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Handwinden oder Handkettenzüge

  • jaan2204
  • 19. April 2006 um 12:02
  • jaan2204
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    • 19. April 2006 um 12:02
    • #1

    Hallo!

    Wir brauchen für unsere neuen MPT-Tower Handwinden oder Handkettenzüge.
    Bislang hatten wir uns immer Handkettenzüge für die wenigen Einsätze geborgt, brauchen aber für diese Saison eigenes Material.

    Was ist aber in der Praxis besser geeignet. (für Motoren reicht das Geld momentan nicht...)

    Handkettenzüge kann man noch an anderen Stellen einsetzen und sind bis 1t belastbar sowie teilweise sehr kostengünstig.

    Handwinden sind auf die Tower abgestimmt und lassen sich durch das gleichmäßige Kurbeln sicherlich besser synchronisieren als die Handkettenzüge. Allerdings sind dies nur bis 750kg belastbar und auch nur in Verbindung mit den Tower einsetzbar.

    In erster Linie soll hier allerdings Tower- und Traversenschonend gearbeitet werden. Wenn man nach euren Erfahrungen nach ein Trusstor bzw. ein Ground Support mit Handwinden Materialschonender und gleichmäßiger hochbekommt, als mit Handkettenzügen (da man beim Kurbel besser den Tag vorgeben kann) dann kann die Vielseitigkeit der Kettenzüge vernachlässigt werden.

    Was würdet ihr kaufen und warum?

    Handkettenzüge oder originale Prolyte-Winden?

    mfg
    andré

  • Knöppedreher
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    • 19. April 2006 um 19:32
    • #2

    ich würde eigentlich immer zu Motoren tendieren, weil man wenn man ein Dach einmal schief gezogen hat echt so seine Probleme haben kann, außerdem sind z.B. bei unserer 8x6m Bühne niemals 4 Techniker vor Ort! Sondern eher einer mit 4 Helfern,

    ansonsten ganz klar die Handkettenzüge, vor allem wegen der Vielseitigkeit!

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    • 20. April 2006 um 07:15
    • #3

    Bei 2 Towern: Handkettenzüge, dann hast Du nicht den Ärger mit dem Stahlseil beim Aufbau

    Bei 3 und mehr Towern in einem System: Motoren und eine Laserwasserwaage. Alles andere geht zu sehr aufs Material und ist ne Frickelei.

    Ich gebe evtl. 4 Motoren zum fairen Kurs ab, schick mir mal ne Mail.

    Viele Grüße,
    Volker

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    • 20. April 2006 um 23:26
    • #4
    Zitat von "Volker"

    Bei 2 Towern: Handkettenzüge, dann hast Du nicht den Ärger mit dem Stahlseil beim Aufbau

    Bei 3 und mehr Towern in einem System: Motoren und eine Laserwasserwaage. Alles andere geht zu sehr aufs Material und ist ne Frickelei.

    Sind wir uns einig, dass es sich dabei eigentlich um geführte Lasten handelt und somit eine C1-Anlage nötig ist? (Meinetwegen auch D8+ mit Lastmessung...)

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Online
    Volker
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    • 20. April 2006 um 23:46
    • #5

    ... also wir arbeiten bei vier und mehr Towern mit D8 Motoren, einer entsprechenden Steuerung, einer Laserwassserwaage und nach dem Hochfahren hängen wir tot mit Ketten über den jeweiligen Tower.

    Ein Verfahren während der Show kommt bei uns nicht vor.

    Wofür brauche ich, wenn ich tothönge, zum Aufbau C1 Motoren ?

    Viele Grüße,
    Volker

  • ADMIN
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    • 21. April 2006 um 00:05
    • #6
    Zitat von "Volker"

    Wofür brauche ich, wenn ich tothönge, zum Aufbau C1 Motoren ?

    Weil bei geführten Lasten erhebliche Kräfte auftreten können, wenn die Züge nicht wirklich synchron verfahren werden.

    - das besagt meine Gefährdungsanalyse

    - so interpretiere ich SP 25.1/2-1 (BGI 810-1) (oder ich habe eine D8-Anlage mit entsprechender Ausstattung nach Zeile 7 "geführte Lasten", so etwas habe ich aber noch nie gesehen)

    - Lastmessung (und das habe ich de facto nur bei einer C1-Anlage) fordert der VPLT SR 2.0 auf Seite 11.


    Ich sehe natürlich auch, dass die Praxis oft eine andere ist, deshalb vorhin auch der Zusatz "eigentlich". Aber in diesem Forum, gerade im Bereich "Veranstaltungssicherheit" soll doch immer mal wieder darauf hingewiesen werden, wie es eigentlich zu laufen hat.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Hitower
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    • 21. April 2006 um 00:33
    • #7

    hi
    ich kenne die MPT Tower in verbindung mit den Seilen!

    Wir haben bisher mit denen noch nie Probleme gehabt!

    Das System ist nun (habs heute zufällig gehört) 6 Jahre alt und wunderbar!

    Wie oft braucht ihr das system?

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • marcoboy
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    • 21. April 2006 um 19:23
    • #8

    auch bei Handwinden muss das Rigg gesichert werden!!! Ich hoffe die winden blieben nie unter Last drin :?:

    eigentlich sind Motore immer von vorteil, wenn D8 muss das Rigg gesichert werden. Das Material dazu sollte schon vorhanden sein. Wenn man nicht hoch möchte zum sichern dann einen C1 zug. über D8+ läst sich streiten :roll:

    beim hochziehn steht natürlich niemand drunter :oops:

  • jaan2204
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    • 23. April 2006 um 13:28
    • #9

    Wir brauche das System nun nicht jedes Wochenende, eigentlich auch nur in den Dimensionen 6x5 und 8x6 maaxximal 10x6. Motoren sind momentan für uns noch zu teuern und nun suche ich, vor Fehlkauf eine guten Lösung, eine Pultdachbühne bzw. ein Grond Support so gut getaktet zu bekommen, dass man das ganze möglichst Materialschonend und gleichmäßig hochbekommt. Welche Probleme treten mit dem Stahlseil auf??? :?

    Bei den Handwinden war ich der Meinung, dass man halt durch die Kurbeldrehung einen guten Zähltakt für alle 4 Personen vorgeben kann. Max. Höhen sind 5m!!

    Bei Handkettenzügen ist man generell im Verleih flexibler, aber wie taktet man die beim Hochziehen eines kleines Daches bei 4 Personen. Da kann man ja leider nicht immer einen Kurbeldrehung abzählen.

    Vorschläge...

  • marcoboy
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    • 23. April 2006 um 21:37
    • #10

    bei den Handwinden besteht das problem das man aufpassen muß wie sich das seil um die winde legt. Manchmal muß man es auch rüberdrücken. Gefahr dabei das es runter springt von der wicklung. Dann sackt alles nach die Lampen klappern :oops: Winden sind so ziehmlich das letzte.

    Bei kleinen sache bekommt man sowas auch mit Handkettenzügen nach oben. Allerdings mit erfahrung und vorsicht!

    man braucht noch einen man der schaut und anweisung gibt. Also min 5 man :D

  • Hitower
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    • 23. April 2006 um 21:49
    • #11

    Hi

    Also wenn man mit 4 Leuten die das öfter machen das gemeinsam hochkurbelt gehts!

    Das das Stahlseil evtl mal geführt werden muss kann passieren! Wenn man langsam kurbelt gehts aber und man kann kurzmal mit einer Hand nachhelfen...

    Blickkontakt ist auf jeden Fall wichtig!
    Jeder schaut einem "Vorkurbler" beim drehen zu und schaut parallel ob die höhen in etwa gleich bleiben! Syncronität bis auf 100% kannste kaum erreichen!

    Da es bei uns erstmal in Arbeitshöhe geht ist es nicht so weit und weils noch "leer" ist auch noch einhändig...

    Danach wirds nen bischen schwerer, aber noch machbar!

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • Online
    Volker
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    • 24. April 2006 um 07:44
    • #12

    ADMIN:

    da muss ich Dir wohl zustimmen.

    Zur Minimierung des Problems wird bei uns das gesamte Rigg vor dem Hochfahren mit einer Laserwasserwaage in eine Ebene gebracht.
    Auch die Tower werden so gut es geht analog ausgerichtet.

    Es werden überdimensionierte Motoren verwendet ( 1000kg über den Tower geleitet unten angeschlagen als Kletterzug [für den nicht Versierten: es ergibt sich eine Lasthalbierung...]).

    An den Poster:

    Wenn nur gelegentlich, wie von Dir beschrieben, kleinere Groundsupports gebaut werden sollen, bei denen die Last überschaubaur ist ( keine Tonnen von Movinglights) etc. würde ich über die Anschaffung von "Boxcornern" (Prolyte-Bezeichnung) und 4 Genie/ALP Liften nachdenken.
    Ist einfacher, geht schneller und man hat auch noch 4 Lifte für andere Anwendungen. Zu allem Überfluss ist es noch deutlich billiger.
    Nachteil: Je nach Lift-Modell darf das gesamte Rigg inkl. Alu nur zwischen 1200 und 1500 kg wiegen und sollte einigermaßen gleichmäßig belastet sein.

    Viele Grüße,
    Volker

  • jaan2204
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    • 24. April 2006 um 08:58
    • #13

    ...danke für den Vorschlag, allerdings sind 4 x mpt-tower, H40V und H30V da. Bei den Tower muss ich sagen, dass davon nur 2 in meinem Bestand sind un 2 sich bei unserer kooperierenden Tonfirma befinden. Bislang hatte ich auch nur 2 für Torbau benötigt und diese eine Strecke konnte gut beim hochziehen mit Kettenzug von einem dritten bebachtet und korrigiert werden. Bei einer Ground Support Konstruktion denke ich, dass es schwerer sein wird, alle Strecken im Auge zu behalten und da sehe ich den einzigsten Vorteil von Kurbel, da man da hervorragende (wie bei Kurbeltowern) jede Umdrehung im Takt mitzählen kann. (wenn man natürlich das Geld hat, sind Motoren du beste wahl-was sich allerdings dann auch im Mietpreis wiederspiegelt)

    Kann man Kettenzüge auch so gut koordinieren und wenn, welche Tricks verwendet ihr, außer über Laserwage alles zu überwachen. (nehmt ihr für eine Bühne eine Laserwage für alle 4 Strecken oder für jede eine extra???)

  • ADMIN
    Administrator
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    • 24. April 2006 um 11:49
    • #14
    Zitat von "Volker"

    Es werden überdimensionierte Motoren verwendet ( 1000kg über den Tower geleitet unten angeschlagen als Kletterzug [für den nicht Versierten: es ergibt sich eine Lasthalbierung...]).

    Meine Sorge bei diesen Aktionen gilt ja weniger dem Motor (da gibt's heftige Sicherheitsreserven, da gibt's 'ne Rutschkupplung...) als vielmehr der Truss: Mit einem 1000kg-Zug bekommt man gängiges Traversenmaterial bequem auseinander gerissen, schon ohne Lasthalbierung.

    Meine Sorge ist auch weniger die, dass das beim Hochziehen in Einzelteilen runterkommt (es dürfte ja auch keiner drunter stehen...). Es ist mehr sie Sorge, dass die Traversen durch die Überbeanspruchung kräftig leiden (ein bisschen Geometrieverschiebung, ein bisschen Bolzenbiegung, ein bisschen Risswachstum), und bei nächster Gelegenheit, beispielsweise bei Outdoor und Windlasten, und auch wieder ein bisschen viel, da hat das Material dann nicht mehr die Reserven, die erforderlich sind.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • hink
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    • 24. April 2006 um 13:10
    • #15

    Falls dir das nicht zu primitiv ist, vier passende Bandmaße ins Bühnentoolcase und beim Hochkurbeln an jeden Sleeveblock eines ankleben. Dann zählt der Antreiber halt keine Kurbelschläge, sondern Dezimeter oder was auch immer. Musst natürlich bei unebenem Untergrund noch an jeden Tower passend ne Marke setzen.

    Gruß hink

  • jaan2204
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    • 24. April 2006 um 19:52
    • #16

    auch eine Idee :P

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