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  5. Strom

Störungen im 230V Netz

  • andy_gun
  • 4. April 2005 um 11:18
  • andy_gun
    Beiträge
    5
    • 4. April 2005 um 11:18
    • #1

    Hätte da mal etwas was ich so noch nicht als Thread gefunden habe.

    Ich habe ein schönes Stromproblem, und hoffe das mir da ein Spezialist helfen kann.
    "Gibt es schlechten Strom" ?? :roll:
    Denn ich habe jede Menge davon, da unser Tonstudio/Proberaum auf dem Gelände einer Telekom Vermittlungsstelle steht, und wir direkt aus dieser versorgt werden.
    Das macht sich durch ein unangenehmes Störgeräusch so im 800Hz bis 1500Hz Bereich (oder so ähnlich) bemerkbar.
    Alle Maßnahmen wie Masse (Audio) auftrennen. gemeinsame Phase benutzen etc. hat leider nicht geholfen. Selbst ein Trenntrafo kam zu gleichem Ergebnis.
    Auch Mischpult/ Endstufe wurde mal gewechselt , bzw an anderen Standorten aufgebaut( da summt nix).

    Ich denke im Moment daran evtl Netzfilter oder oder sonstiges einzusetzen, hat denn da vielleicht jemand einen Tip wie man der Sache Herr werden kann.

    Hobbyouzokistenschlepper

    Einmal editiert, zuletzt von andy_gun (4. April 2005 um 20:56)

  • Jeremy
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    1.491
    • 4. April 2005 um 14:14
    • #2

    Verwendet mal irgendein batteriebetriebenes Gerät (Minidisc-Recorder o.ä.). Mich würde es nämlich nicht überraschen, wenn diese Einstreuungen nicht aus dem Netz, sondern aus der Luft kommen. Ohne die Verhältnisse näher zu kennen, ist das aber reine Spekulation. Wieweit seid Ihr von den grauen Kästen denn weg? Was ist da alles dazwischen?

    --
    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • andy_gun
    Beiträge
    5
    • 4. April 2005 um 15:03
    • #3

    Die Vermittlungsstelle ist ca 20m entfernt und auf derenDach sitzen auch noch Mobilfunkantennen. Nur nach GSMgeknatter klingt es nicht.

    Hobbyouzokistenschlepper

  • Jeremy
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    106
    Beiträge
    1.491
    • 4. April 2005 um 15:31
    • #4

    Das, was Du als "GSMGeknatter" bezeichnest, stammt ja auch nur aus *EINEM* Handy. Über die Vermittlungsstelle laufen ja gleichzeitig wasweißichwieviele Gespräche, das hört sich u.U. ganz anders an. Wie gesagt: Mit Batteriegerät testen: Wenn das sauber bleibt, dann liegt's wohl am Netz -> über Netzfilter nachdenken. Wenn das Batteriegerät auch "kontaminiert" wird, liegt's an der Luft -> umziehen oder Abschirmung bauen (das wird teuer und aufwendig).

    --
    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • andy_gun
    Beiträge
    5
    • 4. April 2005 um 15:33
    • #5

    Das werde ich mal testen
    .

    Hobbyouzokistenschlepper

  • spock
    Beiträge
    116
    • 4. April 2005 um 21:45
    • #6

    wie wäre es denn mal mit einem stromerzeuger um eigenen strom zuhaben und zu sehen ob das problem immer noch da ist :)

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 5. April 2005 um 17:44
    • #7

    um eine Störung aus dem Netz völlig auszuschließen kannst du eine Online-USV einsetzen, das sind Geräte mit permanent laufendem Wandler. Da kann man dann auch den Strom ganz rausziehen und horchen ob noch immer der Ton da ist...
    Ich verwende solche Geräte in Side Racks um Störungen zu eliminieren wenn die Lampen flackern, klappt ausgezeichnet.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Apostoli
    Profi
    Beiträge
    653
    • 6. April 2005 um 04:32
    • #8

    alternativ geht man der sache richtig auf den grund und besorgt sich eine fachkraft mit netzanalysegerät.... :)

    alles andere ist das von mir so gehasste rumdoktoren am symptom ohne die ursache zu eliminieren.

    Was für equipment nutzt ihr? alles relativ neu oder auch uhraltes zeugs?

    Stichwort EMV (Elektromagnetishce verträglichkeit)

    Habt nur ihr das problem oder auch andere mieter?

    welche netzform besteht bei euch?

    was sagen der vermieter sowie der stromanbieter zu dem problem?

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 6. April 2005 um 06:25
    • #9

    Einspruch :D

    Apostoli:

    Wenn du eine USV verfügbar hast besteht die Möglichkeit das Netz abzuschalten für eine kurze Zeit, damit hast du automatisch die amtlich ANALYSE ob es sich dabei wirklich um eine Störung im Netz handelt oder eine HF-Einstreuung starker Sendeanlagen. Ich tippe auf letzteres, mit hoher Wahrscheinlichkeit. Netz-Störungen gehen idR mit 50 Hz einher, auch wenn es Oberwellen schlechter Dimmer sind.
    HF läßt sich auch gut unterbinden, dabei ist sogar Hilfe und Kostenübernahme des Verursachers zu erwarten,
    man muß aber erst die Ursache eindeutig erkannt haben.
    Die Abhilfe bei Einstreuung durch Handysender geschieht üblichwerweise durch den Betreiber, die machen ein kleines Blech unter die Antenne und reduzieren so den Strahlpegel im betroffenen Bereich auf einen Bruchteil dessen was vorlag. Die machen das sehr gerne weil sie keine Lust haben auf Gerichtstermine (Fernmeldeanlagengesetz usw). Eine weitere häufig anzutreffende Störquelle sind Arztpraxen mit Bestrahlungstherapieanlagen, auch das fällt unter vagabundierende HF. Diese erzeugen einen sehr typischen Intervallton, sind somit nach Gehör schon gut erkennbar.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • niggles
    Profi
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    843
    Beiträge
    4.312
    • 6. April 2005 um 09:53
    • #10

    ...Auch wenn nach der Versorgung der Geräte per Generator/USV die Störungen aufhören wißt ihr noch nicht wo im Netz sie genau eingekoppelt werden. Fließen z.B. HF-Ströme über den PE/PEN und werden dann z.B. durch die Masseführung von Pin1 in die Eingangsstufe eines Gerätes eingekoppelt, hilft euch auch ein Netzfilter oder eine regenerierende (online-) USV nichts. Deswegen auf jeden Fall mal einen Fachbetrieb messen lassen, gerade Mobilfunkbetreiber sind da bei der Kostenübernahme inzwischen recht kooperativ weil sie ihre Antennen-Standorte oft jahrelang gegen Elektrosmog-paranoide Anwohner vor Gericht verteidigen mußten.
    Stell sich heraus daß die Grenzwerte eingehalten werden und auch alle Geräte die gültigen EMV-Richtlinien erfüllen hängt es meistens an der Verkabelung. Wenn jetzt nicht automatisch die Begriffe "Sternerde vs. Flächenerde", "ground follows signal/teleskopische Abschirmung", "Humfrees" und "Pin 1-Problem" sowie "Potentialverschleppung/TN-C/C-S vs. TN-S" vor deinem geistigen Auge auftauchen kannst du mal mit 90 %iger Sicherheit davon ausgehen daß das Erdungs/Masseführungskonzept eures Studios irgendwo nicht paßt...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • andy_gun
    Beiträge
    5
    • 6. April 2005 um 10:38
    • #11

    Vielen Dank für eure Hilfe!!!
    Nachdem bei mir gestern eine Elektrofachkraft die komplette Installation überprüft hat, ist der Fehler gefunden, es war eine Erdung über die Wasserleitung die wohl mal irgendjemand installiert hat. Erdung ab...Brummen weg. Jetzt nur noch PE über die Hausverteilung...!
    Jippie.

    Hobbyouzokistenschlepper

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 6. April 2005 um 10:55
    • #12
    Zitat von "Andy_Gun"

    Das macht sich durch ein unangenehmes Störgeräusch so im 800Hz bis 1500Hz Bereich (oder so ähnlich) bemerkbar

    Das Brummen was dich da genervt hat, also ne simple Masseschleife, hat genau 50Hz Somit gingen die Leutchen hier alle von was anderem aus da 800-1500Hz ja schon im besten oberen Midrange zuhause sind :D
    Aber Hauptsache es funzt :D


    Manuela

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • andy_gun
    Beiträge
    5
    • 6. April 2005 um 10:59
    • #13

    Das war ja das Problem, es war definitiv kein 50Hz Brummen,
    sondern ein ´ziemlich Hochfrequentes Signal was da gestört hat.
    Ähnlich wie ein Laptop mit schlechtem Netzteil am Pult.

    Hobbyouzokistenschlepper

  • Apostoli
    Profi
    Beiträge
    653
    • 6. April 2005 um 12:05
    • #14

    soetwas bezeichnet man als "sirren" :)

    das ist ein problem, mit dem ich regelmässig zu kämpfen habe... von musikern und nicht technikern wird ja mittlerweile fast jedes geräusch als
    Brummen (90%)
    Rückkoppeln (10%)
    bezeichnet...

    aber schön, dass euer störgeräusch endlich weg ist...

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 6. April 2005 um 12:07
    • #15

    tja, je technischer es wird desto mehr freuen sich die hersteller guter trenntrafos 8)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • DavidH
    Beiträge
    533
    • 6. April 2005 um 16:18
    • #16

    ahja, dazu fällt mir noch eine Warnung ein, falls ihr sowas nochmal habt:

    Wenn ihr mal wieder dieses Sirren auf einem der Kanäle oder schlimmstenfalls auf (allen) Bussen habt, und ihr denkt, eigentlich Licht und Ton ausreichend getrennt zu haben etc.... -> ein nicht seltener Ansatz sind diese miesen kleinen Drecks-Steckernetzteile, die so verdammt schlecht HF-geschirmt sind, dass man schon bei bloßem danebenlegen eines Audiokabels die schönsten Synthiesounds im Leadvocal-Kanal hat! :evil: selbst schon oft erlebt und kürzlich durch Zufall bemerkt - seitdem reagiert mein Körper quasi allergisch auf diese kleinen "Wanzen"

    beste Grüße,
    David

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