Hey,
mich würde mal interessieren, ob man als Elektrofachkraft zählt, wenn man eine Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme gemacht hat bzw. macht?!
Hey,
mich würde mal interessieren, ob man als Elektrofachkraft zählt, wenn man eine Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme gemacht hat bzw. macht?!
Gehe ich davon aus, nach den Informationen: http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/E/kurz_B3113108.html
Näheres kann Dir sicher die IHK sagen.
Zitat
BGV A3Die fachliche Qualifikation als Elektrofachkraft wird im Regelfall durch den erfolgreichen
Abschluß einer Ausbildung, z. B. als Elektroingenieur, Elektrotechniker, Elektromeister, Elektrogeselle, nachgewiesen. Sie kann auch durch eine mehrjährige Tätigkeit mit Ausbildung in Theorie und Praxis nach Überprüfung durch eine Elektrofachkraft
nachgewiesen werden. Der Nachweis ist zu dokumentieren.
Zitat
Elektrofachkraft Elektrofachkraft ist, wer aufgrund seiner fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Normen die ihm übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann, d.h. wer die fachliche Qualifikation für das Errichten, Ändern und Instandsetzen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel besitzt.
Ob ein Schwachstromelektriker der sein Leben lang mit 3,3V und 5V gearbeitet hat an Anlagen MIt Spannungen von 230V/400V und Strömen im 100te Ampere Bereich etwas zu suchen hat wage ich zu bezweifeln.
Zitat von "Apostoli"Ob ein Schwachstromelektriker der sein Leben lang mit 3,3V und 5V gearbeitet hat an Anlagen MIt Spannungen von 230V/400V und Strömen im 100te Ampere Bereich etwas zu suchen hat wage ich zu bezweifeln.
Sorry, aber das kommt mir ein wenig zu hochnäsig rüber.
Mann muss nicht wirklich eine ausgebildeter Elektriker sein, um an Strom arbeiten zu dürfen. Wie auch eines Deiner Zitate oben sagt, auch der link von timotimo schließt derartige Tätigkeiten nicht aus.
Was man sich jetzt selbst zutraut, nachdem man in seiner Ausbildung bestimmt den einen oder anderen Lehrfilm gesehen hat muss jeder für sich selbst entscheiden.
Strom ist kein "Hexenwerk" wenn man die wichtigsten Regeln beachtet und man gelernt hat wie ein Tabellbuch zu benutzen wird.
Um die eigentliche Frage zu beantworten müssen jetzt nur noch obige Zitate mit folgenden Ausbildungsinhalten verglichen werden:
ZitatAlles anzeigenMontieren und Installieren (§ 4 Nr. 11)
a) Auftragsunterlagen prüfen und mit den örtlichen Gegebenheiten
vergleichen, Abgrenzung zu bauseitigen Leistungen festlegen
b) vorhandene Stromversorgung beurteilen, Änderungen planen
c) Stromkreise und Schutzmaßnahmen festlegen
d) Leitungswege und Gerätemontageorte unter Beachtung der
elektromagnetischen Verträglichkeit festlegen
e) Eignung des Untergrundes für die Befestigung prüfen, Verankerungen
vorbereiten sowie Tragkonstruktionen und Konsolen befestigen
f) Materialien, insbesondere mittels Sägen, Bohren, Senken und
Gewindeschneiden, bearbeiten sowie Kleb- und Schraubverbindungen
herstellen
g) Einschübe, Gehäuse und Schaltgerätekombinationen zusammenbauen
h) Baugruppen zerlegen und montieren, defekte Teile austauschen
i) Leitungen auswählen sowie Baugruppen und Geräte verdrahten
k) Verteiler, Schalter, Steckvorrichtungen und Leitungsverlegesysteme
auswählen und montieren
l) Leitungen zurichten und mit unterschiedlichen Anschlusstechniken
verarbeiten
oder:
ZitatAlles anzeigenPrüfen der Schutzmaßnahmen (§ 4 Nr. 16)
a) Bestimmungen und Sicherheitsregeln beim Arbeiten an elektrischen
Betriebsmitteln, insbesondere Unfallverhütungsvorschriften und
VDE-Bestimmungen, beachten
b) Räume hinsichtlich ihrer Umgebungsbedingungen und der
Zusatzfestlegungen für Räume besonderer Art beurteilen
c) Schutz gegen direktes Berühren durch Sichtkontrolle beurteilen
d) Isolationswiderstände messen und Schleifenwiderstände ermitteln,
Ergebnisse beurteilen
e) Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen bei indirektem Berühren,
insbesondere durch Abschaltung mit Überstrom-Schutzeinrichtungen
und Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen, prüfen
f) Prüfungen dokumentieren
g) Funktion mechanischer Schutzeinrichtungen von bewegten Teilen durch
Sichtkontrolle prüfen und erproben
h) Bestimmungen zum vorbeugenden Brandschutz einhalten
Um jetzt nicht unnötig Speicherplatz zu verbraten hier ist der link:
http://www.hwk-hamburg.de/upload/pdf/24_2.pdf
Also darf/wird er sich als Elektrofachkraft bezeichnen/dürfen. Ob er die nötige Erfahrung mitbringt ist wieder was anderes aber er hat/wird sich die nötigen Qualifikationen angeeignet/aneignen.
Vielen dank für die Antworten.
Was darf man als Elektronik Fachkraft?!
Da gibt es doch irgendwelche Reglungen von wegen Strom bis 125 A Stecken oder so!?
Oder liege ich da falsch?! Meine zumindest schon einmal so etwas gehört zu haben.
Was willst Du denn mit mehr als 125A Stecken?
Zitat von "ich selbst"Was man sich jetzt selbst zutraut, nachdem man in seiner Ausbildung bestimmt den einen oder anderen Lehrfilm gesehen hat muss jeder für sich selbst entscheiden.
Da ich jetzt mal davon ausgehe das Du mit Stromstärken größer 125A in Deiner Ausbildung nichts zu tun hattest, würde ich mir über sowas auch keine Gedanken machen.
Wenn Du noch vor Deiner Ausbildung stehst, wirst Du bestimmt im Rahmen einer Überbetrieblichen Ausbildung (bei Interesse) mal die Möglichkeit haben sowas zu machen oder erklärt zu bekommen...
Hier geht es nicht mehr mit normalen CEE Steckern, sondern mit Spezialverbindern (Powerlock oder so...). Da ich das in meiner Ausbildung auch nie gemacht habe, lasse ich die Finger davon.
Es gibt immer Grenzen, auch wenn man eine entsprechende Ausbildung hat sollte man genau wissen ab wann es besser ist eine andere Fachkraft um Rat zu bitten oder sich eben entsprechend weiter bilden zu lassen...
Ich bin selbst Elektroniker für Geräte und Systeme. Mit Strom im und über dem 125A berreich habe ich sehr wohl zu tun. Weiter gehört das zum Ausbildungsinhalt, besonders im ersten Lehrjahr. Der Elektroniker für Geräte und Systeme kann nach seiner Ausbildung in nahezu jedem Elektrotechnischen Beruf Fuß fassen.
Apostoli, ich gehe davon aus dass du eher der "Baustellentyp" bist (Bitte berichtige mich wenn dem nicht so ist) also bleib am besten auch dort, von Geräten im 3,3 und 5V berreich hast DU nämlich keine Ahnung, da ist dir der Elektroniker für Geräte und Systeme weit weit vorraus...
Zitat von "Apostoli"Ob ein Schwachstromelektriker der sein Leben lang mit 3,3V und 5V gearbeitet hat an Anlagen MIt Spannungen von 230V/400V und Strömen im 100te Ampere Bereich etwas zu suchen hat wage ich zu bezweifeln.
Nun, in jeder Ausbildung, die in Richtung Elektrotechnik / Elektronik zielt, werden Gefahren des elektrischen Stromes und auch Schutzmaßnahmen behandelt.
Um ehrlich zu sein, machen sich viele Elektroniker mehr Gedanken um Elektrizität als so mancher Elektriker, der ständig an Niederspannungsnetzen arbeitet.
Ich kenne genügend Leute, die ein Kabel 100m exakt waagerecht an die Wand gipsen können; bei denen es aber aufhört, wenn in einer Dose mehr als drei verschiedene Aderfarben auftauchen.
MfG
DirkB
Zitat von "ALS-Professional"von Geräten im 3,3 und 5V berreich hast DU nämlich keine Ahnung, da ist dir der Elektroniker für Geräte und Systeme weit weit vorraus...
seid lieb zueinander :wink:
Ich mag diese Überlegenheitstheorien überhauptnicht. Wäre der Elektroniker ein so überlegener Ersatz für Elektriker, dann würde letzterer garnichtmehr ausgebildet, zumal die Lehrzeit jawohl identisch ist.
Daß beide sich gut in den fachlichen Dingen auskennen steht für mich außer Frage, es geht aber oft um die VERORDNUNGEN, DIN, EN und und und, und genau hier liegen bei beiden Berufsfeldern verschobene Schwerpunkte. So glaube ich zumindest daß der Elektroniker deutlich öfter in die Regularien blicken muß wenn er Elektrik macht - und der Elektriker liest sich auch durch wenns zu elektronisch wird im Kasten.
So klappts auch mit dem Nachbarn ![]()
In Zweifelsfällen einfach Fachkraft für festgelegte Tätigkeiten absolvieren ![]()
ist ja nun schon eine weile her.. aber ich muss es noch richtig stellen.
ALS-Professional hat Folgendes geschrieben:
Zitatvon Geräten im 3,3 und 5V berreich hast DU nämlich keine Ahnung, da ist dir der Elektroniker für Geräte und Systeme weit weit vorraus...
Ich denke zu Urteilen wovon ich Ahnung habe und wovon nicht, steht dir nicht zu. Da wir uns nicht persönlich kennen, ist dies aber auch kein ernstzunehmendes Problem.
Ein Elektroniker hat seinen Schwerpunkt in meinen Augen eindeutig im Bereich der Signalverarbeitung. Sei es nun im Computer-, HiFi-, TV- oder HF Bereich. Dort ist er eine hochqualifizierte Fachkraft. Muss sich aber mit Phänomenen wie Netzsysteme, Schleifenwiderstand, Spannungsfall, Schutzmaßnahmen, Schaltgruppen von Trafos etc. recht wenig bis garnicht beschäftigen. Dafür hat er mit Dingen zu kämpfen, von denen ein Elektriker noch nie etwas gehört hat.
Einem Elektroniker traue ich durchaus zu eine Wohnung komplett zu verkabeln, so dass sie funktioniert. Aber kann ein Elektroniker auch alle nötigen Berechnungen und Messungen machen um diese Installation sicher zu machen, ohne sich tiefer in den Stoff einzuarbeiten?
Kennt er den Unterschied zwischen einem TT und einem TN Netz? Weiss er wie er die Schutzgeräte auszuwählen hat? Kennt er die Vorgeschriebenen Werte für Berührunsgspannungen etc.? Ich denke nicht. Und somit hat ein Elektroniker nichts im Bereich Energieverteilung zu suchen.
Ich hätte arge Bauchschmerzen einen Elektroniker eigenständig an einer größeren Elektroanlage arbeiten zu lassen.
Wenn ich einen Fehler bei der Reparatur eines MP3 Players mache, steht die Funktion des Gerätes auf dem Spiel. Wenn ein Elektroniker einen Fehler in der Energieverteilung macht, stehen Menschenleben und Sachwerte auf dem Spiel.
Hinzu kommt noch dass in Anlagen, die an das öffentliche Netz angeschlossen sind nur Fachkräfte arbeiten dürfen, die beim zuständigen EVU als Installateur eingetragen sind.
Der Haftpflichtversicherer wird sich im übrigen auch weigern zu zahlen, wenn ein Elektroniker in einer Energieanlage mist baut.
Im Prinzip ist es eine recht einfache Sache.
Zitat von "Apostoli"Hinzu kommt noch dass in Anlagen, die an das öffentliche Netz angeschlossen sind nur Fachkräfte arbeiten dürfen, die beim zuständigen EVU als Installateur eingetragen sind.
Und das kann man auch abschließend so stehen lassen.
Zudem ist egal welche spezifische Ausbildung man hat, man muß für den Bereich in dem man arbeiten will die nötige Fachkompetenz besitzen und durch Weiterbildung auf dem aktuellen Stand bleiben.
Ein Elektro-Installateur von mit Ausbildungsstand 1975 ist zum Teil gefährlicher als ein Elektroniker der zwar nur Elektroniker ist, das aber auf dem neusten Stand und ggf. mit persönlicher Weiterbildung - weil Interesse.
Zudem sind die sicherheitstechnischen Grundlagen die vermittelt werden bei nahezu allen Elektro-Berufen gleich. Ob man durch 25kV vom Fernsehgerät zu Tode kommt oder durch 230V aus ner Steckdose ist ja letzendlich egal ![]()
Gibt es eigentlich irgendwo eine AUFLISTUNG der Berufe, die sich "Elektrofachkraft" schimpfen dürfen? Leider konnten selbst unsere Berufsschullehrer mir damals nicht sagen, ob ich als IT-Systemelektroniker eine bin. Ein mir bekannter Elektrikermeister meinte zwar, das bin ich, aber irgendwo muss es das doch auch schriftlich geben, oder?
Mit einer Auflistung kann ich leider nicht dienen, die Spezifikation Elektrofachkraft, Verantwortliche Elektrofachkraft usw. regelt die DIN VDE 1000-10 sowie die DIN VDE 0105
ZitatElektrofachkraft ist, wer aufgrund seiner fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis dereinschlägigen Normen*) die ihm übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann.
ANMERKUNG: Zur Beurteilung der fachlichen Ausbildung kann auch eine mehrjährige Tätigkeit auf dembetreffenden Arbeitsgebiet herangezogen werden.
Ich habe das Gefühl, ihr fasst den Begriff "Elektroniker" etwas zu eng. Der befasst sich ja nicht nur mit Mp3 Playern und TV sondern z.B. auch mit der Entwicklung von Dimmern, Frequenzumrichtern, Schaltnetzteilen usw.
Ich würde mal dreist behaupten, ein fähiger Elektroniker kann sich benötigten Zusammenhänge einer Energieverteilung schneller und einfacher klar machen/verstehen, als z.B. ein Elektriker versteht, warum in ein SNT LowESR Elkos müssen.
Natürlich hat ein Elektriker viel mehr Routine bei dem Bau von Energieverteilungen und weiß die benötigten Größen auswendig, die ein Elektroniker nachgucken/rechnen müsste.
Zitat
Kennt er den Unterschied zwischen einem TT und einem TN Netz?
Vielleicht nicht vom Namen her, aber er weiß warum es nötig ist, dass der Schutzleiter von Geräten ausreichend geerdet sein muss und kann sich dann entsprechend informieren wie man das am Besten macht.
Zitat
Weiss er wie er die Schutzgeräte auszuwählen hat?
Sicherung? Kabelquerschnitt? Klar, steckt ja auch in den meisten Geräten. Auch die 20A auf der 5V Schiene in einem PC verhalten sich nicht anders als bei 230V.
RCD? Ich denke jeder, der sich ein bischen mit Elektronik auskennt weiß, dass es sowas gibt und wie er funktioniert. Oft vielleicht sogar besser als der Elektriker, wenn man sich hier so manchen Thread durchliesst. ![]()
Kennt er die Vorgeschriebenen Werte für Berührunsgspannungen etc.? Warum sollte er die nicht kennen? Auch der Elektroniker arbeitet mit mehr als 12V...
Zitat
Wenn ich einen Fehler bei der Reparatur eines MP3 Players mache, steht die Funktion des Gerätes auf dem Spiel.
Es sollen auch schon PCs abgefackelt sein, weil die 100W der 5V Schiene etwas falsch geleitet wurden...
Aber Gegenfage: Weiss der Elektriker, warum ein Trafo nicht an einen Phasenabschnittsdimmer darf? Weiss er, wo die Gefahr bei Trafos am Phasenanschnittsdimmer liegt? (Gefahr meint hier durchaus auch Rauch...)
Zitat
Zudem ist egal welche spezifische Ausbildung man hat, man muß für den Bereich in dem man arbeiten will die nötige Fachkompetenz besitzen und durch Weiterbildung auf dem aktuellen Stand bleiben.
Exakt!
Das sollte man nicht verallgemeinern. Ich z.B. habe mein Prüfungsprojekt nicht in die in meinem Beruf so allumgreifende Netzwerktechnik gelegt, sondern die Konzeptionierung einer USV für nen Serverraum genommen. War wohl auch mal was anderes für die Prüfer, und mit 230V spiele ich lieber (und besser), als mit CAT5...
Ihr vergesst aber bitte nicht das es den Elektroinstallateur nicht mehr gibt. Die neue Bezeichnung lautet glaube Elektroniker für System und Gebäudetechnik
Energie- und Gebäudetechnik um korrekt zu sein - EGT-Elektroniker in Kurzform. Ich werde sie wohl weiterhin Elektriker nennen, genau wie ich mich von dem Wort "FI" nicht trennen kann ![]()
Ja genau richtig, da war ja noch was, der Elektroinstallateur ist ja heute auch nur noch ein kleiner gemeiner ELEKTRONIKER ![]()
Lieber Apostoli, ich glaube nicht dass du im Besitz ausreichender Fachlicher Kompetenz bist um solch einen Text von dir zu geben.
Vorweg, ich habe selber 1 1/2 Jahre meines Lebens den Beruf ELEKTRONIKER für Energie und Gebäudetechnik gelernt, habe das aber aus gesundheitlichen Gründen beenden müssen und seinerzeit wieder im ersten Lehrjahr zum Elektroniker für Geräte und Systeme begonnen.
Die Fakten:
Du redest hier ohne auch nur ansatzweise irgend eine Ahnung vom Lehrplan dieses Berufes zu haben. Hochfrequenz ist im Lehrplan des Elektronikers für Geräte und Systeme beispielsweise gar nicht vorgesehen (Ist Aufgabengebiet des Informationselektronikers ehemals Radio und Fernsehtechniker)
Netzabhängige Schutzmaßnahmen Berechnungen und Messungen nach BGV A3 (ehemals BGV A2) - erstes Halbjahr erstes Lehrjahr
Verschiedene Netzformen (TN, TN-C, TN-S, TN-CS, TT, IT Netz etc...) - erstes Halbjahr erstes Lehrjahr
Spannungsbereiche und Schutzklassen - erstes Halbjahr erstes Lehrjahr
schutz gegen gefährliche Körperströme - erstes Halbjahr erstes Lehrjahr
Aufbau der verschiedenen Netzformen - erstes Halbjahr erstes Lehrjahr
Betriebsarten umlaufender Motoren Maschinen - erstes Halbjahr erstes Lehrjahr
Verlegungsarten von Leitungen in Gebäuden - erstes Halbjahr erstes Lehrjahr
Netzunabhängige Schutzmaßnahmen, Schleifenwiderstand, Spannungsfall, Schaltgruppen von Trafos etc.. ist ebenfalls im Lehrplan integriert.
Ich stelle nun fest, alle Punkte die du mir an Inkompetenz vorwirfst, sind doch als schwerpunkte bereits sehr früh in der Ausbildung integriert. Was größere Elektroanlagen betrifft, während du die zuleitung für eine Spritzgussmaschine ziehst, Verdrahte ich den Schaltschrank und schließe die Maschine an, dort fließen übrigens 120 A.
Beim EVU muss meines Wissens nur der Betrieb eingetragen sein, nicht aber seine Monteure.
Du hast recht, im prinzip ist es eine recht einfache sache, bevor du einen solchen misst hier schreibst und nur heiße Luft verbreitest, solltest du das Telefon in die Hand nehmen und dich bei der IHK oder auch HK informieren, dort wird die geholfen.
Man müsste nun definieren wo hört "Schwachstrom" (der fachbegriff hierzu lautet Niederspannung) auf und wo beginnt "Starkstrom" (Hochspannung). Meines Wissens hat nämlich auch der "Elektroinstallateur" nichts an Hochspannungsanlagen verloren, aber als es in der Schule damals um den Spannungsbereich II ging, hast du wohl ein kleines Nickerchen gehalten.
Ich möchte jetzt nicht noch weiter ausholen, solltest du jedoch immer noch einwände haben dass der Elektroniker für Geräte und Systeme keiner Elektrotechnischen Fachkraft entspricht und über ausreichend kompetenz verfügt mit seinem Fachwissen in der Veranstaltungstechnik Fuß zu fassen wenn es darum geht Unterverteilungen zu errichten, Messtechnische Aufgaben (VDE Din0100) zu erledigen uvm... dann freue ich mich schon auf eine weitere Diskussion, aber bitte!!! Bitte tu mir einen gefallen, Informier dich erst, bevor du derartig unfachliches in die Öffentlichkeit wirfst.
Die neuen Berufsbegriffe führen teilweise zu interessanten Erscheinungen, weil: nicht überall, wo Elektroniker draufsteht, ist auch Elektroniker (der neben dem Anknispeln einer SPS auch noch einen Fernseher oder ein Kofferradio reparieren kann) drin.
Es heißen heute eben auch Kabelfrettchen, Schaltschrankaffen oder Dreiphaseneimer "Elektroniker"... :wink: ![]()
MfG
DirkB
Zitat von "ALS-Professional"Lieber Apostoli, ich glaube nicht dass du im Besitz ausreichender Fachlicher Kompetenz bist um solch einen Text von dir zu geben.
...
Bitte tu mir einen gefallen, Informier dich erst, bevor du derartig unfachliches in die Öffentlichkeit wirfst.
Aus irgend einem Grund scheine ich dir extrem auf den Schlips getreten zu sein. Ich habe dir persönlich zu keinem Zeitpunkt vorgeworfen inkompetent zu sein. Die unhaltbaren Anschuldigungen kammen stets von deiner Seite. Ich habe mich bemüht stets allgemein gehalten zu schreiben. Deine persönliche Kompetenz habe ich nie angezweifelt. Da ich dich nicht kenne, steht mir dies schließlich auch nicht zu.
Im Gegenzug kamen von dir dann Sprüche wie "... von Geräten im 3,3 und 5V berreich hast DU nämlich keine Ahnung ..." - da stelle ich mir die Frage, ob deine Glaskugel evtl. mal wieder poliert werden muss...
Einen einzigen Vorwurf muss ich mir gefallen lassen. Nämlich den, dass ich mich nicht umfangreich genug über den Lehrplan des Elektronikers für Geräte und Systeme informiert habe. Ein Punkt für dich.
Das böse Wort "Elektroniker" verwende ich im allgemeinen für Berufe die früher z.B. Radio- und Fernsehtechniker genannt wurden.
Da der Begriff "Elektroniker" heutzutage anders verwendet wird, als ich es bisher tat muss ich meine Denkweise entsprechend anpassen.
Korrekterweise müsste ich also schreiben:
Ich bin der Ansicht, dass Elektrofachkräfte deren Ausbildungsinhalt nicht schwerpunkmässig die Installation niederimpedanter, hochstromiger Systeme im 230/400 bzw. 690V Bereich beinhaltet an Systemen zur Stromversorgung von großen Veranstaltungstechnischen Systemen eigenverantwortlich (Als VEFK) arbeiten sollten. Diese Fachkräfte können allerdings, meiner Meinung nach, als Techniker arbeiten soweit sie von einer VEFK beaufsichtigt werden.
Um das Ganze etwas abzukürzen zitiere ich:
DIN VDE 1000-10, Anhang: Erläuterungen zu 5.2)
ZitatAlles anzeigen
Zu 5.2
Aus der Auflistung der Ausbildungsberufe a) bis e) ist keine Rangfolge abzuleiten. Zu der Aufzählung e) zählen
alle Ingenieure, die ein staatlich anerkanntes Elektro-Ingenieur-Studium erfolgreich absolviert haben.
Unter afachlicher Ausbildung“ ist die Ausbildung für ein bestimmtes Arbeitsgebiet der Elektrotechnik gemeint. Um
eine Elektrofachkraft zu sein, sind für das jeweilige Arbeitsgebiet die Anforderungen nach 4.2 zu erfüllen. Eine
besondere Verantwortung fällt der verantwortlichen Elektrofachkraft zu, die die für den jeweiligen Einsatz geeigneten
Personen auszuwählen hat.
Eine Elektrofachkraft, die umfassend für alle elektrotechnischen Arbeitsgebiete ausgebildet und qualifiziert ist, gibt
es nicht. So kann nicht ohne weiteres eine Elektrofachkraft für das Arbeitsgebiet Elektromaschinenbau im Arbeitsgebiet
von Hochspannungsanlagen oder eine Fernmeldefachkraft im Arbeitsgebiet der Niederspannungsinstallation
tätig werden, weil dazu andere Kenntnisse und Erfahrungen erforderlich sind. Die Qualifikation einer Elektrofachkraft
kann auch erlöschen, wenn eine Person längere Zeit in einem berufsfremden Arbeitsgebiet tätig war, weil
durch Fortschritte in Technik und Normen die aktuellen Kenntnisse und Erfahrungen dann nicht mehr vorliegen.
Die fachliche Ausbildung oder auch neuerliche Erfahrungen ermöglichen es aber, diese wieder zu erwerben.
Ich hoffe, dass wir diese Diskussion nun endgültig beenden können. Wenn du mal in München bist, dann lade ich dich herzlichst auf das eine oder andere Bierchen ein. Bei dieser Gelegenheit können wir uns dann ja gerne auch fachlich austauschen.
Bis dahin
Schöne Grüße nach Vilsbiburg