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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Basswiedergabe zu drucklos

  • blackgate
  • 8. Mai 2005 um 08:16
  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 9. Mai 2005 um 12:15
    • #21

    Moin,

    Zitat

    Dämpfung ... hmmm Bassfallen z.B. aus Betonrohren bauen.


    Schon klar, eigentlich kein Platz, die 2. Nutzung der Fässer, ok! Unter der Decke, mit den Matratzen schräg zur Wand Volumen bauen? Das gibt breitbandige Absorber.

    Zitat

    Die Abstimmung müßte man durch Verlängern oder Verkürzen des Rohres rausfinden.

    ...oder mit Sinustönen die Druckdröhnknoten erforschen und den Helmholzresonator passend zur Position berechnen.

    Zitat

    Dämping NAD 2200> 100
    I max 50A bei 95V, steht jedenfalls drin.
    Dauerleistung 2*100@8Ohm; Maximalleistung (dynamisch) 2*800W@2Ohm
    Ist eigentlich gar net so schlecht.

    zumindest nicht die Erklärung für Schwammigkeit !

    Zur Rutsche ansich:
    Das mit dem unbekannten Innenaufbau habe ich vor allem an die "falscher Treiber/Eminence bäh"- Fraktion geschrieben. Ich bezweifle, daß ein Wunderchassis hilft.
    Simulieren kann ich nicht, soweit ich weiß sind die Rutschen mit allem bestückt worden was es gab und das war früher ein 15" mit leichter Membrane und Magnet je nach Geldbeutel. Die Impulswiedergabe wird bis 100 Hz bestimmt vom Resonator/Bandpass/Hornstummel/TML. zwischen 100Hz und 200Hz "streiten" sich Treiber und Resonator/TML um die Wiedergabe, was zu Senken durch Auslöschungen führt. Obendrüber dominiert das Chassis mit direkter Abstrahlung.

    Der Kappa Pro 15LF ist, denke ich nicht grob verkehrt, stell mal beide nach draußen nebeneinander an die Hauswand und lausche, wenns Dir dann irgendwie gefällt ist es gut. Testweise auch mal direkt am AMP ohne Passivweiche, nur damit Du weißt.... Die Rutschen sind hier im Forum nicht so beliebt wegen ihres Eigenwillens der eine tontechnische Arbeit erschwert, allerdings basiert die Regae/Dancehall/Dub- Kultur auf deren Klang und erfreut sich auf Jamaika ungebrochener Beliebtheit. Auch der Einsatz an Tanzflächen ist die klassische Nutzung. Geschmacksfragen..... Dein Problem ist eher der Raum, der die Impulswiedergabe auch des trockensten Lautsprechers zunichte macht. Womit ich nicht sage, daß eine trocken abgestimmte CB oder BR, aktiv angefahren leichte Besserungen bringen könnte, vielleicht leihst Du Dir mal welche, bevor Du kaufst oder baust.
    wetbf:

    Zitat

    Alle Bassrutschen in Raummitte als 'Basswürfel' zusammenstellen. Falls es dann besser geht, den kompletten Haufen an den Rand der Tanzfläche schieben.

    Das ist ein lohnender Versuch, auch der Test verschiedenster Positionen...
    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • blackgate
    Beiträge
    33
    • 9. Mai 2005 um 13:49
    • #22

    hmm, um die Überhöhungen zu finden:

    Ich habe noch einen alten Technics EQ/FFT mit Messmikro:

    Der hat einen Pink Noise Generator dran. Da könnte man per mikro und langem Kabel sowie mit dem Ohr mal auf die Suche gehen, bei welcher Frequenz in welcher Ecke oder welcher Wand was los ist und die Raummoden rausfinden.

    Oder nicht?

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 9. Mai 2005 um 14:40
    • #23

    Moin,

    mit rosa Rauschen wird das schwierig, da durch die Impulshaltigkeit des Rauschens der Direktschall über die Resonanzen dominieren kann, das hängt aber an dem angewendeten Meßverfahren des Analysers (echt RMS, integriert, oder einfach Peak träge, daß der eine FFT macht bezweifle ich mal...) Was Du in jedem Fall damit machen kannst, ist mittels einer Test- CD Sinustöne bekannter fester Frequenz wiedergeben und mit dem Meßmikro und dem Analyser die Druckknoten finden. Im Bassbereich reicht Deine körperliche Empfindung als Meßgerät eigentlich aus.

    Spiele wirklich mal Sinustöne und laufe im Raum umher, Du wirst staunen. Wenn Du mittels Bassabsorbern die Reflektionen dämpfst, reduziertst Du die Auslöschungen und hast auch an Stellen wo jetzt kein Bass ist deutlich mehr.

    Gruß

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • blackgate
    Beiträge
    33
    • 9. Mai 2005 um 16:22
    • #24

    Habe noch ein paar Test CDs.

    Oder ich mache das mit dem Computer. Sinus Generator über die Soundkarte.

    Dann mal hören/rumlaufen notieren.

    Eins der besten Meßwerkzeuge sitzt ja bekanntlich links und rechts am Kopf ;)

    Habe schon einige Stellen ausgemacht, wo man Resonatoren platzieren könnte. Auch mit nennenswerten Volumina. Die Fässer 210 Liter zusamen, unter der Theke (da dröhnt es ordentlich) 288 Liter. In den Raumecken kann man ja auch die Decke nehmen. Why not. Da sind auch nochmal 240 Liter möglich. So einem m³ müßte ich zusammen bekommen.

    Letztlich geht es nicht nur um die Frequenz zur Tilgung sondern es muss auch Volumen her; sonst wirkt das nicht.

    Schätze mal, in Verbindung mit separatem Amping müßte das die Lösung sein. Und eine Aufgabe für die nächsten Monate.


    Gruß

    Christian

  • 20Hertz
    Beiträge
    947
    • 9. Mai 2005 um 19:55
    • #25

    Hi,

    hier mal die Simu der Rutsche mit dem Kappa Pro LF:

    Wie Hörnli schon schrieb kein richtiges Horn, sondern eher ein Mix aus Horn/TML/Resonator. Das blöde daran ist, daß so ein Teil nur recht schmalbandig arbeitet (unten geht's wegen dem akustischen Kurzschluß steil bergab, obenrum dann das obligatorische TML-Loch), dafür aber halt ziemlich laut in diesem Bereich.

    Bei Euch tippe ich aber auch auf Raumprobleme. Die Raummoden lassen sich recht einfach berechnen und auch mit einer Test-CD mit Sinustönen kann man schnell herausfinden, wo's drückt (bzw. nicht drückt ;)). Die Idee mit den Fässern als Helmholtz-Absorber finde ich ziemlich gut. Am effektivsten arbeiten solche Absorber - genau wie die Lautsprecher auch - in einer Raumecke. Wenn man die Drööööhnfrequenz(en) ermittelt hat, muß man die Fässer halt noch entsprechend abstimmen. Irgendwo habe ich sogar noch die Formeln dafür ....

    EDIT und OT:
    Kann mir jemand mal den sprunghaften Anstieg des Strahlungswiderstandes bei gut 60Hz erklären? :?:

    Grüße
    Matthias

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 9. Mai 2005 um 20:23
    • #26
    Zitat von "20Hertz"

    Kann mir jemand mal den sprunghaften Anstieg des Strahlungswiderstandes bei gut 60Hz erklären? :?:

    ... wie lang ist das "Rohr" denn ?

  • 20Hertz
    Beiträge
    947
    • 9. Mai 2005 um 20:57
    • #27
    Zitat von "Sound-Klinik"


    ... wie lang ist das "Rohr" denn ?


    1,75 m.

    Wo der Peak liegt, das hängt aber auch noch von den anderen Parametern ab (Aufstellung, Hals- und Mundfläche).


    Grüße
    Matthias

  • blackgate
    Beiträge
    33
    • 9. Mai 2005 um 22:57
    • #28

    Hallo Matthias,

    ist das alles bei 1W@1m? Weil 0,3mm Membranauslenkung... da habe ich schon mehr gesehen.

    Ich verstehe zwar, was da steht. Aber kann jetzt nicht daraus ableiten, ob das Chassis nun zum Gehäuse gut, einigermaßen oder gar nicht passt.

    Das bitte noch mal verraten!

    Die Fässer sind uralt. Clausbräu. YOW! Da gabs das ekel Clauthaler noch mit Alc. In die Befüllungsöffnung müßte ein 80er Rohr reinpassen. Bischen dünne wegen Luftgeräuschen. Mal sehen, aufbohren. Hauptsache, die sind noch dicht! Sonst muss der Böttcher nochmal ran....

    Zwei von den Fässern stehen auf den Hörnern, daraus wieder die Tops.

    Wäre schon ideal. Die zwei anderen Fässer könnte ich im Raum hinstellen und fixieren, damit die nicht jeden Tag woanders stehen. Es ist gibt hier und da noch ein paar Hohlräume. Bekomme mehr Volumen zusammen als die Rutschen haben.

    Helmholtz berechnen ist klar. Muss erst mal die Drööööönfreqs rausfinden.

    Habe hier noch ein Audio CARA rumliegen; mal anwerfen.


    Gruß

    Christian

  • 20Hertz
    Beiträge
    947
    • 10. Mai 2005 um 07:40
    • #29

    Moin,

    Zitat von "Blackgate"


    ist das alles bei 1W@1m? Weil 0,3mm Membranauslenkung... da habe ich schon mehr gesehen.


    Genaugenommen sind es 2,83V, also 1,x Watt ...
    Und es ist Halfspace, bei Euch in der Ecke wird es also nochmal lauter sein.

    Bitte die Hub-Simu nicht zuu ernst nehmen, denn Musik besteht zum Glück nicht aus Sinus-Signalen.

    Zitat von "Blackgate"


    Ich verstehe zwar, was da steht. Aber kann jetzt nicht daraus ableiten, ob das Chassis nun zum Gehäuse gut, einigermaßen oder gar nicht passt.

    Das bitte noch mal verraten!


    Der Kappa Pro ist so schlecht nicht, würde ich mal sagen (von der Papierform her). In der Simu tun sich die verschiedenen 15"er alle nicht viel, über den eigentlichen Klang des Chassis sagt das aber trotzdem noch nicht viel aus. In einer so antiken Konstruktion wie Eurer wäre aber ein richtig teures Chassis IMHO nur "Perlen vor die Säue". :)


    Grüße
    Matthias

  • blackgate
    Beiträge
    33
    • 10. Mai 2005 um 14:19
    • #30

    Danke für die Simu, beruhigt schon etwas.

    Habe gestern noch einige Beiträge zum Thema Helmi gelesen. Damit fange ich an.

    http://www.visaton-bausaetze.de/tools/index.ht…t_helmholtz.htm

    mal eingegeben:

    60cmx100cmx100cm mit Loch Kreis 50cm Durchmesser und der Brettstärke als Rohrlänge. Fängt bei 48,3Hz alles weg was ankommt.

    Durch 2..3 cm Mineralwolle innen drin soll das auch etwas breitbandiger werden.

    Gelten die Gleichungen auch für solche Lochdimensionen?

    Gruß

    BG

  • 20Hertz
    Beiträge
    947
    • 10. Mai 2005 um 19:25
    • #31
    Zitat von "Blackgate"


    Gelten die Gleichungen auch für solche Lochdimensionen?


    Ich denke mal "ja". Aber 600 Liter!? :shock:

    Neben solchen voluminösen HH-Absorbern gibt es auch noch die Möglichkeit mit sog. Plattenabsorbern zu arbeiten (--> Masse-Feder-Prinzip). Je nach gewünschter Frequenz müssen diese Absorber ca. 10-20cm "dick" sein und werden flächig (sollten schon ein paar m² sein) an den Wänden festgeschraubt. Vorteil: man hat keine sperrigen Kisten rumstehen!

    Wenn Dich die Sache näher interessiert kann ich Dir mal die entsprechenden Beiträge aus der Klang&Ton zukommen lassen.


    Grüße
    Matthias

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 10. Mai 2005 um 19:27
    • #32

    man könnt auch versuchen mit nem parametrischen eq und möglichst höhen filter güten die dröhnfrequenzen rauszuziehen.
    perfekt wird das natürlich nicht, aber man kann schon einiges damit retten.

  • blackgate
    Beiträge
    33
    • 11. Mai 2005 um 12:06
    • #33

    Hallo Leute,

    gestern Abend mal die Raummoden ermittelt per Sinus Test (Audacity-Win 123).

    Vom Keller auf A4 Blatt Sikzze gemacht, 50 mal kopiert und los:

    Test von 30 Hz ... 110 Hz in 3 Hz Schritten durchgeführt und mit mehreren Leuten durch den Raum gelaufen und die Maxima "erhört" und notiert mit Gewichtung 1 bis 4. Im Bereich der Maxima dann nochmal mit 1 Hz Schrittweite zur exakten Bestimmung.

    Der Raum hat 5,05m Breite und 8m Länge. Die Höhe ist nicht konstant; die Boden ist eine Schiefe Platte. Von 2,6m Raumhöhe bis 2,9m. An einer Ecke gibt es noch einen Ecker mit ca. 2,5mx4m

    Wir haben erst ab 30 Hz untersucht, da die Frequenzen unter 40 Hz eh um -12db beschnitten werden (EQ) . Das Horn kann das eh' nicht und macht daraus noch weniger.

    Nebenbei mal gerechnet: 344 m/s / 5,05m / 2 = 33,6 Hz

    Was beim Test rauskam, hat viele (newbees) völlig erstaunt: In den Ecken und an den Wänden dröhnt es wie irre; in der Mitte der Tanzfläche löscht sich praktisch fast alles aus.

    Je höher die Frequenz desto schneller der Wechsel von Schallbergen und Tälern beim rumlaufen

    Habe dann zur Sicherheit nochmal rechts die Phase getauscht, dann war überall fast alles weg. Phasenlage ist (war) also richtig.

    Ganz schlimm ist es bei 34 Hz im ganzen Bereich der Boxen, vor allem dahinter. Und dann auch bei 68 Hz. = Querwellen

    Ein Mehrfaches der Längswelle von 21,5 Hz (344/8/2) lies sich, bis auf eine leichte Überhöhung bei 42 Hz nicht feststellen.

    Auf der gegenüberliegenden Seite der Boxen, dröhnt es ab 68 Hz... 90 Hz, wobei die 68 Hz und 90 Hz herausragend waren. Hmm, deshalb haben die DJs oft den Bass rausgedreht. Auf der Tanze war dann gar nichts mehr.

    Ab 100 Hz war alles recht gleichmäßig verteilt.

    Noch lustig:

    Bei manchen tiefen Frequenzen kam es zu leichten Gleichgewichtsstörungen beim Laufen in der Nähe der Wände. Das Innenohr spielte verrückt; der gleiche Ton links lauter als rechts. Im einem Schallknoten stehend konnte ich die Unterhaltung der nur 1m entfernt stehenden Kollegen nicht hören.

    In der Ecke der Erkers konnte noch eine 50 Hz Dröhnung ausgemacht werden.

    Die 34 Hz und deren Vielfache sind schnell klar warum: Raummaße. Die 90 Hz kann ich mir nicht so schnell erklären; die 50 Hz auch nicht. Aber sie sind da und müssen weg.

    Sehr anschaulich ist auch:

    http://www.hunecke.de/german/rechens…eigenmoden.html

    alles schön visualisiert!!

    Dass die Boxen punchen können habe ich auch gemerkt, als ich das Schutzgitter von einem Chassis mal abbaute um eine Delle rauszuklopfen; ich kniete genau vor dem Horn und es ging ins Zwergfell. Zwei Meter enfternt dann wieder nicht (Auslöschungen).

    Die Fässer sind leider nicht als Resonator geeignet; Holz ist knockentrocken, jede Menge Spalte und deshalb nicht mehr dicht.


    Dennoch ist jetzt ist klar, was für Resonatoren her müssen. Zwei große 34Hz neben den Boxen, ein 90Hz über der Theke, ein 50Hz im Erker.

    Ein paar Fragen stehen noch im Raum:

    Resonator wäre 34 Hz abgestimmt. Macht der dann auch die 68 Hz (2*34Hz, usw) mit platt? Sozusagen die harmonischen Eigenfrequenzen (Oberwellen) mit?!?!

    Wie wäre eine Kiste mit mehreren Öffnungen (Rohren) auf eine Frequenz auszulegen/zu berechnen? Unter der Decke bekomme ich mit nur einer Öffnung nicht genug Fläche.

    Kommt (muss) nun etwas Mineralwolle auf die Innenfläche oder nicht? Wieviel? Was bewirkt die Wolle? Ich hörte; er wird breitbandiger; sicherlich auf Kosten der Leistung. Wie schmalbandig ist den nun ein leerer Helmi und wie breitbandig kann ein fast gefüllter Helmi sein? Das Volumen ändert sich doch durch die Wolle.....

    Dann kann man doch sicher alles berechnen? Wie? DL? wo? Was ich finde, dass rechnet nur die Reso frequenz aus, nicht die Bandbreite.


    Gruß


    Christian

  • TOX
    Beiträge
    154
    • 11. Mai 2005 um 14:15
    • #34

    Die Rumlauferei hat garantiert viel Schweiß und Bier gekostet. :D Ein Tip meinerseits : CARA simuliert sehr gut die reelen Verhältnisse. Damit kannst Du die Lautsprecherposition auch optimieren lassen!

    TOX

  • blackgate
    Beiträge
    33
    • 11. Mai 2005 um 14:24
    • #35

    und viel Spaß gemacht.

    Cara habe ich, aber die Messung mit den Lauschlappen war aussagekräftiger. LS rücken ist nicht oder nur 10cm. Alles fix.

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