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Muss ich eine Traversenfestinstallation safen ???

  • codesieben
  • 22. Januar 2006 um 18:42
  • codesieben
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    356
    • 22. Januar 2006 um 18:42
    • #1

    Moin Moin :D

    wir sind dabei bei uns in der Gemeinde eine 6m Traverse aufzuhängen, um daran die Lichttechnik zu befestigen...

    Diese wird mit 5 Stahlseilen (jeweils 460kg Zugfestigkeit) gesichert...

    Das Konstrukt wiegt roundabout 150-200 kg. Rein davon betrachtet reicht es aus.

    Das ganze wird an holzbalken verschraubt... Latürnich entsprechend stabil :D

    Jetzt meine Frage: Muss das ganze zusätzlich gesafet werden ??? Z.b. mit einem Safety der den Balken und die Traversenkonstruktion umschlingt ???

    Ich hoffe ich hab mich klar ausgedrückt ;)

    Danke im Vorraus...

    mfg
    benny
    cu

    :::codesieben:::

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    • 22. Januar 2006 um 23:05
    • #2
    Zitat von "codesieben"

    Diese wird mit 5 Stahlseilen (jeweils 460kg Zugfestigkeit) gesichert...

    Ist damit das gemeint, was der Statiker unter Zugfestigkeit versteht?


    Und wie sieht das mit der Aufhängung genau aus? Wie wird gewährleistet, dass alle Seile mittragen?

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • codesieben
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    • 23. Januar 2006 um 17:05
    • #3
    Zitat von "ADMIN"

    Ist damit das gemeint, was der Statiker unter Zugfestigkeit versteht?


    Und wie sieht das mit der Aufhängung genau aus? Wie wird gewährleistet, dass alle Seile mittragen?

    Wie meinen ??? Ich schrubbte doch Zugfestigkeit...

    Es wurde eine Zerreißprobe durchgeführt, mit dem zu verwendenden Seil, und der Verschraubing auf dem Balken.

    Gegenfrage: Wie müsste die Konstruktion ausschauen ??? Wir haben Seile an allen 4 Kanten, und eins in der Mitte...

    Danke, bin leider kein Profi in der Materie :(

    mfg

    :::codesieben:::

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    • 23. Januar 2006 um 17:52
    • #4
    Zitat von "codesieben"

    Es wurde eine Zerreißprobe durchgeführt, mit dem zu verwendenden Seil, und der Verschraubing auf dem Balken.

    Und was hat dabei zuerst versagt? Verschraubung oder Seil?

    Solange sich Personen unter schwebenden Lasten aufhalten, dürfen wir mit höchstens einem Zehntel der Mindestbruchkraft belasten, also mit maximal 46 kg. (Eigentlich wären jetzt eine ganze Reihe von Versuchen nötig, um zu ermitteln, was wirklich "Mindestbruchkraft" ist).

    Mit fünf Seilen ist das ein statisch unbestimmtes System, es kann vorkommen, dass nicht alle Seile mittragen. 150 kg würde ich daran nicht hängen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • codesieben
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    • 23. Januar 2006 um 17:57
    • #5
    Zitat von "ADMIN"

    Und was hat dabei zuerst versagt? Verschraubung oder Seil?

    Solange sich Personen unter schwebenden Lasten aufhalten, dürfen wir mit höchstens einem Zehntel der Mindestbruchkraft belasten, also mit maximal 46 kg. (Eigentlich wären jetzt eine ganze Reihe von Versuchen nötig, um zu ermitteln, was wirklich "Mindestbruchkraft" ist).

    Mit fünf Seilen ist das ein statisch unbestimmtes System, es kann vorkommen, dass nicht alle Seile mittragen. 150 kg würde ich daran nicht hängen.

    Versagt hat vor allem die Seilklemme...

    Nein, war nur Spaß :D Imho darf man die ja gar nicht benutzen ;)

    Die Verpressung hat nachgelassen bei 460kg

    Davon ausgehend das dass Seile eine 10-fache Mehrbelastung aushalten muss, können wir doch rein rechnerisch 46 kg pro Seil hängen, 5 Seile sinds...

    Die eigentlich Frage: Müssen wir das zusätzlich safen ???

    Danke für deine Hilfe...

    mfg

    :::codesieben:::

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    • 23. Januar 2006 um 18:07
    • #6
    Zitat von "codesieben"

    Davon ausgehend das dass Seile eine 10-fache Mehrbelastung aushalten muss, können wir doch rein rechnerisch 46 kg pro Seil hängen, 5 Seile sinds...

    2 davon tragen...

    muss nicht so sein, kann aber.


    Was war denn das für ein Seildurchmesser?

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • codesieben
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    • 23. Januar 2006 um 18:17
    • #7
    Zitat von "ADMIN"

    2 davon tragen...

    muss nicht so sein, kann aber.


    Was war denn das für ein Seildurchmesser?

    Uff... das wüsst ich auf Anhieb nicht... Ich hab der Zerreißprobe nicht beigewohnt... Das hat ein Bekannter gemacht der sich ja auskennt...

    Aber so vom schätzen, würd ich sagen so 6mm roundabout...

    :::codesieben:::

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    • 23. Januar 2006 um 22:55
    • #8
    Zitat von "codesieben"

    Aber so vom schätzen, würd ich sagen so 6mm roundabout...

    Vom Schätzen her würde ich sagen, 6 mm dürfte erst bei etwa 2000 kg reissen. Oder hat da einer mit der Kombizange verpresst?

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Stephan Schewe
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    • 24. Januar 2006 um 17:54
    • #9

    Warum kaufst du nicht einfach ordentliche Steels?

  • codesieben
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    • 24. Januar 2006 um 19:00
    • #10
    Zitat von "ADMIN"

    Vom Schätzen her würde ich sagen, 6 mm dürfte erst bei etwa 2000 kg reissen. Oder hat da einer mit der Kombizange verpresst?

    Wie das genau verpresst wurde weiß ich nicht genau, wie bereits gesagt... Aber das Seil hat schon ca. 6mm... Schwachstelle war ja die Verpressung...

    Kernfrage: muss ich diese Konstruktion safen ???

    edit: Was sind "ordentliche Steels" ???

    Danke :D

    mfg

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  • Knöppedreher
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    • 24. Januar 2006 um 20:20
    • #11

    OHNE Worte, aber respekt Herr Admin für die Geduld!

    auf unserer Homepage findest Du die Grundlagen der Veranstaltungstechnik bzgl. BGV C1 usw als Download - wäre doch mal eine nette Abendlektüre!

  • codesieben
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    • 24. Januar 2006 um 20:38
    • #12
    Zitat von "Knöppedreher"

    auf unserer Homepage findest Du die Grundlagen der Veranstaltungstechnik bzgl. BGV C1 usw als Download - wäre doch mal eine nette Abendlektüre!

    Toller Tipp :roll:

    Wär ja auch zu schwer einfach die Frage zu beantworten...

    §9 wär ja dann wohl der betreffende, wüsste nich das wir da gegen was verstoßen... Allerdings geht nicht draus hervor, ob das gesafet werden muss... Und das wäre ja meine eigentliche Frage... ;)

    Danke, nochmal...

    mfg

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    • 24. Januar 2006 um 20:44
    • #13

    Wenn's ordentlich gehangen wird, muss es nicht noch mal gesafet werden.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • chris216
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    • 24. Januar 2006 um 20:48
    • #14

    Mit dem Tipp, ordentliche Steels zu kaufen, meint der Kollege, dass fertige Stahlseil-Verbindungsmittel nicht teuer sind. Da bekommst du normgerechte Tragmittel für kleines Geld. Selbst bauen lohnt sich nur dann, wenn man Sonderlängen braucht und das entsprechende Fachwissen und die Maschinen dafür besitzt...

    Gruß,
    Christoph Holdinghausen

  • Christoph
    Profi
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    • 25. Januar 2006 um 19:38
    • #15

    N`abend zusammen,

    wie der Admin schon sagte, ist das Aufhängen in 5 Punkten statisch unbestimmt. Also warum???
    Bei der ganzen Sache sehe ich mehrere Ungereimtheiten.
    Was meint Holzbalken??? Das auch dicke Leimbinder oder Kastenträger versagen können haben leider die Ereignisse anfang des Jahres gezeigt.
    Hier besteht meiner Meinung nach der erste Schwachpunkt. Ich kann nicht einfach einen Haken in einen Balken schrauben, um etwas aufzuhängen. Bitte einen Statiker oder ähnliches beauftragen.
    Eine Verpressung die schon bei 460 kg reißt???
    Da tippe ich auf zu dünnes Seil (>3mm) oder unsachgemäße Verpressung.
    Des weiteren:
    Hier wird immer mit C1 und weiterem argumentiert. Wer sagt denn, daß hier überhaupt die C1 gilt. Ich meien mich erinnern zu können, daß im ersten Post von Gemeinde die Rede war. Also Kirche??? Hier gilt es zu klären als was der Raum selbst zugelassen ist (Der Ladenbauer von nebenann lacht sich tot, wenn ich dem was über Aufhängung von Lampen in Versammlungsstätten erzähle...).
    Zur Aufhängung selbst:
    Bei verlässlichen Punkten im Träger würde ich das System in zwei Punkten montieren. Das heißt Ringöse oder vergleichbar, daran mittels Schäkel mit Mutter und Splint ein Stahlseil 8mm. Unten kommt dann wieder ein Schäkel mit Mutter und Splint, an den ein Gizzmo angeschlagen wird. Somit habe ich eine C1-gerechte Aufhängung, die ich nicht saven muß.
    Wenn in meinen Ausführungen Fragen auftauchen bin ich gerne zu weiteren Erklärungen bereit, rate dann aber dringend einen Menschen in deiner örtlichen Nähe mit der Aufhängung zu befragen, der sich mit so etwas auskennt.

    So weit...

    Christoph

    Christoph Ginzel
    Meister für Veranstaltungstechnik

    COMA media GmbH

    cginzel@comamedia.de

  • Kracky
    Profi
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    12.055
    • 25. Januar 2006 um 19:49
    • #16

    Wobei ich jetzt kurz bemerken muß die C1 gibt doch in den meißten fällen gar keine genaue Auskunft über zu verwendendes Material, hier wird meißt immer auf geltende andere Verordnungen die dieses regeln verwiesen sowie mit der Angaben von DIN denen das Material entsprechen muß.

    Einzigster unterschied ist wohl das ich Sicherheitsfaktoren entsprechend der Aufgabe einhalten muß.

    Ich finde es wird immer wieder viel zu gerne auf etwas verwiesen was garnichts wirklich regelt. Ansonsten hast du laut deiner Erklärung mehr als nur eine Unabhänige Verbindung somit ist bei versagen einer Verbindung immernoch gewährleistet das deine Truss nicht abstürtzt, hier kommt nun der einwand vom Admin das man die Konstruktion wenn möglich nicht so stark belasten sollte da einfach die Gefahr im Ernstfall besteht das die zweite Verbindung durch Überlast gleich als nächstes aufgibt und dein System doch abstürzt. Die Stützung in der Mitte sollte bei 6m Tragweite wohl ehr unnötig sein. Vier Tragpunkte sollten somit reichen. Für eine feste Installation sollte wie gesagt ersteinmal die Statik der Befestigungen geklärt werden, danach wohlmöglich mit 8mm oder sogar 10mm Stahlseilen die der DIN entsprechen gearbeitet werden. Somit ist bei der angedachten Belastung gewährleistet das bei Ausfall einer Verbindung, die andere ausreichend ist um trotzdem die Last zu tragen, der Haltepunkt sollte dieses natürlich auch können.

    Bleibt noch anzumerken das man Leimbinder oder sonstige Träger nicht einfach beschädigen sollte da jede Schwächung des Materials statisch Folgen haben könnte.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

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