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63A-Vert.: Querschnitt/Sicherungen?

  • f8274
  • 4. Januar 2006 um 01:27
  • Fossi
    Beiträge
    2.034
    • 13. Januar 2006 um 13:12
    • #21
    Zitat von "stepu"

    nochmal zum Thema "jede Verteilung braucht einen RCD": Genügt es wirklich nicht, wenn ein Stromkreis (z.B. der Tonstrom) einen eigenen RCD hat, Licht usw. auch?
    Ich gehe von einer zentralen Verteilung für Ton, Licht, Video aus. Wenn ich nun an diese zentrale
    Ton-Verteilung z.B. zwei Ampracks mit je CEE16A anschliesse, benötigen dann beide Racks nen eigenen FI?
    Es gibt ja (häufig verwendete) 19" Rackverteilungen CEE auf Schuko, je mit C16A abgesichert
    (z.B. HK PS32, gibt es auch von Hama, sogar viele Lautsprecherhersteller haben die in das eigene
    Sortiment aufgenommen
    http://www.thomann.de/hama_stv32_pas_prodinfo.html
    oder
    http://www.thomann.de/hk_audio_ps32_prodinfo.html).
    Diese Verteilungen sind doch vorschriftsmässig, oder irre ich?

    Alles anzeigen

    Zusammengefasst, auch wenn seit über 2 Jahren hier darüber diskutiert wird:

    Jede Steckdose kleinergleich 32 A CEE (16 A CEE, Schuko, etc.) muss mit einem 30mA RCD (FI) abgesichert sein.
    Bei 63A,125A... genügt ein 300mA RCD.

    Daraus folgt:

    Ein Verteiler von 32A CEE auf 16A CEE und/oder Schuko muss keinen RCD enthalten, da ja die 32A CEE Dose als Lieferant mit 30mA RCD abgesichert sein muss.
    --> hierbei ist zu beachten, die 32A CEE Dose in der Bühnenecke auch auf Funktion des RCD zu überprüfen! (oder sicherheitshalber gleich einen 32A Verteiler mit RCD zu verwenden)

    Ein Verteiler mit Input grösser 32A CEE und Output kleinergleich 32A CEE muss einen 30mA RCD enthalten! Ob dies nun einer für alles ist, oder die einzelnen Abgänge jeweils mit RCDs ausgerüstet sind, bleibt dem Hersteller/Anwender überlassen.

    blubb.

  • Steffen
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    1.817
    • 14. Januar 2006 um 18:50
    • #22

    Also, angenommen, ich habe folgende Situation:

    Wandsteckdose 125A mit eig. RCD (den ich aber nicht testen will, also hat mein Verteiler was eigenes drin...)

    Verteiler 125A (erstmal ohne RCD) auf :

    1 x 63 A / 300mA RCD (z.B. für weitere Unterverteilung, Dimmerracks etc.)
    2 x 32 A / 30mA RCD jeweils...


    Bedeutet also, daß ich nach den beiden 32ern munter weiter verteilen kann (z.B. 32 A auf viele Schukos...) OHNE daß ich nochmal nen RCD brauche,
    wenn ich von der 63er weitergehe werden hier in der nächsten UV (die dann z.B. 16er Abgänge hat) 30mA RCD's fällig

    Wenn was icht stimmt, bitte korrigieren (aber nur ADMIN, Markus Verza und andere mit AHNUNG)

  • Sven M
    Profi
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    2.530
    • 14. Januar 2006 um 19:52
    • #23

    Ja, das ist korrekt. damit entsprichst du der VDE 0100 Teil 711.
    Allerdings musst du natürlich die Schukosteckdose im 32er Verteiler richtig absichern.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • Steffen
    Profi
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    1.817
    • 14. Januar 2006 um 21:52
    • #24

    Wovon ich wohl ausgehe...


    Es ist nicht so, daß mir die VDE 0100 - 711 nicht bekannt wäre (dazu komm ich selber viel zu sehr aus der E-Technik), ich wollte das Ganze lediglich nochmal zusammenfassen, da der Thread mittlerweile etwas konfus wurde und Leute mit Halbwissen hier merkwürdige Sachen hätten interpretieren können :)

  • Markus Verza
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    • 14. Januar 2006 um 22:35
    • #25

    @ Steffen
    Nach VDE so weit OK

    Ich würde so einen Verteiler im Verleih nicht haben wollen.
    Warum ?
    Stichwort Ableitströme. Die dürfen bei Geräten bis ? kW (war irgend etwas zwichen 3 und 9) bis zu 7mA betragen. Eine PAR hat keinen Ableitsrom aber eigentlich alle Gerät mit Schaltnetzteilen oder Entladungslampen. Wenn du jetzt noch einen Drehstrom RCD (FI) hast ist nach 5 Geräten schluß. Das ist keine Theorie sondern bittere Praxis. Aus diesem Grund hab ich z.B. 32 A Verteiler mit 12 Schuko und 3 30mA RCD Einzelphase. Wenn ich die jetz aber an eine Dose mit RCD hängen muss ist wieer Essig. Ich kann aber auch nicht in jede Video Regie einen 63A Zuleitung ziehen.

    Das Thema ist auch noch nicht gegessen. Es gibt viele Leute die gegen einschlägige VDE Normen wiederspruch eingelegt haben. Die wiedersprechen sich z.T. selber (die Normen )

    Ich für meinen Teil mach es so:

    Schukodosen -> immer RCD 30mA
    16A CEE -> immer RCD 30mA
    32A CEE -> RCD 30mA mit Kennzeichnung nur für Verbraucher
    32A CEE -> RCD 300mA Selektiv mit Kennzeichnung "Achtung nur für Verteiler mit eingebautem RCD <= 30mA"
    63A CEE -> RCD 300mA Selektiv

    für die großen Brocken < 63A denke ich noch nach, z.Zt würde ich einstellbare RCDs nehmen. Die haben dann aber einen anderen Namen. Die BG hat dazu nicht nein gesagt, wenn Elektrofachkräfte mit entsprechenden Messmitteln die Anlage überprüfen. Eine VA mit 400A oder mehr Speisung sicher keine Vorderung die übertrieben ist.

  • Steffen
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    • 14. Januar 2006 um 23:02
    • #26

    Interessanter Denkansatz... Dann habe ich aber ggf. 2 RCD's hintereinander, nämlich einmal mit 30mA in der 16er Verteilung, einmal mit 300mA in der 32er vornedran...

  • ADMIN
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    • 15. Januar 2006 um 00:43
    • #27
    Zitat von &quot;Markus Verza&quot;

    Stichwort Ableitströme. Die dürfen bei Geräten bis ? kW (war irgend etwas zwichen 3 und 9) bis zu 7mA betragen.

    1.) Eigentlich müsste man von Schutzleiterströmen sprechen, Ersatzableitstrommessung ist nur ein Verfahren der Messung:

    Zitat von &quot;DIN VDE 0702 5.5&quot;

    Die Messung des Schutzleiterstromes ist durchzuführen:
    – mit dem Differenzstromverfahren nach Bild B.6a bzw. B.6b oder
    – mit dem direkten Verfahren nach Bild B.5a bzw. B.5b oder
    – mit dem Ersatzableitstrommessverfahren nach 5.7 (Bild B.4a), sofern die Isolationswiderstandsmessung vollständig durchgeführt und mit positivem Ergebnis abgeschlossen wurde.

    2.) Zur Höhe des Schutzleiterstroms:

    Zitat von &quot;DIN VDE 0702 5.5&quot;

    Der Schutzleiterstrom darf 3,5 mA nicht übersteigen mit folgenden Ausnahmen:
    – Bei Geräten mit Heizelementen mit einer Gesamtanschlussleistung größer 3,5 kW darf der Schutzleiterstrom nicht größer als 1 mA/kW Heizleistung sein.
    – Bei fest angeschlossenen Geräten oder bei Geräten mit Anschlüssen nach IEC 60309 (z. B. CEESteckvorrichtungen) können besondere Installationsbedingungen und abweichende Werte für den Ableitstrom gelten.

    Geräte mit Heizelementen haben wir in der Gastronomie, aber die legt man ohnehin auf einen anderen RCD.

    Was die eigenen Geräte so an Schutzleiterströmen entwickeln, sollte man ja bei der A3-Prüfung* mitbekommen. Dann sollte man auch abschätzen können, wie viel davon gemeinsam auf einen RCD darf.


    * A3-Prüfung, was hat jetzt der Audi mit Veranstaltungstechnik zu tun??? Neeeiiiin. BGV A3 (früher BGV A2, ganz früher VBG 4), berufsgenossenschaftliche Vorschrift von wegen Wiederholungsprüfung für Elektrogeräte (alle Elektrogeräte! Wenn man den Vorschriftentext ganz wörtlich nehmen würde, müsste selbst der Cynch-auf-Klinken-Adapter geprüft werden), durchzuführen nach DIN VDE 0702, also

    - Sichtprüfung
    - Schutzleiterwiderstand (bei Klasse I-Geräten)
    - Isolationswiderstand
    - Schutzleiterstrom
    - Berührungsstrom

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • GETEC
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    • 15. Januar 2006 um 09:33
    • #28

    nur mal ein kurzer einwand zum thema: neozed gegen automaten:

    automaten gehen nunmal ab und zu kaputt, mit neozeds kann mir das nicht passieren, vorausgesetzt es sind ersatzsicherungen da......

    und was tun, wenn mitten in der Va ein automat seinen geist aufgibt?
    umstecken wenn spare vorhanden, ist aber auch nicht immer, sonst:
    halbe stunde zerlegen, vorausgesetzt man hat einen automaten dabei, und mal angenommen der ausführende techniker darf sowas überhaupt..

    in den grossen verteilern sind bei uns immer neozed drinnen, nach oben hin dann NH, in den unterverteilungen dann automaten, die kann man dann auch leichter als spare mitnehmen..

    für grössere aufgaben find ich die lösung nach markus verza sinnvoll, in diesem falle lassen wir aber eh schon andere firmen ran, die sowas haben, einfach weils praktischer ist... ich glaub die haben sowas drinnen: http://www.moeller.net/de/industry/sw…uit_breaker.jsp

    getec

  • Markus Verza
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    • 16. Januar 2006 um 01:06
    • #29

    - Schutzleiterstrom bzw. Ableitstrom sind das gleiche

    - die VDE 702 hat sich ab dem 1.1.2005 geändert. Maximaler Ableitstrom 3,5mA, bzw. 1mA / kW und dann kommen die ausnahmen.

    Anyway hier geht es um Verteiler und die Praxis und da gibt es Ströme auf dem Schutzleiter die nicht mit Fehlern zu tun haben sondern eben im Normalen Betrieb auftreten. Damit müssen wir planen.

    Ich kann es nur wiederholen

    - viele RCDs in die Verteiler
    - darauf achten das ALLE Sicherungen ob Fehlerstrom oder Leitungsschutz selektiv sind. Es gilt zu vermeiden 2 Sicherungen gleicher Nenngröße in Reihe zu haben.

    Ich kann mich der Bemerkung von GETEC anschließen. Bei Neozed bzw. NH weiß man was man hat.

    Ich hatte mal Nachts um 10.00 Uhr einen kaputten 400A Hauptschalter in einer Verteilung, da muss man ganz schön Rudern um da eine Ersatzlösung zu finden.

  • ADMIN
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    • 16. Januar 2006 um 18:05
    • #30
    Zitat von &quot;Markus Verza&quot;

    - die VDE 702 hat sich ab dem 1.1.2005 geändert.

    Um ganz präzise zu sein: die Ausgabe 2004-06 gilt ab Veröffentlichung.

    Die Berichtigung schreibt aber:

    Zitat

    Unter Beginn der Gültigkeit ist folgender Satz zu ergänzen:
    Daneben darf DIN VDE 0702-1 (VDE 0702 Teil1):1995-11 noch bis 2005-01-01 angewendet werden.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • quasel
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    • 18. Januar 2006 um 00:44
    • #31

    Wieso messe ich auf einer 50m Verlängerung bereits 0,2mA Ableitstrom obwohl noch nichts angeschlossen ist. : :shock:

  • Markus Verza
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    • 18. Januar 2006 um 02:46
    • #32

    Wie hast du gemessen ?

  • quasel
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    • 18. Januar 2006 um 21:52
    • #33

    1.Gerechnet
    2.Stecker aufmachen und Amperemeter einschleifen

  • Markus Verza
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    • 18. Januar 2006 um 22:38
    • #34

    Was für eine Art von Ampere Meter ?
    Ich vermute du hast nur eine Induktion gemessen.

  • quasel
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    • 19. Januar 2006 um 23:36
    • #35

    Magnetfelder treten nur bei Stromfluss auf.An der Verlägerung ist nichts angeschlossen.Die meisten Multimeter haben einen 20mA~ Messbereich.Also ist doch kein Problem,einige Verlängerungen zusammenstecken,sollten mindestens 50m sein,und Messen.
    Einfach mal machen.

  • ADMIN
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    • 20. Januar 2006 um 00:58
    • #36

    Ja, das ist eine Induktionsschleife, das Magnetfeld im Raum induziert eine Spannung (und wenn ein Meßgerät drin hängt, fließt ein Strom...)

    U = n * B' * A

    Von daher kommt auch die Brummschleife.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • manuela
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    • 20. Januar 2006 um 08:00
    • #37

    ich glaub Quasel hat Recht,
    eine offene Strecke wirkt nicht als Induktionsschlaufe.

    Ich hätte noch 2 Alternativen zum Überlegen:

    1.) Die Leitung wirkt als Antenne und empfängt irgendwas
    2.) Der Strom fließt über die Eigenkapazität der beiden Leiter zueinander (bei großen Längen und geringer Isoierstärke sind Werte bis in den nF-Bereich möglich, das könnte schon die 200uA rechtfertigen da jeder kondensator unter Wechselspannung zum Widerstand wird.

    1.) meßtechnisch: Einfügen einer HF-Drossel verringert den Strom? / Oszi, Begutachtung was da ankommt

    2.) Meßtechnisch: Kapazität der Leiter zueinander messen.
    Nun läßt sich bezogen auf 50Hz der Wirkwiderstand ermitteln der daraus entsteht, und in Bezug desselben auf die Netzspannung der fließende Strom 8)

    ?) Kriechstrom durch schlechte / schadhafte Isolierung und Feuchtigkeit.
    Schließen wir hier mal aus.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Markus Verza
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    • 20. Januar 2006 um 11:12
    • #38

    Man müste mal die Spannung messen die da Anliegt.

    Das ist aber nicht gans so trivial, da hier Messfehler eine gewaltige rolle spielen. Kommt häufig vor das Techniker mit rotem Gesicht von 60 oder mehr Volt auf der Erde reden. Mit einem Innenwiederstand der Messgeräte im Mega Ohm Bereich kein Wunder

  • quasel
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    • 20. Januar 2006 um 11:43
    • #39

    1.Wenn die Spannung abschaltet wird geht der Strom auf 0,00000,also kein Empfang.
    2.Isolationswiderstand unendlich,bei 700V,I=0,00000
    zusätzlich gemessen mit Metratester3.

    Tip:Kabel in der Tontechnik-welcher Wert ist wichtig.
    Könnte das bei grossen Lichtanlagen mit empfindlichen FI-Schaltern auch eine Rolle spielen.


    Messtechnik:das ideale Voltmeter hat einen unendlich hohen Innenwiderstand.

  • ADMIN
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    • 20. Januar 2006 um 12:08
    • #40

    Vielleicht jetzt erst mal eine Skizze, wie was angeschlossen wurde.

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