Hallo zusammen.
Im Hifi-Bereich findet man zuweilen Bauvorschläge, in denen geschlossene Gehäuse mit einer EInbaugüte von 1.1 mit einem Hochpasskondensator oder sogar einen 12dB/Okt Filter beschaltet werden. Das zieht die Grenzfrequenz in recht kleinen Gehäusen nach unten. Hab mit der Demoversion von LspCAD mal durchgerechnet, dass man z.B. mit einem DELTA 12 (der liegt hier dumm rum und will verbastelt werden) in einem 50 Liter Gehäuse auf knapp 50 Hz untere Grenzfrequenz kommt, wenn man eine 20er Spule und einen 1000er Kondensator davorschaltet.
Mal abgesehen davon, dass so eine Spule teuer und die Kondensatoren auch nicht von Pappe sein dürften und die Membranauslenkung um 50 Hz schon recht hoch ist... Kann das funktionieren?
(Bitte keine Empfehlungen wie: Kauf Dir lieber ein paar vernünftige Treiber und mach BR draus... Weiss ich selber, dass ds suboptimal ist, aber die Treiber liegen hier rum und ich will mal probieren
)
- Wie sieht es mit der Belastabrkeit von Spule und Kondensatoren aus? Hat man eine Chance, dass die das mitmachen, oder würde selbst das stabilste Material bei so etwas abrauchen?
- Die Membranauslenkung geht schon sehr früh aus dem linearen Bereich raus. Da der Treiber aber eine mechanische Grenze von knapp 19 mm hat - könnte man das dann im Tiefbass also verschmerzen, wenn man nur eine Partybox bauen will, sagen wir für Schüler, die mal aufdrehen wollen?
- Funktioinert das überhaupt wirklich so, wie simuliert, oder kommt da in der Praxis was ganz anderes raus?
- Kann man damit überhaupt Max-Pegel fahren? Wenn ich die Simu befrage, geht bei höherer Belastung so langsam der Tiefbass verloren und es bildet sich ein Buckel bei 80 Hz aus, bis rechnerische 80 Watt (knapp 112dB) sieht das aber noch "im Rahmen" aus und bei höherem Pegel kanns bei einer Partybox ja wurscht sein...
Bin gespannt, auf Eure Erfahrungen mit so einem Schaltungs/Gehäuseprinzip.