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gitarre "anfetten"

  • Wulfson
  • 9. Juni 2004 um 22:56
  • Wulfson
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    • 9. Juni 2004 um 22:56
    • #1

    wie kann ich "dünn" aufgenommene Gitarrenspure "anfetten"? ich hab nen mitschnitt aus einem proberaum bekommen (mehrspur) und soll ein demotape basteln. die aufgenommene gitarre ist allerdings ziemlich fade und schrill.

  • druid314
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    • 9. Juni 2004 um 23:20
    • #2

    Wenn du E-Gitarre (verzerrt) meinst:
    Komprimieren schon versucht ?
    Filtern, wenn zu schrill -> Tp ab 4-7 kHz, Flanken und Einsatzpunkt ausprobieren
    Dicker machen:

    1.) In eine freie Spur kopieren
    2.) Diese komplett zeitverzögern (3-10 ms je nach Tempo)
    3.) Beide Spuren im Raum aufteilen (Balance)

    Du kannst dies auch mehrmals machen und jede nur leicht zeitverzögern

    Oft (zumindest bei Rock) wird davon ausgegangen, daß die Gitarre so "dünn" ist, leider ist sehr oft der Bass der dann nicht drückt, zu veschwommen ist oder ähnliches.

    Allerletztes Hilfsmittel sind dann Sequenzer-basierte Hilfen, wie Ampiltube
    oder dergleichen, diese funken, je nach Anwendungszweck sehr gut.

  • Andreas Vieten
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    • 10. Juni 2004 um 00:19
    • #3
    Zitat von "druid314"


    Dicker machen:

    1.) In eine freie Spur kopieren
    2.) Diese komplett zeitverzögern (3-10 ms je nach Tempo)
    3.) Beide Spuren im Raum aufteilen (Balance)

    Ja Klar. Und dann drück mal bitte den Mono-Button beim Mischen.

    Beim Rock/Metal werden Bratgitarren zwar sehr oft gedoppelt und r/l gepant, aber das sind dann zwei separat eingespielte Spuren.

    Gitarrensounds sind mit Abstand das schwierigste bei Rock-Aufnahmen. Wenn Du keinen Einfluss auf die Mikrofonierung/Position mehr ausüben kannst (was 80 % des Sounds ausmacht), kannst Du wirklich nur noch Schadensbegrenzung mit Eqs oder Röhren/Bandsättigung versuchen. Die Säge ist meist bei 2-3 kHz. Auf keinen Fall nen Tiefpass da setzen, da Du den Bereich ab ungefähr 5,5 KHz brauchst, um die Gitarre präsent zu bekommen. Wichtig ist auf jeden Fall, das Du zwei Spuren hast, sonst hast Du die Mitte für den Gesang nicht frei.

    Ich nehme auch immer eine DI-Spur mit auf, so kann ich im Bedarfsfall die Spur nochmal durch den Amp jagen, oder als Ergänzung durch Amplitube/Warp. Denn wenn’s beim Mix nicht passt, ist es immer am einfachsten an die Quelle zurückzukehren und da zu schrauben.

    edit: Interpunktion .. "zurückzukehren" zusammen oder getrennt?

  • slayer
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    • 10. Juni 2004 um 13:57
    • #4

    na eine säge scheint die gitarre ja schon zu sein, da macht es wohl kaum sinn so weit oben noch mehr gas zu geben. klar sind 2 aufgenommene spuren besser als 1 gedoppelte, aber es bringt auf jeden fall schon eine menge. als kleinen tip, versuchs doch mal mit einem netten stereo chorus...

    hauptsarre gitarre !

  • druid314
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    • 10. Juni 2004 um 14:49
    • #5

    1.) Von der Mono-Kompatibiltät hat man sich schon seit paar Jahren verabschiedet oder hast schon mal ein aktuelles Metal-Album auf einem Mono-Gerät gehört ? Dort ist nämlich Essig mit Gitarre, fast unhörbar !
    2.) Klar was nicht alles besser wäre, aber konkret war die Frage, was macht er mit einer Spur !
    3.) Ich stimme slayer voll zu, was machstn mit 6 K ? Schau die mal F-verlauf an, wennst dich mit Amplitube & Co spielst, speziell Speakersimus. Wo welche Bereiche dann noch da sind, und welche nicht.

  • Wulfson
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    • 10. Juni 2004 um 15:07
    • #6

    na leute..nicht gleich in die haare kriegen. die "säge" ist da..nur leider fehlt der druck, das differenzierte...wie soll man klang beschreiben. das ist ne hardcore band-kein metall-ergo soll die gitarre schön braten und nicht quäken (macht sie grad so richtig saftlos). die idee mit dem chorus werd ich mal testen..danke

  • Andreas Vieten
    Beiträge
    253
    • 10. Juni 2004 um 15:52
    • #7

    Ich hab ja auch nie geschrieben, dass er oben was reindrehen soll. Ich habe lediglich geschrieben, dass in dem Bereich die Säge ist. Alles andere kann man ja selber folgern ;) Persönlich finde den Bereich ab 4 kHz sehr wichtig, daher hab ich von dem Tiefpass abgeraten. Ich wollte auch nur zum Ausdruck bringen, das die Möglichkeiten sehr gering sind, da der Sound zum einem überwiegenden Teil durch Mikrofon/Position vorterminiert ist. Wenn ich ein Demo für ne Band mischen soll, und die haben nur eine Gitarrenspur aufgenommen (und diese auch noch schlecht) dann hole ich mir den Gitarristen, damit er den Schmuh nochmal einspielt, anders gehts halt nicht.

    Das ist übrigens auch ein Proberaumdemo:

    TrickorTreat - The Lonesome Place

  • Wulfson
    Verifiziert
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    • 10. Juni 2004 um 16:08
    • #8

    es sind zwei spuren vorhanden: einmal mit sm57 und einmal mit großmembran
    evt liegts wohl auch noch dran, das es keine effekte gibt, nur den "überdrehten" gain des topteils. na mal schauen, was sich noch machen läßt..ansonsten hilft wohl nur der weg zur separaten aufnahme.

    so was wie das demo wird mich wohl demnächst erwarten...2 tage lang

  • Mix4Munich
    Beiträge
    788
    • 10. Juni 2004 um 23:28
    • #9

    Wenn schon zwei Spuren vorhanden sind, klingen die denn beide so dünn?

    Um eine einzelne Gitarrenspur anzufetten, such' Dir mal eine Frequenz zwischen 300 und 800 Hz und booste die kräftig. Die Klampfe gewinnt dadurch an "Bauch" und klingt meist "holziger" und natürlich fetter. Welche Frequenz genau und wie stark, musst Du im Zusammenhang mit der Stimme ausprobieren - zuviel Klampfe erdrückt häufig den Gesang, also nicht übertreiben!

    Und wenn Du demnächst ein Demo mit der Band aufnimmst, und Du hast zwei Spuren und zwei Mics zur Verfügung, würde ich Dir diese Tipps mitgeben:
    - das SM57 zwischen einem und fünf cm vom Speaker entfernt aufstellen, NICHT auf die Mitte des Speakers ausrichten, sondern eher nach aussen, auf einen Punkt, der etwa auf der Hälfte der Strecke zwischen Mitte und Rand des Speakers liegt. Oder sogar noch etwas weiter aussen. Diese Spur soll den Schub in den Tiefmitten liefern
    - das Großmembranmikro zwischen zehn und zwanzig cm vom Speaker entfernt und auf die Mitte oder eher leicht daneben richten (wird nicht sooo einen großen Unterschied ausmachen). Diese Spur soll die Klarheit in den Höhen und oberen Mitten liefern und evtl. noch etwas zum tieferen Bass beisteuern
    - wenn Du diese beiden Spuren hast, kannst Du einfach durch Dosierung des Mischungsverhältnisses eine Menge guter und unterschiedlicher Sounds von der Gitarre bekommen
    - nehmt Ihr die Grundspuren zusammen auf? Um dabei das Übersprechen zu reduzieren, kannst Du einen auf die Seite gekippten Tisch mit zwei oder drei Decken behängen und das vor die Mikros und den Amp stellen, etwa einen knappen Meter vom Amp entfernt - da gibt weniger Übersprechen in beide Richtungen

    Und ganz allgemein: Statt eines Großmembraners bekommt man auch mit einem AKG D112 tolle Ergebisse.

    Viele Grüße
    Jo


    Edit start
    PS: Wenn es dann immer noch zu dünn klingt, wirkt weniger Gain am Amp manchmal Wunder!
    Edit stop

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • Wurst Werner
    Profi
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    Beiträge
    4.619
    • 11. Juni 2004 um 09:19
    • #10

    Mahlzeit,

    FAT A hat nicht unrecht. Klingt die Gitarre schon auf der Aufnahme nicht dick, wird kein "Plug In" der Welt weiterhelfen können. Wenn es um Hardcore geht, kommt man auch um richtiges Doppeln nicht umhin. Tipps für den Gitarrensound zu geben, ist so gut wie unmöglich. Das ist so stark vom Ausgangssignal und der Mikroposition abhängig, das es keine allgemeingültigen Tipps gibt. Nur ein Tipp, wenn es mal schnell gehen muss:

    Nehmt ruhig 6-10 Mikros und knallt diese vor eine 4x12. Gitarristen 2 min spielen lassen und das ganze aufnehmen. Spuren abhören und einfach mit 1-3 Mikros weiterarbeiten, die sofort und ohne EQ(!) gut klingen. Dabei wird man schnell erkennen, dass es "DAS" Mikro für Gitarrenaufnahmen nicht gibt. Es hat immer mit der Positionierung zu tun. Hab z.B. schon gute Aufnahmen mit einem Sennheiser 604 (ja, das Tom Mikro) gemacht. Also, nicht lange rumexperimentieren. Einfach die Box mit Mikros "zuknallen". In der Regel klingt mindestens eines von 10 Mikros direkt gut. Klingt alles scheisse, dann würde ich es mit einem anderen Gitarristen/Amp probieren :wink:

    Viele Grüsse
    WW

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

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