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Erdung einer kleinen Open-Air-Bühne

  • lj_fritz
  • 22. März 2006 um 13:04
  • lj_fritz
    Beiträge
    155
    • 22. März 2006 um 13:04
    • #1

    Hallo,

    ich bin mir nicht ganz schlüssig wie man vorschriftsmäßig einen Bühnenaufbau (Outdoor, 6*4m) zu erden hat.
    Ist es besser einen Kreuzerder (wird evtl. gewässert) in den Boden zu schlagen und an dem das Erdungskabel (16mm²) anszuschließen, oder direkt auf die Erdungsschraube am Verteiler (63A) zu gehen.
    Ich denke mir, dass eine doppelte Erdung zu verschiedenen Potenzialen führen kann.

  • flatmoon
    Beiträge
    245
    • 22. März 2006 um 13:23
    • #2

    und was hälst du von der Idee deinen erdspies zusätzlich mit der Erdungsschraube zu verbinden?
    Die frage allerdings ist auch noch, wie weit ist die anschlussstelle des 63A verteilers entfernt?

    Ich bin verrückt, aber was manche hier sagen ist richtig verrückt.

  • lj_fritz
    Beiträge
    155
    • 22. März 2006 um 13:30
    • #3

    Der 63A-Verteiler steht direkt an der Bühne, aber die Kabelwege von Übergabepunkt zu Bühne können teilweise sehr stark schwanken.
    Das Verbinden der Erdungsschraube am Stromverteiler (Licht) an der Bühne mit dem Kreuzerder erscheint mir nicht ganz schlüssig.

  • Sven M
    Profi
    Beiträge
    2.530
    • 22. März 2006 um 13:37
    • #4

    ...der Verteiler der an der Bühne steht ist doch sicher per Kreuzerder geerdet oder?

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • lj_fritz
    Beiträge
    155
    • 22. März 2006 um 13:45
    • #5

    Bei dem Verteiler handelt es sich nicht um einen Baustromverteiler oder ähnliches, es ist ein 19´´ Verteiler von http://www.ets-professional.de. Normalerweise ist der Verteiler durch die angeschlossene CEE-Leitung (PE) geerdet.
    Da bei einem Indoor-GroundSupport wird ja normalerweise das Truss über die Erdungsschraube am Verteiler geerdet.
    Wie ist das jetzt outdoor zu handhaben?

  • TomyN
    Profi
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    • 23. März 2006 um 12:20
    • #6

    Hi,

    das ganze hat erstmal nix mit groß oder klein zu tun. Es gibt einen maximalen Erdunswiderstand, und um den nicht zu überschreiten, sollte man direkt an der Bühne erden. Denn einen zentralen Erdungspunkt schaffen (entweder Erder der Verteiler) und dort alle Erdungskabel auflegen.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • lj_fritz
    Beiträge
    155
    • 23. März 2006 um 13:28
    • #7

    Wenn meine 63A-Zuleitung irgendwo aus einem Verteilerhäuschen kommt, dann steck ich mich mit meinem 63A-Verteiler fürs Licht dirkekt darauf und erde über die Erdungsschraube direkt am Verteiler die Bühnenkonstruktion, so dass ein gemeinsamer Erdungspunkt geschaffen wird?! Also in diesem Fall kein Kreuzerder.

    Richtig oder Falsch?

  • flatmoon
    Beiträge
    245
    • 23. März 2006 um 13:40
    • #8

    Wenn das verteilerhäuschen keine 500m weg ist, und du damit mitten in der pampa stehst, ja.
    Aber ansonst noch nen kreuzerder mit auf die Erdungsschraube und gut ist.
    Du kannst eigentlich immer soviel erden wie du willst, da ensteht keine Brummschleife wie bei einem falsch angewendetem Massekabel, sondern du verringerst somit nur den widerstand damit dein vorhandener RCD rechtzeitig auslösen kann.

    Ich bin verrückt, aber was manche hier sagen ist richtig verrückt.

  • quasel
    Beiträge
    80
    • 23. März 2006 um 18:26
    • #9

    Bei einem fliegenden Elektroanschluss hat der Elektrobetrieb der den Schaltschrank setzt auch die Betriebserde herzustellen.Also anrufen und dampf machen.
    2. Möglichkeit: Der Strom kommt ja von einem Energieversorger,der hat einen Chefelektriker und der macht dem Elektriker garantiert Beine.
    3.Du kannst ein "ECHTES SCHUTZLEITERSYSTEM" verlangen ,meistens wird nur eine "MODERNE NULLUNG" gemacht.
    4.Grundsätzlich: erden ist immer gut!

  • binson
    Verifiziert
    Beiträge
    2.665
    • 23. März 2006 um 18:38
    • #10

    Eine andere interessante Frage wäre auch, wie man ein Trussing mit Sleeves (Plastikrollen) fachgerecht erdet. Nur das Rechteck oben oder auch jeden einzelnen Tower? Die Safeties/Ketten etc. reichen wohl kaum zum gewünschten Schutzleiterwiderstand... :D

    --- I've been mad for fucking years, absolutely years, been over the edge for yonks, been working me buns off for bands. ---
    (Chris Adamson)

    Blog: Optinal Mittelgrund

  • Sven M
    Profi
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    2.530
    • 23. März 2006 um 19:11
    • #11

    Genau. Binson deine Frage ist sehr gut.
    Ich bin viel mit Bühnen der 70- 220m^2 Größe unterwegs, aber dass das jemand bedacht oder jemand nach gefragt hat gab es noch nie.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • karabennemsi
    Reaktionen
    1
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    194
    • 23. März 2006 um 19:43
    • #12

    Hi!
    Ich bin es nur gewohnt aus der normalen Arbeit, das z.B. lackierte Rohre, die mit Metallschrauben über Kunststoffflansche aneinandergeflanscht wurden, zusätzlich noch per 10mm² GRGE-Leitung verbunden werden mussten zwecks Potentialausgleich. obwohl dies die durchgehenden Schrauben auch eigentlich bewerkstelligen konnten! (Ich spreche hier von etwa 10-15 M12er Schrauben,also schon etwas massiver mit ausreichend Querschnitt!)

    Also gehe ich ganz stark davon aus, das auch hier unabhängiger ein Potentialausgleich zu machen ist!

    Wer andren eine Grube gräbt, ...hat ein Grubengrabgerät!

  • Sven M
    Profi
    Beiträge
    2.530
    • 23. März 2006 um 20:12
    • #13

    Ja, in der VDE 0100 Teil 410 Abschnitt 413.1.2.1 steht ja nur das Wasserleitungen etc mit isolierenden Verbindungsstellen nicht überbrückt werden müssen. Von Gebäudeteilen (Gerüsten, Geländer) steht da nix.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • binson
    Verifiziert
    Beiträge
    2.665
    • 31. März 2006 um 20:54
    • #14

    Also, die praktikabelste Lösung ist es, einen Tower zu erden und von diesem dann zum Karree. Wer macht das so?

    --- I've been mad for fucking years, absolutely years, been over the edge for yonks, been working me buns off for bands. ---
    (Chris Adamson)

    Blog: Optinal Mittelgrund

  • Beffel
    Profi
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    283
    • 12. April 2006 um 21:37
    • #15

    Die VDE 0100 ist da doch eigentlich sehr genau! Egal wie weit weg oder wie der Versorgungsanschluss ausgeführt ist, jede Rigg muss geerdet werden! Und zwar so, dass die Schutzleiterfunktion sichergestellt ist! Wenn man ganz genau ist, muss jeder Tower einzeln und die Rigg oben über eine Potentialausgleichsleiter unten am Erdungspunkt angeschlossen werden. Ein Anschluss an den Schutzleiter der Versorgung ist dann zulässig, wenn die durch die VDE 0100 vorgegebenen Werte für den Schutzleiterwiderstand eingehalten werden. Dabei ist es auch vollkommen wurscht ob es ein PEN ist! Auch eine Nullung kann bei richtiger Ausführung ein guter Schutz sein. Ich muss nur wissen an welches Netz ich auflege und dann entsprechend passend meinen Anschluß ausführen. Deshalb ist es ja Pflicht, den Übergabepunkt vor der Inbetriebnahme von Seiten des VT-lers auf Funktion zu prüfen. Dazu gehört auch die Schutzleiterfunktion. Deshalb führe ich auch vernünftige Messwerkzeuge mit mir, mit deren Hilfe das möglich ist.

    Beffl, so a Glaber! Dess glabst da jao salber nedd,
    obbar es bassd schoh!

  • Swemers
    Profi
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    231
    • 13. April 2006 um 13:53
    • #16

    Hi,

    Zitat von "Beffel"

    Die VDE 0100 ist da doch eigentlich sehr genau! Egal wie weit weg oder wie der Versorgungsanschluss ausgeführt ist, jede Rigg muss geerdet werden! Und zwar so, dass die Schutzleiterfunktion sichergestellt ist!

    wo genau soll das stehen? Diese Diskussion gab es hier schon, aber innerhalb der VDE konnte mir noch keiner einen Abschnitt nennen, welcher soetwas fordert.

    Mit freundlichen Grüßen
    Stefan Swemers

    mfg
    Swemers

  • Sven M
    Profi
    Beiträge
    2.530
    • 13. April 2006 um 19:36
    • #17

    Das sollte die DIN VDE 0100 Teil 410 Abschnitt 413.1.2.1 regeln. Meiner Meinung anch. Allerdings gebe ich allen recht das sich die VDE da etwas schwammig ausdrückt.

    @all: ich finde es nervig wenn jemand groß tönt die VDE 0100 regelt das und dies ganz genau ohne aber einen Abschnitt nennen zu können.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • Beffel
    Profi
    Beiträge
    283
    • 13. April 2006 um 19:45
    • #18

    ....
    Da steht aber nicht an einer Stelle genau wie ich eine RIGG erden soll! Das stehen über viele Teile verteilt, welche Voraussetzungen eine Elektroinstallation erfüllen muss, dass diese als ausreichend sicher angesehen werden kann. Man muss sich zum Beispiel die Teile über Schutzmaßnahmen genau durcharbeiten: DIN VDE 0100-410 Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1000V Teil 4: Schutzmaßnahmen Kapitel 41 Schutz gegen elektrischen Schlag mit Harmonisierungsdokument der IEC 364-4-41, modifizierte deutsche Fassung HD 384.4.41 S2 vom April 1996 Abschnitt 413.1.1.2 Erdung und Schutzleiter bis Abschnitt 413.1.2.2 zusätlicher Potentialausgleich

    Hinweis: Ich möchte Niemanden verarschen, das ist wirklich die genaue Stelle an welcher man die Hauptgrundlage dafür findet.

    Dazu muss man aber dann noch die Grenzwerte aus der 700-er DIN-Reihe kennen und berücksichtigen, da es sich um eine elektrotechnische, ortsveränderliche Anlage mit indirekt an mehreren Stellen berührbaren leitfähigen Teilen handelt.

    So und nun will ich das Ganze mal eindeutschen:

    Die 0100 sieht vor, dass man eine Anlage, gleich welcher Bauweise, so erden muss, dass evtl. im Störfall leitfähige Teile auf dem gleichen Potential liegen müssen wie der Schutzleiter!

    Das geht halt bei jedem Groundsupport mit isolierenden Walzen am Sleeve nur, wenn ich von Teil zu Teil einen Potentialausgleich führe! Irgendeine Tothängemöglichkeit (Coupler, Stahlseil etc.) sind nicht ausreichend, da die Grenzwerte für den Schutzleiterwiderstand damit nicht zuverlässig eingehalten werden können.

    Noch ein kleiner Hinweis am Rande: Es gibt nicht nur die DIN-Taschenbücher für Veranstaltungsechnik! Man kann auch eines über elektrotechnische Sicherheitsnormen für Ämter, Behörden, Bauschaffende und Sicherheitskräfte kaufen (#509). Dann gibt es z.B. auch eines über Hebezeuge und und und.........
    Da findet man dann auch die 0108-Reihe "Starkstromanlagen und Sicherheitsstromversorgung in baulichen Anlagen fü Menschenansammlungen" (z.B. Teil 8 Fliegende Bauten!!!! oder Teil 2 Versammlungsstätten!!!!)
    Bei der letzteren ist z.B. eine echt interessante Tabelle ind Abschnitt 5.2.6. Kabel für Bühnenbeleuchtung

    Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung!

    Stefan Schader

    Beffl, so a Glaber! Dess glabst da jao salber nedd,
    obbar es bassd schoh!

  • Beffel
    Profi
    Beiträge
    283
    • 13. April 2006 um 19:48
    • #19

    Entschuldigt bitte die Fehler, aber ich bin heute nicht mehr so ganz auf der Höhe! Das Alter und davon 25 Jahre Rock`n Roll hinterlassen spuren!

    Gruß
    Beffel

    Beffl, so a Glaber! Dess glabst da jao salber nedd,
    obbar es bassd schoh!

  • Sven M
    Profi
    Beiträge
    2.530
    • 13. April 2006 um 20:29
    • #20

    Naja, aber mich wundert immer das an keiner Stelle wo es um fliegende Bauten geht etwas über Potentialausgleich steht.

    Natürlich halte ich es auch für meist sinnvoller ein Schutzziel zu definieren.

    Am Rande: die VDE 0108 Teil 1-8 ist durch die VDE 0100-718:2005-10 und für die Notbeleuchtung VDE 0108 Teil 100 abgelöst worden.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

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