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Forumstreffen Osnabrück

  • ADMIN
  • 4. Juni 2005 um 13:11
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    • 4. Juni 2005 um 13:11
    • #1

    Auf dem Forumstreffen wurden drei 6"-Boxen nicht nur gehört, sondern auch durchgemessen (für das messen der anderen Boxen fehlte dann die Zeit...)

    Schauen wir uns erst mal die Impulsantworten an (es wurde ein Cyclic Move von 16ms durchgeführt):

    Bei den folgenden Frequenzgängen wurde ein Fenster bei etwa 3ms gesetzt, so dass die erste Reflektion ausgeblendet wurde:

    Bei einer solchen Fensterung ist die Messung im Bassbereich jedoch reichlich ungenau. Von daher dasselbe mit einer Fensterung bei etwa 20ms

    und das noch mal auf 1/12 Oktave geglättet


    Wenn wir uns das folgende Klirrdiagramm ansehen, dann könnte der Eindruck entstehen, als dass die xMax bei manchen Frequenzen böse klirrt:

    Das liegt jedoch daran, dass der Klirrfaktor relativ zur Grundwelle berechnet wird. Wenn dort ein starker Einbruch ist, dann steigt der Klirrfaktor stark an.

    Schauen wir uns lieber die Spektren an, wobei wir uns aus Gründen der Übersichtlichkeit auf k2 und k3 beschränken:

    Ein Ansteigen von k2 zu den tiefen Frequenzen hin ist bei solch kleinen Gehäusen völlig normal und auch nicht weiter problematisch. Was sich "böse" anhört, wäre k3.

    Da bei Klirrfaktorberechnungen nicht gefenstert werden darf, sind die Frequenzgänge der Grundwelle leicht abweichend.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • logi
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    • 5. Juni 2005 um 11:29
    • #2

    Interessant daß man die Höhenlastigkeit der X!max auch gut sehen kann. Vom Klangeindruck erschien mir die SK6 etwas kräftiger in den Mitten, dies ist jedoch nicht so deutlich abzulesen. Evtl. ist ja der etwas stärkere Einbruch um die 500Hz dafür verantwortlich oder die doch relativ breite Senke bei 3-4 KHz.
    Bei der Impulse response schön zu sehen wie gut kleine Pappen sind, auch hier ein größerer Unterschied der X!max zu den anderen beiden, wobei mir die K&F noch ein klein wenig schneller erscheint, ob das nun wahrnehmbar ist weiß ich nicht. Aber auch hier fällt die X!max relativ stark zurück.

    Gruß Frank

  • Sound-Klinik
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    • 7. Juni 2005 um 20:12
    • #3

    ... nur mal als Vergleich: eine reflektionsfreie - ungeglättete - Messung der SK-6.1 mit gleicher vertikaler Skalierung (also 10 dB-Schritte ...)

    +++ Messbedingungen +++
    Abstand: 2 m, Leistung: ca. 10 Watt, Empfindlichkeit bezogen auf (sonst bei 8 Ohm-Kisten übliche ... ) 2,8 V Eingangsspannung - entspricht also bei 16 Ohm 0,5 Watt ...

  • ADMIN
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    • 7. Juni 2005 um 22:18
    • #4

    Vielleicht mal so skalieren, dass die y-Achse 30dB und nicht 120dB umfasst, dann kann man auch etwas erkennen.

    Reflektionsfrei waren wir in Osnabrück ja nicht. Bei entsprechender Fensterung kann ich den Reflektionsanteil aus dem Hochtonbereich rauswerfen, aber dann ist die Meßdauer zu kurz, um im Tieftonbereich Aussagen machen zu können. Apropos Bassbereich: Durch die Fensterung werfe ich natürlich auch alle Klirranteile raus und habe nur die Grundwelle. Da hier im Tieftonbereich der Klirrfaktor massiv ansteigt, kostet mich das natürlich Pegel...

    Unter welchen Bedingungen sind denn die MLSSA-Messungen entstanden?


    (Um Mißverständnissen vorzubeugen: Wenn man mal eben ein Meßmikrofon vor die Box hält, dann kommt natürlich keine übermäßig präzise Messung raus. Aber wenn ich drei ähnliche Boxen auf dieselbe Weise messe, dann habe ich eine recht deutliche Tendenz, und die scheint ja den Höreindrücken nicht völlig zuwider zu laufen...)

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Sound-Klinik
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    • 7. Juni 2005 um 22:58
    • #5
    Zitat von "ADMIN"

    Aber wenn ich drei ähnliche Boxen auf dieselbe Weise messe, dann habe ich eine recht deutliche Tendenz, und die scheint ja den Höreindrücken nicht völlig zuwider zu laufen...)

    Stimmt (keinerlei Einwände ...) !
    Deine Messungen geben den beim Treffen subjektiv empfundenen (relativen !) unterschiedlichen Klangeindruck der gemessenen Systeme schon wieder. Meine Messung ist lediglich als Ergänzung zu verstehen ... vielleicht kommen ja von K+F und von Dirk auch noch Messungen unter ähnlichen (reflektionsfreien) Messbedingungen ... :wink:

  • e-on
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    • 8. Juni 2005 um 21:14
    • #6

    Es ist doch immer wieder schön zu sehen, wie Martin von K&F mit der Entwicklung von Allpässen umzugehen versteht und die x-box könnte eine neue Weichenentwicklung vertragen.

    :?:

  • logi
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    • 9. Juni 2005 um 23:44
    • #7

    Nicht die Ohren als Messintrument vergessen, eine Richtung gerade im direkten Vergleich bekommt man immer mit.
    Außerdem müßte man klären ob wirklich jeder Peak oder jede Senke sinnvoll geglättet werden sollte. Immerhin erkauft man sich häufig damit andere Probleme (Empfindlichkeit...). Wichtig auch die Interpretation der Daten, breitere Senke gegen schmalere, aber tiefere Löcher, usw.
    Schön wäre es halt zu wissen welche Möglichkeiten bei einem System (oder Box) vorgefunden werden, erleichtert doch sehr die Grundeinstellungen durch einen Controller.
    Daher, immer bereit zu einem neuen Versuch mit mehr messen.

    Gruß Frank

  • Sound-Klinik
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    • 10. Juni 2005 um 08:53
    • #8
    Zitat von "logi"

    Nicht die Ohren als Messintrument vergessen, eine Richtung gerade im direkten Vergleich bekommt man immer mit.

    ... eben ! :)

    Zitat von "logi"

    Außerdem müßte man klären ob wirklich jeder Peak oder jede Senke sinnvoll geglättet werden sollte.

    ... mein Statement dazu: Wer eine Box auf 0°-Achse mit einem Controller meßtechnisch (... womit schon mal EIN Problem losgeht ... :D ) glattbügelt, bekommt "nicht immer" eine insgesamt gut klingende Box ... :wink:

  • ADMIN
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    • 16. Juni 2005 um 00:34
    • #9

    Auf besonderen Wunsch von Dirk Hahn sei noch mal deutlich herausgestrichen: Einzelne Peaks beim Klirrfaktor liegen an entsprechenden (schmalen) Einbrüchen im Frequenzgang der Grundwelle, nicht an entsprechenden Klirranteilen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

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