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Frequenzweichen berechnen mit WinISD

  • Xilef
  • 8. Juli 2004 um 22:11
  • Xilef
    Beiträge
    23
    • 8. Juli 2004 um 22:11
    • #1

    Hallo

    Ich habe für unseren Jugendraum zwei neue Tops gebaut. Leider haben wir noch keine Frequenzweichen und wir können die Dinger noch nicht in bertieb nehmen. WinISD scheint mir ein ganz brauchbares Programm zur berechnung der Weichen. Das ganze soll passiv auf der 12db/Oktave Ebene 2nd-Order getrennt werden.
    Ich verstehe nur nicht was ich unter Frequencies bei Bass cutoff und bei Tweeter cutoff eingeben muss wenn ich bei 1,8KHz trennen will ???
    Unter Drivers muss Bass Z und Tweeter Z eingegeben werden. Das wird aber wahrscheinlich der Widerstand der Treiber sein ... oder nicht ???

    Währe echt nett wenn mir jemand antworten könnte.
    Danke
    Mfg. Felix

  • TomyN
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    • 9. Juli 2004 um 08:55
    • #2

    Hi,

    ist schwierig. Also die cutoff frequency müsste 1800 sein, die Z-Werte sind die Impedanz (bzw. der Betrag der Impedanz), und zwar eigentlich auch bei 1800 Hz.
    Nur, mach dir keine Illusionen, die Hauptarbeit bei der Lautsprecherentwicklung ist die Abstimmung der Weiche.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • Xilef
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    • 10. Juli 2004 um 02:21
    • #3

    Ich währe auch mit jedem anderen Hilfreichen tipp zufrieden. Ist eben die erste Frequenzweiche die ich baue. Vielleicht auch andere Programme oder Formeln zur berechnung.

    Mfg. Felix

  • TomyN
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    • 10. Juli 2004 um 03:09
    • #4

    Hi,

    also bei 12dB Oktave müsste man erstmal noch festlegen, was man für eine Charakteristik will. (Bessel, Linkwitz Rilley, Butterworth o.ä.), d.h. man kann das Filter in Verschiedene Richtungen optimieren (Phasenverlauf, Steilheit im Übergangsbereich etc.).
    Ich denke, es wäre sinnvoll, wenn Du dir erstmal ein Buch über das Thema kaufst.

    Tomy

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  • Xilef
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    • 10. Juli 2004 um 11:50
    • #5

    Hmm ja ein Buch währe bestimmt angebracht.
    Was würdet ihr mir denn für ne art empfehlen für das zweiwege-top?
    Achja nochwas im moment wird das top alleine betreiben also ohne die bässe, müsste ich jetzt nicht darauf achten dass der 12"er nicht zu tief runter geht und der treiber schaden nimmt?

    MFG.

  • TomyN
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    • 10. Juli 2004 um 12:05
    • #6
    Zitat von "Xilef"


    Achja nochwas im moment wird das top alleine betreiben also ohne die bässe, müsste ich jetzt nicht darauf achten dass der 12"er nicht zu tief runter geht und der treiber schaden nimmt?

    MFG.

    Hi,

    also das ist ja das Problem. Die Entwicklung einer Frequenzweiche kann man nicht losgelöst sehen von der Box. Es gibt bei den verschiedensten Anbietern (Conrad, Monacor etc.) Zweiwegeweichen, die kosten nicht viel mehr als das Material. Das sind halt ganz einfach Hoch bzw. Tiefpässe, die irgendwie so ca. designed sind, damit die Trennfrequenz passt.
    Nur, ob du da deinen Traumklang bekommst????
    Wie gesagt, hier ist 'spielen' und Messen angesagt.
    Auf die Buchtitel hab ich leider grad keinen Zugriff, aber ich schau mal.

    Zu zweiten Frage: Es kommt sehr auf dein Boxendesign an. Bassreflex und Hornboxen mögen es normalerweise nicht so recht, wenn sie unter der Abstimmfrequenz 'gequält' werden, da wird das Chassis nämlich nur wenig bedämpft, d.h. es macht viel Hub bei wenig Energie. Ein geschlossenes Gehäuse ist da besser.

    Tomy

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  • Xilef
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    23
    • 10. Juli 2004 um 15:39
    • #7

    Ne ist Bassreflex mit relativ großem Gehäuse. Das heisst ja wenn bei "zu tiefen Tönen" zu viel Leistung drauf gegeben wird, ist die Schwingspule hin. Naja der 12"er hat seine Tuningfrequenz bei 46Hz, also doch ziemlich tief für nen 12"er. Das abzuriegel währe eigentlich kein problem nur muss das dann wieder mit der eigentlichen Weiche kommunizieren und ich weis auch nicht ob das dann noch Funktioniert wenn die großen Bässe dran sind, weil Bass und Top dann aktiv getrennt wird?

  • TomyN
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    • 11. Juli 2004 um 20:01
    • #8
    Zitat von "Xilef"

    Ne ist Bassreflex mit relativ großem Gehäuse. Das heisst ja wenn bei "zu tiefen Tönen" zu viel Leistung drauf gegeben wird, ist die Schwingspule hin.

    Ne, stimmt nicht ganz. Der Lautsprecher kriegt nen mechanischen

    Knacks, der je nach Lautsprecher verschiedene Auswirkungen haben kann:
    - Abreissen der Anschlussdrähtchen der Schwingspule
    - Verschiebung der Zentrierung -> Schwingspule schleift am Magneten -> Geräusche -> Schwingspule wird 'aufgerieben'.
    - Mechanische Zerstörung der Sicke ('Technobass'), d.h. die Spule bleibt okay, die Membran ist aber Zerstört, d.h. meist in der mitte das Stück mit der Spule rausgerisen.

    Es ist nicht sinnvoll hier eine passive Weiche in der Box zu verwenden, sondern dass macht man viel besser mit einer aktiven Frequenzweiche vor der Endstufe, oder evtl. sogar mit nem Lowcut in der Endstufe selbst.

    Tomy

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  • Sound-Klinik
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    Beiträge
    7.900
    • 12. Juli 2004 um 10:11
    • #9

    Xilef

    ... nach Deinen Ausführungen (und dem vermutlich vorhandenen Wissensstand ...) würde ich Dir abraten, eine F-Weiche selbst zu basteln. Das Risiko, die Treiber kaputt zu machen ... oder "günstigstenfalls" eine "nur" schlecht klingende Box zu bekommen, erscheint mir als praktisch 100 % sicher.

    Bei der Entwicklung von F-Weichen müssen sehr viele Dinge bedacht werden - ich hatte das auch schon mal etwas ausführlicher im Forum erklärt ... vielleicht findest Du ja den Beitrag (ich weiß momentant nicht mehr, wo das war ...).

    Von diesen "universellen Fertigweichen" würde ich die Finger lassen, weil sie praktisch nie richtig funktionieren (... eignen sich bestenfalls als Treiberschutz für Hörnchen ...).

    Viele Grüsse

  • Xilef
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    23
    • 12. Juli 2004 um 11:19
    • #10

    Ja darüber bin ich mir im klaren. Das problem ist eben, dass die Lautsprecher eben sowohl als Hifi Boxen für unseren Jugendraum (und deshalb auch bedienbar von Jedermann) zum Fernsehen und Musik hören als auch PA-mäßig als Top dienen sollen. Aktive Trennung ist eben auch ne Kostenfrage und vorallem (mit zwei Endstufen, Vorverstärker usw.) nicht mehr von Jedermann bedienbar.
    Eigentlich soll die passive Weiche auch nur ne Vorübergehende Lösung sein.

    Mfg.

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