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Wie laut sind 2000 Watt open air?

  • Matthias M.
  • 24. Mai 2004 um 10:11
  • Volker Holtmeyer
    Profi
    Reaktionen
    57
    Beiträge
    3.792
    Termine
    13
    • 2. Juni 2004 um 10:44
    • #21
    Zitat


    Es ist nicht richtig, daß "outdoor" der beste Sound zu erzielen ist, weil keine Reflexionen da sind.

    Reflexionen bilden einen Nachhall im Raum und ein guter Raum BRAUCHT Nachhall. Ohne Nachhall ist keine gute Beschallung nötig. Es gibt klare Empfehlungen wieviel Nachhall für welche Situation (Sprache, Musik, Konzert, ...) nötig ist!


    Da möcht ich dir widersprechen. Eine elektroakustische Anlage bietet Outdoor definitiv die beste Performance. Es gibt ja nur den Direktschall - also nichts, was den Klang beeinflussen könnte. Quasi so, als wenn man einen Kopfhörer auf hätte.

    Im Raum addieren sich Reflexionen. Das kann - wie du richtig sagtest - positiv sein; Reflexionen können aber auch negativ sein. Man muss nämlich unterscheiden zwischen frühen und späten Reflexionen. Alles, was so etwa nicht später als 35 ms nach dem Direktschall eintrifft, wird von unserem Ohr (bzw. dem Gehirn) integriert - wird also dem Direktschall zugeordnet und der Pegel des Empfangenen (eigentlich des empfundenen) Signals erhöht sich. Bei später eintreffenden Signalen gelingt uns das nicht mehr; daher sind späte Reflexionen für die Sprachverständlichkeit schädlich.

    Bei Musik ist es indes so, dass wir dort späte Reflexionen (bzw. ganz viele davon, also Nachhall) eher als angenehm empfinden. Allerdings auch nur bis zu einem gewissen Grad und zumeist nur bei akustischer Musik - also "echten" Instrumenten. Sobald Musik eher perkusiv und staccato ist, wird zuviel Nachhall wieder als negativ empfunden.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Stephan Graeske
    Profi
    Beiträge
    1.217
    • 3. Juni 2004 um 19:04
    • #22

    Du hast völlig recht! War wohl etwas zuspät, um klar zu denken.

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • Arieba
    Beiträge
    766
    • 3. Juni 2004 um 21:55
    • #23

    zusammenfassend würde ich dir fürs nächste mal folgendes raten:

    1. Alle MP3s normalisieren, d.h. auf gleichen Pegel bringen, dann hast du es auch später leichter (geht prima mit wavelab, nero usw.)

    2. Aus dem PC gehst du mit maximal 70% lautstärke raus

    3. Dein mischpult wirfst du weg und kaufst dir eins mit aussteuerungsanzeige (gibts für unter 100 euro) sowohl im eingang als auch im ausgang. da bleibst du immer im grünen bereich. (das vmx 100 ist ganz nett...)

    4. Spar auf ne 2. endstufe und ne billige, analoge frequenzweiche. du erhälst dafür locker 3-4 db mehr schalldruck (die passivweichen holst du natürlich aus den bässen raus)

    5. Wie oben im thread schon beschrieben: AMP immer auf Vollgas. eventuell sind die poties am ende/verdreckt/cola etc.

    Bis du sicher, das die Tops auch nach unten hin abtrennen??? Das kannst du ganz leicht herausfinden: Nimm ein Lied mit viel bass und stell das topteil in eine ecke in deinem zimmer und dreh auf. wenn du das gefühl hast, es fehlt eigentlich kein bass, dann ist klar, warum das ganze zerrt und knackt. Im übrigen hast du passive weichen, vermutlich mit 12 db /oktave, dh. du hast eine impedanzsenke exakt bei der übergangsfrequenz (selbst wenn die tops nen hochpass haben). Zum einen überlappen sich die kurven, es ist ja nciht so, dass exakt nach z.b. 120 Hz schluss ist bei der bassbox. ebenso beim top.
    Also, warum zerrt und knackst es? 1. Der Amp kann keine echten 2 Ohm, dh. bei der übergangsfrequenz (und drumherum) geht ihm der strom aus (impedanzsenke---> mehr strom bei gleicher spannung ---> das ding zerrt/strombegrenzer etc.) 2. die tops sind vermutlich nicht nach unten abgetrennt ---> müssen tieffrequenten anteil verarbeiten --->interne schutzschaltung greift evnt. ein oder die dinger sind schlicht überlastet...

    ... und W-Bins sind doch lauter als der Rest!

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