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Zulassungsfreie Frequenzen bei Mics

  • deecee
  • 6. Juli 2004 um 13:57
  • deecee
    Beiträge
    6
    • 6. Juli 2004 um 13:57
    • #1

    Hallo Leute,

    ich wusste nicht in welches Forum das passt. Deshalb hab ich es hier reingesetzt. Ich habe mal eine Frage zu den Frequenzen von Mikrofonen die zulassungsfrei sind. Mich würde interessieren welche Frequenzen das sind und was ich mir darunter vorstellen darf.

    Ich hab ein DB WM210. Frequenz: VHF:173 - 240 MHz
    falls euch das weiterhilft.

    Danke schonmal

    Dennis

  • Ton_Opa
    Profi
    Beiträge
    490
    • 6. Juli 2004 um 17:10
    • #2

    Deine Freqs musst du bei der RegTp anmelden.

    Es gibt Geräte mit "allgemeiner Zuteilung", die Bedürfen keiner Anmeldung, oder zusätzliche Gebühren. Die Frequenzen liegen
    um 433 MHz (Sonderkanal37), der läuft aus.

    aktuell ist 863 bis 865 MHz.

    Du darfst Dir darunter vorstellen, dass dort alles funkt, was nichts dafür bezahlen will:
    Funkgeräte, Babyphone, garagentoröffner, und Jedermann-Mikrofone.

    Ruf einfach die zuständige Reg Tp deines Wohnortes mal an.

    Gruß
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • deecee
    Beiträge
    6
    • 8. Juli 2004 um 08:20
    • #3

    Vielen Dank für die Antwort. MUSS man das denn anmelden?

  • HMPF
    Profi
    Beiträge
    618
    • 8. Juli 2004 um 17:21
    • #4

    Ja, alles was nicht zwischen 862 und 865 (ca.) funkt ist anmelde- und Gebührenpflichtig. In der Praxis macht das allerdings fast niemand. Dennoch sind die Strafen bei weit über 1000 Euro, wenn man erwischt wird. Habe da von Horrorszenarien gehört, in denen angeblich mehrere Funkies beschlagnahmt wurden und zusätzlich eine Strafe von über 5000 Euro fällig war. Das allerdings nur über 23 Ecken gehört....

    Wenn Du Dir jetzt also ein Funkie kaufst, dass völlig ohne Gebühren oder Anmeldung funken darf (AKG WMS 40 ISM / Sennheiser EW 125), dann musst Du aber auch damit rechnen, dass Du irgendwann mal ein Babyphone oder ein HiFi-Funkkopfhörer empfängst und dann isses Essig.

    "die Anlage sieht aus wie ein plattgefahrenes Ü-Ei"

    "Das Mikro ist kaputt, das pfeift nicht!"

  • PA-Peter
    Profi
    Beiträge
    7.614
    • 8. Juli 2004 um 17:30
    • #5

    Zum Glück wirst Du keinen Schrott empfangen (bessere Geräte haben einen Pilotton), aber der Empfänger wird dann einfach mal unmotiviert seinen Ausgang muten...

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

  • HMPF
    Profi
    Beiträge
    618
    • 8. Juli 2004 um 23:14
    • #6

    Ja, PA-Peter. Bessere Geräte haben Pilot, aber kennst Du ein Funkie im ISM-Band, das Pilottonmute bietet? :)

    "die Anlage sieht aus wie ein plattgefahrenes Ü-Ei"

    "Das Mikro ist kaputt, das pfeift nicht!"

  • PA-Peter
    Profi
    Beiträge
    7.614
    • 9. Juli 2004 um 07:41
    • #7
    Zitat von "HMPF"

    Ja, PA-Peter. Bessere Geräte haben Pilot, aber kennst Du ein Funkie im ISM-Band, das Pilottonmute bietet? :)


    Joa, alle prof. Strecken, die ich in diesem Frequenzband bestelle :mrgreen:
    Die können dann halt i.d.R. noch ein paar Frequenzen mehr, die dann den Tommys zuzuschreiben sind ;)

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

  • derautor
    Profi
    Reaktionen
    18
    Beiträge
    1.089
    • 9. Juli 2004 um 11:41
    • #8
    Zitat

    Ja, alles was nicht zwischen 862 und 865 (ca.) funkt ist anmelde- und Gebührenpflichtig.

    Das stimmt leider nicht! Auch dieser Frequenzbereich ist anmelde- und gebührenpflichtig. Lediglich der de-regulierte Bereich zwischen 863-865 MHz kostet keine Gebühren, die Geräte müssen aber auch angemeldet werden.

    Alles Weitere hier:

    http://www.regtp.de/schriften/02222/01/index.html

    Der VHF-Bereich ist nicht nur gebührenpflichtig, sondern unterliegt auch noch örtlichen Einschränkungen.


    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • Multicore
    Profi
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    219
    • 11. Juli 2004 um 14:08
    • #9

    Man achte mal auf Punkt b)... der Ein-oder Andere wird wohl nun seine alten 8-Meter Strecken vom Dachboden holen und entstauben :mrgreen:


    2. Allgemeinzuteilung

    Verschiedene Frequenzen für drahtlose Mikrofone sind von Amts wegen als Allgemeinzuteilung für die Nutzung bestimmter Frequenzen durch die Allgemeinheit zugeteilt worden. In diesen Fällen bedarf es keiner weiteren Frequenzzuteilung im Einzelnen, wenn die drahtlosen Mikrofone den Bestimmungen unter "Funkanlagen" entsprechen. Auch Gebühren und Beiträge fallen nicht an.

    a) 863 - 865 MHz
    Dieser Frequenzbereich ist der Allgemeinheit u.a. zur Nutzung durch drahtlose Mikrofone zugeteilt.
    Den Text der Allgemeinzuteilung finden Sie im Amtsblatt 25/2003, Verfügung Nr. 68. (PDF, 8 KB)


    b) 29,7 - 47,0 MHz
    13 Frequenzteilbereiche aus diesem Frequenzbereich sind der Allgemeinheit zur Nutzung durch draht-lose Mikrofone zugeteilt.
    Den Text der Allgemeinzuteilung finden Sie im Amtsblatt 7/2004, Verfügung Nr. 8. (PDF, 22 KB)


    c) 433,05 - 434,79 MHz
    Dieser Frequenzbereich ist der Allgemeinheit u.a. zur Nutzung durch Funkanwendungen geringer Reichweite zugeteilt. Darunter fallen auch drahtlose Mikrofone.
    Den Text der Allgemeinzuteilung finden Sie im Amtsblatt 25/2003, Verfügung Nr. 71. (PDF, 14 KB)

    Lämpchen glimmt - Schaltung stimmt!
    Techniker rot - Schaltung tot!

  • Multicore
    Profi
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    Beiträge
    219
    • 11. Juli 2004 um 15:01
    • #10
    Zitat von "PA-Peter"

    Zum Glück wirst Du keinen Schrott empfangen (bessere Geräte haben einen Pilotton), aber der Empfänger wird dann einfach mal unmotiviert seinen Ausgang muten...

    Hallo Peter,

    der Pilotton ist kein Allheilmittel...
    nur bei abgeschaltetem Sender sorgt er dafür, daß der Empfänger keine
    Signale von Störsendern auf den NF-Ausgang gelangen lässt.
    Wenn aber eine Strecke im normalen Betrieb von einem Störsender betroffen ist, hängt es weiterhin von der Feldstärke an der Empfangsantenne ab, welcher Sender "gewinnt". Erst wenn der Störträger den Nutzträger 100% platt macht, ist auch gewährleistet, daß die Pilotton-Squelsh-Funktion wieder greift. Solange der Empfänger aber noch den PT
    "hört" wird er auch die NF nicht muten und es können weiterhin demodulierte Artefakte von Nutz- und Störsignal auf dem NF-Ausgang erscheinen.
    PT schützt also weder vor Störträgern, noch macht es die Strecke sicherer! Wer ungenutzte HF-Strecken am Pult mutet, kann sich diese Funktion getrost sparen.

    Lämpchen glimmt - Schaltung stimmt!
    Techniker rot - Schaltung tot!

  • Knöppedreher
    Beiträge
    335
    • 11. Juli 2004 um 17:18
    • #11

    Hallo

    mal zu den Horrorscenarien: wir hatten eine Veranstaltung in Köln vorm Stadion und da kam dann neben dem Bauordnungsamt auch gleich mal die Herren von der regulierungsbehörde für telekommunikation - und die haben jede Strecke die sich auf dem Platz befand untersucht und festgestellt, ob da auch die "urkunde" (denn sowas bekommt man dann ja wenn man sie angemeldet hat) vorliegt ...

    man kann auch sehr schön Pakete zusammenfassen (haben z.B. 4er Racks und dann für die 4 Sender bzw empfänger eine urkunde - dann zahlt man nur einmal 150 € und 6 euro pro strecke im Jahr - man kann da dann auch mehrere frequenzen zuordnen lassen) - und die Prüfungen haben sich seitdem noch 2x wiederholt!

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