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Yamaha 01V96 bzw, Behringer DDX3216

  • Scorven
  • 11. August 2005 um 21:40
  • Scorven
    Beiträge
    92
    • 11. August 2005 um 21:40
    • #1

    Hallo zusammen

    Ich habe einmal eine Frage an die Yamaha 01V96 User. Kommt Ihr bei dem Pult mit im gegensatz zum Behringer (nicht für den Vergleich schlagen :-)) fehlenden Low-Cut bzw. z.B. den Pegelanzeigen klar. Oder anders gefragt stört es im Betrieb nicht das der Low Cut fehlt.
    Und wo seht Ihr die ganz klaren Vorteile des Yamahas im Betrieb. Abgesehen von der Betriebsstabilität und der Verarbeitung bzw. dem Namen.
    Und lohnt sich der deutliche Mehrpreis dann auch.

    Ich weis das hier schon viele Beiträge in diese Richtung existiern, jedoch kann mir davon keiner meine Frage beantworten. Den Verweis auf die Suche benötige ich also nicht.

    Gruß
    Sven

    +++Früher war alles besser, wir hatten doch nichts +++

  • stl
    Beiträge
    288
    • 11. August 2005 um 22:36
    • #2

    Ein nach meiner Meinung eindeutiger Vorteil vom 01V96: Delays in den Master- und Omni-Outputs. Das hat der DDX3216 (leider) nicht.

    STL

  • ThomasL
    Profi
    Reaktionen
    41
    Beiträge
    2.438
    • 11. August 2005 um 22:56
    • #3

    @ Scorven

    Du kannst beim 01V96 ein Band des EQ als LowCut nutzen, mit verschiebbarer Frequenz. Dann fehlt Dir zwar ein EQ-Band...*totschlagargument an* dafür brauchts Du auch weniger Bänder als beim Behringer um den mistigen PreAmp auszugleichen *totschlagargument aus* :D
    Die fehlenden Leuchtreklamen an den Fadern find ich beim 01V96 sogar besser, ich brauch das auf so engem Raum nicht, das gehört in ein Übersichtliches Display.

    Alles andere, 01V96 vs. Behringer haben wir hier in letzter Zeit schon oft diskutiert, einfach mal SUCHEN. :) Ergebnis war übrigens, daß sich die Verleiher und Mischer an das 01V96 halten (ist für diese halt besser, auch in der Preisrelation), Bands und Musiker eher an das Behringer (ist für diese dann die bessere Wahl...)

    Viele Grüße,

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • BVC
    Beiträge
    650
    • 12. August 2005 um 00:53
    • #4

    Also wir haben 01V96 in der Schule (2 Stück), privat habe ich mir nun (LowBudget) ein Behringer bestellt, werde das wenns da ist mal ausgiebig gegentesten.
    Den fehlenden Lowcut habe ich beim Yamaha noch nie vermisst. I.d.R. kommt man mit 3 parametrischen Bändern aus... Natürlich kann es auch Situationen geben in denen eins mehr nicht schlecht wäre.
    Klar überlegen ist das 01V96 im Bereich In/Out Patching. Für JEDEN Eingang und für JEDEN Ausgang kann ich individuell ein Signal patchen, kreuz und quer, wie es grade passt. Das ist in vielen Situationen schon ziemlich geil. Dahingegen finde ich das Output Patching (das Input geht noch) beim Behringer wirklich ziemlich verquer. Für die meisten Zwecke reichts wohl trotzdem.
    Für den Schulbetrieb würde ich am Behringer vermutlich auch (nicht lachen) die Operation Lock Funktion vermissen. Nicht nur dass das Gesicht bei "oh guck ma die Fader bewegen sich garnicht" teilweise echt interessant ist, manchmal rettet es einen auch vor schulischen Spielkindern.
    Ganz weit vorne ist bei den Yammis die sehr universelle Insert funktion. EInen beliebigen Output als Insert Send einen beliebigen Input als INsert Return. So muss das sein!
    Last but not least kann man 01V96 kaskadieren (wir fahren so mit 2 Stück ein 40-Kanal Setup + 4 Stereo (theoretisch über Adat Wandler noch mehr, ist so etwas kompliziert zu erklären, wens interessiert der kann ja nochmal fragen)), das Behringer kann das nicht.
    Dafür hat das Behringer 2 Option Slots.
    Irgendeine Form von Meterbridge hätte das Yamaha allerdings schon verdient finde ich, so marke DM1000, aber mit den Anzeigen im Display lässt sich arbeiten. Man muss halt nur leider immer vorher ins Meter Display wechseln. Dafür zeigt das auf wunsch auch die Gain Reduction von den Dynamics für alle Kanäle. Hat also alles Vor und Nachteile.
    Klanglich ist das 01V96 über jeden Zweifel erhaben, Gates, Compressoren und EQ arbeiten zuverlässig und wie man es erwartet. Insgesamt klingt es imho etwas besser als unser altes GL2000, ist allerdings rein subjektives Empfinden. Die Effekte sind in Ordnung, von unserem Lexicon MPX500 als Ausweich FX werden wir uns allerdings trotzdem nicht trennen ;).

    Den funktionellen Vergleich 01V96 vs. DDX3216 trete ich dann an wenn ich beide Pulte da habe. Bei Interesse werde ich hier dann nochmal berichten. Nachmessen kann ich allerdings nichts...

  • Scorven
    Beiträge
    92
    • 12. August 2005 um 16:04
    • #5

    Hy BCV

    Der "subjektive" Vergleichstest würde mich sehr interessieren. Ich würde ja gerne auch mal beide Pulte im A-B-Vergleicht testen. Da dies aber in kaum einem Musikgeschäft möglich ist. Außer vielleicht Thomann oder Produktiv und das für mich eine große Fahrt bedeutet.
    Was für mich noch ein Argument ist, wenn auch nicht oft genutzt, ist zum einen die Fernbedienung des 01V96 per Studio Manager. Also ein FOH nur mit Natebook z.B. und grundsätzlich die verwendung als Homestudio mit Cubase, Logic oder der gleichen. Und neuerdings dort ja auch mit m-Lan per Firewire (Studio Connectins) inkl safe and recall im Cubase-Song.
    Da dies bei mir wohl auch etwas eine Rolle spielen wird (Home- bzw Projekt-Studio)

    Gruß Sven

    +++Früher war alles besser, wir hatten doch nichts +++

  • BVC
    Beiträge
    650
    • 12. August 2005 um 17:15
    • #6

    Einbindung des DDX3216 in Cubase und Logic ist möglich (die entsprechenden Mixer-Maps gibts bei Behringer zum DL), wenn auch nur über Midi und nicht so komfortabel wie beim 01V96 über USB. Die fehlende PC Remote stimmt. Allerdings halte ich eine FOH nur bestehend aus Laptop zumindest für alles was über 2-3 mics hinausgeht mit der momentanen Studio MAnager Version auch für eine schlechte Idee. Als "Meterbridge", Übersichtsanzeige oder direkt zu bedienenden Compressor ist das Ding ja ganz nett, mischen würd ich mich damit nicht trauen. Ist aber mit Sicherheit Geschmackssache!

    Für Live sehr schön finde ich, das hatte ich bei meinem obigen Post wohl vergessen, beim Behringer die Encoder, die ich auch beim DM2000 schon immer sehr hilfreich fand. Aber ob man die braucht ist wohl auch wieder Geschmackssache.

  • JF
    Verifiziert
    Beiträge
    2.934
    • 17. August 2005 um 01:28
    • #7

    Grüsze,

    Ähm, falls es noch nicht aufgefallen ist - der Low Cut im Behringer Pult ist erster Ordnung, also 6dB pro Oktave! Sprich völlig unbrauchbar ...
    (Wenn ich unter 100Hz nix mehr haben will und die 25Hz immer noch mit -12dB daherkommen ...)
    LEIDER! Sonst ein weiteres, gutes PRO Argument für den Behringer.

    Bin selber grad am Klein-Digipult kaufen und finde das Behringer für Live, gerade durch die Drehencoder Reihe (für den kritischen Auxweg schon ein gutes Gefühl) sehr interessant! Auch sonst ist die Ausstattung recht gut, die Effekte klingen aufs erste Testen brauchbar, Dynamics muss man in der Praxis testen (aber da glänzt das Yamaha ja auch nicht. Brauchbar, aber kein Traum).
    Das Ausgansrouting (Subgruppen - Hallo?) ist aber eigentlich ein KO Kriterium für mich und die EQ section des Yamahas (und damit arbeitet man ja am meisten) ist auch einiges angenehmer. PV... ähhm BVC (sorry :-)) hat das schon sehr schön dargestellt, sehe ich genau so.

    Sprich einen Low Cut 3. Ordnung und ein Subgruppen Layer wie beim Yamaha und vielleicht noch weniger wacklige EQ Bedienug und ich würd' mit Freude das Doppelte fürs Pult zahlen. So wirds wohl ein Yamaha werden.

    lg
    JF

  • BVC
    Beiträge
    650
    • 18. August 2005 um 23:45
    • #8

    Hallo,
    also mein DDX3216 ist seit heute da. Hab es heute mal via HD recorder gespeist und getestet. Zu mehr Testerei bin ich heute wegen Vorbereitungen für unsere WJT Veranstaltung morgen nicht gekommen ... Dort werde ich das Pult allerdings mal live testen können.
    Also erster Eindruck:
    Der EQ ist deutlich "griffiger" als der im Yamaha, hat mich eher an unser altes GL2000 erinnert, ist imho geschmackssache, arbeiten kann man mit beiden. Übringes ist die EQ bedienung beim Behringer trotz dem fehlenden Direktzugriff erfreulich fix. Man muss halt durch drücken oder drehen (wobei drücken meistnes sicherer is) zwischen den Bändern umschalten, der Rest bleibt für jedes Band an der gleichen Stelle.
    Effekte klingen einigermaßen, die im Yamaha sind ja auch nicht der Weisheit letzter Schluss, mit beiden lässt sich arbeiten.
    Der Compressor klingt richtig gut, das Gate ist etwas ruppig (wer die alten Behringer analog Gates kannte weiss in etwa was ich meine, allerdings ist die digitale Version doch deutlich besser geworden). Mit etwas drehen kann man ihm das aber gut abgewöhnen. die Bedienung der Dynamics Section ist durch mehr Potis unterm display VIEL schneller als beim 01V96.

    Ja was soll man sonst sagen. Klang vom Preamp -> Master Out ohne irgendwas zwischengeschaltet ist okay, habe noch keinen A/B Vergleich machen können.

    Software war übrigens 1.09 werde nun mal 1.12 aufspielen und einbindung ins cubase testen.
    In den nächsten Tagen dann mehr.

  • Nemesis
    Beiträge
    102
    • 11. September 2005 um 21:32
    • #9

    Hallo!

    Gibt's schon was "neues"? Wie fällt dein persönliches Fazit im Vergleich beider Pulte aus?

    Will ja nicht neugierig sein, aber das würde mich schon interessieren, da bei mir auch ein Digimixer-Kauf ansteht und ich mich zwischen beiden Modellen entscheiden will/muss. :wink:

  • BVC
    Beiträge
    650
    • 12. September 2005 um 21:32
    • #10

    Scorven habe ich vor ein paar Tagen folgendes geschrieben:

    Hallo,
    war jetzt eine Woche lang mit beiden Pulten unterwegs für ne Musicalproduktion. Haben dort 2 01v96 kaskadiert und den ddx als submixer für Chor benutzt, so dass wir mit ~60 kanälen angenehm mixen konnten. Hier viel mir vor allem wieder die Flexibilität der 01V96 auf. Kaskadierung kreuz und quer, Channel Layers wild zusammengebastelt aus adat inputs, analog inputs und gaanz wichtig: INSERTS auf allen kanälen und bussen! Das hat mir bei dem ddx für den Chor echt gefehlt (ging aber trotzdem... 20 kanäle auf 8 busse, über ein A/D Interface durch EQs geschleift und die 8 Rückwege auf die 8 freien kanäle gelegt). Sowas geht mit den 01V96 einfach besser.
    Was an dem Behringer auch ein bisschen nervt ist dass es immer mit dem zuletzt gewählten Snapshot startet und nicht wie das 01v96 mit der kompletten letzten Einstellung. Solange es keinen Stromausfall gibt muss man sich halt beim ddx 3216 nur angewöhnen vor dem ausschalten zu speichern...

    Klanglich ist das DDX jedoch wirklich top, auch in Verbindung mit dem ADA8000. Rauschen, auch bei hohem Gain, ist mir nicht aufgefallen, klanglich tat sich da zu den 01V96 hörtechnisch garnix. Dies ist jedoch jetzt keine Aussage über die internen EQs/Comps/Gates, da die Kanäle zu Gruppen zusammengefasst lediglich zur Feedback-Elimination durch einen Terzband-EQ liefen. Aber zu EQ/Comp/Gate hatte ich ja auch schonmal was geschrieben.

    Hoffe ich konnte dir in deiner Entscheidung helfen.

    Gruß
    BVC

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