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SPL Messung von Lautsprechern - wieso so große Abweichungen?

  • mike j.
  • 3. April 2006 um 14:04
  • mike j.
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    • 3. April 2006 um 14:04
    • #1

    Habe vor ein paar Tagen ein Basshorn draussen gemessen: Sollte bei 35Hz ca. 101dB machen.

    Jetzt war die Gegebenheit eine Bodenmessung, nicht Halbraum (hab isch berücksichtigt nachher).

    Ich habe am Lautsprecher einen Sinusgenerator angeschlossen, der 2,83V effektiv bringt, macht 4,0V peak, hatte er auch nach der Messung unter Last.

    Diesen Generator habe ich nun durchgestimmt (in 2 Hz Schritten) und dann mit einem Klasse 2 dB Messgerät den Schalldruck gemessen und aufgeschrieben (einmal in 1m und einmal in 4 Meter und dann 12dB dazuaddiert).

    Jetzt macht das Basshorn gerade mal 98dB bei 50Hz, von 35 Hz keine rede +-3dB und die 101dB auch nicht da unten, sondern erst bei 65Hz.

    Rein Hörtechnisch geht das Horn runter, da bin ich fast überzeugt davon, dass es die 35Hz macht bei dem Pegel.

    Hab ich irgendwas bei der Messung falsch gemacht, dass wir den Tiefgang nicht so messen wie er sein sollte? Der Rest der Messung (alles über den 70Hz stimmt mit dem Simulationsdaten und Herstellerdaten beinahe perfekt überein, keine großen Abweichungen).

    MAg mir jetzt keinen Analizer kaufen und irgendeine Software die das kann kenne ich nicht. Mir wäre nur wichtig zu wissen, was da falsch gelaufen ist bei der Messung

  • TomyN
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    • 3. April 2006 um 14:45
    • #2

    :?: Bewertungsfilter am Schalldruckmesser aktiviert?


    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • mike j.
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    • 3. April 2006 um 15:51
    • #3

    FLAT ist aktiviert.

  • Volker Holtmeyer
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    • 3. April 2006 um 22:38
    • #4

    Welcher Pegelmesser ist es denn?

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • MK
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    • 4. April 2006 um 17:39
    • #5
    Zitat von "Mike J."

    Ich habe am Lautsprecher einen Sinusgenerator angeschlossen, der 2,83V effektiv bringt, macht 4,0V peak, hatte er auch nach der Messung unter Last.

    War die Spannung auch während der Messung über den gesamten Frequenzbereich stabil und ohne nennenswerten Klirrfaktor? Womit hast Du die Spannung gemessen?
    Hat der Lautsprecher bei 35 Hz auch genau 8 Ohm?

    Gruß
    Martin

    Glaube nur, was auch wissenschaftlich untermauert werden kann, menschliche Sinne lassen sich zu leicht besch... - äähh betrügen!

  • tufkajck
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    • 13. April 2006 um 14:29
    • #6

    Mit reinen Sinusen kann man Lautsprecher nicht messen.
    Das Ergebnis wird durch überlagerungen verfälscht.

  • Volker Holtmeyer
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    • 14. April 2006 um 02:29
    • #7

    :?: Was meinst du jetzt damit?

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • tufkajck
    Profi
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    3.334
    • 21. April 2006 um 13:17
    • #8

    Dass am Standort des Pegelmessers immer wieder überlagerungen ankommen, die die gemessenen Pegel verfälschen.

  • Volker Holtmeyer
    Profi
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    13
    • 23. April 2006 um 18:23
    • #9

    Ach so, ich glaube, jetzt verstehe ich! Du meinst, dass durch diskrete Refelxionen frequenzanhängig Interferenzen auftreten können, die bei einem breitbandigen Signal gewissermaßen "verschmieren"?

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • tufkajck
    Profi
    Beiträge
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    • 24. April 2006 um 13:07
    • #10

    Genau.
    Bei "messen" mit Sinusgenerator und Pegelmesser wenigstens hin und her sweepen...

  • MK
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    373
    • 24. April 2006 um 14:08
    • #11

    Bei meinen Ausführungen bin ich davon ausgegangen, dass bei der Messung Freifeldbedingungen herrschten. Alles andere hat sowieso keinen Wert. Auch das sweepen hilft da nicht wirklich. Also raus mit der Kiste ins Freie, wer keinen reflexionsarmen Raum hat.

    Gruß
    Martin

    Glaube nur, was auch wissenschaftlich untermauert werden kann, menschliche Sinne lassen sich zu leicht besch... - äähh betrügen!

  • tufkajck
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    • 25. April 2006 um 10:56
    • #12

    Auch im Horn und an der Membrane passieren stehende Wellen und Reflexionen, die sich mit reinen Sinusen so auswirken, dass die Messung eher mit Vorsicht zu geniessen ist.

  • MK
    Profi
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    373
    • 25. April 2006 um 11:48
    • #13

    Mag schon sein, deswegen ist es ja auch nicht verkehrt, den Frequenzgang mit einem Rauschsignal zu messen. Um den Schalldruck in 1m Abstand bei 1W und 1kHz zu ermitteln, gehr aber halt bloß ein 1kHz Signal. Und das ist nun mal die Norm.

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  • tufkajck
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    • 25. April 2006 um 12:03
    • #14

    Was für ne Norm?
    Den Schalldruck Kannst du auch per mls Messung mit kalibriertem Mikro eruieren und wenn du willst, bei einem Kilo ablesen. das hate ich für aussagekräftiger.

  • MK
    Profi
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    373
    • 25. April 2006 um 12:09
    • #15

    Der Sache traue ich nun nicht so ganz, wenn´s ganz genau gehen soll. Ich weiß, darüber kann man sich streiten, dazu habe ich allerdings keine Lust. Erlaubt ist eh, was gefällt.
    Norm: DIN EN 60268-5 glaube ich aus dem FF

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  • tufkajck
    Profi
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    • 25. April 2006 um 12:58
    • #16

    Mir ist ein kalibriertes MELISSA eigentlich genau genug.
    Die Frage ist halt, wofür man die Messergebnisse benötigtund das Messverfahren angeben muss....Keine Ahnung.

  • Sound-Klinik
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    • 25. April 2006 um 14:15
    • #17
    Zitat von "MK"

    Um den Schalldruck in 1m Abstand bei 1W und 1kHz zu ermitteln, gehr aber halt bloß ein 1kHz Signal. Und das ist nun mal die Norm.

    ... wo hast Du denn diesen Quark her ? :P

    1. Eine Messung in einem Meter Abstand ist bei großflächigen Systemen Blödsinn. Man wählt größere Meßabstände und rechnet den Wert dann bezogen auf 1 m herunter (professsionelle Meß-Systeme können sowas ... :wink: ).

    2. PA-Systeme werden selten mit einem Watt gemessen, sondern mit einem stärkerem Signal - das "Ergebniss" wird dann bezogen auf 1 W umgerechnet.

    3. Im Prinzip ist es egal, ob Du mit weissem (dann eher FFT) oder rosa Rauschen (z.B. Terzbandanalyse) ... oder mit Sinus-Signalen (dann möglichst auch mitlaufendes Filter) mißt.

    Viel wichtiger ist dann, daß man vernüftige freifeldentzerrte Mikros, Messverstärker mit konstanter (und bekannter !) Verstärkung verwendet und den Messaufbau vorher (d.h. Ausgangsspannung der Endstufe messen bzw. Eichmessung vornehmen ...) richtig kalibriert.

    Und sowas geht genau und jederzeit reproduzierbar mit MLSSA und Monkey Forrest. :)

  • MK
    Profi
    Beiträge
    373
    • 25. April 2006 um 14:47
    • #18

    Soviel ich weiß wird nach Norm der Schalldruck eines Lautsprechers (von großflächigen Systemen war nie die Rede) seit jeher und immer noch in dBSPL pro Watt in 1m Abstand angegeben.
    Warum soll ich rückwärts rechnen, wenn ich auch in 1m messen kann - freilich geht das auch, viele Wege führen nach Rom. Dass mein Vorschlag Quark sein soll, verstehe ich also nicht.

    Freilich kann man mit den von Dir genannten Systemen das genau und in jedem Abstand messen, das von mir benutzte DAAS kann das auch. Aber hier geht´s um Low-Budget Messungen, und dafür kann man bedenkenlos einen Sinusgenerator und ein Schallpegelmessgerät nehmen. Nicht jeder kauft sich mal schnell eines der genannten Systeme.
    Man muss dann halt raus ins Freie und idealerweise hoch hinauf - ist wesentlich wichtiger als auf´s zehntel dB kalibrierte Mikros.

    Eine weitere Schwierigkeit beim "zu Fuß" messen ist die Ermittlung des exakten Messabstands, da der akustische Quellpunkt eines Lautsprechers i.d.R: nicht der Membrane entspricht.

    Also Ball flach halten :wink:

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  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    7.900
    • 25. April 2006 um 16:23
    • #19
    Zitat von "MK"

    Soviel ich weiß wird nach Norm der Schalldruck eines Lautsprechers (von großflächigen Systemen war nie die Rede) seit jeher und immer noch in dBSPL pro Watt in 1m Abstand angegeben.


    ... "bezogen auf 1 m" ... es muß jedoch nicht in einem Meter Abstand gemessen werden !

    Zitat von "MK"

    Warum soll ich rückwärts rechnen, wenn ich auch in 1m messen kann - freilich geht das auch, viele Wege führen nach Rom. Dass mein Vorschlag Quark sein soll, verstehe ich also nicht.


    ... weil Du schon bei größeren HiFi-Systemen ggf. bei einem Meter Abstand noch im Nahfeld bist ... weiterhin ist 1 m auch kein typischer Hörabstand ... und bei mehr als 2 Wegen bekommst Du ggf. Probleme aufgrund der (erst im Fernfeld optimalen) Abstände des Hörers zu den einzelnen LS-Systemen. 8)

    Zitat von "MK"

    Freilich kann man mit den von Dir genannten Systemen das genau und in jedem Abstand messen, das von mir benutzte DAAS kann das auch. Aber hier geht´s um Low-Budget Messungen, und dafür kann man bedenkenlos einen Sinusgenerator und ein Schallpegelmessgerät nehmen.


    ... was dann auch die unterschiedlichen Messungen erklärt (und die Frage des Threadstarters beantworten dürfte ...) ... :lol: :lol: :lol:

    Zitat von "MK"

    ... ist wesentlich wichtiger als auf´s zehntel dB kalibrierte Mikros.


    ... viele preiswerte Meßmikros (auch das beyerdynamic MM-1) messen oberhalb von 5 ... 6 kHz zunehmend ungenauer als 3 ... 4 dB !
    D.h. "zehntel dBs" ist auch Quark ...

    Zitat von "MK"

    Eine weitere Schwierigkeit beim "zu Fuß" messen ist die Ermittlung des exakten Messabstands, da der akustische Quellpunkt eines Lautsprechers i.d.R: nicht der Membrane entspricht.

    ... darum mißt man ja auch die Phase und "zieht" die Minimalphase ab (und voilá: schon habe ich die Distanz zum akustischen Zentrum des LS).

    Info: Bei größeren Meßabständen ist das von Dir angeschnittene Problem "exakter Meßabstand" dann zunehmend weniger ein Problem, weil sich die gleiche Absolutdifferenz bei größeren Entfernungen relativiert (zum Verständnis: Bei 5 m Meßabstand ist es egal, ob das akustische Zentrum 20 cm weiter vorn oder weiter hinten ist ... bei 1 m eher nicht ... :wink: )

    Zitat von "MK"

    Also Ball flach halten :wink:

    :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

    Einmal editiert, zuletzt von Sound-Klinik (25. April 2006 um 16:29)

  • MK
    Profi
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    373
    • 25. April 2006 um 16:28
    • #20

    Ist ja schon gut.
    Schau mal an den Anfang des Threads und Du weißt, worauf ich hinaus wollte. Da möchte einer mit ganz einfachen Messmethoden eine Daumenpeilung machen - ohne Minimalphalse und dgl.

    Davon abgesehen hast Du nun mir und allen anderen intensiv bewiesen, dass Du davon ganz viel von der Sache verstehst.
    Können wir es also dabei belassen :?: Bitte :!:

    Gruß
    Martin

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