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Traverse an Motorkettenzügen

  • SimonFB
  • 15. August 2005 um 18:14
  • SimonFB
    Beiträge
    1.875
    • 15. August 2005 um 18:14
    • #1

    Hallo,
    in meiner alten Schule, die ich Lichttechnisch berate, sollen nun 2 Hängepunkte installiert werden, an die dann mittels Motorkettenzügen eine Traverse kommt.
    Grundsätzlich beauftragt das Bauamt eine Firma dies zu tun und nimmt die Anlage auch logischerweise ab, aber für den Antrag der Schule an Bauamt bräuchte ich noch ein paar Tipps:

    Erstmal die wichtigste Frage: Solange keine Veranstaltungen sind, wird die Halle als Sporthalle genutzt :evil: Welche Gefahren bestehen für Mensch und Maschine, wenn da mal ein Volleyball o.ä. gegenfliegt? Das der Kettenzug dann nicht gleich von der Hallendecke kommt, ist mir schon fast klar, aber kann er dabei Schaden nehmen, oder ist die Ausführung iA robust genug?

    Wenn die Traverse 'oben' ist, besteht keine Möglichkeit (ohne auf die Leiter zu klettern, was nicht erwünscht ist) totzuhängen. Da sich beim Verfahren unter der Last keine Personen befinden, wohl aber danach, würden D8+ Züge ausreichen. Ist diese Art von Zügen inzwischen offiziell, oder immer noch ein Entwurf?
    Ich meine gelesen zu haben, dass Systeme die nicht ortsveränderlich sind, immer der BGV C1 entsprechen müssen - ist das korrekt?

    Mit welchen Kosten ist ganz(!) grob zu rechnen? Muss nichts oberamtliches sein - wird 5-6 mal im Jahr benutzt und hat keinen Transport zu überstehen... Hubhöhe sind 5m, Last 2x 250kg, und eine Steuerung wäre auch noch von Nöten. Welche Hersteller sind da interessant? In einem anderen Thread habe ich gelesen, Chainmaster sei von Preis/Leistung her interessant.

    Welche (Wartungs-)Kosten fallen in Zukunft dafür an?

    Ich hoffe, dass sind jetzt nicht zu viele Fragen geworden...
    Vielen Dank im vorraus,
    Simon

    Am Anfang war das Licht

  • shark150
    Beiträge
    65
    • 15. August 2005 um 18:26
    • #2

    hallo

    Meine Alternative wäre das ganze mit Handkettenzügen zu realisieren wenn es sowieso nur 5m HUB sind. Mit dem Ersparten Geld kann man dann noch ein Fahrbares gerüst kaufen (LAYHER) da kommst mit 3 Etagen auf 6m Höhe bzw auf 4m mit 2 Etagen. Da kannst du dann die Truss vernünftig Tothängen. Da ich auch davon ausgehe da in erster Linie wohl licht an die Truss kommt muss man auch zum Einleuchten hoch.
    Denkt mal drüber nach das Gerüst ist dann auch Universal einsetzbar für DEKO usw.

    ....If it doesn´t move load it in the truck........

  • SimonFB
    Beiträge
    1.875
    • 15. August 2005 um 18:33
    • #3

    Stimmt, ist auch eine denkbare Alternative. Nur ungünstig, da die Halle keinen echten Ausgang hat, und der Sportunterricht durch das Gerüst gestört werden würde :twisted:
    Für Mögliche Vorschläge bin ich auch sehr dankbar!

    Eine kurze Frage ist mir noch eingefallen: Bei den Herstellern wird immer von 'normaler' und 'invertierter' Position gesprochen: Bei welcher Variante bleibt der Motor fix unter der Decke?

    Am Anfang war das Licht

  • shark150
    Beiträge
    65
    • 15. August 2005 um 19:27
    • #4

    Das gerüst ist in 15 minuten auf und in 10 Minuten abgebaut und kann dann sicherlich irgendwo verstaut werden.... :wink:

    ....If it doesn´t move load it in the truck........

  • ADMIN
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    1
    • 15. August 2005 um 19:34
    • #5
    Zitat von "SimonFB"

    Da sich beim Verfahren unter der Last keine Personen befinden, wohl aber danach, würden D8+ Züge ausreichen. Ist diese Art von Zügen inzwischen offiziell, oder immer noch ein Entwurf?

    Der SR 2.0 ist offiziell raus. Aber es ist in der Branche eine sehr große Diskussion, wie weit das anerkannt ist, siehe auch den Neuesten ProductionPartner.

    Zitat

    Ich meine gelesen zu haben, dass Systeme die nicht ortsveränderlich sind, immer der BGV C1 entsprechen müssen - ist das korrekt?

    Ja. Das gehört zu den "Ungereimtheiten" des SR 2.0


    Ich würde da einen normalen Theaterzug einbauen lassen. Da ist dann eine Winde am Rand und gut ist.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Volker
    Profi
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    2.051
    • 17. August 2005 um 13:23
    • #6

    zwei BGV-C1 Züge mit Steuerung kosten ( geschätzt) 15000 Euro.

    Für das Minigewicht und die Tatsache, dass es nur 5 MEter sind und auch nur zwei Punkte, es also mehr oder weniger egal ist ob die nun syncron fahren oder nicht würde ich

    a) Zwei 500kg Handkettenzüge (mit Kettensack) kaufen ( Kosten ca. 300 Euro pro Stück, max 500 )
    b) Zwei Ketten zum Tothängen ( sagen wir mal max 100 Euro pro Stück , Ketten verkürzer u.ä. braucht man ja nicht)

    macht im Ergebnis ca. 1200 Euro.

    Die anderen 13800 investiert man dann in eine vernünftige 4-Punkt-Traverse, amtliche Traversenhalterungen ( Schluffen mit Steels sind für Schulen und Dauerinstallationen nicht so das richtige)

    ... und hat noch immer 12000 Euro übrig.

    Davon investiert man dann etwa 1200 Euro in eine schöne zusammenschiebbare 6,5 Meter A-Leiter ( steht besser als eine Y-Leiter), beispielsweise von Zarges oder anderen Herstellern ( dieses Modell gibt es nicht im Baumarkt !) und kann neben dem Sichern der ganzen Konstruktion sogar noch die Scheinwerfer vernünftig ausrichten und etwas Deko aufhängen.

    ... und hat noch immer über 10.000 Euro übrig, die man in die Premierenfeier stecken könnte ;-).

    Interessant wäre die Frage, wer bei einer Schulveranstaltung die Verantwortung für das richtige Anschlagen der Traverse trägt...

    Viele Grüße,
    Volker

  • SimonFB
    Beiträge
    1.875
    • 17. August 2005 um 17:05
    • #7

    Also, vielen Dank erstmal für eure Antworten, die ja alle in die selbe (richtige) Richtung zielen!

    Über den Sinn der Aktion hatte ich mir auch Gedanken gemacht, und interveniert, weil alleine die Wartungskosten der MKZ mit Sicherheit ein Problem in der Zukunft darstellen würden.
    Nicht gesagt worden war mir allerdings, dass der Antrag ans Amt mit Absicht 'überdimensioniert' ist, damit am Ende eine vernünftige Lösung - wahrscheinlich mit Handkettenzügen :) - genehmigt wird... das sind so die Fallen in der Bürokratie.
    Mit Engelszungen ist es mir nun gelungen, die Antragsteller dazu zu bewegen, die 'Überdosis' in Form von zusätzlichem Material (Stufenlinsen, neues DMX-Pult) einzubringen.

    Volker: Was meinst du mit "amtlichen Traversenhalterungen" ? Ich hätte nun mit Rundschlinge und Steel gearbeitet...
    Übrigens: die Verantwortung für die Funktionssicherheit der Aufbauten trägt der Sicherheitsbeauftragte (=Lehrer), der aber in diesem Gebiet absolut nicht augeblidet ist, und demnach immer nur "ja" oder "kleb mal das Kabel da fest, soll ja keiner stolpern" sagt.

    Welche Handkettenzüge ´sind empfehlenswert?

    Danke, Simon

    Am Anfang war das Licht

  • Volker
    Profi
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    321
    Beiträge
    2.051
    • 17. August 2005 um 17:58
    • #8

    natürlich sind rundschlingen und steels amtlich, aber eben nicht einfach.

    Hier die einfache Version für Schüler, die bei Eurer Belastung reicht:

    http://www.prolyte.nl/content/products/accessories/index.htm

    und dann unter "rigging gear". Ein Gizmo eben.
    Ein Stahlseil als Safety würde ich allerdings dennoch anbringen.

    4-Punkt-Traverse wegen Stabilität und damit man die Kabel einfacher drauflegen kann.

    Viele Grüße,
    Volker

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