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Was ist Passivradiator-Technik?

  • sonic
  • 11. Juli 2005 um 19:03
  • sonic
    Beiträge
    582
    • 11. Juli 2005 um 19:03
    • #1

    Hallo,

    Sorry, wusste nicht wohin mit dieser Frage, die Admins können sie vielleicht an den passenden Ort schieben.

    Wer kann mit den Aufbau der Passivradiator-Technik erklären, wie funktioniert das? kann mit dem Begriff nichts anfangen.

    Vielen Dank!

  • tufkains
    Beiträge
    1.342
    • 11. Juli 2005 um 19:37
    • #2

    ---

    2 Mal editiert, zuletzt von tufkains (1. Oktober 2008 um 13:28)

  • test
    Profi
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    4
    • 11. Juli 2005 um 19:58
    • #3

    es wird eine membran ohne schwingspule verwendet. diese wird anstelle des reflexkanals verwendet. man hat also im ergebnis eine geschlossene box, in der zwei membrane sitzen. die eine mit spule die andere ohne.
    im pa sektor aktuell ohne jede bedeutung das prinzip

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
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  • tufkains
    Beiträge
    1.342
    • 11. Juli 2005 um 21:18
    • #4

    ---

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (1. Oktober 2008 um 13:24)

  • sonic
    Beiträge
    582
    • 12. Juli 2005 um 00:03
    • #5

    vielen Dank euch für die schnellen hilfreichen Antworten!!
    Was mir noch nicht klar ist, welchen Nutzen hat die Membran ohne Schwingspule. Wenn die eine Membran mit Antrieb auslenkt, dann zieht es die andere ohne Schwingspule ja nach innen wegen Druckausgleich.

  • FF
    Reaktionen
    105
    Beiträge
    1.868
    • 12. Juli 2005 um 01:15
    • #6

    @ tapeworm

    Mit Druckausgleich hat das nichts zu tun. Die Passivmembran ist eine schwingende Masse, genau wie das Luftvolumen innerhalb eines Bass-Reflex-Rohres auch eine schwingende Masse ist. Diese schwingende Masse arbeitet nicht Synchron bzw. Gegensynchron zum Lautsprecherchassis selbst - das wäre auch ziemlich nutzlos, denn die Schallwellen von Speaker und BR-Rohr/Passivmembran wären dann gegenphasig und würden sich dann gegenseitig auslöschen: "et voila, mesdames et messieurs, und Sie hören nichts".

    BR-Kanal/Passivmembran und Speaker "teilen" sich die Arbeit vielmehr, zusammen bilden sie ein Schwingfähiges Gebilde namens Helmholtzresonator. Der Speaker regt mit seinen durch das anliegende Musiksignal erzeugten Schwingungen die Luft im Gehäuse an.

    Bei Schwingungen mit einer Frequenz gleich der Gehäuse-Resonanzfrequenz wird der Resonator zum Schwingen angeregt, und die Schallabstrahlung erfolgt fast ausschließlich über den BR-Kanal bzw. die Passivmembran, die Lautsprechermembran macht bei dieser Frequenz fast keine Bewegungen mehr.

    Frequenzen oberhalb der Gehäuseresonanz werden dagegen nur über das Chassis selbst abgestrahlt, der Resonator kann aufgrund seiner Eigenschaften von diesen Frequenzen nicht zum Schwingen angeregt werden.

    Frequenzen unterhalb der Resonanzfrequenz können überhaupt nicht wiedergegeben werden, das Chassis "arbeitet" zwar mächtig, kann aber die umgebende Raumluft nicht zum Schwingen anregen und es wird kein Schall abgestrahlt. Der Resonator wird ebenfalls nicht mehr angeregt, da die Anregungsfrequenz nicht mit seiner Resonanz übereinstimmt. Die Membranauslenkung nimmt rapide zu, die Lebensdauer des Lautsprechers proprotional dazu ab. Aus diesem Grund ist bei BR-Konstruktionen ein Lowcut sinnvoll.

    So wie beim BR-Kanal die Abstimmung über die Beziehung von Länge zu Durchmesser erfolgt, geschieht dies bei der Passivmembran über ihre Größe und vor allem ihr Gewicht. I.d.R. sind Passivmembranen über austauschbare Gewichte auf die jeweilige Situation anpassbar. Die Federsteife der Passiv-Membranaufhängung spielt sicher auch noch eine Rolle, aber das krieg ich gerade nicht mehr so genau auf die Reihe. -> Uhrzeit...
    Der Vorteil liegt vor allem darin, dass im Gegensatz zum BR-Rohr höhrere Frequenzen nicht durch den Resonator abgestrahlt werden, das BR-Rohr ist für hohe Frequenzen nämlich durchlässig. So gelangt zum Bsp. bei einer Zweiweg-Konstruktion ein Teil der Mittenfrequenzen durch den BR-Kanal nach draussen und interferriert mit dem vom Chassis abgestrahlten Schall, weswegen bei HiFi die Kanäle meist auf der Gehäuserückseite angebracht werden.
    Im PA-Bereich ist der Einsatz unter anderem deshalb problematisch, da die Passivmembran für hohe Schalldrücke extreme Membranbewegungen ausführen muss. Zudem würden die Gehäusefronten extrem Groß, da man immer noch eine 2. Membran unterbringen muss, was auch nicht gerade praktisch ist. Wie sich mehrere Systeme im Stacking verhalten würden gegenüber BR-Kanal würde mich allerdings auch mal interessieren.

    Ich hoffe, es war ein wenig verständlich,

    Gruß FF

  • sonic
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    582
    • 12. Juli 2005 um 01:33
    • #7

    Hallo FF, wow klasse Beitrag! Jetzt hab ichs verstanden, keine Fragen mehr offen. Perfekt!
    Habe bis gerade auch noch im Internet gesucht, aber nichts so aufklärendes gefunden, wie dein Beitrag. Was vielleicht noch für den einen oder anderen interessant sein könnte, zum stöbern: Linkliste

  • test
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    4
    • 12. Juli 2005 um 10:49
    • #8

    @inspirion: ohne bedeutung, da mir so eine box noch nicht unter gekommen ist. die mag in usa umsatz bringen. hier gibt es im verhältnis zu z. b. bell nicht aufzutreiben.

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