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Wer kennt Korg SoundLink ?

  • cheesy
  • 10. Dezember 2005 um 11:13
  • cheesy
    Beiträge
    579
    • 10. Dezember 2005 um 11:13
    • #1

    Hallo,

    ich habe von einem Bekannten ein Korg "SoundLink" System bekommen. Das ist wohl ein professionelles HD-Recording-System aus den 90er Jahren und wurde nur in geringer Stückzahl an Radiosender o.Ä. verkauft. Leider ist keine Festplatte in dem System, so dass ich es nicht starten kann (Standart SCSI-Platte habe ich schon versucht, geht nicht) .

    Das Teil ist absolut nicht mehr Stand der Technik, aber aus Nostalgie würde ich es gerne mal testen.

    Kennt jemand dieses System ? Kann mir jemand irgendwelche Hinweise, Anleitungen, Links dazu geben ? Ich habe schon direkt beim Korg-Vertrieb nachgefragt, aber die konnten mir bisher auch nicht helfen...

    Ich weis, das ist mehr Recording als PA, aber vielleicht habe ich ja Glück...

    Gruß
    <cheesy>

  • cheesy
    Beiträge
    579
    • 10. Dezember 2005 um 14:43
    • #2

    ups, ich sollte noch dazu sagen, das es sich um das Soundlink "SL100" handelt.

    Also nicht die aktuellen HD-Recorder, sondern echt alt...

  • bandit
    Profi
    Beiträge
    220
    • 12. Dezember 2005 um 18:16
    • #3

    Tja, schon ziemlich wahnsinnig, was sich seit dem Soundlink (1990) so alles getan hat. Das System besteht aus mehreren Teilen:

    Professionelles Festplattenaufzeichnungssystem mit integriertem Computer. Das achtspurige System verfügt über eine komfortable Bedieneroberfläche und ist zudem mit einem 16-Spur-MIDI-Sequencer ausgerüstet. Die digitale Audio-Workstation unterstützt alle gängigen Time-Code-Formate. Das SOUNDLINK-System besteht aus den Teilen (siehe) SL 100 C, SL 100 S und SL 100 M. Das System ist achtspurig ausgelegt. Eingebaut befindet sich eine 760 MByte-Festplatte, ein Achtkanalmischer, ein Stereomultieffektprozessor, acht analoge und zwei AES/EBU Ein- und Ausgänge. Das System an sich ist in einem Rackgehäuse (6 HE) untergebraucht. Bekannt ist eigentlich nur die Bedienereinheit, welche in Pultform ausgelegt ist und für alle wichtigen Funktionen ein Bedienelement zur Verfügung stellt. Bis zu fünf Systeme können zu einem 40-Spur-System gekoppelt werden, wobei eine SL 100 C-Einheit ausreichen dürfte. Die Massenspeicherung erfolgt auf 8mm-Videoband. Der Sequenzer überdies kann bis zu 50000 Noten speichern.

    Also, erst einmal müssen natürlich alle Teile vorhanden sein. Wenn dann natürlich die Festplatte fehlt, ist natürlich auch das Betriebssystem weg.
    "Moderne" Festplatten wird das Teil aufgrund der Größe nicht verwalten können. Das kann schon zum Problem werden und 8mm Videoband gibt es sicherlich auch nur noch als Restposten oder bei ebay. Ich drück Dir die Daumen und viel Spass mit dem Opa.

    Gruß

    der Bandit :twisted:

  • cheesy
    Beiträge
    579
    • 13. Dezember 2005 um 16:03
    • #4

    Hi Bandit,

    danke für deine Antwort. Ich bin froh, dass überhaupt jemand dieses Teil noch kennt...

    Die drei Module habe ich alle da (Pult-Steuerung, Prozessor- und Festplattengehäuse). Nur ist das Festplattengehäuse leer (Also Netzteil und so ist schon drin, aber keine Platte...
    Aber ich werde mit dem ganzen Zeug ohne Festplatte und entsprechender Software (Betriebssystem) garnichts anfangen können.
    Und habe ich das richtig verstanden, die Audiodaten werden auf ein Videoband geschrieben (so wie beim Adat) ? Dann fehlt mir dieses Laufwerk ja auch noch zu meinem Glück... Ich befürchte, dass wird ein Hoffnungsloses Projekt, aber wir haben ja Weihnachten, da kann man ja noch hoffen... :wink:

    Also schonmal vorweihnachtliche Grüße,
    <cheesy>

  • guessi
    Profi
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    896
    • 20. Dezember 2005 um 00:57
    • #5

    ich kenne das auch noch :)
    ist schon etwas her...

    in einer der beiden 19-zoll-kisten sollte ein 8mm-bandlaufwerk stecken. darüber wurde das betriebssystem eingespielt und aktualisiert - zum betrieb aber sonst nicht erforderlich. außerdem konnte man das natürlich zum audiobackup nutzen. die audiodaten wurden logischerweise auf festplatte(n) gespeichert.

    als festplatten funktionieren nur sehr spezielle, alte SCSI-varianten. maximal kann das system 4GB adressieren, original waren damals - siehe oben - 700MB eingebaut. ich könnte dir jedenfalls eine passende vermitteln, da hier so ein komplettes maschinchen (relativ nutzlos) herumsteht und auch noch eine ersatzplatte im schrank liegt.

    beim offiziellen deutschen korg-service kannte man vor einiger zeit das gerät noch und konnte kompetente unterstützung leisten.

    auf jeden fall ein meisterstück der damaligen audiotechnik :)
    man sollte noch erwähnen, daß der digitale 8-kanal-mixer automatisierbar ist, und das schnittsystem sogar timestretching beherrscht.

  • cheesy
    Beiträge
    579
    • 20. Dezember 2005 um 07:57
    • #6

    Hi Guessi,

    danke für deine Antwort. Kannst du mir die genaue Bezeichnung der Festplatte schicken ? Ich habe hier auch noch so einige alte SCSI-Platten rum liegen.

    Wie komme ich an das Betriebssystem dran ? kann man das mit einem PC von der Festplatte runter laden und auf CD brennen ?

    Gruß
    <cheesy>

  • guessi
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    • 21. Dezember 2005 um 00:51
    • #7

    Hast du es beim Korg-Service versucht?

    Dort gab es damals eine Liste der kompatiblen Festplatten zu beziehen, falls das nicht klappt, könnte ich sie dir evtl. nächste Woche zukommen lassen - falls ich diese noch irgendwo finde :)

    das mit der Software halte ich für schwieriger. evtl. könnte man eine leere Platte im hiesigen Soundlink einbauen, das System vom 8mm-Band darauf installieren und dann verschicken?
    Mit Verlaub, Ich halte diesen Aufwand aber auch nur für gerechtfertigt, wenn du wirklich ernsthaft etwas damit vorhast - mal ganz abgesehen davon, daß man womöglich damit eine illegale Raubkopie erstellt? :)

  • cheesy
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    579
    • 21. Dezember 2005 um 08:42
    • #8

    Moin,

    also ich habe es bei Korg and more (Musik Meyer - Marburg) versucht, bzw. nachgefragt. Das ist, soweit ich weis, der zentrale Deutschland-Vertrieb von Korg und die Jungs behaupten nichts mehr zu dem Gerät zu haben. Angeblich läuft noch eine Anfrage bei Korg Japan...

    Ob sich die ganze Sache lohn, frage ich mich schon, seit ich dieses Thema in das Forum gestellt habe ;) Auf jeden Fall will ich kein Geld in die Kiste Investieren... Eigentlich mache ich das ja nur, weil ich mich nicht dazu durchringen kann, alles Brauchbare noch auszulöten und den Rest auf den Elektro-Schrott zu bringen... Wie du ja auch sagtest, das Teil war mal ein "Flaggschiff" unter den HD-Systemen und mir blutet das Techniker-Herz...
    Aber so wie die Sachlage aussieht, werde ich wohl "zwischen den Jahren" die brauchbaren Teile aus den Gehäusen entfernen und den Rest entsorgen, auch wenn's schwer fällt.

    Ob man bei der Kopie des Betriebssystems noch von Raubkopie sprechen kann, weis ich nicht so genau, da die Software ohne die entsprechende Hardware nicht zu gebrauchen ist. Also habe ich ja durch die Hardware eine Art Dongel für das OS. Und ob Korg noch Rechte an dieser Maschine anmeldet, weis ich auch nicht... Aber rein Rechtlich hast du natürlich recht...

    Auf jedenfall schön, dass ich auf diese Weis noch ein bischen was über dieses Gerät erfahren habe,
    Danke,
    <cheesy>


    P.S.: Falls jemand das gute Stück für sein Museum (oder sonwas) haben will, einfach bei mir melden...

  • guessi
    Profi
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    • 21. Dezember 2005 um 15:20
    • #9

    mal zwischendurch für alle Interessenten

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