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Motoren....

  • MIKE
  • 25. August 2005 um 20:44
  • MIKE
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    • 25. August 2005 um 20:44
    • #1

    Ich habe da mal eine Frage an die Motoren Spezis.

    Ich brauche welche für die Vermiete.

    Was währe da gut ?

    CM Loadstar, Chainmaster, Movecat, Verlinde ?

    Wo liegen Generell die Unterschiede und was gibt es zu beachten ?

    Es geht Generell um 1-2 Tonner, C1 mit Normaler Steuerung ( Glocke ) da erstmal eine kleinere Stückzahl von Nöten ist Und keine Komplizierten Lasten gefahren werden und schon gar nicht während der Show.

    Danke für die Hilfe

    Anfragen bitte an MIKERAUCHFLEISCH@gmx.de

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    • 25. August 2005 um 21:33
    • #2

    a) sorry für den Seitenhieb vorweg, aber Du willst C1er kaufen, obwohl Du deren Notwendigkeit dementierst... D8 wäre vermutlich eher der Motor Deiner Wahl.

    b) CM Loadstar sind ein wenig aufwändiger (und damit vermutlich teurer) als die üblichen Verdächtigen, da werden separate Steuerleitung und Stromversorgung gelegt, also zwei Kabel. Bei allen anderen genügen ja vierpolige CEE-Kabel.

    c) Die alten Verlinde (hießen die 104er???) neigen dazu, sich beim durchlaufen lassen gelegentlich selber an der Kette zu nagen, da die Einführung in die Nuß nicht sonderlich gelungen ist - gibt es aber schon länger nicht mehr zu kaufen - die meisten gebrauchten sind leider ziemlich "durch", also vorsicht.

    d) Liftket und Movecat sind ziemlich bedenkenfrei, Prolyft und Verlinde Stagemaker Compact natürlich auch, finde ich aber ein wenig klobig, dafür haben sie extra Tragegriffe, Du mußt also nicht den Motor an der Kette bzw. dem Haken aus der Kiste buckeln. Die ASM R-Serie habe ich noch nicht unter den Fingern gehabt, sind laut Katalogangabe aber ohne Kette bereits so schwer wie z.B. ein Movecat Eco mit 18m Kette...

    e) Die Antriebe von Liftket, Movecat wie auch Chainmaster kommen unterm Strich alle aus der gleichen Werkshalle, werden aber je nachdem unter anderen Labels bzw. mit Herstellerspezifischen Details vertickt. bißchen mehr Info:
    http://www.hbernstaedt.de/KnowHow/Hebezeug/steuer3.htm

    Für Deine Anwendungen könnte ich mir die 1tonner von Liftket oder Movecat sowie den Prolyft als angemessen vorstellen. Da ist es eher eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Preise denn der Geräte an sich.
    Als einigermaßen wichtig halte ich die Sache mit der Geschwindigkeit, 4m /min sind erfahrungsgemäß so ein "Quasi-Standard" unter den einfacheren Motoren - da kann notfalls auch mal gemischt werden, ohne dass gleich eine Katastrophe zu erwarten ist.

    Edit: ein paar Unklarheiten beseitigt bzw. Aussagen entschärft...

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    Einmal editiert, zuletzt von skyper (26. August 2005 um 21:56)

  • Markus Verza
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    • 25. August 2005 um 23:29
    • #3

    @ Skyper einiges was du sagst ist so nicht richtig:

    Die Motoren von Chainmaster und Movecat sind von der Mechanik her Liftket. Diese 3 Typen sind also recht Baugleich. Hier steckt der Teufel im Details.

    Chainmaster hat bei den D8 Motoren auch eine Direktsteuerung mit einem 4pol CEE. Die sind überhaupt nicht mit Loadstar zu vergleichen. Elektronik ist auch bei den Loadstar nicht im Spiel, auch keine Spezialkontroler. Es sind lediglich die Schütze in den Motoren und nicht im Kontroler. Das erfordert aber dann in der Tat 2 Kabel statt einem.

    ASM ist eine völlig andere Sache, die D8 Züge sind zugekaufte Teile. Die D8++ und C1 Züge sind eigene Züge die ein anderes Getriebe haben (Schneckengetriebe) Das hat viele Vorteile ist aber wegen der geringeren Mengen leider teurer.

    Meiner Meinung nach ist der ASM OttO z.Zt. die beste Wahl.
    Wenn es preiswerter sein soll dann würde ich den Movecat kaufen.

  • MIKE
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    • 26. August 2005 um 09:57
    • #4

    Hallo,

    danke für die bisherigen Antworten....

    Ja ich weis das ich C1 ausschliesse aber es geht auch um eine Zukunftsinvestition und darum denke ich auch daran.

    Aber einfach weiter Posten.

    Anfragen bitte an MIKERAUCHFLEISCH@gmx.de

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    • 26. August 2005 um 22:51
    • #5

    So, habe nun
    a) mein Posting etwas korrigiert, und
    b) nochmal ein wenig im Netz geguckt...

    Was mir noch an Schnickschnack aufgefallen ist:
    - die Motoren der R-Serie von ASM laufen ja im umschaltbaren Eilgang mit angegebenen 10m/min recht flott, scheint dann aber auch hier eine separate Steuerleitung nötig zu sein.
    - Pfaff-Silberblau hat dann auch noch ein Zuckerl im Programm (zumindest bei den C1-Zügen) - da ist schon ein Dehnungsmeßstreifen mit integriert. Klingt innovativ...
    - Stahl scheint nur normale Kettenzüge für Montage im Dach zu bauen, habe zumindest keinen VT-tauglichen Motor gefunden.

    Der angesprochene ASM Otto ist natürlich durch das D8+(+) Konzept ein sehr schickes Teil. Gerade für Single-Motoren (bzw. ein separat gehängtes Pärchen) wie PA-Wings etc. sicher eine geniale Sache, da hier das Safen ja gerne mal ein bißchen schei*e ist, weil man nicht mehr richtig hinkommt.

    Das D8+ -Konzept ist natürlich vom Prinzip her der Killer. Leider muß man aber die doppelte Traglast bezahlen - D8+ erfordert ja Ablastung auf 50% von D8. (alternativ die halbe Kettenlänge opfern, und mit einer Rolle die Traglast wieder verdoppeln - auch nicht immer ideal).

    Mir sind für den Standard-R&R-Einsatz erfahrungsgemäß 500kg eigentlich zu knapp, bei 1to der umgerüstete 2-Tonner-Motor ein zu dicker (und teurer) Brocken, und alternativ die halbe Kettenlänge mit Rolle auch nicht immer lang genug.
    Die benötigte halbe Stunde zum Absafen der Standardshow ist auf/hinter/unter der Bühne erfahrungsgemäß ja auch immer noch was zu wurschteln, von daher kann ich mir den "flächendeckenden" Einsatz noch nicht so wirklich vorstellen - auch wenn so der Rigger vielleicht eine Stunde früher ans Werk gehen muß...
    Daher die Frage:
    Hat schon mal jemand mit D8+ ernsthafte Erfahrungen gemacht?

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  • Markus Verza
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    • 27. August 2005 um 01:03
    • #6

    Auch die ASM Motoren OttO, Uno oder Duo haben eine Wägezelle bzw. können Optional mit dieser geliefert werden. Ich halte das für ein sehr nützliches Zubehör. IMHO müste jeder Punkt mit einer Lastmessung ausgestattet sein. Ich muste mal ein Rig komplett in Wägezellen hängen. Es hat mich doch überrascht, obwohl ich es theoretisch ja schon wuste, in wie weit sich die Lasten durchnur geringe Längenänderungen an den Motoren ändern.

    Ich halte die oben angesprochen ASM Motoren z.Zt. für die besten im Markt. Es sind aber auch D8+ bzw. C1 Motoren. Die Getriebe haben einige Vorteile. Da keine Bremse notwendig ist läuft der Motor sanfter an und Bremst auch deutlich sanfter ab. Bei den Erforderlichen Prüfungen gibt es keine Bremse die zu Prüfen ist. Speziel bei den D8+ bzw C1 Motoren mit 2 Bremsen ein deutlicher Zeit und Kostenvorteil.

    Eine Besonderheit führt zu einem großen Sicherheitsplus. Die Bremsen eines Motors können bei 1,5fachen der Nennlast versagen. Das kann speziel bei Prerigs oder Dekorigs mit Abspannungen der Backdrops zu Problemen werden. Die Schneckengetriebe verkeilen sich mit höhere Last nur noch mehr. Hier wird eine Überlast erst beim Getriebebruch oder Kettenbruch erreicht, beides Bauteile mit 12facher Sicherheit.

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    • 27. August 2005 um 12:15
    • #7
    Zitat von "Markus Verza"

    IMHO müste jeder Punkt mit einer Lastmessung ausgestattet sein.

    Was ja der SR 2.0 bei mehr als zwei bzw. drei Motoren vorschreibt.

    Allerdings bringt mir Lastmessung erst mal gar nichts, wenn ich die entsprechenden Informationen nicht kompetent und zeitnah umsetze. Wenn beispielsweise während einer Messe ein Rigg 14 Tage lang hängt, dann ist es illusorisch, dass da 14 Tage jemand dauernd oder zumindest regelmäßig auf die Lastmessung schaut. Entweder es gibt einen Steuerrechner, der das alles regelt (was passiert, wenn dieser ausfällt?), oder es bleibt halt alles so hängen, wie es ist.

    In 98% der Fälle treten ja gar keine Probleme auf. Aber was passiert, wenn jemand während der Messe etwas umhängt oder ganz aus dem Rigg nimmt? Wenn Temperaturschwankungen oder ähnliche Einflüsse die Lastverteilung ein wenig verschieben?

    Von daher halte ich die Lastmessung immer nur für die zweitbeste Lösung. Sicherer wäre der Einsatz von Gelenkträgern oder eine anderweitige Vermeidung von statisch unbestimmten Systemen (bei wörtlicher Auslegung des SR 2.0 bräuchte ich auch dann eine Lastmessung...), oder das System wird nach dem worst-case-Verfahren berechnet (ProRigg SUS).

    Zitat

    Eine Besonderheit führt zu einem großen Sicherheitsplus. Die Bremsen eines Motors können bei 1,5fachen der Nennlast versagen. Das kann speziel bei Prerigs oder Dekorigs mit Abspannungen der Backdrops zu Problemen werden. Die Schneckengetriebe verkeilen sich mit höhere Last nur noch mehr. Hier wird eine Überlast erst beim Getriebebruch oder Kettenbruch erreicht, beides Bauteile mit 12facher Sicherheit.

    Jein.

    Wenn Bremsen versagen, rutscht die Last meist langsam durch. Gerade dort, wo bei statisch unbestimmten Systemen keine Lastmessung durchgeführt wird, kann das auch mal für einen wünschenswerten Ausgleich sorgen. Ansonsten sinkt halt die Last langsam zu Boden...

    Bei Kettenbrch wäre das anders.


    Am Rande: Sicherheitsfaktoren von 12 gelten bei sogenannten verschleißbehafteten Bauteilen. Die sind dort deshalb so groß, weil man somit auch die Reduktion der Tragfähigkeit durch den Verschleiß berücksichtigt. Man kann da jetzt also nicht nach dem Motto "das hält ja eh das zwölffache" rangehen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • elch
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    • 27. August 2005 um 19:07
    • #8

    kurze zwischenfrage:
    D8+ erfordert ja bekanntlich ablastung auf 50%...
    was, wenn ich jetzt aber mal 100% bräuchte? kann ich die dann als "normale" D8-motoren verwenden und dementsprechend safen?

    is bei uns evtl. auch ein grund für ne kaufentscheidung, weil überall brauch ich nicht unbedingt D8+

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    • 27. August 2005 um 22:08
    • #9

    D8 sieht als Überlastüberwachung eine Rutschkupplung vor, D8+ eine Abschaltung...

    Eine Rutschkupplung ist bei D8+ allerdings erlaubt, wenn sie sich im stromlosen Zustand nicht im Kraftfluss befindet.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

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