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Frage bzgl. "Passiv-Membrane" im Bassbereich

  • lotronic
  • 10. Januar 2006 um 22:13
  • lotronic
    Beiträge
    268
    • 10. Januar 2006 um 22:13
    • #1

    Es ist vielleicht etwas untypisch im PA-bereich "tote" speaker zu verbauen, aber im konkreten Notfall müsste sich das doch berechnen oder vorhersagen lassen und zwar:

    Ich verwende BR-Bassboxen mit je 3 Stk. 15 Zöller im selben Gehäuse (3xJBL 2226H parallel, also 2,66 Ohm. Gehäusevolumen ca. 350 liter). Leider hat sich bei einer Box ein Speaker verabschiedet - die Schwingspule ist leicht angeknaxt bzw. der Lack dürfte teilweise ab sein sodass der Amp bei grösserem Pegel auf Overload geht und kurzzeitig abschaltet (Der Amp ist 2 Ohm tauglich).
    Zum austauschen oder reconen des defekten Speakers fehlt mir jetzt die Zeit, aber wenn ich den kranken Speaker einfach nur abklemm müsste die Box doch wieder einwandfrei spielen. Aber um wieviel leiser? Um 3 dB oder doch weniger weil die Passiv-Membran doch auch Wind macht???

    Und welchen Speaker würdet ihr totlegen? Oben-mitte-unten?
    Die Speaker sind übereinander/ leicht versetzt angeordnet und werden meist stehend betrieben (Topteil drauf).

    Danke für eure tips.

    Im PA-Vermietpark: KS P-Line, C-Line, FirMod2, KS Triaks, KS Solo4, KS Standart, CPA12, CPA10, CPASub, CPA2, CPA1, CL208, CM215, CM112, CM410, TSub, TA4U, CA4U, TA2D,...

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 11. Januar 2006 um 07:11
    • #2

    Das funktioniert leider nicht.
    Evtl. geht es den defekten Chassis mit einer Platte dicht zu verschließen.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Mechwerkandi
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    1
    Beiträge
    7.712
    • 11. Januar 2006 um 08:44
    • #3

    Denk' ich auch mal..
    Die "tote" Membran schwingt dann ja gegenphasig, das wird heftige Auslöschungen geben.

  • saschak
    Beiträge
    191
    • 11. Januar 2006 um 08:51
    • #4

    im Hifi-Bereich wird sowas doch des öfteren genutzt.... Canton hat meine ich einen 25er mit 25er Passiv Membrane... wobei das sind "Spezielle" Membranen, keine normalen Lautsprecher

  • Arsch mit Ohren °( , )°
    Profi
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    112
    • 11. Januar 2006 um 09:11
    • #5

    Manuela hat recht, so einfach geht das wohl nicht. Durch sowas wird schließlich die ganze box "verstimmt".

    Bin stolzer besitzer von einem alten paar "Electro Voice NineA" HIFI boxen (designed by Thiele himself :). Diese arbeiten mit nem passiv chassis ohne antrieb und gehen nusstrocken sehr tief runter. Vermultlich hat der Meister aber etwas länger darüber nachgedacht, wie sowas zu realisieren ist...

    Ps: suche noch nen passenden hochtöner dazu, den hat wohl n ehemaliges potiproblem an meinem alten amp auf dem gewissen... Leider gibt es keinerlei bezeichnung! Wenn jemand ne idee hat...

    Für den notfall würde ich das obere chasis lahmlegen. Wenn die spule nicht ganz durch ist, hilft es bestimmt auch den speaker kurzzuschließen.
    Am besten aber - Brett!

    "keep the level high"
    . Ruppert Neve

  • Volker Holtmeyer
    Profi
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    • 11. Januar 2006 um 22:47
    • #6

    Eine passive Membran ist im Grunde das Gleiche wie ein Bassreflexrohr. Es schwingt halt nicht (nur) eine Luftsäule, sondern es kommt noch eine weitere Federkraft hinzu. Mit den TSP sollte sich das berechnen lassen.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • kaischeks
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    88
    • 11. Januar 2006 um 23:06
    • #7

    Allerdings würde das larmgelegte Chassis nicht den nötigen Hub machen können um als Passivmembran für die beiden anderen Chassis zu fungieren.

    MFG

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 12. Januar 2006 um 09:24
    • #8

    Ich glaube daß eine Passivmembrane nur dann einen Nutzen bringt wenn die Gehäusekonstruktion hinter ihr so ausgetüftelt ist daß sie eine Laufzeitanpassung macht die in dem _Frequenzbereich wo das Ding wirkt zu einem Gleichlauf mit den aktiven Ports führt.
    Das ist hier nicht der Fall, allein schon aus dem Grunde wird es nicht funktionieren.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Volker Holtmeyer
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    13
    • 12. Januar 2006 um 09:53
    • #9

    Was meinst du denn mit "ausgetüftelter Gehäusekonstruktion"?! Eine ganz normale Bassreflexbox ist ja nun nicht sonderlich "ausgetüftelt" und da schwingt die Luft im Port ja auch in Phase mit der Pappe!

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • manuela
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    • 12. Januar 2006 um 10:32
    • #10

    ich bin dumm was Lautsprecherkonstruktion anbelangt.
    Das vorneweg, hab das nie gelernt oder studiert.

    Wie ein Vorredner schon schrieb, müßte das Ding dann phasenverkehrt zu den Chassis arbeiten und zu Auslöschungen führen, Es sei denn jemand hat es so gemacht daß es auch paßt. So meinte ich das.
    In BR sitzen üblicherweise auch Rohre, das sind nur selten einfache Löcher in der Schallwand. Also wird auch da genau überlegt wie es sein soll damit es optimal funktioniert, ich nenn das dann ausgetüftelt 8)
    Imho ist so ein Rohr eine Laufstrecke.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Volker Holtmeyer
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    • 12. Januar 2006 um 11:56
    • #11

    Die Länge des Rohres ist im Wesentlichen für die Masse der schwingenden Luft verantwortlich. Eine Laufstrecke von wenigen Zentimetern spielt bei Wellenlängen von mehreren Metern wohl keine große Rolle ... :wink:

    Das "Delay" um die Luft im Port in Phase mit der Pappe schwingen zu lassen, wird von der Trägheit hervorgerufen.

    Im konkreten Fall schwinkt die passive Membran den aktiven gewissermaßen hinterher. Es wird also mit Sicherheit irgendwo im Frequenzgang eine Resonanz geben.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • text&ton
    Profi
    Beiträge
    590
    • 12. Januar 2006 um 14:23
    • #12

    Es handelt sich um ein Feder-Masse-System, welches unter, über oder auf der Resonanz schwingt.
    Damit verbunden sind die Phasenbeziehungen zwischen Antrieb und mitschwingender Masse.
    Bei BR schwingt die Luftsäule im Rohr mit, bei einer Passivmembrane eben diese.

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 12. Januar 2006 um 19:23
    • #13

    BR und Passivmembran wird in diesem Fall allerdings gemischt, dass sollte man doch wohl eher vermeiden.

    Nun zum eigentlichen Problem:
    Wenn alle chassis ein eigenes, abgetrenntes Volumen haben, kein Problem.
    Haben sie das nicht, ist der weitere Betrieb nicht empfehlenswert.
    Erstmal Bass abklemmen und schauen, wie die Kiste von innen aussieht.

    Selbst wenn man das Loch mit einer Platte zumacht, so erhält man doch eine andere Abstimmung. Da ist es weniger Arbeit, dass Ding zu reconen.

    Wenn totlegen, dann oben. Für kurzzeitigen Betrieb sollte das aber egal sein.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

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