Guten Tag, werte Gemeinde,
gibt es eine allgemeingültige Formel, mit der ich den Wertverzehr meines Equipments berechnen/abschätzen kann?
Wie macht ihr das?
(Ja, ich habe gesucht, abba nix gefunden)
Danke schonmal.
Gruß,
Andreas
Guten Tag, werte Gemeinde,
gibt es eine allgemeingültige Formel, mit der ich den Wertverzehr meines Equipments berechnen/abschätzen kann?
Wie macht ihr das?
(Ja, ich habe gesucht, abba nix gefunden)
Danke schonmal.
Gruß,
Andreas
Meinst Du den offiziellen "Werteverzehr", also eine Abschreibungstabelle
http://www.bundesfinanzministerium.de/cln_06/nn_3792…uefung/005.html
oder mehr den inoffiziellen, innerbetrieblich kalkulierten?
Letzteres hängt ja von vielen Faktoren ab:
Häufigkeit der Einsätze, Kosten der Verschleiß- und Verbrauchselemente, Marktwert nach einer gewissen Zeit (Einen Technics 1210er bekommst Du auch nach Jahren wieder gut los, eine selbstgebaute Lautsprecherbox wird meist nicht annähernd das erzielen, was Du an Arbeit und Material reingesteckt hast), Pflege und Wartung...
Du kannst AfA (= Absetzung für Abnutzung), allgemein auch "Abschreibung" genannt, z. B. bei PA Anlagen auf 5 oder 9 Jahre (108 Monate) ansetzen.
Dies kann linear, also vom Anschaffungswert oder degressiv, also vom Restwert geschehen.
genau ![]()
Anschaffungspreis / 5 Jahre Abschreibung, Restwert = 1,-
So pauschal kann man das nicht sagen. Wie gesagt, es gibt eine Afa-Tabelle (siehe Link oben).
Viele technische Geräte im Mobilbetrieb können auf 5 Jahre abgeschrieben werden, aber es gibt auch andere.
Oben erwähnte 9 Jahre gilt nur für den fest installierten Einbau und auch nur für Beschallungsanlagen, "Audiogeräte" im Festeinbau sind 7 Jahre, im Mobilbetrieb 5 Jahre und wenn sie gebraucht gekauft wurden, dann sogar 3 Jahre, PC auf 3 Jahre und Panzerschränke auf 23 Jahre usw. Also einfach mal in die Tabelle schauen.
Aber um auf die Ausgangsfrage zurückzukehren:
Abschätzung des Werteverzehrs
Hier wurde meines Erachtens gar nicht nach der Afa gefragt. Ich tippe mal eher auf die Berechnung einer innerbetrieblichen Kalkulationsgrundlage, evtl. für den Mietpreis etc.
Vielleicht äußert sich mal der Threadstarter, was er denn gemeint hat damit.
es kommt auch drauf an was es ist. eine arri kostet 600 im ek. verkauft, wenn noch einigermaßen optisch ok, nicht unter 350.
das gegenteil ist der par 64: 20 im ek, nach 3 jahren weil verbeult, 1e
Tach zusammen,
mir ging es lediglich um eine Abschätzung wieviel mein Material nach einer gewissen Zeit noch wert ist. (Natürlich abh. von der Lebensdauer...)
Könnte mir schon vorstellen dass das nich ganz so einfach ist, ansonsten würden Schwacke und co ja auch kein Geld damit verdienen können.
Gruß,
Andreas
Du meinst also den Zeitwert bzw. Marktwert nach einer gewissen Zeit?
Ich bin der Meinung, daß sich das nach dem Markt richtet. Nicht die Schwackejungs bestimmen den Gebrauchtmarktpreis für Autos, sondern die Schwackeleute fragen nach, wie sich die Autos bei den Händlern & Co verkaufen lassen. Also sozusagen eine fundierte Marktumfrage, basierend auf Erfahrung und Hintergrundwissen, bzw. Fortschreibung der alten Werte unter Zukunftsgesichtspunkten.
Den Marktwert von Geräten kann man gut in den Gebrauchtgeräteanzeigen nachverfolgen. Natürlich immer mit dem Hintergrund, daß in den Verkaufsanzeigen erstmal um das Angebot handelt, der verhandelte Preis dürfte dann etwas niedriger liegen, sofern die Ware überhaupt verkauft wurde und nicht in der darauffolgenden Woche mit einem niedrigeren Preis angeboten wird.
Auf E-Bay kann man ja auch ganz gut die Produkte beobachten und den erzielten Preis mitteilen lassen.
Wenn Du etwas verkaufen möchtest, dann setze einen Preis an, wenn Du wochenlang darauf sitzen bleibst, dann ist Dein Preis wohl höher als der Marktpreis, wenns am selben Tag noch verkauft wird, war er wohl drunter...
Wenn man aber eine "Vermögensliste" aufstellen möchte, dann sollte man bedenken, daß im Zwangsverkauf auf die Schnelle sicher lange nicht das erzielt werden kann, als man sich durch die Summierung der einzelnen Marktwerte errechnet hat. Alles ist also relativ...
wobei die erfahrung zeigt: brands (arri, etc.) gehen manchmal über neupreis. siehe karow tv
Gute, qualitative Marken haben üblicherweise einen guten Wiederverkaufswert. Dass aber der Gebrauchtwert höher liegt als der Neuwert (wohlgemerkt bei weiterer Verfügbarkeit der Neuware) kann ich mir nur damit erklären, daß entweder Dein Einkaufspreis niedriger ist als für andere oder einfach ein paar Dumme sich etwas auf die schnelle eingebildet haben ohne zu rechnen (ich glaube bei Karow war das doch eine Versteigerung oder?). Letzteres ist wohl kurios und daher bekannt, sicherlich aber nicht marktrelevant...
ich war auf der auktion. die arris sind fast über neupreis gegangen
servus,
mir ging's nur darum in etwa abschätzen zu können was das Bandequipment noch wert ist.
Falls mal jemand aussteigen will, muss man beim Abkauf seiner Anteile ja irgendwie den Wertverlust berücksichtigen (ok, muss man vielleicht nicht, sollte man aber!).
Wäre halt schön wenn man das irgendwie kalkulieren könnte, ohne sich alles aus den "Biete" Brett zu suchen. Zumal da ja nicht immer alles gehandelt wird.
Wäre vielleicht auch ganz interessant dafür ein eigenes Brett zu erstellen, in dem jeder (von mir aus auch anonym) eintragen kann was er/sie für welches Gerät bezahlt hat. Kann natürlich sein, dass das für Profis irrelevant ist, ich kann nur sagen, dass ich das als sehr hilfreich empfinden würde.
Gruß,
Andreas
lohnt nicht.
Für Instrumente gab es mal bei Soundcheck / Git / Keys eine Gebrauchtliste für gängige Geräte.
Bandmitglieder auszubezahlen, wird meist schwierig bei Gemeinschaftsanschaffungen.
Bei "klammen" Bandmitgliedern muß das Gerät dann verkauft werden & der Anteil am Resterlös verteilt werden
Zitat von "AndyS"
mir ging's nur darum in etwa abschätzen zu können was das Bandequipment noch wert ist.
Falls mal jemand aussteigen will, muss man beim Abkauf seiner Anteile ja irgendwie den Wertverlust berücksichtigen (ok, muss man vielleicht nicht, sollte man aber!).
Ich würde einen "Bandvertrag" aufsetzen. Die Gruppe ist ja nichts anderes als eine BGB-Gesellschaft.
Und damit nicht die Gefahr der Auflösung besteht, wäre es wichtig, daß die Aussteiger nicht noch ausgezahlt werden. Meist ist es ja so, daß manche Dinge persönlich angeschafft werden (Instrumente/Backline) und manche Dinge vom gemeinsamen Erlös (PA, Mischpult etc.). Das gemeinsame Equipment sollte wenn möglich auch komplett der Gruppe gehören, nicht anteilig den Musikern. Und ebenso würde ich das mit dem Wertverlust von eingebrachtem Equipment sehen. Solche Regelungen halten die Restband zusammen, nicht nur finanziell.
Nur wenn man 100%ig einig ist, kann man sich ja im Fall eines Ausscheidens immer noch für eine Ausnahme entscheiden.
Oder falls sich einer besonderst stark finanziell einbringt, kann man ja eine Regelung finden (z.B. einen kleinen Extrabetrag als "Miete" entweder pro Monat oder je Umsatz/Gig).
Im Falle einer Komplettauflösung spielt dann eine Wertermittlung ja keine Rolle mehr, weil das Zeug ja auch wohl dann verkauft wird.
Wie dem auch sei, im Falle einer Wertermittlung muss man ja immer den aktuellen Stand der Dinge betrachten (Verschleiß, Marktpreisverfall oder Lieberhaberpreis, technische Neuerungen etc.), den man leider im Vorhinein ja nicht bestimmen kann. Wenn es aber doch sein muss, dann würde ich mich einfach mal nach der Afa-Tabelle richten oder selbst mal eine Liste mit dem (pauschalen) Werteverfall für Euer Equipment aufstellen und in den Bandvertrag integrieren...