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Frage wegen "Steigleitung" N-Leiter,PE-Leiter,PEN-

  • stempsy
  • 14. Mai 2005 um 11:57
  • stempsy
    Beiträge
    35
    • 14. Mai 2005 um 11:57
    • #1

    Hallo!!!

    Hätte da mal eine Frage-folgende Situation:

    Hausinstallation-63 A NH-Sicherung!

    Erdkabel mit den Farben:

    Schwarz-Braun-Blau-Grün/Gelb
    (L1-L2-L3-PEN) ODER ??

    Steigleitung(=Kabel von Hausanschlusskasten zum Zählerschrank) ist
    beispielsweiße ein NYN 4x16²-O!
    (Das "O" steht für "Ohne Schutzleiter)!
    Farben von dem Kabel:

    Schwarz-Braun-Grau-Blau!
    (Ältere Kabel haben ja Schwarz-Braun-Schwarz-Blau)

    Dieses Kabel wird dann im Zählerschrank angeklemmt!
    Von da geht es über die Kupferschienen zu den sog. "Zählervorsicherungen"!

    Von den Zählervorsicherungen über die von Werk her interne 10mm²
    Verdrahtung zum Zähler!
    (10mm² Flexibel im Schrank bis max. 63 Ampere)

    Vom Zähler AUSGANG ebenfalls 10mm² zum "Klemmstein"!
    (Diese sind dann braun)

    Von dem "Klemmstein" gehts dann zur Unterverteilung!!!

    Der "Neutralleiter" vom ZählerAUSGANG ist Blau!!??

    Meine Frage:

    AB WANN IST ES ein PE Leiter und ab WANN EIN PEN-Leiter ??!

    Die Auftrennung erfolgt doch eigentlich erst NACH DEM
    FI-Schalter,oder??!

    VOR dem FI-Schalter habe ich doch immer noch einen PEN-Leiter oder nicht?!

    Hoffe mir kann jemand helfen??!

    DANKE

    mfg

    stefan

  • skyper
    Profi
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    1
    Marktplatz Einträge
    2
    • 14. Mai 2005 um 13:23
    • #2

    a) Die Auftrennung erfolgt nicht unbedingt "nach" dem FI. In älteren Installationen ohne RCD gibt es ja auch getrente N und PE-Leiter. Außerdem erfolgt die Aufteilung auch physikalisch "vor" dem FI. Dieser mißt ja nur die Summe aller zu- und abfließenden Strömein den drei Phasen und dem N-Leiter, und löst bei zu großen Differenzen aus. Würde der Schutzleiter erst nach dem RCD "abgespalten", könnte u.U. eine Auslösung nicht stattfinden. Stell Dir vor, Du hättest am RCD ein einzelnes defektes Gerät. Du hängst aus irgendeinem Grund zwischen Leiter und Gehäuse fest, und zappelst vor dich hin. Aller Strom, der durch Dich hindurchfließt, fließt über den Schutzleiter ab. Würde dieser erst nach dem RCD abgespalten, dann könnte der RCD keine Differenz messen (L + N + PE = 0). Wird der Schutzleiter vor dem RCD abgespalten, dann entsteht ein meßbarer Unterschied (L + N = PE), nämlich genau der Strom, der durch Dich hindurchfließt.

    b) Die Änderung von PEN zu PE + N findet schon da statt, wo der örtliche Potenzialausgleich mit ins Spiel kommt. (also alle geerdeten Teile in der Gebäudekonstruktion selbst, incl. Fundamenterder.)
    Diese Verbindung findet normalerweise bereits vor dem ersten Zähler statt. Ein RCD "sieht" ja nicht ob die Auftrennung an seinen Anschlußklemmen, oder bereits zwanzig Meter vorher im Hauptanschlußkasten erfolgt ist.

    Würde man tatsächlich nur die Hauszuleitung für Schutzleiterzwecke mitbenutzen, würde u.U. durch zu lange Zuleitungen von der Trafostation die Gefahr unzulässig hoher Berührspannungen antstehen. Daher nutzt man den vierten Leiter im Erdkabel nur für die Funktion des Rückleiters im damit unsymmetrisch belastbaren Drehstromsystem (klar liegt der auch in der Trafostation auf Erdpotential geklemmt). Die Schutzleiterfunktion wird aber über den Fundamenterder des Gebäudes ausgeführt.

    In Deinem Fall wirst Du irgendwo noch eine Klemmschiene finden können, die mit der "Hauserdung" verbunden ist. Der blaue Leiter in Deiner 4x16-O-Leitung ist also tatsächlich ein reiner Neutralleiter. Die Verbindung zum Schutzleiter erfolgt dann irgendwo separat, vermutlich direkt bei den Einzelsicherungen.

    Ich hoffe, ich konnte weitere Fragen aufwerfen...

    (Ach ja, ein paar Ausrufezeichen weniger machen die Sache auh nicht weniger gut lesbar :) )

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  • stempsy
    Beiträge
    35
    • 14. Mai 2005 um 18:56
    • #3

    Hallo!!!

    Danke für deine Antwort!

    Naja-so ganz 1000%ig ist mir das noch nicht klar!

    Zitat


    In älteren Installationen ohne RCD gibt es ja auch getrente N und PE-Leiter.

    STIMMT ! Auch teilweise OHNE eigene Erdung!! Und überleg mal wo da der "PEN-Leiter" aufgetrennt wird?!
    ABER da hat er dann auch eine andere Farbe,NÄMLICH Grün-Gelb bis zum Klemmstein!
    Oder irre ich mich da ?


    Zitat


    klar liegt der auch in der Trafostation auf Erdpotential geklemmt)

    Stimmt ! Und ohne Schutzleiter an der HPA Schiene ist glaub ich auch gar keine FI-Messung möglich! Muss ich glaub ich direkt mal ausprobieren!
    Oder?
    (Je nach Netzart glaub ich )

    schönen Abend

    mfg

    stefan

  • Kachel
    Beiträge
    80
    • 15. Mai 2005 um 15:23
    • #4

    muss skyper in Punkt a) widersprechen:

    wird die Erde mit durch den FI gelegt, so löst der FI aus, wenn du IRGENDEIN Gerät mit geerdetem Gehäuse anpackst und dabei mehr als 30 mA fließen. Stell dir vor du bist etwas geladen und packst ein Gerät an und musst dann erstma zum FI rennen um den wieder rein zu machen um dann am nächsten Gerät die Erde zu berühren.... is nit so gut....

    MfG,

    Kachel

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