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Berechnung der Stromanforderungen?!? der PA Anlage

  • spone
  • 7. März 2005 um 14:54
  • spone
    Beiträge
    233
    • 7. März 2005 um 14:54
    • #1

    Hallo,
    erstmal vorweg: ich hab Physik (leider?!?) nach der 9ten abgewählt und steh jetzt kurz vor meinem Abi, also auf fehlendes Fachvokabular bitte rücksicht nehmen.

    Wie kann ich herausfinden, wie viel Strom meine Anlage benötigt?
    Muss ich das über die Watt zahlen der einzelnen Geräte machen und addieren?.... es geht darum,ob ich mit 220V-Steckdose noch hinkomme.
    Wenn nicht könnte man, ohne gleich Starkstrom zu verwenden, einfach mehrer Steckdosen nehmen? Oder sind die in einer Art undWeise zusammengeschaltet?....

    Danke für Antworten..

    Schöne grüße

  • SimonFB
    Beiträge
    1.875
    • 7. März 2005 um 15:28
    • #2

    Grundsätzlich hast du recht - du musst die Wattzahlen der einzelnen Geräte addieren. An eine einzelne Steckdose (wahrscheinlich mit 16A abgesichert) kannst du ca 3500W hängen.
    Nun sind aber nicht alle Geräte gleich: Lichteffekte (Flower etc) ziehen immer fast den Strom der draufsteht. Ebenso Zuspielgeräte, Effektgeräte etc (diese sind aber bei deiner Schätzung eher uninteressant)
    Bei Dimmern kannst du nun theoretisch mehr an die Leitung hängen, als diese hergibt, aber dann darfst du natürlich nie alles gleichzeitig anschalten! Das erfodert Übersicht und etwas Disziplin!
    Endstufen sind noch schwerer einzuschätzen. Eine Endstufe mit 3000W zieht eigentlich nie 3000W (höchstens beim Einschalten.... :roll: ). Gibt wohl so ein Faustregel... 6kW Ton an Schuko?? Dazu mögen andere was sagen, ich bin mehr der Lichtler :)

    Aber für deine Nerven und dein Material ist es gesünder, immer mit Headroom zu planen, sonst kann es auch gefährlich werden. Und wenn du einen Schuko ("Steckdose") voll auslastest, nimm bitte keine zu dünnen Kabel, dann wird es mitunter hässlich "warm"....

    Gruß, Simon

    Am Anfang war das Licht

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 7. März 2005 um 15:29
    • #3

    Unabhängig vom Strombedarf würde ich Licht und Ton auf unterschiedliche Steckdosenkreise legen. (Separat abgesichert!)

    Bei den Steckdosen darauf achten, dass etwa 2000W pro normaler Steckdose nicht überschritten werden, sonst werden die Stecker sehr warm.
    1,5 mm² Kabel natürlich überall vorausgesetzt. Das ist bei "Baumarktverlängerungen" nicht selbstverständlich!

    Normale Steckdosen in einem einzigen Raum liegen üblicher Weise auf nur einer Sicherung.

    Bei Lichttechnik kannst du die Leistungen der Geräte einfach addieren, Ton legst du einfach auf eine andere Phase, das kommt auf jeden Fall hin.
    So wie du fragst, müsstest du damit locker auskommen.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • Sokke
    Beiträge
    939
    • 8. März 2005 um 15:24
    • #4

    In öffentlichen bzw. Geschäftsgebäuden befinden sich oft kryptisch anmutende Bezeichnungen an den Steckdosen - hieraus lässt sich aber ablesen, ob Steckdosen einzeln abgesichert sind (wenn die Beschriftung unterschiedlich ist).

    Ansonsten sollte :roll: der Hausmeister bzw. der Haustechniker bescheid wissen, was leider nicht immer der Fall ist.

    Um sicher zu gehen, kann man auch eine Kabeltrommel nehmen und sich eine weitere Schuko-Leitung aus einem anderen Raum ziehen. Je weiter der entfernt ist, desto wahrscheinlicher erhält man eine weitere, separat abgesicherte Phase. Zu beachten ist, dass die Trommel ausgerollt sein muss und dass einige (billige) Trommeln nur bis 10A zugelassen sind.

    Ansonsten sollte man keine Scheu vor Kraftstrom haben, oft findet sich zumindest eine 16er Dose und eine entsprechende Auflösung gibt es beim Verleih deines Vertrauens zum Taschengeldpreis. Wenn man zunächst nacheinander an jede Steckdose einzeln einen einfachen Verbraucher (Lampe) anschließt und dies problemlos funktioniert, kann man seine Anlage daran hängen und hat drei Phasen á 16A zur Verfügung.

    Es schadet ganz bestimmt nicht, etwas "zu viel" Strom zur Verfügung zu haben. Ein "Headroom" (also ein wenig Sicherheitsabstand zwischen benötigter und zur Verfügung stehender Leistung) ist empfehlenswert, 1600 W sind aber wohl etwas übertrieben. Es sollte kein Problem sein, pro Phase mit 3KW zu rechnen, da bleiben immerhin noch gut 500W "Platz". Wenn ein Caterer seinen 2KW-Ofen mit daraufsteckt ist dieser sowieso, wie auch alles andere, erstmal aus. Da hilft auch großzügiger Headroom nicht viel.

    Ansonsten bring genügend Zeit mit, wenn dann eine Sicherung "fliegt" hast du keinen Stress, sie zu finden bzw den Hausmeister rauszuklingeln etc..

    [Hier die Signatur einfügen]

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 8. März 2005 um 15:32
    • #5
    Zitat

    Es sollte kein Problem sein, pro Phase mit 3KW zu rechnen


    Du kannst jede Phase ruhig auch mit 4kW beaufschlagen, aber bitte nicht an nur einer einfachen Schuko-Steckdose womöglich noch mit billigstem Material.

    Nimm mal einen 2kW Heizlüfter, lasse den mal einige Zeit laufen und fass dann die Kontakte von dem Stecker an. (Vorher aus der Dose ziehen :)! )
    Dann weisst du, was ich meine.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • Sokke
    Beiträge
    939
    • 8. März 2005 um 18:43
    • #6

    Na gut, warm ist ok, heiß nicht. Im Normalfall wird das Kabel bei hoher Belastung ein bißchen warm. Bis 3KW war es bei mir noch nie kritisch. Zulässiges Material natürlich vorausgesetzt.

    [Hier die Signatur einfügen]

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 18. April 2005 um 16:40
    • #7

    Wie soll das mit den 4kW denn hinhauen? Die Sicherung fliegt bei 16A raus. Und 4000W/230V=17,391....A Selbst wenn man die kleine Überspannung, die meistens am Netz anliegt mit einbezieht (nehmen vir mal 235V an) so kommt trotzdem eine Stromstärke von über 17A raus. Außerdem muss man auch bedenken, dass evtl. noch andere Geräte auf einer Absicherung liegen. Deshalb sollte man die 3kW Grenze schon einhalten.

    Gruß
    Thomas

  • djobi
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    • 18. April 2005 um 17:34
    • #8

    es funktioniert problemlos 4KW Licht an einer 16A Schukodose zu flashen.
    Die Sicherung hält dies *kurzzeitig*!
    Diese hat u.a. mit der Auslösekennlinie der Sicherungsautmaten zu tun.
    Bei 17 oder 18A löst ein 16A Automat erst nach einigen (oder etlichen, je nach Charakteristik) Sekunden aus ...

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
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  • SimonFB
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    • 18. April 2005 um 17:40
    • #9

    Eine Sicherung fliegt nicht immer direkt bei der Nennbelastung - kurzzeitig kann man diese auch überlasten.
    Ein Indiz dafür ist der Buchstabe nach der Ampere-Zahl auf der Sicherung. Es gibt flinke Sicherung (fliegen schnell) oder auch träge.

    Edit: da war djobi wohl schneller

    Am Anfang war das Licht

  • Sokke
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    • 18. April 2005 um 18:57
    • #10

    Mit dem Flashen von 4KW Licht an 16 A hat man sich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Nesseln gesetzt, weil beim Flashen sehr hohe Einschaltstöme fließen, so dass die Nennleistungsaufnahme der Lampen um ein vielfaches überschritten wird.

    Man sollte, wenn man "flash"-Effekte (Blinder etc.) benutzen will, genügend Leistungsreserve einplanen und einen Preaheat setzen.

    [Hier die Signatur einfügen]

  • djobi
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    • 19. April 2005 um 09:18
    • #11

    Sokke: vll hab ich mich unklar ausgedrückt .. bei 2kW Licht bin ich z.B. von 8x PAR56 500W ausgegangen .. diese hängen bei "Partybetrieb" meist an nem Lauflichtcontroller o.ä. Bei einigen Programmen blinken dann mal alle Kannen auf und die Sicherung hält (aus Erfahrung) bei diesen 4kW.

    preheat ist natürlich richtig. Gibts nur bei den Lauflichtcontrollern selten

    spone: Beachte auch das ne 2x600 W Endstufe nicht 1200W Anschlussleistung hat, sondern einiges weniger (Suchwort Crestfaktor)

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  • Haytech
    Beiträge
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    • 19. April 2005 um 13:32
    • #12

    djobi:
    Sind PAR56° 500W Leuchtmittel nicht eher Unüblich grade weil dem mutmasslichem DJ in manchen fällen nur eine Schuko zur Verfügung steht ?

    8*300W = 2400W ist OK an einer Schuko die mit 16A abgesichert wurde.

    MfG
    Sebastian

  • djobi
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    • 19. April 2005 um 13:55
    • #13

    sorry .. hast recht, ich meinte 8xPAR64 a 500W = 4000W.
    Und die hielten bei mir bislang auch immer schön brav an ner 16A Sicherung.
    (hatte meist noch 10 bzw. 20m Lastkabel und ca. 30m Kabel bis zur Sicherung, Zuleitung macht ja auch noch was aus ..)

    8x par 56 = 2400 W sind kein Thema, klar.

    Der Ton hing dann natürlich auf ner seperaten Sicherung.

    Irgendwohier im Forum gab es schon mal so eine Diskussion was hält an welcher Sicherung .. find den Threat nur nicht mehr

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  • xcite
    Beiträge
    249
    • 19. April 2005 um 18:00
    • #14

    na hey...

    djobi: wenn es nur um die Kennlinien geht, gibts Auflistungen in einigen Tabellenbüchern.

    Allgemein kann man von folgenden Auslöseströmen (großer Prüfstrom) ausgehen:

    - Schmelzsicherungen (gL-Typ)
    bei Überstrom ab dem 1,6fachen des Nennwertes
    bei Kurzschluß ab dem 10fachen des Nennwertes

    - LS-Schalter (B- und C-Typ)
    bei Überstrom ab dem 1,45fachen des Nennwertes
    bei Kurzschluß ab dem 5fachen (B) bzw. 10fachen (C) des Nennwertes

    D.h. unter Beachtung des Nichtauslösestroms (bzw. kleiner Prüfstroms), kann man faktisch problemlos über diese Sicherungen folgende Leistungen ziehen, wenn es sich nicht um Dauerlast handelt und entsprechende Rahmenbedingungen herrschen (Stecker-, Kabeldimensionierung):

    - 16A gL-Sicherung: 22,40A - 5152W
    - 16A B-LS-Schalter: 18,08A - 4158W

    usw...

    Greetz, Martin

    Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: "Das ist technisch unmöglich!" (Sir Peter Ustinov)

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 19. April 2005 um 18:29
    • #15

    Dazu sei aber zu sagen, dass man im Allgemeinen die Sicherungen nicht bis zum letzten Quäntchen Strom ausreizen sollte.
    Schliesslich soll die Show ja bis zum Schluss laufen.

    Der Nennwert der Sicherungen sollte keinesfalls überschritten werden, damit ein sicherer Betrieb gewährleistet ist.

    Der Fachmann hat dafür sein Tabellenbuch, die anderen müssen es nicht unbedingt wissen.

    Besonders der letzte Absatz von xcite ist daher als etwas bedenklich einzustufen.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • xcite
    Beiträge
    249
    • 20. April 2005 um 01:38
    • #16

    na hey...

    okay - das ist wieder die Streitfrage: darf man Erkenntnisse, die man mit entsprechendem Hintergrundwissen in der Praxis gewonnen hat und einsetzt auch so öffentlich weitergeben oder verleitet man dadurch Nichtwissende zu Taten, die sie selbst nicht verantworten können?

    Klar sollte man die Sicherungen nicht bis zum letzten Rest ausreizen (Fehlfunktionen kann man nie ausschliessen), ebenso wie z.B. normale 16A-Schukodosen nur bis 16A zugelassen sind und nicht bis 22A und auch die Kabel entsprechend dimensioniert sein sollten.

    Aber genau dazu gab es auch die Hinweise, u.a., dass diese Last keine Dauerlast sein darf (würde auch die Sicherung nicht auf Dauer mitmachen) - es war nur eine Erklärung, dass eine kurze Überlast möglich (aber noch längst nicht ungefährlich) ist!

    Und jetzt auch von mir nochmal der übliche Hinweis, dass nur entsprechend befähigte und kompetente Leute, die die Tragweite dieser Maßnahmen erfassen können, diese Sachen auch wirklich so umsetzen sollten :!:

    Greetz & GudN8, Martin

    Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: "Das ist technisch unmöglich!" (Sir Peter Ustinov)

  • TheN
    Beiträge
    178
    • 1. Mai 2005 um 23:02
    • #17

    Noch mal zum Anfang zurück: Wenn du feststellst das die Leistung deiner gesamten Anlage die 3,5 kW Grenze überschreitet oder du Licht und Ton an getrennten Leitungen betreiben willst (zB weil deine Dimmer Brummen verursachen) und kein Drehstrom zur Verfügung steht:

    1. Sicherungskasten suchen (MUSS man sowieso immer VORHER wissen wo der is)

    2. Wenn nicht ordentlich beschriftet, ein bissl rumprobieren um rauszufinden welche Steckdose wo drann hängt und wie viele getrennt gesicherte Kreise es wo gibt.

    3. Wenn du auch über 7kW Gesamtlast kommst oder eben Licht und Ton völlig getrennt haben willst wirds kompliziert:
    Du hast idR 3 Phasen als Zuleitung ins Haus (heißt quasi 3 völlig unabhängige Leitungen) meist mit 32A Vorsicherungen, an die man nicht ohne weiteres ran kommt (die haben nix mit den Sicherungsautomaten die man wieder einschalten kann zu tun)
    Je nach Kreativität des Elektrikers der die Installation vorgenommen hat, sind alle Verbraucher und Steckdosen irgendwie auf diese 3 Phasen verteilt. Es kann also sein, dass 6 einzeln mit 16A Sicherungsautomaten versehene Steckdosen alle an der selben 32A Phase hängen. Fazit: Du glaubst du könntest hier 6 mal 16A ziehen, dabei gehen eigentlich nur 32... Dumm gelaufen.

    Lösung: Mühsam!
    Schnapp dir 2 Kabeltrommeln, schließ die an je 2 Steckdosen an, die getrennt abgesichert sind (getest in Punkt 2) und miss die Spannung dazwischen mit einem normalen Multimeter (5€ im Baumarkt). Sind zwischen 2 "Löchern" der beiden Trommeln (alle 4 Kombinationen durchprobieren!) circa 400V zu messen, hast du 2 verschiedene Phasen gefunden. Kommst du nicht über ca 230V, ist es die selbe Phase.

    Wie gesagt, alles etwas Mühsam. Deshalb nimmt man am besten gleich Drehstrom :)

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 1. Mai 2005 um 23:06
    • #18

    zu Endstufen: Rechne mal mit 20% der angegebenen RMS als Stromverbrauch an der Steckdose, das haut prima hin. Somit eine 5kW = 1000 Watt Netz.

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