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warum zwei Schäkel?

  • guessi
  • 6. Februar 2006 um 00:28
  • guessi
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    • 6. Februar 2006 um 00:28
    • #1

    In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "pma" ist eine (weitere) Leseprobe aus dem Buch "Praxis des Riggings" abgedruckt. Darin heißt es sinngemäß, daß an einem Hängepunkt immer zwei Schäkel eingesetzt werden müssen:

    (Bild:pma)

    Weiterhin steht dort, die Frage nach dem Warum beantworte sich im nachfolgenden Text - tut sie aber nicht. Deshalb frage ich jetzt & hier jemanden, der sich damit auskennt :)

  • skyper
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    • 6. Februar 2006 um 00:57
    • #2

    relativ einfach:

    Die Anordnung ermöglicht es dem Rigger, das gesamte Material an einem Stück montiert hochzuziehen, und durch das Öffnen eines einzigen Schäkels sicher zu befestigen.

    Du hast das eine (im Bild gelbe) Stahlseil [oder evtl. sogar eine Motorkette] nach unten hängen. Wenn das mal zehn Meter lang ist, entsprechend schwer... Das nächste Stahlseil (im Bild grün) ist mit dem ersten durch den Schäkel verbunden (am Boden schon so vorkonfiguriert), der zweite Schäkel hängt lose mit drin.

    Dann nimmst Du das kurze (grüne) Stahlseil, und schlingst es oben um den Träger. Hättest Du nur einen Schäkel dabei, müsstest Du nun gleichzeitig das (gelbe) Stahlseil/Motorkette unten halten, das grüne um den Träger schlingen und zusammenhalten, und gleichzeitig den einen Schäkel öffnen, alles reinfädeln, und wieder zuschrauben. So machst Du nur den losen eingehängten Schäkel auf, führst das (grüne) Stahlseil ein, schiebst den Pin durch die Kausche und der Käse ist gegessen.

    Hat mit der Statik primär nix zu tun, ist nur fürs Handling im Dach und die Sicherheit der Crew am Boden...

    Die gezeigte Konstruktion nennt sich übrigens "Basket".

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • Hami
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    • 6. Februar 2006 um 11:08
    • #3

    Dem ist (fast) nichts hinzuzufügen. Denn irgendwo mußt Du ja auch Dein Seil anbinden, was im dauerhaft belasteten Schäkel (aussen!) geschieht. Hättest Du nur einen Schäkel, würdest Du sonst beim Losdrehen ja das gelbe Steel verlieren, da Du dort gar nicht erst einbinden könntest.

  • ADMIN
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    • 6. Februar 2006 um 13:40
    • #4

    Im "Original" ("Entertainment Rigging" von Harry Donnovan) wäre es erklärt worden.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • hasenfuß
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    • 6. Februar 2006 um 23:15
    • #5
    Zitat von "ADMIN"

    Im "Original" ("Entertainment Rigging" von Harry Donnovan) wäre es erklärt worden.


    wo findet sich das denn in der rubrik "bücher" ??

    ______________________________

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    • 7. Februar 2006 um 01:55
    • #6

    weil ich das nicht von Amazon vertrieben wird. Und für ein paar Euro fange ich bestimmt nicht an, Bücher durch den Zoll zu schleussen...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • guessi
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    • 8. Februar 2006 um 00:41
    • #7

    ok und danke für die Erläuterung.
    der Vollständigkeit halber sei angemerkt, daß der Begriff "basket" dort auch steht. es ist auch gut möglich, daß das Warum im Buch dann wirklich folgt - hier handelt es sich schließlich um eine Leseprobe :)

    darf ich also - wie hier angedeutet - davon ausgehen, daß diese Verfahrensweis für "echtes" Rigging gilt, und man bspw. die beiden Enden einer (um die Traverse gelegten) "Schluppe" problemlos in einem Schäkel zusammenführen darf, um daran dann noch einen "cradle" zu hängen? (am Boden, in bequemer Arbeitshöhe)

  • Hami
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    • 8. Februar 2006 um 12:37
    • #8

    Eine Rundschlinge darfst Du selbstverständlich in einem Schäkel zusammenführen. Achte darauf, daß der Einschraubbolzen / Bolzen mit Mutter von den Enden der Rundschlinge wegzeigt. Und Stahlsicherung nicht vergessen...

    "echtes Rigging" ist ein prima Begriff :)

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