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Kabel-Reparatur

  • Christian Engel
  • 9. Januar 2005 um 22:55
  • Christian Engel
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    • 9. Januar 2005 um 22:55
    • #1

    Hallo,

    streite mich gerade mit einem Kollegen. Grund: gestern wurde eine 32A-CEE Zuleitung für einen Dimmer beschädigt. Die Zuleitung ist fest mit dem Gerät verbunden. Es ist an einer Stelle der Kabel-Außenmantel minimal eingerissen. Die Isolierung der Innenleiter ist sichtbar, diese aber nicht beschädigt. Wäre eine Reparatur der schadfhaften Stelle mittels Schrumpfschlauch ausreichend sicher und zulässig oder muss die Zuleitung komplett erneuert werden? Kabeltyp: H07RN-F 5G6.

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • Apostoli
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    • 10. Januar 2005 um 00:34
    • #2

    imho wäre die reparatur mittles schrumpfschlauch nur als vorübergehende reparatur zulässig. wenn ich es schaffe guck ich morgen in die vde und sag dann bescheid wie es rein rechtlich ausschaut.

  • Sokke
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    • 10. Januar 2005 um 07:21
    • #3

    So rein logisch... Gummischlauchleitung ist ja (zumindest "eigentlich") Pflicht in der VT, aber ein Schrumpfschlauch ist nun mal nicht aus Gummi. Zumindest deshalb ist das wahrscheinlich nicht zulässig (wenn auch in der Praxis nicht gerade die schlimmste denkbare Form der Improvisation).

    [Hier die Signatur einfügen]

  • Christian Engel
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    • 10. Januar 2005 um 18:53
    • #4

    Tja, ich möchte halt nur, dass eine Reparatur - falls möglich - vorschriftskonform bleibt. Da achte ich sehr genau drauf. Das Kabel komplett zu Wechseln wäre unschön, aber natürlich machbar -> Garantie futsch. Natürlich könnte ich den Stecker auch nach der schadhaften Stelle neu montieren. Bleiben noch 80cm von ursprünglich 2m Zuleitung. Aber es würde mich wirklich interessieren, ob die von mir vorgeschlagene Reparatur rechtens wäre. Also falls da jemand das nötige Fachwissen hat -> ich wäre sehr dankbar für Aufklärung :wink:

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • Swemers
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    • 10. Januar 2005 um 20:58
    • #5

    Hi,
    ich denke hier wird die ein Hersteller (oder dein Grosshändler) von Schrumpfschläuchen helfen können. Diese haben Tabellen, in welchen Vorgegeben ist für welche mech. Beanspruchung welcher Schrumpfschlauch geeignet ist. Ob es für eine H07RN-F 5G6 bei "hoher mech. Beanspruchung" Schrumpfschläuche gibt, kann ich dir so nicht sagen, aber der Hersteller sollte da (wenn sich der Aufwand ihn zu Fragen lohnt) die verlässlichste Quelle sein.

    mfg
    Swemers

  • buzz
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    • 11. Januar 2005 um 17:56
    • #6

    Hi Christian,

    ich habe diese Problematik auch schon einmal ausführlich durchgearbeitet.

    Die VDE ist für diesen speziellen Fall leider (wie fast immer) sehr schwammig formuliert.

    Nachdem ich zu keiner befriedigenden Antwort gekommen bin, habe ich die Frage mal einem mir bekannten vereidigten Sachverständigen vorgelegt.

    Seine Aussage war, dass eine solche Reparatur durchaus in Ordnung geht, sofern ein Schrumpfschlauch verwendet wird, der für flexible Leitungen geeignet ist. Den Nachweis der Eignung muss man aber selbst erbringen bzw. vom HErsteller bestätigen lassen.
    Diese Antwort war natürlich auch nicht das, was ich mir erhofft hatte, da er mir keinen für dauerhaft bewegte Leitungen zugelassenen Schrumpschlauch nennen konnte.

    Die üblichen Verdächtigen (3M, Raychem, HellermannTyton) haben einen solchen Schrumpfschlauch jedenfalls nicht im Programm.

    Was es allerdings gibt, ist ein selbsverschweissendes Isolierband, welches auch dauerhaft flexibel bleibt. Nur haftet daran natürlich jedes Staubkorn, da die Oberfläche leicht klebrig bleibt. Und optisch ist so eine Wickelbinde ja auch nicht so der Bringer.

    Nach langem Hin und Her habe ich dann den Versuch aufgegegben, was passendes zu finden und erneuere seitdem die beschädigten Leitungen.

    Nebenbeibemerkt: Ich denke nicht, dass die Garantie erlischt, wenn die Zuleitung getauscht wird. Eventuell vorab mit dem Hersteller reden und schriftliche Bestätigung anfordern, dass die Garantie erhalten bleibt. Bei "amtlichen" Herstellern ist das nach meiner Erfahrung gar kein Problem.

    Gruß aus Nürnberg,

    Buzz

    Hier geht's weiter...

  • Christian Engel
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    • 16. Januar 2005 um 00:11
    • #7

    Anbei mal ein kleines Bild der schadhaften Stelle:

    Ich habe hier zwar extrem robusten Industrie-Schrumpfschlauch rumliegen, aber naja :roll: Ich denke, dass eine kurzfristige Erneuerung der Zuleitung das Mittel der Wahl wird...

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • 1012178
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    • 16. Januar 2005 um 01:15
    • #8
    Zitat von "buzz"

    Was es allerdings gibt, ist ein selbsverschweissendes Isolierband, welches auch dauerhaft flexibel bleibt. Nur haftet daran natürlich jedes Staubkorn, da die Oberfläche leicht klebrig bleibt. Und optisch ist so eine Wickelbinde ja auch nicht so der Bringer.

    Zur Not dieses Isolierband verwenden (falls überhaupt erlaubt!?) und mit Schrumpfschlauch vor dem Staub schützen :roll:

  • Online
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    • 16. Januar 2005 um 02:04
    • #9

    Sorry fürs schlau daherreden, aber: auf dem Foto sieht es so aus, als wäre es nicht wie angegeben ein 5G6, sondern ein 5G4 Kabel.

    Von daher würde ich fast zu einem Austausch raten, egal ob Schrumpfen, Tapen oder was auch immer möglich wäre. "Amtlicher" ist es auf jeden Fall, Garantie hin oder her. Wie schon von Buzz erwähnt vorgehen, und den Hersteller kontaktieren.

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • Didy
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    • 16. Januar 2005 um 02:30
    • #10
    Zitat von "1012178"

    Zur Not dieses Isolierband verwenden (falls überhaupt erlaubt!?) und mit Schrumpfschlauch vor dem Staub schützen :roll:


    Aber man sollte ja eben keinen Schrumpfschlauch verwenden, wegen der geforderten flexibilität... Da hilft das Klebeband unterm Schrumpfschlauch wohl auch nicht....

    Man könnte aber normales Isotape über das selbstverschweißende tun......

    Gruß
    Didi

  • Christian Engel
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    • 16. Januar 2005 um 09:48
    • #11
    Zitat

    Sorry fürs schlau daherreden, aber: auf dem Foto sieht es so aus, als wäre es nicht wie angegeben ein 5G6, sondern ein 5G4 Kabel.

    Das hat nichts mit schlau daherreden zu tun... Du hast völlig recht :roll: Tut mir leid - mein Fehler.

    An sich sehe ich prinzipiell keine Veranlassung, bei einem Dimmer, der lediglich mit max. 20A pro Phase belastet wird, ein 5G6 dranzuschrauben :?: [/quote]

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • Haytech
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    • 18. Januar 2005 um 10:29
    • #12
    Zitat

    An sich sehe ich prinzipiell keine Veranlassung, bei einem Dimmer, der lediglich mit max. 20A pro Phase belastet wird, ein 5G6 dranzuschrauben


    Das kommt darauf an, wie lang die Leitung ist, undwie hoch der Leitungsschutz in der Verteilung ausgelegt wurde. Wenn eine CEE32 dran ist, dann ist davon auszugehen, dass die Leitung mit 32 A belastet werden könnte bis der LS auslöst - also bitte mit 6mm² Leitung.

    Eine solche Beschädigung wie sie oben beschrieben ist würde ich nicht "flicken" - egal was die Vorschriften sagen - eine Kaputte Gerätezuleitung ist immer eine Schwachstelle.

    Das ist "nur" eine Meinung, und daher objektiv gesehen nicht aussagekräftig.

    MfG
    Sebastian

    MfG
    Sebastian

  • Apostoli
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    • 18. Januar 2005 um 10:35
    • #13

    hallo haytech

    ich sehe auch kein größeres problem darin den dimmer mit einer anschlussleitung 5G4 auszustatten.

    Der maximal fließende betriebs-strom wird ja in diesem fall vom gerät selbst vorgegeben. im falle eines körperschlusses erhöht diese anschlussleitung den schleifenwiderstand auch nur minimal.
    Außerdem löst ein 32A LS - je nach kennlinie B/C) beim erreichen von 32A h noch nicht sofort aus.

    wenn man nur nach der absicherung des stromkreises geht müsste schließlich auch jede schreibtischlampe oder jedes effektgerät im siderack mit 1,5 bis 2,5mm² angeschlossen werden...

  • Haytech
    Beiträge
    632
    • 18. Januar 2005 um 12:08
    • #14

    Hallo Apostli,
    Du hast recht auch im hinblick auf die vorhergehende Absicherung dadurch ist der Strom begrenzt.
    Bitte bedenke aber auch, dass im falle einer unsymetrischen Belastung die ja nicht untypisch ist für Dimmersysteme, der Neutralleiter u.U. doppelt hoch belastet wird wenn nur L1 u. L2 belastet sind ...

    Bei einphasig Eingespeisten Geräten kommt nicht zu einer höheren Belastung des Neutralleiters.


    MfG
    Sebastian

    MfG
    Sebastian

  • Copic
    Beiträge
    223
    • 18. Januar 2005 um 19:55
    • #15

    Ich hab an meinen Dimmern auch 5G4 drann und sehe auch keine veranlassung dies zu ändern.

    Bei Ohmscher Last kann der Strom im Nulleiter doch nicht über 20A ansteigen(ungünstigster Fall, bei nur einer belasteten Phase).
    Wenn man zwei Phasen mit 20A belastet nimmt der Strom im Neutralleiter doch wieder ab und wird kleiner als 20A nicht größer,
    voraussgesetzt gleicher Leistungsfaktor.

    Oder irre ich da?

  • emsch
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    90
    • 18. Januar 2005 um 23:02
    • #16

    Leicht OT aber:
    Ich bin auch der Meinung, dass bei Dimmerkanälen (rein ohmsche Last) egal bei welcher Phasenbelastung der Neutralleiterstrom nicht über den max. Einzelphasenstrom ansteigen kann.
    Anders sieht es bei Stromverteilungen aus: Bedingt durch Schaltnetzteile und andere elektronisch Bauteile kann es durch Überlagerungen von ?harmonischen Oberwellen 3. ordnung? (bin mir bei den genauen Begriff leider nicht so sicher) zu Problemen kommen, da sich in diesem Fall die Ströme nicht geometrisch addieren, sondern betragsweise, d.h. es könnte ein deutlich höherer Strom auf dem Neutralleiter zurückfliessen, als in den Einzelphasen fliesst.

    Grüße emsch

    Zur Kabelreparatur: Für provisorische Zwecke verwende ich bei diesen Problemen auch das selbstverschweissende Band. In dem hier geschilderten Fall könnte es sogar sein, dass durch die Gerätespezifikation kein H07RN-F als Anschlussleitung vorgesehen ist und du mit einer anderen wirkungsvollen Isolierung des Kabelmantels das Kabel zwar downgradest, aber noch im erlaubten Bereich bist. Die meisten Geräte sind nämlich nicht für die Umgebungsbedingungen gebaut, wie es ein H07RN-F vertragen würde.
    Zur Garantie: Wenn der Austausch des Netzkabels durch eine fachlich kompetente Werkstatt erledigt wird, sollte eine Garantieweiterführung des Gerätes möglich sein (am besten mit Vertrieb vorher schriftlich klären).

  • Apostoli
    Profi
    Beiträge
    653
    • 19. Januar 2005 um 09:52
    • #17

    also... ein dimemrkanal ist leider keine rein ohmsche last.

    aber da auf allen phasen die gleiche, (nicht der gleiche strom) also in diesem fall induktive last "hängt" sehe ich auch nicht, dass der strom im N größer wird.

    anders ist es wenn die drei außenleiter ungleich (also induktiv, ohms und kapazitiv) belastet werden, dann kann im N bei symetrischer strombelastung trotzdem ein höherer strom als der einfache außenleiterstrom fließen.

    Oberwellen lass ich bei dieser betrachtung erstmal ganz außen vor.

    (wer's nicht glaubt kann die strome ja mal geometrisch addieren:

    L1 20A cos phi 0,75 ind
    L2 20A cos phi 0,6 cap
    L3 20A cos phi 1 (ohmsche last)
    )

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