    - Woran kann ich die "billigen" von den "amtlichen" Drehstrom-Steckern/Buchsen unterscheiden?

    Ich bedanke mich vielmals für die Beantwortung meiner Fragen!

    DeejayCity.de
    Wolfgang Röhler
    Genovevaweg 23
    80689 München

  • buzz
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    1.248
    • 3. April 2004 um 15:56
    • #2

    Hi,
    also mal kurz zusammengefasst:

    Ich würde einen FI-Schalter einbauen, z.B. so einen wie Du verlinkt hast.

    Der RCD sollte normalerweise garnicht rausfliegen, wenn Du eine ordentliche Anlage hast. Der Einschaltstrom deiner Gerätschaften solte den RCD normalerweise garnicht interessieren.
    Die Leitungsschutzschlater Charakteristik "C" sind schon O.K. würde ich auch verbauen.
    Für die CEE-Steckdosen darfst Du auch einzelautomaten verbauen, da Du durch den RCD einen Schalter drin hast, welcher alle aktiven Leiter trennen kann.

    Wofür willst Du das denn? Für 32A-Kabel nehme ich generell 5g6mm², allein aus Sicherheitsgründen.
    Als Quelle würde ich mal den örtlichen Elektrogrosshandel befragen, sonst auch bei eBay, allerdings wird da auch viel Schrott angeboten, leider.
    Ich würde meine Stecker und Kupplungen dort kaufen, wo ich auch das Kabel beziehe. Ich habe mich total in die neuen Menekes-Stecker (schraublos) "verschossen", aber es gibt auch noch einige andere gute Hersteller, wie z.B. ABL Sursum.

    Ich hoffe, geholfen zu haben,

    Gruss aus Nürnberg,

    Buzz

    P.S. In was für ein Gehäuse willst Du den ganzen Kram denn einbauen???

    Hier geht's weiter...

  • Wolfpack
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    905
    • 3. April 2004 um 16:33
    • #3

    Hi Buzz,

    danke schon mal für deine Antworten!

    Bei dem RCD wusste ich nicht, ob durch das Anschalten der Geräte bzw. Kondensatoren aufladen ein Stromabfall auf dem Nullleiter entsteht, den der RCD als kritisch einstuft. Dann werde ich auf alle Fälle einen verbauen!

    Theoretisch wären natürlich 6mm² zu bevorzugen. Aber nachdem ich nur ein armer Student bin und die Kabel auch tragen können muss, werde ich wahrscheinlich bei 4mm² bleiben. Bei eBay habe ich sogar 2,5mm² für 32A gesehen. :shock: Ich will das Ganze zwar sicher, aber trotzdem möglichst günstig gestalten. Ich denke, da sind 4mm² noch vertretbar, oder? Die Kabel werden in 99,9% aller Fälle ausgerollt "an der frischen Luft" liegen, und nicht zusammengerollt in eine Thermo-Box gesteckt. :wink:

    Beim Gehäuse bin ich mir noch unschlüssig: Auf alle Fälle soll der Verteiler unabhängig von anderen Geräten untergebracht werden. Ich hab die zwei Ideen gehabt, das Ding entweder in ein Double-Door Rack einzubauen mit den vorgestanzten 19"Panelen von Sommer-Cable oder ich bitte einen Freund (Feinblechbearbeitung), mir ein passendes Metallgehäuse zu fertigen. Die Rack-Lösung dürfte professioneller Aussehen.

    DeejayCity.de
    Wolfgang Röhler
    Genovevaweg 23
    80689 München

  • buzz
    Profi
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    1.248
    • 3. April 2004 um 16:44
    • #4

    Hallo Wolfgang,

    das mit der Racklösung kann u.U. ein Problem sein, da Du dafür sorgen musst, dass der Verteiler entweder komplett schutzisoliert ist, oder aber alle leitfähigen Teile des Gehäuses mit dem Schutzleiter verbunden sind. D.h. jede Niete des Cases müsst dann einzeln geerdet sein.
    Ich würde den Verteiler in ein geschlossenes Metallgehäuse (19") einbauen, und dann in ein Rack schrauben.

    Gruss aus Nürnberg,

    Buzz

    Hier geht's weiter...

  • Stephan Graeske
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    1.217
    • 4. April 2004 um 00:58
    • #5

    Wichtig ist, daß es hier nicht um "Vorlieben" geht.

    - Ein RCD (früher FI) **MUSS** eingebaut sein, wenn von 32A auf Schuko unterverteilt wird.

    - CDD32 Kabel müssen 6mm^2 haben! (sorry, ist halt Vorschrift)

    Mennekes ist sicher eine sehr gute Wahl!

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • Wolfpack
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    905
    • 4. April 2004 um 15:17
    • #6

    Hmmm, wieder ein Stückchen schlauer geworden!

    Also entspricht beispielsweise DIESER Elektroverteiler, der gewerblich von einem Elektromeister angefertigt wurde nicht den Vorschriften und dürfte eigentlich nicht verkauft werden? (Kein RCD vorhanden!)

    6mm² sind jetzt Vorschrift? Vor 2 Jahren noch "durfte" man 32A imho durch 2,5mm² jagen (ob das gut ist oder nicht, lassen wir dahingestellt), da gibt es ja auch noch genügend eBay-Angebote. Die Erhöhung von 1,5 auf 2,5 bei 16A und von 2,5 auf 4,0 bei 32A leuchtet mir ja durchaus ein, aber 6mm² verpflichtend für 32A vorzuschreiben, erscheint mir etwas überzogen?! Oder ist der Strom in den letzten Jahren zunehmend hitziger und agressiver geworden? :wink:

    Ich würde mich freuen, wenn ich von anderer Stelle im Forum noch Feedback zu der 4mm² vs. 6mm²-Frage bekommen könnte. Sollte dem wirklich so sein, will ich mich natürlich nicht dagegen sträuben! In meinem Magen grummelt nur die Ungläubigkeit noch etwas vor sich hin! :roll:

    DeejayCity.de
    Wolfgang Röhler
    Genovevaweg 23
    80689 München

  • Markus Verza
    Verifiziert
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    1.756
    • 4. April 2004 um 16:04
    • #7

    Oh Freunde hier gehts aber ab.........
    Halbwissen auf mit der vollen Breitseite

    Ich werde mal versuchen das ein wenig zu sortieren.

    - Querschnitte: 2,5mm² war noch NIE für 32 A erlaubt ! Ob 4mm² oder 6mm² hängt von diversen Faktoren ab (Bündelungsmaß, Leitungslänge, Umgabungstemperatur, usw). Da sich diese Faktoren änder und nicht bei jedem Einsatz geschaut wird ob 4mm² den noch Sicher ist kann man vereinfacht sagen 32A Kabel sollten 6mm² haben. Der Kostenfaktor ist auch so gering das ich eine Kostendiskusion hier bitte nicht mehr führen möchte.

    - DIESER Verteiler zulässig ? Es gibt keine Grundsätzliche Antwort auf diese Frage. In unsere Gewerbe gelten andere Regeln. Ich spiele hier auf die DIN Fliegende Bauten und die DIN VDE 0100-711 an. Zitat " Alle Steckdosenstromkreise bis 32A und alle Endstromkreise, außer solche für Notbeleuchtung, müssen mit einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom I <= 30mA geschützt sein."

    Leider wird bei der Konstruktion von vielen Verteiler das Thema Selektivität überhaupt nicht beachtet. Wenn sich jetzt die zulässigen Ableitströme einiger Geräte addieren ist der RCD draussen.

    Zum Thema Selbstbau mit anschließender Prüfung durch Meister habe ich eine eindeutige Meinung. Das ist nicht preiswerter und 99 von 100 Meistern haben nicht das nötige Wissen um Verteiler der VA Technik sachgerecht zu beurteilen. Wo wird den ein Verteiler so oft Transportiert wie in userem Gewerbe ? Woher soll der Meister die speziellen Regeln kennen ? Ich habe in der Vergangenheit auch Verteiler hergestellt um dann immer wieder festellen zu müssen doch nicht alles richtig gemacht zu haben.

    Eine Bitte habe ich noch Fragen stellen ist gut und wichtig, wer aber Antwortet sollte wissen was er sagt. Behauptungen bringen uns nicht weiter, ein Hinweis auf die Quelle ist einfach notwendig.

  • Swemers
    Profi
    Beiträge
    231
    • 4. April 2004 um 16:08
    • #8

    Hi,

    Zitat

    - Ein RCD (früher FI) **MUSS** eingebaut sein, wenn von 32A auf Schuko unterverteilt wird.


    Sorry, aber das ist Falsch.

    Zitat

    Also entspricht beispielsweise DIESER Elektroverteiler, der gewerblich von einem Elektromeister angefertigt wurde nicht den Vorschriften und dürfte eigentlich nicht verkauft werden? (Kein RCD vorhanden!)

    Doch er entspricht den Vorschriften (soweit man dies von aussen sagen kann), er darf halt auf einer Veranstaltung nur eingesetzt werden wenn die Zuleitung durch einen 0,03 A RCD abgesichert ist.

    mfg
    Swemers

  • Stephan Graeske
    Profi
    Beiträge
    1.217
    • 4. April 2004 um 17:52
    • #9

    Also ich würde mir nie einen Verteiler ins Lager stellen oder Kabel ins Lager legen, der nur von Fachleuten richtig eingesetzt werden können. Tue einen RCD rein und wähle 6mm^2, dann hast Du kein Problem.

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • Wolfpack
    Beiträge
    905
    • 4. April 2004 um 17:53
    • #10

    @ Swemers & Markus: Mit dem RCD bei dem Verteiler habe ich schon mit einem leicht ironischen Unterton gearbeitet, da ich mir das schon fast gedacht habe. Ein gewerblicher Anbieter wird sich doch normalerweise nicht dermaßen über die Vorschriften hinwegsetzen...

    Mit dem Leiterquerschnitt bin ich mir noch nicht so ganz sicher, ob ich euch recht verstehe: Ist es unzulässig, 32A auf 4mm² zu verwenden (wie im Sinne von Feuerzeug an der Tankstelle) oder kann es nur in bestimmten Situationen, wo das Kabel ständig unter Volllast steht oder keine Luftzirkulation/Wärmeabgabe erfolgen kann gefährlich bzw. unzulässig werden? Könnte ich auf 4mm² zurückgreifen, wenn ich sicherstelle, dass das Kabel ausser mir niemand verwendet und dass es frei verlegt wird?

    Dann noch ne Nebenfrage: Ich hab noch eine 16A Drehstrom-Kabeltrommel von Brennenstuhl mit H07RN-F 5G2,5. Darf ich diese Kabeltrommel auch in den Müll werfen, weil ich dafür jetzt 5G4 bräuchte?!

    DeejayCity.de
    Wolfgang Röhler
    Genovevaweg 23
    80689 München

  • Stephan Graeske
    Profi
    Beiträge
    1.217
    • 4. April 2004 um 17:59
    • #11

    Ich würde jetzt gerne eine Quelle angeben, aber ich habe diese nicht vorliegen. Daher hier quellenlos:

    4mm^2 darf man bei mehradrigen Leitungen bis 25A einsetzen.

    2mm^2 ist für CEE16 absolut o.k.

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • Mnyut
    Beiträge
    2.329
    • 4. April 2004 um 19:55
    • #12

    Hilft das weiter, bzw ist das noch Aktuell oder hat sich daran schon wieder was geändert?

    http://www.wago.com/wagoweb/german…048_1050ger.pdf


    P.S.: Wenn eine Fehlermeldung beim öffnen kommt, rechts klick -> Ziel speichern unter -> Datei von der Festplatte aus öffnen

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