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ECM-8000 Korrekturdaten

  • DavidH
  • 10. August 2004 um 14:45
  • DavidH
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    533
    • 10. August 2004 um 14:45
    • #1

    Hallo zusammen!

    Da ich gerade in die Entwicklung neuer Bassboxen für meinen "Arbeitsplatz" (Club <120P) stecke, möchte ich natürlich das Ergebnis meiner Arbeit nicht nur "gehörlich", sondern auch messtechnisch begutachten. Was ich nun noch bräuchte, um meine Messungen repräsentativ zu gestalten, wären Kalibrierdaten für meine Messmicro, ein ECM 8000 von Behringer.
    Zwar sollen mir diese Messungen nur als Anhaltspunkt dienen, aber ich möchte so viele Fehlerquellen wie möglich ausschließen.

    Hat da jemand einen Tip? In meiner Packung vom ECM konnte ich keine Angaben/Diagramme finden, die darüber Aufschluß gegeben hätten.

    beste Grüße,
    David

    Phantomspeisung....
    das heißt NICHT, dass der Mischer nix zu essen bekommt

  • TomyN
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    • 10. August 2004 um 15:06
    • #2

    Hi David,

    wenn du nur im Bassbereich messen willst, dann tun die ganzen minielektretkapselkugel Mikros recht gut. Abweichungen gibt's vor allem in den Höhen.
    Zum anderen haben die billigen Teile eine recht hohe Exemplarstreuung, daher bringt irgendeine 'so sollte der F-Gang eigentlich sein' Kurve nix.
    Falls du mit SATlive misst, kannst du mal die Behringer Korrektur Kurve Probieren.
    Beachte auch noch, das oft die Mikrovorverstärker bei extemen Tiefen (< 40 Hz) nicht mehr ganz so linear sind.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • DavidH
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    533
    • 10. August 2004 um 17:06
    • #3

    Danke Tomy!
    nein, ich messe in diesem Fall nicht mit SatLive (das hab ich noch nicht so ganz verstanden). Das Programm hat aber eine Einrichtung zur Kalibrierung der Eingänge, sodass die Unlinearität von DA-Wandler, Amp, Preamp, Übertrager, AD-Wandler und Kabeln bereits ermittelt und einbezogen sind, nur die Daten für das Mikro muss man eben (logischerweise) manuell eingeben. Gibt es denn einen Nennwert für die Empfindlichkeit des Mics (am besten in dBV/Pa, sonst muss ich wieder soviel rechnen)?

    Vielen Dank schonmal,
    David

    Phantomspeisung....
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  • MK
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    • 10. August 2004 um 17:10
    • #4

    Hallo David,
    wie Tomy schon schreibt, kannst Du mit einer pauschalen Korrekturkurve in dieser Preisklasse nichts anfangen, da die Exemplarstreuungen zu hoch sind. Du benötigst in jedem Fall eine individuelle Messkurve DEINES Mikros. Problematisch ist die Erstellung eines solchen Messdiagramms im Bassbereich, da sebst die reflexionsärmsten Messräume untere Grenzfrequenzen haben im Bereich 50 - 100 Hz.
    Eine solche Messung ist also nur im ECHTEN Freifeld oder einem Kund´schen Rohr möglich. Letzteres gibt´s bei der Firma Schoeps in Karlsruhe. Dort könntest Du mal nachfragen, ob sie Dein Mikrofon zu einem akzeptablen Preis messen. Wende Dich am besten an Herrn Wuttke, der ist sehr hilfsbereit und kooperativ und kennt sich auch mit 10tel dB´s aus.
    Wenn Du mehr wissen möchtest mail mich einfach an, bin aber ab Freitag 3 Wochen im Urlaub.
    Gruß
    Martin

    Glaube nur, was auch wissenschaftlich untermauert werden kann, menschliche Sinne lassen sich zu leicht besch... - äähh betrügen!

  • TomyN
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    • 10. August 2004 um 17:17
    • #5

    Hi,

    ich denke, es gibt von Behringer durchaus ein Datenblatt zu dem Mikro,

    http://www.behringer-download.com/ECM8000/ECM8000_C_Specs.pdf

    Da sieht die Kurve im Bassbereich völlig flach aus.
    Wie mein Vorschreiber schon gepostet hat, spielen speziell im Bassbereich so viele Faktoren eine Rolle, dass hier +/-2 dB beim Mikro nicht wirklich ins Gewicht fällt.
    Bevor du irgendwas unternimmst, miss auf jedenfall an verschiedenen Stellen und vergleiche die Messungen.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • SRAM
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    • 11. September 2004 um 22:16
    • #6

    Danke für den Tip mit Schoeps :)

    Dort findet sich auch dieser link:

    http://www.microphone-data.com/

    Für den ein oder Anderen vieleicht von Interesse.

    Gruß SRAM


    P.S.: Frage eines Laien: wie ist denn ein Primär-Normal für Schalldruck aufgebaut ? Prinziep würde mir reichen.

    TIA SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • Sound-Klinik
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    • 12. September 2004 um 16:24
    • #7

    ... solange nur Bässe gemessen werden, sind auch preiswertere Elektretkapseln (mit Kugelcharakteristik) bis etwa 1 kHz recht ausgewogen.

    Was man benötigt, wäre die Empfindlichkeit (zu ermitteln mit einem Schallpegelkalibrator ... z.B. bei 1 kHz), um absolute SPL-Messungen vornehmen zu können.

    Elektretkapseln haben die Eigenschaft, ihre Empfindlichkeit bei Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen zu verändern (Grössenordnung 1 ... 2 dB), so daß gelegentlich neu kalibriert werden sollte (... einmal im Jahr reicht i.d.R. aus, wenn man in einem Raum mit halbwegs konstanten klimatischen Verhältnissen bleibt ...).

    Um stets aussagefähige, reproduzierbare Messungen zu haben, besitze ich daher neben einigen Elektret-Meßmikros auch ein (nach IEC-651) Klasse 0-Meßmikrofon (extern polarisiert) und einen (nach IEC-942) Klasse 1-Schallpegelkalibrator ...

  • SRAM
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    • 12. September 2004 um 17:49
    • #8

    Ist der Schallpegelkalibrator ein Primärnormal und wie ist er aufgebaut ?

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
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  • Sound-Klinik
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    • 12. September 2004 um 18:31
    • #9

    ... das Teil ist von GRASS (Modell 42 AB), ist eichfähig und berücksichtigt laut Herstellerangaben auch Luftdruck etc. (... der Boß der Firma ist Gunnar Rasmussen - Chairman beim ISO TC108/SC3 Standardisation Comitee - war vorher bei Bruel & Kjaer), es arbeitet mit einem Wandler (1 kHz) nicht mit einem Kolben ...

    Mikrofone und Kalibratoren von GRASS sind übrigens nicht schlechter als die von Bruel & Kjaer :wink: ...

  • mufffty
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    • 14. September 2004 um 21:49
    • #10
    Zitat von &quot;DavidH&quot;

    Gibt es denn einen Nennwert für die Empfindlichkeit des Mics (am besten in dBV/Pa, sonst muss ich wieder soviel rechnen)?

    http://www.speaker-online.de/messtechnik/

    da steht Empfindlichkeit:6mV/Pa/1kHz

    MfG Andreas

  • Sound-Klinik
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    • 15. September 2004 um 10:36
    • #11

    ... wobei zu beachten wäre, daß (nicht nur ...) Elektret-Mikrofone eines Typs nicht alle die gleiche Empfindlichkeit haben. Die Schwankungen liegen schon in der Grössenordnung von +/- 1 dB ... manchmal auch mehr. D.h.:

    1. Wenn nur bei der Entwicklung "in sich" gemessen wird (z.B. um Überhöhungen und Phasenfehler zu korrigieren): egal - die Angaben reichen völlig aus.

    2. Wenn man reproduzierbare Vergleichsmessungen machen will: Entweder (leider teures ...) extern polarisiertes - ordentlich aufbewartes ! - Meßmikrofon der 2.000,- Euro Liga kaufen - oder wenigstens "hin und wieder" das 250 ... 500,- Euro Mikrofon mit Schallpegelkalibrator überprüfen.

    Was ich damit sagen will:
    Diese Sollwerte in irgendwelchen Tabellen sind für GENAUE und reproduzierbare Pegelangaben nutzlos (selbst mit dem gleichem Mikrofon - vielleicht in einem Jahr nochmal gemessen - kommen andere Meßwerte heraus ...).

    Gleiches gilt für Frequenzverlaufs-Korrekturen (müssen immer individuell für das jeweilige Mikrofon gemacht werden).
    Und: bei den etwas besseren Elektret-Meßmikros kann man sich die Korrektur (wenigstens bei LS-Entwicklung und Controllereinmessungen) oft sogar sparen, weil manche gar nicht einmal so schlecht (d.h. recht linear) sind ...

  • mufffty
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    431
    • 15. September 2004 um 12:54
    • #12

    Hallo Sound-Klinik,

    wie arbeitet so ein Kalibrator ?
    mit rauschen, verschiedenen Frequenzen oder einem Impuls ?
    werden die Signale (Ausgang Kalibrator, Eingang Mic) miteinander verglichen ?
    Wie ist der Abstand Kalibrator zum Mic.
    Würde mich mal interessieren.

    MfG Andreas

  • Sound-Klinik
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    • 15. September 2004 um 13:36
    • #13

    ... es gibt eigentlich zwei gängige Typen von Kalibratoren:

    1. Pistophone (funktionieren praktisch mechanisch ... da ist ein Kolben drin, der mit Frequenzen von etwa 250 Hz bewegt wird). Diese Dinger sind schon recht altertümlich ... bleiben auch jahrelang sehr genau und stammen aus Zeiten, wo Kalibratoren überhaupt noch erheblich genauer als Mikrofone waren (... heute gibt es hochwertige extern polarisierte Kondensatormikros, die ihren Pegel statistisch in etwa 1000 Jahren nur um weniger als 1 dB verändern ...).

    2. Kalibratoren mit hochwertigem Wandler (d.h. praktisch ein kleiner Lautsprecher), die meistens eine Frequenz von 1 kHz liefern.
    Vorteil: bei Schalllpegelmessern mit Bewertungsfiltern ist der Pegel bei 1 kHz sowohl A-bewertet als auch unbewertet gleich groß !)

    Bei beiden Kalibratortypen werden die Mikrofone hineingesteckt (d.h. es herscht dann vor der Membran ein definierter Wechseldruck/Schalldruck) - gängige Kalibratoren arbeiten mit Kapseldurchmessern von 1", 1/2" und 1/4" ... man kann aber bei den "angesagten" Anbietern auch andere Größen (gegen einen saftigen Aufpreis) bekommen.

    Klasse-2-Kalibratoren haben einfach einen Wandler und berücksichtigen z.B. keine Luftdruckänderungen. Diese Geräte werden auch von einigen Elektronikversendern (z.B. Conrad) angeboten.

    Klasse-1-Kalibratoren sind da schon erheblich genauer (und auch deutlich teurer ...) und funktionieren in Meereshöhe genauso wie auf einem hohen Berg.

    Mein Kalibrator arbeitet in einem Temperaturbereich von -10° ... +50°C, bei 10 ... 90 % rel. Luftfeuchte und einem Druckbereich von 65 ... 108 kPa mit einer Genauigkeit von +/- 0,2 dB (d.h. besser als Klasse 1).

    Und wenn ich in einem Temperaturbereich von +10° ... +40°C "bleibe" (was bei mir auch üblich ist ...), dann habe ich einen Kalibrator der Klasse 0 (d.h. besser als +/- 0,15 dB Toleranz ... i.d.R. also genau genug für LS-Entwicklung :wink: ).

    Wer mehr über solche Geräte erfahren möchte: http://www.gras.dk

  • kater
    Beiträge
    2.304
    • 22. September 2004 um 00:42
    • #14

    also den Frequenzgang hättest du auch auf der Pappe gefunden, in der die Plastik-Box steckt in der das Mikro ausgeliefert wird

    Was juggt mich der Benzinpreis, ich tank eh immer nur für 20 Euro :D

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