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Klinke, XLR, Speakon <-> Berührungsschutz

  • tim
  • 15. April 2006 um 09:05
  • tim
    Beiträge
    2
    • 15. April 2006 um 09:05
    • #1

    Hallo PAler,

    habe die Suche hier und bei Google bemüht, bin aber für meine Frage nicht richtig fündig geworden.

    Und zwar wurde ich heute gefragt, ob es eine Vorschrift/Gesetz gibt das es verbietet/untersagt XLR oder Klinkenstecker an Lautsprecherleitungen einzusetzen?
    Mir ist nur die Begründung mit der höchstzulässigen Berührungsspannung (50 V) eingefallen, wie es auch im Forum steht.

    Gibt es noch eine andere Begründung? VDE-Vorschrift oder ähnliches?

    Danke und Gruss
    Tim

  • Tobias Zw.
    Profi
    Reaktionen
    821
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    2.857
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    27
    • 15. April 2006 um 10:16
    • #2

    Da hast Du Dir die Antwort doch schon selber gegeben. Laut VDE (und jetzt fragt mich bitte nicht, wo's steht) darf es keine berührbaren Teile mit einer Berührungsspannung >50 V AC oder >120 V DC geben (von Ausnahmen in abgeschlossenen elektrotechnischen Betriebsstätten oder bei Energiebegenzung mal abgesehen). Diese Werte resultieren aus dem Strom, der durch den Körper fließen würde, wenn man diese Spannung an einen Menschen anlegen würde, und der kleiner sein muß als die Stromstärke, die ernsthafte Schäden wie z. B. Kammerflimmern verursacht.

    Ergo: Ein XLR male Stecker, an dem eine Berührungsspannung > 50 V AC anliegt, verstößt gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik, und wenn's dadurch zum Unfall kommt, ist der, der den Stecker unsachgemäß eingesetzt hat, zumindest zum Teil mit dran.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 15. April 2006 um 14:45
    • #3

    ... wobei man am Rande bemerken sollte, das man sich bei 50 V~ an 8 Ohm in der Gegend von 300 Watt Verstärkerleistung bewegt.
    (War da nicht was mit Schutzkleinspannung = 42V~?. Egal...)

    Es hat früher gegeben und gibt immer noch Systeme unterhalb dieser Leistungsgrenze, die mit 1/4" Klinkenbuchsen ausgerüstet sind, und ich denke mal, die VDE Norm mit der Schutzkleinspannung ist älter.
    (Welche ist das? VDE 0100??)

    Selbst bei einer EV Eli 1A steht auf dem Typenschild "200W" neben den Phone jacks... :wink:
    Oder die ganzen Tuchelstecker auf dem Jahrmarkt...

    Natürlich sind Speakon abwärtskompatibel, aber für Systeme kleinerer Leistung nicht erforderlich.

  • timo
    Verifiziert
    Beiträge
    292
    • 15. April 2006 um 17:30
    • #4

    Hallo,

    Schutzkleinspannung, die ja inzwischen SELV heisst, fällt unter die Kategorie "Schutz gegen elektrischen Schlag" nach
    DIN VDE 0100-410: 97-01
    DIN VDE 0100-739: 89-06

    Diese besagt max. U= 50V AC bzw U= 120V DC

    Desweiteren kann man mit Klinkensteckern, die im laufenden Betrieb ausgezogen werden, einen Kurzuschluss erreichen. Alleine das sehe ich schon als Grund, diese nicht zu verwenden, obwohl ja vor allem viele alte Lautsprecher einen Klinkenanschluss hatten / haben.

    Gegen die Verwendung von XLR - Verbindungen spricht meiner Meinung nach bei kleinen Leistungen nichts. Allerdings sollte dann besonders darauf geachtet werden, dass keine Mikrofonkabel mit in die Signalkette Amp - Lautsprecher gelangen, da diese dann höchstwahrscheinlich einen zu kleinen Querschnitt haben werden.

    Gruss Timo

    chaos, panic and disorder - my work is done!

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 17. April 2006 um 13:01
    • #5
    Zitat von &quot;Timo&quot;


    Desweiteren kann man mit Klinkensteckern, die im laufenden Betrieb ausgezogen werden, einen Kurzuschluss erreichen. Alleine das sehe ich schon als Grund, diese nicht zu verwenden, obwohl ja vor allem viele alte Lautsprecher einen Klinkenanschluss hatten / haben.

    Commi hat das noch, sicher im Budget-Bereich, und kurioserweise ist das selbst bei leistungsfähigen Instrumenten-Verstärkeren noch eher Standard wie etwas anderes.

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 17. April 2006 um 13:12
    • #6

    Wobei Lautsprechersteckverbindungen per Klinke (falls nicht verriegelbar und von sehr guter Qualität) eher programmierte Störstellen sind. Dann schon lieber XLR.
    Dem Problem des Berührungsschutzes bei XLR kann man entgegenkommen, indem man Ausgänge als Weibchen ausbildet. Gut, dann könnte man auch ein Mikrofon dort anstecken und das Ding würde Schaden nehmen.

    Wir hatten da als Lösung, den XLR so zu beschalten, daß man die beiden Signalpins im Verstärker und im Lautsprecher brückt. Somit hat man als Hinleiter die beiden Innenadern und als Rückleiter den Schirm, falls sich doch mal ein Mikrofonkabel dazwischenmogeln sollte. Auch versehentlich angesteckte Mikrofone nehmen dann keinen Schaden.

    MfG

    DirkB

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