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InEar Sound für Bassisten

  • mlfischer
  • 3. August 2005 um 00:24
  • mlfischer
    Beiträge
    33
    • 3. August 2005 um 00:24
    • #1

    Hallo,

    Ich hätte mal eine Frage als Musiker:
    Meine Band spielt komplett über InEar. So weit ganz gut, brauche
    keinen Amp mehr mitschleppen usw.
    Aber ich habe folgendes Problem:
    Ich spiele Bass, einfach über DI ins Pult, Monitoring ausschließlich
    über InEar (Sennheiser System, Ohrstöpsel von Shure, die E2, Pult
    meist was mit einfach param. Mitten).
    Bass gezupft ist super, mit Plek geht noch so, aber bei geslappten
    Parts klingts scheiße (also blechern, kreischend etc.)

    Was gibts für Lösungsmöglichkeiten??
    Bessere Ohrhörer (also E3) ??
    Evtl. EQ beim Monitorpult in den Insert?

    Vielen Dank für Eure Ratschläge!

    MfG.
    Michael

  • Oliver Derks
    Verifiziert
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    1
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    3.316
    • 3. August 2005 um 02:03
    • #2

    Basssignal splitten (einfach passiv mit Y-Kabel) und durch einen Chanelstrip schicken.
    Dann kannst du das so hindrehen wie du das haben willst und bist vom FOH Pult unabhängig.

    Event. solltest du über Chanelstrip mit Kompressor nachdenken.
    SPL Track One fällt mir da so spontan ein. Gibt aber sicher auch andere.

    Gruß
    Oliver

  • Seven
    Profi
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    4.376
    • 3. August 2005 um 07:10
    • #3

    Bessere Stöpsel auf jeden Fall ausprobieren. E2 ist ja nicht das untere Ende der Skala, aber maximal unteres Mittelfeld. Und besonders im Bassbereich sind 2 Wege Hörer eigentlich angesagt.
    Ultimate Ears SF 5 Pro würde ich dir empfehlen. Kostet bei Fischer 259 € und ist deutlich günstigster 2 Wege Hörer auf dem Markt.

    Ansonsten ist der Ansatz von Olli auch ein Weg in die richtige Richtung. Du solltest deinen Sound halt für dein IEM individuell und unabhängig vom Rest einstellen können. Dafür braucht es nicht mal einen Channel Strip. Für den Anfang kann man das auch per Y Split auf 2 Kanäle legen und nutzt eben einen Kanal nur für deinen IEM Sound.

  • Jeremy
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    Beiträge
    1.491
    • 3. August 2005 um 07:16
    • #4
    Zitat von "mlfischer"

    ... aber bei geslappten Parts klingts scheiße (also blechern, kreischend etc.) ...

    Bessere Hörer können das Problem evtl. verbessern (aber auch verschlechtern). Slappen klingt über ein System, das nicht den Frequenzbeschränkungen einer Bassanlage unterliegt, halt mal so (übertrieben gesagt).

    Ich würde nicht einmal ausschließen wollen, dass die Anpassung an einen akzeptablen Inearsound auch dem Sound nach draußen gut tun könnte, so dass ein separater Kanalzug evtl. garnicht nötig ist.

    --
    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • Ton_Opa
    Profi
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    490
    • 3. August 2005 um 08:53
    • #5

    Herzlich Willkommen in der Realität!

    Zitat

    aber bei geslappten
    Parts klingts scheiße (also blechern, kreischend etc.)

    Du darfst mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass dein Bass beim Slappen auch für das Publikum so ähnlich klingt, nämlich mistig.

    Da nutzt auch kein neuer Ohrhörer nicht. Wenn etwas scheiße klingt, dann lässt ein geschmackvoller Musiker das sein! Verzichte auf das Slappen !
    Was für einen Bass(Pickup?) spielst Du denn? Slappen klingt auf vielen hochmodernen aktiv-Systemen ziemlich genau so, wie Du es beschreibst.

    Entweder grundsätzlich Höhen rausdrehen, oder mal mit heftiger Kompression experimentieren. Auch mal einen anderen Bass in die Hand nehmen.

    Entschuldigung: Aber Du musst lernen, so zu slappen, dass sich das gut anhört. Wenn das mit deinem Instrument nicht geht, nimm ein anderes oder lass das Slappen sein.

    Grüsse
    Opi

    der das nicht Böse meint und zum Thema Keyboardsound im Studio folgenden Dialog belauscht hat:
    Engineer:" Deine Streicher klingen wie Trompeten"
    Keyboarder:"Dabei solls ein Klavier sein."

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • EDE-WOLF
    Beiträge
    1.780
    • 3. August 2005 um 09:22
    • #6

    haste mal über n modeller nachgedacht?

    Ich persönlich kann nur sagen, dass ich es ohne preamp nur hinbekomme für eine spieltechnik einen ordentlichen klang hinzubekommen!
    daher benutz ich modeller und floorboard!

    das ding ist ja einfach, dass ein ordentlicher fingersound (ok alles geschmackssache) doch recht höhenarm ist, und die hochtmitten (so um 2khz) noch ordentlich hörbar sind! aber genau diese sind es, die den slap so blechern klingen lassen!

    ich für meinen teil hab, beovr ich mir das line6 Pod XT gekauft hab, einfach mit 3 parametrischen EQs gearbeitet, ein setting für fingersound, einer für slap und einer für tappings! Klang imho sehr geil! und in meinem fall taten es die billig-behringer EQs schon vollkommen! das ganze hab ich mit 2 fußschaltern versehen und gut war!

    ich glaube nicht, dass bessere ohrhörer hier wirklich abhilfe schaffen, eben weil ja schon der grundsound des basses bei verschiedenen spieltechniken sehr variabel ist!

    oder man gewöhnt sich halt ne unglaublich disziplinierte technik an!
    Victor Wooten bspw. spielt auch nur einkanalig, allerdings muss ich sagen, dass mir seine slaps und tappings nicht agressiv genug klingen!

    Falls du Stahlsaiten spielst versuch mal Nickel, imho sind D'addarios sehr geil! allerdings kann je nach EQ am bass der Slap dann doch sehr dumpf werden!

    EDIT: Bassmodell und Saitengattung wären hilfreich! bspw finde ich dass man aus den yamaha RBX (170,270,160,260 etc) keine guten slapsounds rausbekommt, außer durch heftigstes EQ-ing, was aber unnatürlich klingt
    ebenso die günstige GSRs von Ibanez! die klingen wie Schuhkartons!

  • soundworx
    Profi
    Beiträge
    748
    • 3. August 2005 um 10:06
    • #7

    Ich fürchte, daß Du einen sehr beliebten Fehler machst: Du fängst mit der Fehlersuche am falschen Ende an!
    Eigentlich solltest Du diese Reihenfolge beutzen:
    1. Du selbst (Spieltechnik)
    2. Der Bass
    3. Die Funkstrecke (falls vorhanden)
    4. Die DI (ja, es gibt hier Unterschiede!)
    5. usw.

    Um die unendliche Liste mit Lösungsmöglichkeiten noch ein wenig zu erweitern:
    Die Kompandersysteme von drahtlosen InEars haben manchmal Probleme mit extrem dynamischen Signalen (=Slappen).
    Eine EQ Einstellung, die für knurrenden Rockbass gut ist, muss für Slapsounds gar nicht passen
    Nimm Dir doch mal einen guten, geschlossenen Kopfhörer und hör Dir Deinen Basssound direkt aus dem Pult an.
    Der E2 klingt nicht so ganz schlecht, ich hab den lange Zeit mit meinem iPod benutzt, braucht nur ein wenig Badewannen EQ und gut.

    Gruß
    Marcus

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • Jeremy
    Reaktionen
    106
    Beiträge
    1.491
    • 3. August 2005 um 10:12
    • #8

    Ich habe jetzt oben nochmal genau nachgelesen: Du spielst den Bass quasi nackt über die DI ins Pult? Da hast Du natürlich das Problem, dass Du über die (gemessen am Instrumentalverstärker-Standard) absolut hochwertige Übertragungskette jeden kleinen Pfurz, jedes kleine Saitenquietschen und jede Unsauberkeit hörst. Und Slappen ist nun mal eine sehr "aktive" Spieltechnik, die kleinere Schlampereien nicht so leicht verzeiht wir z.B. der altmodische Finger-Style.

    Die Abhilfe ist entweder eine absolut makellose Spieltechnik (wer hat die schon, bzw. wer hat die Zeit, sich die draufzuschaffen?) oder eine Übertragungskette, die in dieser Hinsicht gutmütiger ist (z.B. irgendetwas aus der Ecke V-Amp, Sans-Amp, Bass-Pod, etc. ..., da gibt's verschiedene Lösungen).

    Wobei ich selber (als Bassist mit inzwischen an die 30 Jahre Bühnenerfahrung) eher dazu raten würde, auf das Slappen zu verzichten, wo immer es geht. Natürlich gibt es Situationen, die danach verlangen, aber die sind weniger, als man allgemein glaubt. Unter dem Strich sind Basslinien, die sauber per Finger gespielt werden, erheblich grooviger als solche, die zwar virtuos geslappt werden, aber dafür wegen irgendwelcher klanglicher Defizite abfallen. Wie gesagt: Nur meine persönliche Einschätzung (die allerdings bei jedem Besuch auf einer Musikmesse oder in einem Musikgeschäft immer wieder bestätigt wird: Es gibt nichts nervenderes, als vor einer Bassabteilung zu stehen und nichts anderes als das ewige "klickediklackediklickedidipengpeng" zu hören).

    Das gehört aber eher in ein Instrumenten-/Musikerforum. Mit PA-Methoden ist dem Problem nicht wirklich beizukommen.

    --
    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • mlfischer
    Beiträge
    33
    • 3. August 2005 um 12:50
    • #9

    Erst mal vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

    Scheinbar hab' ich mehrere Möglichkeiten:
    - einfach so lassen, wie es ist. :)
    - Channelstrip/param. EQ in den Pultinsert vom Monitorpult
    - Preamp z.B. SansAmp etc.

    Muss ich wohl mal unseren Verleiher fragen, was der meint. Ich weiß halt
    nicht, ob der von Modellern etc. so begeistert ist, da er am liebsten mit
    DI direkt arbeitet.

    Ton_Opa:
    Nee, ich gehe nicht davon aus, dass es im Publikum mistig klingt. Hab's mir
    beim Soundcheck mal von unten angehört. Der hat halt besseren PultEQ und
    einen recht spektakulär aussehenden Kompressor/Limiter/EQ von DBX,
    Bezeichnung ist mir entfallen. Es geht einzig und allein um den
    InEar-Sound auf der Bühne.

    EDE-WOLF:
    Hauptbass ist ein Sandberg California JM 5 mit GHS Boomers. Mit
    Nickelwound klingt der Bass scheiße. Der Bass klingt nach trockenem
    HIFI-Jazzbass, in hellen Momenten meinerseits (sprich: wenn ich mal
    fleißig geübt hab') gehts vom Slapsound in Richtung ältere Marcus Miller.

    soundworx:
    Ich verstehe nicht, warum ich am falschen Ende anfange, wenn der Sound
    aus der PA passt.

    Jeremy:
    Na ja, mit Nackt würde ich das nicht beschreiben, da der Tech mittels
    Comp/EQ sich halt seinen Sound bastelt. Dem ist das lieber so. Weiß nicht,
    wieso, aber er mags halt so. Ich kriege halt leider den Sound vom
    Monitorpult direkt, also ohne irgendwelche Extras auf die Ohren. Habs' zu
    Hause auch nicht geschafft, mit meinem kleinen Pult (Mackie VLZ) einen
    vernünftigen Sound über die Stöpsel zu kriegen. Mit großen Kopfhörern
    gehts komischerweise....

    @ALL:
    Vielen Dank für Eure Hilfe. Ich werde mit den hier angesprochenen
    Lösungsvorschlägen mal unseren Verleiher heimsuchen und ausfragen.

    MfG.
    Michael

  • Purge
    Beiträge
    68
    • 3. August 2005 um 13:14
    • #10

    Teste auch mal den Boss GT6B

    Verschiedene Amp Simulationen, EQ, Comp.
    Alles eingebaut mit Speicherfunktion.

    Wenn du das sauber einstellst, braucht der Tonmann nicht mehr viel zu schrauben.

    Einfach mal antesten.

    Mfg

    Purge

  • Boerx
    Beiträge
    143
    • 3. August 2005 um 14:22
    • #11

    Ich würde dir für sowas die Sansamp Bass DI RBI oder ähnlich empfehlen.

    gibt es auch als 19" RackVersion mit zusätzlichen parametrischen Mitten.

    http://www.thomann.de/artikel-173745.html

  • mlfischer
    Beiträge
    33
    • 4. August 2005 um 13:09
    • #12

    Hm, klingt interessant.
    Habe mit dem Gedanken gespielt, mir den Bassdriver DI zu holen,
    in der programmierbaren Version.

  • EDE-WOLF
    Beiträge
    1.780
    • 4. August 2005 um 13:13
    • #13

    vergiss die programmierbare version, das ding ist fürn arsch ;)

    denn: das speichert nur die settings in der hinsicht, dass er sich merkt wo die regler standen, wenn du nun ein preset wieder aufruftst, dann sagt dir das ding lediglich wohin du die regler drehen muss, macht das aber nicht selbst! völliger müll find ich!


    was mich wundert ist, dass der sound über die PA gut ist, allerdings bei dir schlecht!
    dreht der mischer immer noch an den pult EQs und gibt dir aus irgendeinem grund ein "pre-EQ signal"?

  • mlfischer
    Beiträge
    33
    • 4. August 2005 um 14:18
    • #14

    Echt? Ich dachte, dass wäre wie beim PSA-1, dass es halt das aktuelle
    Setting speichert, und wieder aufruft. Die Regler sind da auch ohne Motor,
    es wird halt am gerade bewegten Regler angezeigt, wo er sich in der
    gespeicherten Version befinden würde, und auch nur geänderte Regler
    gespeichert. Oder so.
    Hab' auch gedacht, dass wäre scheisse, war aber in der Praxis positiv
    überrascht, da ich das Konzept irgendwie einfacher verständlich fand,
    wie so manchen Multi mit Display und Endloscontroller... :)

    Na ja, eigentlich ist es nicht verwunderlich, da wir ja mit einem Monitorpult
    und einem FOH-Pult arbeiten. Und auf der Bühne wird gesplittet.
    Der Monitorsound hat folglich nix mit dem FOH zu tun.

  • laut und lockig
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    138
    • 4. August 2005 um 14:28
    • #15

    könnte man auch den Monimann zur Hilfe nehmen?
    Wenn er euer Programm kennt, heisst es halt
    "Achtung Daumen, ran an den EQ"

  • mlfischer
    Beiträge
    33
    • 4. August 2005 um 14:30
    • #16

    Wenn man einen hätte...

  • morrigan
    Beiträge
    45
    • 9. August 2005 um 22:58
    • #17

    mlfischer

    Wie, Ihr habt zwar ein Monitorpult, aber keinen, der's bedient? Aber die Kiste steht schon auf/an der Bühne, oder? Und die Signale gehen da gesplittet rein und dann zu Euch auf die Ohren ohne jegliche Einstellung oder wie macht Ihr das? Ich meine, wenn Dich Dein Slapsound nervt (und Du nicht drauf verzichten kannst/willst), dann dreh es Dir doch selber so zurecht, dass es ok ist und trotzdem die anderen Sounds nicht zu stark drunter leiden. Und frage doch mal Deinen Drummer, ob ihn das Geslappe auch stört, bzw. warne ihn, wenn Du was änderst (und alle anderen, die Deinen Bass auf den In-Ears haben, auch).

    Grüße
    morrigan

    Real stupidity beats artificial intelligence every time

  • mlfischer
    Beiträge
    33
    • 10. August 2005 um 12:06
    • #18

    morrigan

    Genau, wir ham' zwar ein Monitorpult (irgend was mit einfach param. Mitten),
    aber keinen, der es bedient. Wozu auch. Jeder stellt sich sein Instrument
    selber ein, so dass es ihm taugt (EQing) (oder halt der Tontech oder ich vor
    dem Soundcheck, für technische Tiefflieger :) ).
    Vor dem Auftritt wird das Pult halt eingepegelt (wg. anderer Mics bzw. deren
    Aufstellung etc), Monitormix macht jeder selber, wie es ihm gefällt.
    Klappt gut, gefällt mir persönlich wesentlich
    besser, als ein extra Monitormensch, da die Kommunikation mit den
    Stöpseln im Ohr *IMHO* etwas eingeschränkt ist, und mit 'rumgefuchtel
    mit Handzeichen irgendwie auch nicht alles zu erreichen ist (Beispiel:
    Zeige in Richtung Keys und Daumen hoch für lauter heist dann entweder
    "Keyboard 1 lauter" oder "Keyboard 2 lauter" oder "Gesang lauter"; so dreh'
    ich halt am passenden Knopf, und gut ist).

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