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Für die Radostimme: SPL Channel One od. SPL Track One?

  • bibelfreak
  • 14. Dezember 2004 um 23:30
  • bibelfreak
    Beiträge
    73
    • 14. Dezember 2004 um 23:30
    • #1

    Hallo Gemeinde!!

    Wir haben auf einem lokalen Sender 270 Minuten pro Woche um christliches Rado zu machen. Allerdings nicht Live! Es wird alles vorbereitet in unserer Gemeinde ...

    Nun meine Frage:
    Geplant ist die Sprache möglichst gut auf den PC zu bringen.
    Ich dachte an ein SPL Channel One od einen Track One mit AD Wandler das wir das ganze digital aufnehmen und dem Sender geben können.
    Will einfach eine sehr angenehme warme Stimme auf dem ganzen haben!
    Was meint ihr dazu, Röhre oder nicht!!
    Der Vorteil am ganzen ist halt auch das ich die Spl Dinger auch im Gottesdienst bei uns auf den Gesang oder auf dem Sprecher legen kann ...

    Am Rande vielleicht noch ne Mikroempfehlung und ne Software..?

    Gruß Tom
    <><

  • stille
    Beiträge
    32
    • 15. Dezember 2004 um 00:50
    • #2

    Hallo,

    Also imho solltest du mit der Auswahl des richtigen Mikros anfangen,
    bevor du dir Gedanken über den Einsatz eines Channelstrips machst.

    zum Mikro:

    Wenn dein Budget ausreicht würde ich dir raten, dich in Richtung Neumann
    zu orientieren:
    z.B: U87i,
    TLM 170
    oder TLM103 sind hier die üblichen Verdächtigen

    Wenns billiger sein soll tut auch z.B. ein Audiotechnica AT4050 u.Ä. ganz gut.
    Geh am besten mit deinem Sprecher zum Händler und probier die Mics dort aus.

    zum Channel One:
    - Hab ich selber im Einsatz (meistens live mit Neum. KMS105)
    - der De-esser ist sehr gut
    - der Compressor arbeitet wenn mann's raus hat auch sehr ordentlich
    - der Rohrensound ist deutlich wahrnehmbar aber nicht übertrieben
    Aber: Auch hier gilt: hör dir die ganze Kette (Sprecher->Mikro->Ch.-Strip) an

    Zum Track One kann ich dir leider nichts sagen.

    TIP: 1. Wenn du nur einen Preamp mit Wandler willst, solltest du dir auch die
    SPL Gain-Station einmal anhören (sehr sehr geil!!!).

    2. Bevor du zm Channelstrip greifst, solltest du erst mit der Mikrofonposition experimentieren:
    Das hilft deinem Sound meistens mehr,
    als alles Outboard-Equipment dieser Welt!!!

    Greez,

    Alex

    Edit: PS: Ob Röhre oder nicht Röhre muß jeder selber für sich entscheiden.
    Das ist eher eine Glaubensfrage und da bist du "glaube ich" ;) der
    Kompetentere von uns beiden :lol: :twisted: :lol:

  • RaveN
    Beiträge
    258
    • 15. Dezember 2004 um 09:57
    • #3

    EV RE20 ist das Radio Mic schlechthin!

  • Seven
    Profi
    Reaktionen
    321
    Beiträge
    4.376
    • 15. Dezember 2004 um 12:06
    • #4

    Beim HR sowie bei vielen Anwendungen der beiden öffentlich-rechtlichen Anstalten kommen Neumann U87 an Mindprint EnVoice zum Einsatz, zweifelsohne eine Kombi die funzt.

    Ansonsten ist der Channel One sicherlich auch eine sehr nette Lösung.

    gruß
    Jan

  • Hubert Barth
    Profi
    Beiträge
    1.416
    • 15. Dezember 2004 um 12:07
    • #5

    ... in den USA.

    [edit: bezieht sich auf RE20]

    2 Mal editiert, zuletzt von Hubert Barth (16. Dezember 2004 um 11:34)

  • Toff
    Profi
    Beiträge
    349
    • 15. Dezember 2004 um 13:06
    • #6

    Ich helfe einmal im Monat ehrenamtlich einer durchgeknallten Bande von Schauspielern, ihre Radiosendung für das Lokalradio zu produzieren.

    Einige Erfahrungen (hier nur die technischen...):

    Thema Mikro:
    Das Mikro ist wirklich wichtiger als der Preamp. Gerade hopchpegelige Kondensatormikrophone schmeissen schon so viel raus, dass man fast (!) direkt in einen Kompressor gehen könnte (nur pegelmäßig betrachtet) - da hat der Preamp meist nicht mehr viel zu tun. Anders siehts bei Bändchen aus, da ist der Preamp wichtiger.
    Wenn dein Aufnahmeraum nicht wirklich gut bedämpft ist, dann kriegst du spätestens bei Interviews mit drei offenen Großmembran-Kondensator-Nieren-Mikros ein Problem mit zu hohem Raumanteil, der sich dann besser durch Richtmikros vermeiden lässt. In so einer Situation klingen auch mittelpreisige Keulen besser als drei U87.

    Thema Preamp:
    Röhre oder nicht, das ist SO lediglich eine Marketingfrage: denn einen ECHTEN Röhrenpreamp bekommst du auch mit dem Channel One nicht! Nicht drauf reinfallen, dass da eine Röhre sichtbar ist...
    Viel von dem, was man einer Röhre an "Wärme" und dergleichen zuschreibt, kommt oft vom "Eisen" im Signalweg, soll heißen: diskrete Transistorschaltungen mit Trafos im Ein- und Ausgang klingen oft "wärmer" = bandbegrenzter/gesättigter :) , als moderne "Röhrenschaltungen" (die meist nur eine Röhre als Klirrgenerator benutzen).
    Falls du mit einem der gängigen Sendepulte arbeitest (Studer, Eela usw.), kannst du eigentlich mit der Qualität der Preamps sehr zufrieden sein.

    Thema Kompression:
    Ich habe den Verdacht, dass die Radiostationen, die Zeitfenster für lokales Radio bzw. Bürgerfunk bereitstellen (müssen), in genau diesen Zeiten ihre finalen Limiter besonders scharf einstellen, weil sie davon ausgehen (und meistens mit Recht), dass die Amateure sowieso keine Ahnung von Kompression haben und daher meist Material anliefern, was von der Lautheit her nicht radiotauglich ist. Daher gilt es aufzupassen, wie und wie stark du komprimierst. Ich war anfangs geschockt, was die mit meinen vorkomprimierten Mixes angestellt haben... mittlerweile lasse ich nur noch die eingebauten Limiter des Studer- oder Eela-Broadcastpultes leicht eingreifen, weil den Rest sowieso der "Sende"-Limiter macht.

    Thema Software:
    Obwohl ich Wavelab sehr sehr gelungen finde, ist "Cutmaster/TripleDat" für den Radiobetrieb meines Erachtens intuitiver und schneller bei der Schneide-Arbeit. Ist aber vielleicht Geschmackssache, außerdem wirds nicht mehr hergestellt.

    Die beste Investition ist meines Erachtens immer noch Sprecherziehung/Stimmbildung für deine Sprecher und Sprecherinnen...

    Gruß vom Toff

  • jeff
    Profi
    Beiträge
    421
    • 30. Dezember 2004 um 12:25
    • #7

    moin!

    du sagtest die sendungen sollen in der gemeinde gemacht werden...

    da rate ich dir entschieden von kondensator mics ab! nimm was dynamisches sonst wirst du mit dem raum nicht glücklich.

    da wären die üblichen verdächtigen:
    RE 20
    M99 (beyer)
    von mir aus MD 421
    von shure gibts noch eins ist aber sack teuer.

    nen ordentlichen schaumstoff drauf und die leute schön nah ran. dann wirds auch warm und du hast weniger raum probleme.

    zum compressor:

    nimm einen bei dem du die bässe im regelweg abschwächen kannst.
    sonst reagierten die nur auf den bass und pumpen.

    ich hab ganz gute erfarungen (vorallem bei billig komps) gemacht wenn ich bei nem stereo gerät beide in reie schalte.
    der erste macht mit wenig ratio und recht tief angesetzem threshold und längerer attack das signal milde platt und der zweite gibt den "peak limiter".

    zum oben angesprochenen sendelimiterproblem:

    sie zu das die sprache ca 6dB lauter ist als die musik (klassik mal ausgenommen). dann macht der sendelimmiter die sprache schön laut aber die mukke pumpt nicht. ansonsten rücksprache mit dem techniker vom sender halten damit der nicht das "bürgerfunk hartcore preset" einschaltet.


    grüße

    p.s. keinen kaffe für die sprecher!

    meine rechtschreibfehler sind urheberrechtlich geschützt und unterliegen der VG wort

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